Laß Dir nichts erzählen!
Hallo Philip,
herzlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung, Dich schon in jungen Jahren mit sowas zu befassen.
Mit Deinen Fragen bist Du aber hier im Forum offensichtlich falsch. Jedenfalls wenn man einige der bisherigen Antworten betrachten, die von Unkenntnis zeugen. In einem solchen Fall wäre es besser, sich einer Antwort zu enthalten.
Fachleute triffst Du in folgenden Foren:
www.aktienboard.com für Wertpapierhandel allgemein
www.worldtra.de für Devisenhandel
www.moneytec.com für Devisenhandel
Einige der untenstehenden Antworten, die Du vergessen kannst:
„nö. bloss könnten ggf. Spekulationsgewinne zu versteuern sein. Die aktuelle Rechtslage ist mir aber nicht geläufig.“
Falsch. Deine Gewinne werden ganz normal als Einkommen versteuert.
Außer wenn Du Aktien langfristig hältst. Aber davon weiß ich nichts, weil sich meine Geschäfte im Bereich von Minuten bis ein oder zwei Tagen halten.
(Falls Du doch langfristig anlegen willst, solltest Du unbedingt daran denken, daß ein Kollaps des Dollars vor der Tür steht, und keine Wertpapiere halten, die auf Dollars lauten. Es kann natürlich auch sein, daß der Euro mit in den Abgrund gezogen wird. Aber dann hülfe sowieso nur noch Gold bzw. ein Konto in einer goldgedeckten Digitalwährung)
„Sowas nennt man auch Arbitrage. Es müsste nach dt. Recht einen zeitlichen Puffer zwischen dem Kauf und dem Verkauf einer Aktie liegen. Weiteres Stichworte: Put, Call „
Falsch. Das schnelle Kaufen und Verkaufen hat überhaupt nichts mit Arbitragen zu tun (Arbitragen sind das Ausnutzen von Preisunterschieden in verschiedenen Börsen oder anderen Wettbüros). Es muß auch kein zeitlicher Puffer dazwischen liegen, wenn Du schnell mit der Maus bis kannst Du nach einer Sekunde wieder verkaufen. Und Put und Call hat damit absolut nichts zu tun.
„Entscheind ist, daß man Geld anlegt, daß man nicht unbedingt in nächster Zeit braucht. Auf die Reserven bzw. deren Summe kommt es nicht an.
Falsch. Wenn Dein Kapital 200 Euro ist und Du setzt zwei Trades zu 100 Euro in den Sand, mußt Du wieder Zeitungen austragen. Mit verantwortungsvollem Kapitalmanagement setzt man nicht mehr als 3 % für einen Trade ein, den Rest braucht man als Puffer, um Verluste auffangen zu können (Fachbegriff Drawdown)
Nun zu Deinen Fragen:
“Muss ich volljährig (18) sein um Aktien zu kaufen?“
Du mußt allerhand Papierkram erledigen, um ein Handelskonto zu eröffnen. Ich kenne aber einen 16jährigen, der macht das alles über Papa, welcher wiederum nicht die geringste Peilung von Aktien hat. Für die interessanten Sachen wie Optionsscheine mußt Du außerdem die Belehrung eines Bankbeamten über Dich ergehen lassen und einen Schrieb unterschreiben.
“Ich habe gelesen dass man nicht „mal eben“ selber an der Börse was kaufen, sondern zur Bank gehen muss, wenn man Aktien kaufen will, stimmt das?“
Eine Bank ist gut geeignet, um Geld von A nach B zu überweisen! Damit hat sich ihr Daseinszweck erschöpft.
Für alles andere ist sie ungeeignet, ebenso wie Finanzberater oder ähnliche. Wenn die Dir irgendwas empfehlen, dann das, wo sie die meiste Provision kriegen oder was von der Geschäftsführung der Bank als sinnvoll betrachtet wird (um den Gewinn der Bank zu erhöhen).
Ich lebe von Wertpapiergeschäften, betrete aber nie eine Bank…
“Ich habe mir über die Ferien ein paar Hundert Euro zusammengespart, kann ich damit überhaupt etwas kaufen, oder muss ich erwarten von meinem Bankier ausgelacht zu werden?“
Du riskierst einen Totalverlust, besonders als Anfänger. Besser wäre es, mal ein Jahr mit Spielgeld zu handeln und in der Zeit intensiv zu lernen. Demokonten gibt es bei den meisten Anbietern, auch im Devisenhandel etwa bei CMS oder Oanda.
“Nunmal angenommen, ich werde NICHT ausgelacht, gehe ich irgendwelche Verpflichtungen ein, wenn ich eine Aktie kaufe, z.B. dass ich die Wertpapiere nicht wieder verkaufen kann (während eines bestimmten Zeitabschnittes) ?
Dann könnte ich also nicht „Aktie A“ kaufen und wenn diese am nächsten Tag um 10% steigt schnell wieder verkaufen und mir so die 10% Gewinn einstecken?“
Du kannst kaufen und verkaufen, wie Du willst. Früher hieß das Daytrading, aber seitdem die Daytrader nach dem Crash in 2000 alle wieder Taxifahren, hat der Begriff einen negativen Touch.
„Ist es richtig, dass der Bankier (in meinem Fall von der "Deutschen Bank) eine Mischung aus verschiedenen Branchen zusammenstellt, um sicherzugehen, dass ich einen Gewinn erziele?“
Niemand kann sicherstellen, daß Du Gewinn erzielst (außer Du selbst im Arbitragenhandel). Die Bank stellt nur sicher, daß SIE Gewinne erzielt, deshalb überschreite nie die Türschwelle einer Bank und lasse Dir nichts von Bankbeamten erzählen.
Generell kann ich Dir als Praktiker nur raten, viel zu lesen in einschlägigen Foren und Dich nicht von „Fach“leuten beraten zu lassen, sondern den Kontakt zu Leuten zu suchen, die vom Wertpapier- und Devisenhandel leben. Ein Finanzberater wird Dir in höchsten Tönen eine Fondsbeteiligung anpreisen, die 20 % im Jahr bringt (und ihm eine satte Provision), während wir, die selbstständigen Wertpapier- und Devisenhändler, zwar auch 20 % machen, allerdings im Monat.
Viel Erfolg im Wettbüro Börse
Ghad