ein Akku liefert doch Spannung, und zwar immer die gleiche
Spannung, bis er leer ist.
Wie funktioniert es nun, dass ein Gerät (ein Handy, ein Laptop
usw.) erkennt, wie voll der Akku noch ist? Wie stellt der
Akku diese Information bereit bzw. wie ermittelt er seinen
eigenen Ladezustand?
Und noch nebenbei: Haben Lithium-Ionen Akkus wirklich
GAR KEINEN Memoryeffekt?
ein Akku liefert doch Spannung, und zwar immer die gleiche
Spannung, bis er leer ist.
Eben nicht. Akkus haben eine sog. Lade/Entladekurve, d.h. sie liefern bei Belastung je nach Ladezustand eine geringfügig veränderte Spannung. Diese Kurve ist für jeden Akkutyp charakteristisch, so daß eine Software bzw. eine Schaltung durchaus in der Lage ist zu erkennen, an welcher Stelle sich der Ladezustand befindet. Deswegen muß den Ladegeräten bzw. den Palms o.Ä. mitgeteilt werden, welchen Akkutyp sie beherbergen - sonst gibt es Datenverlust.
Und noch nebenbei: Haben Lithium-Ionen Akkus wirklich
GAR KEINEN Memoryeffekt?
Nein, es heuißt „so gut wie“ keinen. Eine im Vergleich zu NiCd um Größenordnungen, im Vergleich zu NiMH um eine Größenordnung kleiner.
Ein paar Fragen zum Memoryeffekt
Servus liebe Experten,
Euer PD hat ein paar Fragen zum Memoryeffekt.
Wodurch entsteht er?
Wie stark wirkt er sich aus?
Kann er rückgängig gemacht werden?
Ich habs übrigens inzwischen aufgegeben, mein Handy immer zu entladen. Das hat nur dazugeführt, jeden 2. oder 3. Tag schon am Vormittag keinen Strom drinzuhaben. Mein Akku ist jetzt ca. 8 Monate alt, ich kann aber keinen nennenswerten Leistungsverlust bemerken.
Aber soweit ich informiert bin tritt der Memoryeffekt durch eine Kristallbildung innerhalb eines Akkus auf. Dieser kann jedoch durch mehrmaliges vollständiges auf- und entladen problemlos wieder rückgängig gemacht werden.
Was gerade aber bei Akkus auch oft als Memory-Effekt mißverstanden wird ist die ganz normale Abnutzung. Die Dinger halten nun mal in der Regel nicht länger als 1 - 3 Jahre. Dann kommt noch die Zeit hinzu, in der das Gerät - zum Beispiel das Notebook - sein Dasein beim Händler fristet und schon weiß man, wo der falsch interpretierte Memoryeffekt her kommt.
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Euer PD hat ein paar Fragen zum Memoryeffekt.
Wodurch entsteht er?
Das scheint nicht entdgültig geklärt zu sein. Die Theorie mit den Kristallen wurde ja schon erwähnt, es gibt aber auch Modelle, die von bestimmten Verbindungen ausgehen, die da entstehen sollen.
Wie stark wirkt er sich aus?
Soweit ich weiß gibt es da keine prinzipielle Grenze. Also, bis „gar nix mehr geht“.
Kann er rückgängig gemacht werden?
Ja. Vollständiges Entladen und Laden im Wechsel beseitigt den Memory-Effekt. In der Regel genügen 3 bis 4 Zyklen.
Ich habs übrigens inzwischen aufgegeben, mein Handy immer zu
entladen. Das hat nur dazugeführt, jeden 2. oder 3. Tag schon
am Vormittag keinen Strom drinzuhaben. Mein Akku ist jetzt ca.
8 Monate alt, ich kann aber keinen nennenswerten
Leistungsverlust bemerken.
Es reicht auch, wenn Du die Prozedur durchführst, sobald Du was merkst. Und das dauert eben eine Weile.
Nochwas zu ähnlichen Effekten: Neben der auch schon genannten normalen Alterung spielt noch die Überladung eine bedeutende Rolle: Die ganz primitiven Ladegeräte sagen „14 Stunden lang C/10 draufballern, dann ist der Akku wieder voll“. Wenn er vorher nur halb leer war, ist er danach kaputt. Zum Glück gibt es solche Geräte kaum noch. Aber es ist klar, dass in so einem Fall das nicht-vollständige Entladen vorher ebenfalls eine Rolle spielt. Daher die häufige Verwechslung mit dem Memory-Effekt.
Hallo Kai! (Du darfst Dich jetzt wieder erheben. )
Akku diese Information bereit bzw. wie ermittelt er seinen
eigenen Ladezustand?
Das mit den Ladekennlinien hat José ja schon beschrieben.
Bei etwas edleren Teilen (Notebook etc.) ist im Akkupack noch ein Coulombzähler eingebaut. Der rechnet immer mit, wieviel Strom gerade rein oder raus fließt und integriert das auf zur Ladung. Natürlich muss dann auch die Selbstentladung berücksichtigt werden. (Stichwort: smart battery)
Und noch nebenbei: Haben Lithium-Ionen Akkus wirklich
GAR KEINEN Memoryeffekt?
Nach meiner Kenntnis haben Li-Ionen-Akkus prinzipiell keinen Memory-Effekt.
Was gerade aber bei Akkus auch oft als Memory-Effekt
mißverstanden wird ist die ganz normale Abnutzung. Die Dinger
halten nun mal in der Regel nicht länger als 1 - 3 Jahre. Dann
kommt noch die Zeit hinzu, in der das Gerät - zum Beispiel das
Notebook - sein Dasein beim Händler fristet und schon weiß
man, wo der falsch interpretierte Memoryeffekt her kommt.
Hierbei handelt es sich nicht um Abnutzung, sondern um eine Chemische Reaktion, die nach ca. 3 Jahren LiIon-Akkus (und nur diese!) automatisch zerstört. Die Zeit läuft dabei ab Produktion des Akkus…