Hi.
Meine Digitalkamera braucht Akkus, 4x 2300mAh (Typ AA).
Damit ich immer Reserve habe, habe ich einen weiteren 4er-Satz davon.
Und damit die Dinger nicht einzeln durch die Schublade rollen, habe ich mir so einen Batteriehalter besorgt:
http://www.supertiefpreis.de/images/311-103.jpg
Dort sind dann die 4 Akkus zusammengepackt; oben hat das Ding einen Anschluss wie ein 9V-Block. Ich benutze das Teil aber nur zum Aufbewahren. BIsher gab es nie ein Problem.
Neulich öffne ich die Schublade, und ich möchte dieses Pack herausholen und verbrenne mir dabei die Finger, die Dinger glühen fast! Hab mich total erschreckt. Eine Weile später trau ich mich wieder ran, als sie sich wieder abgekühlt haben.
Mein Verdacht:
Irgendwie haben die 9V-Anschlüsse einen Kurzschluss abbekommen, wodurch sich die Akkus entladen haben (Es hätte z.B. eine Metallschere sein können, die den Kurzschluss bewirkt hat.). Welch Glück, dass die Teile nicht explodiert sind!
Ich hab mir den Batteriehalter angeschaut. An einer kleinen Stelle scheint etwas das schwarze Plastik verändert. Sonst aber nix zu sehen.
Und die Akkus: Zu meinem Erstaunen, sind die gar nicht leer! Ich hab sie einzeln nachgemessen; alle 4 sind noch ‚voll‘. Wie kann das sein??
Was ist nun wirklich passiert…?
LG
Andastra
Hallo Andastra,
es gab einen Kurzschluß, dadurch ist aufgrund des niedrigen Innenwiderstands (in Serie mit den Verbindungen im Batteriehalter und den Übergangswiderständen, sowie vielleicht der Schere als Kurzschluß) ein sehr hoher Kurzschlußstrom (viele Ampere) geflossen, der vor allem die Verbindungen (sehen wahrscheinlich wie Spiralfedern aus) so stark erhitzt hat, daß das Plastik drumherum geschmolzen ist.
Trotzdem reicht die Ladung der vollen Akkus aus, damit dieser Strom einige Minuten lang fließen kann, bis sie leer sind (z. B. Kapazität 2000 mAh, Kurzschlußstrom 10 - 20 Ampere: dann dauert es eben einige Minuten bis der Akku leer ist).
Wahrscheinlich bestand der Kurzschluß nur etliche Sekunden, vielleicht während des Räumens in der Lade, und die Akkus waren daher noch nicht leer.
Grüße,
I.
Hi…
Wie die Akkus so heiß geworden sind, hat Idomeneo ja schon erklärt.
Welch Glück, dass die Teile nicht explodiert sind!
Die Gefahr ist sehr gering. NiMH-Zellen haben normalerweise ein Überdruckventil. Es kann bei Überhitzung Elektrolyt austreten, was auch nicht schön ist, denn das Zeug ist giftig und korrosiv, aber daß die Zelen platzen ist äußerst unwahrscheinlich.
Nicht zu unterschätzen ist aber die Brandgefahr, die von so einem kleinen Kraftpaket ausgeht. Geladene Akkus darf man nie so lagern, daß ein Kurzschluß entstehen kann (d.h. auch keine losen Akkus mit Metallgegenständen zusammenwerfen). Wenn Du den Batteriehalter weiter verwenden willst, solltest Du die Kontakte abkleben oder jeden zweiten Akku verkehrt herum einlegen.
genumi
Hi…
Wie die Akkus so heiß geworden sind, hat Idomeneo ja schon
erklärt.
Ja. Danke an Idomeneo.
Es wird wohl so gewesen sein, dass der Kurzschluss nur wenige Sekunden bestand.
Welch Glück, dass die Teile nicht explodiert sind!
Die Gefahr ist sehr gering. NiMH-Zellen haben normalerweise
ein Überdruckventil.
Echt?
Es kann bei Überhitzung Elektrolyt
austreten, was auch nicht schön ist, denn das Zeug ist giftig
und korrosiv, aber daß die Zelen platzen ist äußerst
unwahrscheinlich.
Aha. Ein Modellbauprofi erzählte mir mal, dass die Akkus platzen könnten.
Nicht zu unterschätzen ist aber die Brandgefahr, die von so
einem kleinen Kraftpaket ausgeht. Geladene Akkus darf man nie
so lagern, daß ein Kurzschluß entstehen kann (d.h. auch keine
losen Akkus mit Metallgegenständen zusammenwerfen). Wenn Du
den Batteriehalter weiter verwenden willst, solltest Du die
Kontakte abkleben oder jeden zweiten Akku verkehrt herum
einlegen.
Passiert bei dem Jedenzweitenverkehrtherumhineinlegen etwa nichts? Keine Entladung? *dooffrag*
Ich habe nun mit einer Blechschere einen Verbindungskontakte (zwischen zwei Akku-Plätzen) durchtrennt, sodass eine Verbindung der 9V-Anschlusspole keinen Kurzen mehr verursachen kann.
LG
Andastra
Hi…
Welch Glück, dass die Teile nicht explodiert sind!
Die Gefahr ist sehr gering. NiMH-Zellen haben normalerweise
ein Überdruckventil.
Echt?
Ja, versteckt unter dem Pluspol.
Es kann bei Überhitzung Elektrolyt
austreten, was auch nicht schön ist, denn das Zeug ist giftig
und korrosiv, aber daß die Zellen platzen ist äußerst
unwahrscheinlich.
Aha. Ein Modellbauprofi erzählte mir mal, dass die Akkus
platzen könnten.
Gefährlicher als ein Kurzschluß ist das im Modellbaubereich übliche Schnellladen. Wenn die Abschaltung des Ladegeräts nicht richtig funktioniert, steigen Temperatur und Druck immer weiter, während beim Entladen nach wenigen Minuten Schluß ist.
Wenn dann noch dazu das Überdruckventil einer Zelle defekt ist, wird sie platzen. Das muß man sich aber nicht als Explosion mit herumfliegenden Teilen und Säurespritzern an der Wand vorstellen. Die Zellenwand öffnet sich an einer Schwachstelle (üblicherweise die Verbindung der Wandung zum Boden), und Elektrolyt quillt heraus. Da das erst bei einem Überdruck um die 100 bar passiert, tut es das recht schnell und mit deutlich hörbarem Knall.
Wenn Du den Batteriehalter weiter verwenden willst, solltest
Du die Kontakte abkleben oder jeden zweiten Akku verkehrt
herum einlegen.
Passiert bei dem Jedenzweitenverkehrtherumhineinlegen etwa
nichts? Keine Entladung? *dooffrag*
Nein, das ist kein Problem, solange Du nicht wieder die Kontakte auf die Schere wirfst. Das kann in seltenen Fällen zur Schädigung der Akkus führen (Dann, wenn zwei schon fast kaputt sind, die anderen zwei dafür noch sehr gut).
Ich habe nun mit einer Blechschere einen Verbindungskontakte
(zwischen zwei Akku-Plätzen) durchtrennt, sodass eine
Verbindung der 9V-Anschlusspole keinen Kurzen mehr verursachen
kann.
Gut. Am besten zur Sicherheit sogar mehrmals unterbrechen.
genumi