Hi!
es macht mir Bauchschmerzen, daß Du von Kriterien für die
Einwanderung spricht und im nächsten Satz das Asylrecht
erwahnst. Einwanderung und Asyl sind zwei paar Schuhe, die
nichts miteinander zu tun haben. Überall in der Diskussion,
auch von Politikern, werden diese Begriffe vermengt.
…weil sie in der Ausführung nicht mehr getrennt sind.
Die Gewährung von Asyl für Verfolgte sollten wir nicht durch
die Böswilligkeit irgendwelcher Dummköpfe und durch
mangelhafte Differenzierung in Frage stellen lassen. Es ist
ein ganz hoch anzusiedelndes Rechtsgut. Einem Verfolgten ist
Schutz zu gewähren. Punkt!
Das sehe ich ähnlich.
Nur ist es so, daß wohl lediglich ein bruchteil der Asylbewerber wirkliche Verfolgte sind.
Asyl ist der bessere Weg, hier einzuwandern, als eine „normale“ Bewerbung um eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung.
Daher sind diese Begriffe durchaus miteinander vermengt.
Einwanderung ist etwas anderes. Wer völlig freiwillig in
dieses Land einreist, muß sich nach meiner Ansicht gefallen
lassen, gefragt zu werden, wovon er denn leben will. Wer also
hier einen Job oder ausreichend Vermögen nachweist, damit
nicht der Sozialhilfe zur Last fällt, sollte einreisen können.
Warum denn auch nicht!? Es ist auch nicht einzusehen, das auf
die Greencard-Zielgruppe zu begrenzen. Wer ein paar Jahre
legal im Land gearbeitet hat und nicht straffällig geworden
ist, bekommt ein Bleiberecht. So hätte ich es gerne, so ist es
aber leider nicht.
In den meisten Fällen ist es so.
Wer hier arbeitet, seine Steuern bezahlt und sich anständig benimmt, fliegt mit Sicherheit nicht raus.
Statt dessen wird ein Eiertanz um die Arbeitserlaubnis
aufgeführt, der viele Menschen in die Dealerei und
Kriminalität drängt und ein Vermögen an fehlgeleiteter
Sozialhilfe kostet.
Diese Argumentation lehne ich kategorisch ab!
Niemand, wirklich absolut niemand wird hier in die Kriminalität oder die Dealerei gedrängt!
Die Leute bekommen hier mehr Hilfenim Monat, als sie zu Hause im Jahr verdienen könnten. Kein einziger Mensch in diesem Land muß Hunger leiden, wenn er es nicht will.
Wir haben das mit Abstand fetteste Sozialsystem der Welt.
Daher kann ich es nicht akzeptieren, daß man nun uns den Vorwurf macht, Asylbewerber in die Kriminalität zu drängen.
Man kann über die Gesch9chte mit der Arbeitserlaubnis denken wie man will. Hungern muß keiner.
Und das ist für manche (zumindest nach eigener Aussage) schon mehr, als sie zu Hause hätten.
Dagegen kommt ein alter Mensch aus
Sibirien ohne hier verwertbare Fähigkeiten, nicht gesund,
nicht arbeitsfähig, ohne Probleme als Spätaussiedler unter,
weil der Großvater deutscher Abstammung war. Solche und
ähnliche Sozialfälle werden ins Land gelassen, angeblich aus
humanitären Gründen. In meinen Augen falsch verstandene
Humanität.
Richtig.
Die kommen auch erst dann, wenn sie unser Gesundheitssystem brauchen.
Mir ist ein Albaner oder Tunesier, der hier einen
legalen Job nachweist, von dem er leben kann, lieber als ein
Rumäne mit deutschen Vorfahren, dessen erster Gang zum
Sozialamt führt.
Klar.
Aber das ändert nichts daran, daß die Kriterien hier zu lasch sind. Ein junger gesunder Albaner, der vollkommen unqualifiziert ist, bringt uns nichts.
Warum ist der in vielen anderen Ländern
selbstverständliche Selbstschutz so verpönt? Warum wundern wir
uns, daß mit der heute praktizierten Methode der Anteil der
einreisenden kriminellen Negativauslese so hoch ist?
Weil wir ein Volk von Weicheiern sind und uns von den letzten Kommunisten und Proleten diktieren lassen, wie wir zu leben haben.
Ich habe sie nicht gewählt…
Gruß,
Mathias