Akku-Problem

Hallo Zusammen!

Ich habe ein Akku-Problem bei meinem 10 Jahre alten Panasonic Rasierer. Der Akku-Betrieb ist nicht mehr möglich! Mit Netzteil arbeitet das Gerät einwandfrei, nur der Akku wird nicht mehr geladen, bzw. ist nach kurzem Gebrauch oder nach einem Tag Ruhephase schon wieder leer.

Der Akku ist außer der folgenden Bezeichnung: „Ni–Cd“ 1,2 V; nicht weiter beschrieben! Ich habe jetzt rausgefunden, daß es vom Typ ein „C“ oder „Baby“ ist, allerdings kürzer!!! Maße 25mm Ø x 30mm lang, also ein 2/3 C Akku, er ist mit blauem Papier umwickelt.

Originalersatzteile sind noch bei Panasonic und zwei anderen Firmen zu bekommen, sind aber sehr teuer. Dort wird er als „Weiße Ware“ bezeichnet, was immer das auch bedeuten mag. Industrie, oder für Eigenprodukte der Firma??

Deshalb habe ich im Internet nach anderen vergleichbaren Akkus gesucht. Die sind zwar etwas kürzer und/oder schmäler als der Originale, aber er wird ja im Gerät festgelötet und eingebaut, somit dürfte dies kein Problem sein. Eher ein Technisches Problem wegen laden und so!!!

Folgende habe ich gefunden:

  1. Sanyo N-650SC 1,2 V, 650mAh
  2. Sanyo 2/3 SC 1,2 V, 1300mAh
  3. Sanyo RC-2/3 SC 1,2 V, 1200mAh
  4. Philips SAN???

Mein Problem liegt nun darin, daß ich nicht weiß, welche ich nehmen soll, oder nehmen kann, wegen dem Netzgerät. Dieses hat folgende Bezeichnungen:
Primär 120/220V ~
50-60Hz 35/20mA

Sekundär 3V 200mA
Die Ladezeit des alten Akkus war laut Bedienungsanleitung 8h, die ’mAh’-Leistung ist aber unbekannt.

Über den 1. von Sanyo wird beschrieben, daß er in vielen Rasiergeräten eingebaut ist.
Auf dem 2. steht 7h Ladezeit 200mA, also würde ich zu diesem oder dem 3. tendieren.
Welchen könnt ihr, auch wegen des Netzgerätes, empfehlen, und/oder sind auch die neuen Ni-MH Akkus mit diesem Ladegerät kompatibel??

gruß und danke im voraus!! marco

Hallo marco,

NiMH-Zellen gehen nicht, da sie eine andere Ladecharakteristik brauchen
als NiCd. Bei Akkus geht man davon aus, dass man fuer eine vollstaendige
Ladung einen Strom von 1/10 des Betrags der Kapazitaet des Akkus
10 Stunden lang braucht. Einige Akkus brauchen auch kuerzere Ladezeiten.
Zelle 3 sieht gut aus.

Viel Glueck !

Ersteinmal danke Ruediger!

das mit dem 1/10 des ladestroms ist mir bekannt, aber der rechenweg nicht so ganz!!!

-Da man immer wieder mal was mit Akkus zu tun hat, hätte ich da noch mal eine generelle Frage-

Also nehmen wir mal mein Beispiel oben, und die die Zelle 3.

Da steht drauf: 1200 mAh; Jetz würde ich davon ausgehen, daß der Ladestrohm 1/10, also 120 mA ist, und daß die Ladezeit 10h beträgt, ist das richtig??

