Hallo Rainer,
Obwohl ich aus der Elektrotechnik komme, gehört das Thema
Akkus und Akkuladung nicht gerade zu meinen Stärken; ist für
mich eher ein Buch mit sieben Siegeln. Kann mir jemand sagen,
welche Akkus für welchen Zweck besonders geeignet sind und
welche Vor-/Nachteile die einzelnen Akkutypen haben?
Das Meiste was für Akkus gilt, trifft auch für Promärzellen zu, nur lassen sich diese halt nicht wieder aufladen.
Zuerst gibt es zwei theoretische Hauptfaktoren für die Energiedichte:
W/kg und W/l
Daraus ergeben sich die minimale Masse und das Volumen für eine Bestimmte Leistung.
Dann bestimmt der Innenwiderstand hauptsächlich den maximalen Strom, welcher „gezogen“ werden kann. Der Innenwiderstand wird durch die verwendete Chemie, die Plattengrösse, also eigentlich der aktiven Oberfläche, und dem Ladezustand bestimmt.
Dann ist da noch die Selbstentladung. z.B. ein guter NiCd-Akku, voll geladen ins Regal gestellt, ist nach etwa 5 Monaten leer.
NiCd ist vor allem wegen dem Cadmium in Verruf geraten und weil die Leute die alten Akkus einfach in den normalen Müll schmeissen.
Jede Akku-Technologie hat zudem ihre stärken und schwächen. Meist wiedersprechen sich z.B. hoher zulässiger Strom und niedrige selbstentladung, oder wie beim Schwefel-Akku funktioniert das Ganze erst bei einigen 100°C.
Beim Laden ist das Hauptproblem zu erkennen, wann der Akku geladen ist. Beim Überladen treten dann meist elektrolytische Prozesse auf, welche zum Gasen führen und den Akku schädigen oder zerstören.
Bei Blei-Akkus ist das Laden am einfachsten: Man legt eine bestimmte Spannung (die Ladeschluss-Spannung) an die Zelle an und sorgt dafür, dass bei geringerer Zellenspannung der Strom nicht zu gross wird. Dann wartet man, bis der Ladestrom praktisch auf Null gesunken ist und fertig. Ein Überladen kann dabei gar nicht auftreten.
Bei manchen Akku-Typen ist die Zellenspannung proportional zum Lade-Zustand, also auch recht einfach zu messen.
Bei anderen Akkus sinkt die Zellenspannung um einige 10mV wenn der Akku voll ist, steigt danach aber weiter, bis zur Zerstörung des Akkus, an.
MfG Peter(TOO)