Akku mit 6 Volt und 4,5 Ah - defekt?

Hallo, habe ein Problem mit obenangeführten Akku. Ich lade diesen mit einem Netzgerät auf - sollte man ja schon grundsätzlich nicht machen oder? Wenn ich jetzt versuche, diesen aufzuladen, dann bricht die Spannung am Netzgerät (eingestellt auf 7 Volt) zusammen auf ca. 3 Volt. Ist dann der Akku defekt? Mir ist das schon einmal passiert und dann plötzlich beim nächsten Ladeversuch (ein paar Tage später) hat es wieder funktioniert, d.h. die Spannung am Netzgerät ist nicht zusammengebrochen!? Kann mir dies jemand erklären?

Eine Zusatzfrage hätte ich noch:
Ich verwende diesen Akku für eine Art Taschenlampe mit einer Halogenlampe (6 Volt, 35 Watt … spezielle Lampe aus Ungarn). Ich dachte mir zuerst, dass die Lampe defekt sei, da sie auch nicht mit dem Netzgerät funktioniert hat. Als ich dann den Akku aufgeladen habe, dann funktionierte die Lampe doch wieder. Mit dem Netzgerät eben nicht! Das verstehe ich auch nicht ganz!

Vielen Dank im Voraus!

MfG Klaus

Tach lmessner!

Generell kann man Bleizellen bis 2,4V vollbraten. Das heißt bei deinem Akku 7,2V. Wenn allerdings die Zellspannung im Leerlauf(ohne Last nur mit Messgerät dran) unter 2V liegt ist der Akku ein Fall für den Sondermüll.

Laden lässt er sich dann vielleicht noch aber Innenwiderstand und Kapazität haben sich dann mindesten um Faktor zwei verschlechtert.

Thor

Danke für die rasche Antwort.

Die Spannung ohne Last liegt bei 2,9 Volt.
Es fließt auch ein Ladestrom von 200 mA.

MfG
Klaus

Moin,

…sollte man ja schon grundsätzlich nicht machen oder?
Wenn ich jetzt versuche,
diesen aufzuladen, dann bricht die Spannung am Netzgerät
(eingestellt auf 7 Volt) zusammen auf ca. 3 Volt.

Hast Du techn.Daten des Netzgerätes ?

Wenn der Akku leer, also fast tiefentladen
und an ein Ladegerät angeschlossen wird,
**das nur einen „begrenzten Ladestrom“ führen kann (z.B.
bricht die Spannung soweit ein, bis der max. mögliche Ladestrom fließt.

Bei fortschreitender Aufladung sinkt der Ladestrom
wegen der kleiner werdenden Spannungsdifferenz
zwischen Akkumulator und Ladegerät.

Schau Dir mal das UI-Ladeverfahren,
(Konstantspannungs-Ladeverfahren) genauer an.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ladeverfahren#Konstants…
http://www.batteryuniversity.com/partone-13-german.htm

Ist dann der Akku defekt?

Nur wenn er dauernd zu tief entladen wird.

Mir ist das schon einmal passiert … Kann mir dies jemand erklären?
… Taschenlampe mit einer Halogenlampe
(6 Volt, 35 Watt … spezielle Lampe aus Ungarn).
Ich dachte mir zuerst, dass die Lampe defekt sei,
da sie auch nicht mit dem Netzgerät funktioniert hat.

Mit dem Netzgerät eben nicht!
Das verstehe ich auch nicht ganz!

Das Netzgerät hat eine dafür, zu geringe Leistung.
Es müßte über 5A am Ausgang liefern können,
damit die Lampe auch ohne geladenem Akku funktioniert.

Vielen Dank im Voraus!

MfG Klaus

mfg
W.**

Hallo,

Hast Du techn.Daten des Netzgerätes ?

Das Netzgerät ist von 2 bis 15 Volt einstellbar und liefert maximal 1,5 Ampere.

Wenn der Akku leer, also fast tiefentladen
und an ein Ladegerät angeschlossen wird,
**das nur einen „begrenzten Ladestrom“ führen kann (z.B.

bricht die Spannung soweit ein, bis der max. mögliche
Ladestrom fließt.**

Ist mir eigentich soweit klar. Nur ist bei mir der Ladestrom nur 200 mA groß, obwohl laut Angaben auf dem Netzgerät es bis zu 1,5 Ampere liefern kann!?
Sollte ich einfach mal probieren, den Akku längere Zeit an das Netzgerät anzuschließen - vielleicht lädt er sich dann wieder auf?

Ich habe auch ein Akku-Ladegerät für Autobatterien. Hier gibt es auch die Einstellung 12 Volt / 3 Ampere. Kann man mit diesem Ladegerät auch den Akku mit 6 Volt laden?

Das Netzgerät hat eine dafür, zu geringe Leistung.
Es müßte über 5A am Ausgang liefern können,
damit die Lampe auch ohne geladenem Akku funktioniert.

Danke, das ist eigentlich logisch - hätte ich selber draufkommen müssen. Lampe hat ja die Daten 6 Volt und 35 Watt … kann man sich ja eigentlich leicht die erforderliche Stromstärke ausrechnen!

Danke nochmals,
Klaus

Moin,

… Nur ist bei mir der Ladestrom nur 200 mA groß,
obwohl laut Angaben auf dem Netzgerät es bis zu 1,5 Ampere liefern kann!?

Das liegt dann am Akku.
Der wird tiefentladen sein,
was erstmal auch einen höheren Innenwiderstand zur Folge hat.

Sollte ich einfach mal probieren, den Akku längere Zeit an das
Netzgerät anzuschließen - vielleicht lädt er sich dann wieder
auf?

Ja, das ist eine Möglichkeit.
Dazu sollte möglichst der Strom auf 450-500mA( I CA ) begrenzt werden,
damit keine Erwärmung über 35°C im Akkus entsteht.

Dann kann es über 2-3Tage am Akku bleiben, um zu sehen,
ob noch Ladung aufgenommen wird.
Ladeschlußspannung zwischen > 6,8Volt und http://www.akkuline.de/3955_AKKULINE_panasonic-bleia…
Datenblatt zu diesem Akku: http://www.akkushop.de/images/LC-R064R5P.pdf

Die Ladespannungseinstellung bei VRLA-Batterien
ist allgemein tiefer als bei normalen nassen Bleibatterien.
Hitze ist ein echter Killer von VRLA-Batterien.
-> 7.1.7. Gelbatterie (Ca/Ca, VRLA) http://www.dvddemystifiziert.de/batterien/carfaq7.ht…

Auch mit „einfachen umschaltbaren Kfz-Ladern 12V/6V“,
dürfen die nicht geladen werden,
weil damit eine zu hohe Ladespannung >16V/>8V erreicht wird
und die Batterie dadurch überladen / überhitzt + zerstört werden kann.

Danke nochmals,
Klaus

mfg
W.