Aber auf dem Netzgerät steht
unter Primär: 120/220V ~
50-60Hz 35/20mA
unter Sekundär: 3V=== 200mA

ich würde nun davon ausgehen, daß 200mA viel mehr ist, als 120mA, und ich habe mal gehört, daß der Wert nicht größer sein sollte, als der auf dem Akku, da dieser dann beim laden kaputt gehen könnte?!?
Oder ist der „Primärwert“ der Ladestrohm??

was bedeutet eigentlich primär und sekundär und die Zahlen 35/20mA?

tut mir leid, daß ich noch mal hachhake, aber ich hab auf dem Gebiet echt keine Ahnung!!!, Leider :wink:)

Noch ne generelle frage: ist es ratsam, in Ferbedingungen und so, von normalen Batterien auf Akkus umzustellen, oder sind die schneller leer bzw. kürzere Lebensdauer??

danke mfg marco

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Da steht drauf: 1200 mAh; Jetz würde ich davon ausgehen, daß
der Ladestrohm 1/10, also 120 mA ist, und daß die Ladezeit 10h
beträgt, ist das richtig??

Bei Normalladung ja - die meisten Akkus heute sind aber schnelladefähig.

ich würde nun davon ausgehen, daß 200mA viel mehr ist, als
120mA, und ich habe mal gehört, daß der Wert nicht größer sein
sollte, als der auf dem Akku, da dieser dann beim laden kaputt
gehen könnte?!?

Also 200 statt 120mA ist noch keine allzu heftige Schnelladung, das sollte kein Problem darstellen. Mit den entsprechenden Akkus und Ladegeräten ist es möglich, Akkus in 15-30 Minuten zu füllen (va im Modellbau). DAS sind dann hohe Ströme…

Oder ist der „Primärwert“ der Ladestrohm??

Nein, der ist in diesem Zusammenhang irrelevant.

was bedeutet eigentlich primär und sekundär und die Zahlen
35/20mA?

Primär: Die Netz-Seite (mit dem Stecker)
Sekundär: die Ausgangs-Seite (wo die Akkus hinkommen)

Zu den Zahlen: Steht dort auch ‚110-240V‘ oÄ?
Bei 110V Eingangsspannung zieht er dann (rund) 35mA, bei 240V 20mA.

Noch ne generelle frage: ist es ratsam, in Ferbedingungen und
so, von normalen Batterien auf Akkus umzustellen, oder sind
die schneller leer bzw. kürzere Lebensdauer??

Würde ich eher nicht tun. Gute Alkaline-Batterien (mit geringer Selbstentladung) sind dafür besser geeignet und billiger. Akkus dort, wo die Batterien regelmäßig leer werden.

LG
Stuffi

Hallo,

als NiCd. Bei Akkus geht man davon aus, dass man fuer eine
vollstaendige Ladung einen Strom von 1/10 des Betrags
er Kapazitaet des Akkus 10 Stunden lang braucht.

Also, wenn der Ladestrom auf 1/10 der Nennkapazität
eingestellt ist, dann ist die Ladezeit eher ca. 12h.
Das deshalb, weil der Wirkungsgrad bei Laden nicht 100%
sein kann (eher um 80%).

Einige Akkus brauchen auch kuerzere Ladezeiten.

NiCd-Akkus können eigentlich immer schneller geladen
werden. da zu ist aber natürlich dann ein höherer Ladestrom
nötig. Bei 8h Ladezeit eben etwa 1/6…1/7 der Nennkapazität

Zelle 3 sieht gut aus.

das mit dem 1/10 des ladestroms ist mir bekannt, aber der
rechenweg nicht so ganz!!!

Wenn die Kapazität 1000mAh ist und 10h mit 100mA geladen
wird, dann sind das eben 10h * 100mA = 1000mAh.
Aber wie gesagt, 10-20% muß man noch draufpacken, wegen
Wirkungsgrad.

Also nehmen wir mal mein Beispiel oben, und die die Zelle 3.
Da steht drauf: 1200 mAh; Jetz würde ich davon ausgehen, daß
der Ladestrohm 1/10, also 120 mA ist, und daß die
Ladezeit 10h beträgt, ist das richtig??

Eben eher 11-12h.

