Hallo,
In jüngeren Jahren kann man mehr Risiko eingehen, da Verluste
dann besser zu verschmerzen wären.
Dazu kann man häufig folgenden Leitsatz lesen: „100 minus
Lebensalter = mögliche Anlage in Aktien“
Auch Hallo,
ich bin zwar kein Anlageberater, kann aber vielleicht einen Denkanstoß setzen:
Gundsätzlich sehe ich die Formel oben auch als „richtig“ an.
Da ist schon etwas wahres dran, aber wenn Kunde xyz jetzt
keine Erfahrung in Bereich Aktien besitzt, wie kann er dann
nach der Formel vorgehen?
- ganz die Finger von Aktien lassen, und Rendite verschenken?
- Gibt es dafür ausgebildete Anlageberater, die auch in
Einzelaktien investieren und das breit gestreute Depot
eröffnen? Also alles für den Kunden übernehmen?
- sollte man sich selber über JAHRE mit der Materie vertraut
machen, und dann selbst sein „Glück“ versuchen? (sehr
aufwendig, und wohl nicht jedermanns Sache)
Mein Tipp für jemanden der sich nicht den ganzen Tag vor dem PC mit Aktienperformance und ähnlich spannenden Themen schlau machen kann wäre statt direkt in Aktien in entsprechend breit gestreute Fonds zu setzen. Zum Beispiel bieten sich Dachfonds an. Diese können ja sowohl Aktien als auch Renten- Immobilienpapieren usw. enthalten. Man sucht sich dann welche aus, die in etwas diese Risikostrucktur abbilden. Ein wenig Rendite im Vergleich zur Direktanlage geht vielleicht verloren, aber man setzt auf viele Pferde (Märkte).
Die Option, nur über Fonds zu gehen, besteht natürlich
weiterhin, aber reizt bei weitem die Renditechance der
Aktienanlage nicht so sehr aus.
s.o.
Gehen die Herausgeber des obigen „Leitsatzen“ denn nun davon
aus, dass jeder das Know-how besitzt, in Aktien zu
investieren, oder woher nehmen die ihre Weisheit?
Außerdem bräuchte man doch sicher genug „Startkapital“, um das
Depot gleich breit streuen zu können!
Hier liegt meiner Meinung nach ein Vorteil der Dachfonds. Ich kann mit kleinen - auch monatlichen Sparverträgen eine breit gestreute Anlage erwerben.
Anlageberater:
Müssen Berater ihre Provision, etc. dem Kunden offenlegen bzw.
ist das ein Zeichen einer guten Beratung, oder sollte man von
Beratern Abstand nehmen die das nicht zulassen?
Bezogen auf das Fondsthema hat man an Kosten den Ausgabeaufschlag (je nachdem über wenn ich anlege verhandelbar) sowie die laufenden Kosten (Verwaltungsgebühr/Depotkosten). Alle diese Kosten gehen aus den Unterlagen hervor. Ansonsten ist das eine zweischneidige Sache. Das er was verdient ist klar, und nicht jeder wird gerne gefragt. Verpflichtet sind sie meiner Ansicht nach nicht, aber ich bin nicht sicher.
Wenn ein Berater einem Kunden z.B. nur 4-5 Anbieter vorlegt,
muss das doch nicht gleich in Zeichen für fehlende
Unabhängigkeit sein, (er könnte ja schon vorsondiert haben),
oder wie schätz ihr das ein?
Mißtrauisch wäre ich bei nur ein oder zwei Produkten, von denen eins überzogen angepriesen wird. 4 - 5 finde ich ok, irgendwann verliert man als Kunde ja auch wieder den Überblick. Ansonsten hilft auch immer ein Gang zu einem zweiten Berater. Man muss ja nicht sofort abschliessen.
Wäre nett, wenn ihr mal eure Meinung äußert, danke.
Vielleicht konnte ich ja ein bißchen weiterhelfen.
Gruß Michael Rasche