Hallo,
da ich bald umziehe kommen mir wieder einige Ideen …
Im Endeffekt will ich meine Funkstation umweltfreundlich über Solarstrom betreiben (okay, mit umweltfreundlich hat es nichts zu tun,
eher reiner Spieltrieb, wohl ne Berufskrankheit ).
Also Solarmodul, Batterie, Steuerung übernimmt Labview, kleines Display a la Prius welchen den Energiefluss anzeigt und vielleicht noch ein Wechselrichter um Handies o.ä. aufzuladen.
Ich habe alles dimensioniert und auch schon die Nachführung fertig,
bringt bestimmt 10% oder so:smile:.
Mein Problem sind nun die Akkus: Normalerweise verwendet man ja
Bleiakkus. Nun kann ich mich dunkel daran erinnern dass diese nicht
zyklenfest sind, zumindest Autobatterien. Was ist dann an den Solarbatterien anders? Andere Oberflächenstruktur der Elektroden?
Sind die dann im Gegenzug nicht hochstromgeeignet?
Vielleicht muss ich ja mal mein Auddole im Winter damit starten …
Für private Solaranwendungen? Auf jeden Fall. Alles andere ist deutlich zu teuer.
Was ist dann an den Solarbatterien anders? Andere Oberflächenstruktur der Elektroden? Sind die dann im Gegenzug nicht hochstromgeeignet?
So ist es. Es gibt im groben drei Klassen von Bleiakkus:
1.) …sind Starterakkus. Sie sind auf extrem hohe Entladeströme ausgelegt. Ihre Elektroden sind hauchdünn und haben eine möglichst größe Oberfläche. Das macht sie aber nur recht kurzlebig. Bei der natürlichen Alterung des Akkus wandelt sich langsam das metallische Blei an der Anode in Bleioxid um. Das leitet nicht und ist porös, sodass bei Starterakkus nach recht wenigen Zyklen die Elektroden brechen und Zellenschlüsse verursachen.
…sind Solarakkus. Sie sind das physikalische Gegenteil der Starterakkus. Die Elektroden sind besonders dick und halten der natürlichen Alterung länger stand. Nachteil bei der Sache ist allerdings, dass sie einen deutlich höheren Innenwiderstand haben was eine kleinere Leistungsdichte und einen veringerten Wirkungsgrad mit sich bringt. ZB sind Solarakkus nur auf 100 Stunden Entladebetrieb spezifiziert. Das heißt, man darf die Akkus nur mit 1/100C belasten um die zuvor geladene Energie wieder rauszubekommen. Im Vergleich sind Starterakkus auf 1/20C spezifiziert.
Ein mittlerweile fast vergessener Bleiakkutyp ist der Antriebsakku. Antriebsakkus sollten die Vorteile beider Sparten vereinen. Man legte den Standart auf 1/5C mit Aussicht auf späteren Ausbau. Daraus wurde aber nichts mehr, denn neue Akkutechnologien versprachen ein besseres Kosten/Leistungs-Verhältnis. Antriebsakkus sind schwer und teuer im Verhältnis zu nickel- oder litiumbasierten Akkus und gehören in U-Boote und Gabelstapler.
Da du hier einen Zyklenbetrieb vor hast must du wohl oder übel einen Solarakku kaufen. Je nach abgefragter Leistung musst du dann die Kappazität nach oben korrigieren. Auch wenn das nur sekundär die Laufzeit betrifft.
Hallo,
bedeutet im Endeffekt für eine Entnahme von im Schnitt 3 Ampere
sollte ich 300 Ah hinstellen. Für die Angedachte Anlage mit knapp
200 Wp und damit so 120 Watt im Mittel also gigantisch
überdimensioniert.
Aber vielen Dank schonmal, ist eigentlich eh nur ne Spielerrei und soll
nicht wirtschaftlich werden
…
Mein Problem sind nun die Akkus:
Normalerweise verwendet man ja Bleiakkus.
Nun kann ich mich dunkel daran erinnern dass diese nicht
zyklenfest sind, zumindest Autobatterien.
Starterbatterien wurden entwickelt,
um während des Startvorganges hohen Strom abzugeben
und damit den Verbrennungsmotor in Betrieb zu nehmen.
Daher sind diese Starterbatterien mit dünnen Platten
und größeren Oberflächen ausgestattet als Standardakku’s.
Wird eine Batterie durch dauerhaftes Laden/Entladen
von 60% bis 80% der Nominalkapazität führt dazu,
dass innerhalb der Platten starke Kräfte auftreten,
die zu einem schnelleren Verschleiß der Batterie führen können. http://de.wikipedia.org/wiki/Starterbatterie#Beispie…
Vielleicht muss ich ja mal mein Auddole im Winter damit starten …
Dein was ?
Gruss
Battery University ist eine Institution, die praktische Batteriekenntnisse für Ingenieure, Erzieher, Studenten und Batteriebenutzer vermittelt. Diese Artikel befassen sich mit Batterie-Chemien, beste Wahl von Batterien und Wegen, die Ihre Batterien länger leben lassen. http://www.batteryuniversity.com/index-german.htm
einen veringerten Wirkungsgrad mit sich bringt. ZB sind
Solarakkus nur auf 100 Stunden Entladebetrieb spezifiziert.
Das heißt, man darf die Akkus nur mit 1/100C belasten um die
zuvor geladene Energie wieder rauszubekommen. Im Vergleich
sind Starterakkus auf 1/20C spezifiziert.
Das ist aber keine notwendigen Randbedingungen für den Betrieb,
was man mißverständlich annehmen könnte. Natürlich kann man
diese Akkus auch deutlich höher belasten als C/100 oder C/20 und
hat deswegen noch lange keine großen Verluste.
Also ein Solarakku kann sicher auch mit C/10 oder C/5 belastet werden,
ohne große Probleme.
Gruß Uwi