Aber auf dem Netzgerät steht
unter Primär: 120/220V ~ 50-60Hz 35/20mA

Die primäre Leistungsaufnahme ist also ca. 4,5W

unter Sekundär: 3V=== 200mA

Sekundär kämen also ca. 600mW raus.
Der Rest ist Verlustlestung = Wärme.

Wenn Du also das Teil 24h am Netz hast, werden pro Jahr
ca. 4W * 24h * 365 = ca. 35KWh verbraucht. Sind also
ca. 4,5€ Stromkosten pro Jahr (10Jahre = ca. 45€).
Dazu kommen die Kosten für Akkutausch.
Alles in allem in 10 Jahren der Preis für einen neuen.
Überlege, ob es nicht lohnt, einen für normalen Netzbetrieb
zukaufen. Schont die Umwelt. Diese Akkugeräte mit ständigem
Stromverbrauch sind genau wie die vielen Standbygeräte
eine Pest.

ich würde nun davon ausgehen, daß 200mA viel mehr ist, als
120mA, und ich habe mal gehört, daß der Wert nicht größer :sein sollte, als der auf dem Akku, da dieser dann beim
laden kaputt gehen könnte?!?

Also, was auf dem Netzteil steht, ist eine Sache.
Das ist eben nur der Nennwert für den kleinen Trafo.
Wieviel davon wirklich zum Akkuladen genommen werden,
hängt von der Ladeschaltung ab.
Wenn der 100Jahre alte Akku mal ca. 600mAh Kapazität hatte,
dann braucht mann bei 8h Ladezeit nur ca.90-100mA.
Um die 100mA wird also vermutlich der Ladestrom sein.
Wenn Du nun einen NiCd-Akku mit mehr Kapazität kaufst,
dann braucht der eben länger. Ist aber unkritisch.
Wenn der Akku voll ist, wird die Ladeschaltung abschalten.

Keinen NiMH-Akku nehmen, die sind nicht kompatibel mit der
Ladeschaltung!

Oder ist der „Primärwert“ der Ladestrohm??

Siehe Rechnung oben. Primär wird immer fast gleich viel
Strom gezogen, egal ob sek. was verbraucht wird oder nicht.

was bedeutet eigentlich primär und sekundär und die Zahlen
35/20mA?

unter Primär: 120/220V ~ 50-60Hz 35/20mA

Netzspannung 120 oder 220V (heute eher 230V)
Ist irgendwo umschaltbar ???
Stromverbrauch ca35mA bei 120V und ca. 20mA bei 220V

tut mir leid, daß ich noch mal hachhake, aber ich hab
auf dem Gebiet echt keine Ahnung!!!, Leider :wink:)

Macht ja nix.

Noch ne generelle frage: ist es ratsam, in Ferbedingungen und
so, von normalen Batterien auf Akkus umzustellen, oder sind
die schneller leer bzw. kürzere Lebensdauer??

Akkus haben eine rel. starke Selbstentladung. Da müßtest
Du aller paar Monate laden. Ordentlich Alkalizellen halten
viel länger.

Gruß Uwi

Hallo,
Wer seinen Akkurasierer permanent am Netz hängen hat, gehört verprügelt (nebenbei: elektrische Zahnbürste auch). So killt man den Akku (Memory-effekt) und verballert sinnlos Energie.
Wenn man dagegen den Akku nur dann lädt, wenn es nötig ist, sieht die Rechnung schon wesentlich besser aus. Natürlich verbraucht man auch dann wegen des Wirkungsgrads von Ladegerät und Akku trotzdem mehr Energie als ein Netzrasierer.
Aber ein paar Vorteile hat ein Akkurasierer schließlich auch. Man braucht den Netzeingang nicht umzuschalten im Ausland. Man kann sich auch da rasieren, wo keine Steckdose ist (Camping, Auto). Und nicht zuletzt die elektrische Sicherheit - keine 230V über dem Waschbecken.
Gruß
Axel