Ist es bei einem guten Aktienfonds der langfristig angelegt ist (Rente) nicht evtl. sinnvoll die Kursgewinne nach einigen Jahren auch mal abzuschöpfen und auf ein Tagesgeldkonto zu legen ? Denn je mehr Kapital angespart ist desto mehr Wertverlust hab ich ja wohl bei länger andauernden fallenden Kursen am Aktienmarkt (z.Bsp. 2000-2003) mit dem bereits angesparten Kapital. Dieses dann evtl. erhebliche Minus muss ja erstmal wieder ausgeglichen werden.
Ist es
Ich meine Sparplan, keine Einmalanlage.
Was Sie meinen, nennt sich Asset Allocation.
Dazu gibt es gute Bücher wie z.b. das von Bernstein " Die intelligente Asset Allocation "
In der Tat sollten Sie mit fortschreitendem Alter den Anteil ihrer Aktienfonds im Portfolio zugunsten von Assetklassen mit niedriger Volatilität reduzieren.
Das Problem hierbei ist, daß Ihnen bei größerem Umschichten von Aktienfonds in Tagesgelder oder andere festverzinsliche Anleihen durchaus auch sehr viel Rendite verloren gehen kann. D.h. wenn Sie das Risiko ihres Anlageportfolios einschränken, reduzieren Sie nicht nur die Chancen auf den Verlust sondern auch auf höheren Gewinn.
Und das Dumme ist dabei: niemand kann Ihnen sagen, wann genau der richtige Zeitpunkt zum Ausstieg aus ihrem Aktienfonds da ist, bevor es mit ihm abwärts geht. Vielleicht verpassen Sie genau den Boom…
„There ain’t no thing such a free lunch“ 
Grüße
CE
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Ist es bei einem guten Aktienfonds der langfristig angelegt
ist (Rente) nicht evtl. sinnvoll die Kursgewinne nach einigen
Jahren auch mal abzuschöpfen und auf ein Tagesgeldkonto zu
legen ?
Es ist nicht verkehrt den Aktienanteil etwa 5-10 Jahre vor dem geplanten Rentenbeginn deutlich zu reduzieren, um sich nicht doch noch einen Rückschlag einzuhandeln. Dafür gibt es sogar eigene Konstruktionen, die es dir dann ermöglichen (im Regelfall innerhalb der Fondgesellschaft) kostenlos in einen Rentenfonds umzuschichten.
Sonst ist es reine Spekulation, wann genau du umschichtest. Historische Rechnungen zeigen, daß damit auch nicht viel mehr zu verdienen ist, als wenn man durchgehend investiert gewesen wäre, da ja immer die Ausgabeaufschläge (bzw. allgemein Kosten) zu berücksichtigen sind.
Cu Rene
Dafür gibt es sogar
eigene Konstruktionen, die es dir dann ermöglichen (im
Regelfall innerhalb der Fondgesellschaft) kostenlos in einen
Rentenfonds umzuschichten.
Der Sinn, weshalb in Rentenfonds umgeschichtet werden soll, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Das Angebot der Fondsgesellschaft deutet daraufhin wem dies nutzt: der Fondsgesellschaft und weniger dem Anleger.
Festverzinsliche Wertpapiere weisen ohnehin die etwas höhere Nettorendite auf als Rentenfonds und das Risiko einer Staatsanleihe in einem westeuropäischen EU-Land geht wie beim Rentenfonds gegen Null.
Deshalb halte ich die Umschichtung in Geldmarktfonds, Tagesgeldkonten, etc. (wie vom Fragesteller beabsichtigt) für wesentlich geeigneter.
Was Sie meinen, nennt sich Asset Allocation.
Danke für alle Antworten . Das ist mir aber alles schon bewußt. Meine Frage war aber eine andere. Ob es schon nach ein paar Jahren immer wieder Sinn macht den Gewinn rauszunehmen .Also einen Teil abzuschöpfen.
Nein, es macht keinen Sinn.
a) erzeugen Sie dadurch im Gegensatz zu einer Buy and Hold-Strategie höhere Transaktionskosten und was wichtiger ist
b) niemand wird Ihnen sagen können, WANN genau sie ihr geld abziehen und wiederanlegen sollen.
Falls Sie jemanden kennen, der die Kursentwicklungen genau vorhersagen kann, sagen Sie mir bitte Bescheid. Ich wäre auch gerne Multimilliardär. Durch Turbos und ähnliche Hebelprodukte sollte das dann ein Leichtes sein.
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Hallo Rainer,
zum Ersten wäre mal zu klären, ob eine reine Anlage in Aktien die richtige „Asset Allocation“ für Dich ist.
Es gibt verschiedenste Modelle und Ideen. Für eine mußt Du Dich entscheiden und dann hoffen, dass es eine gute ist. Wissen kann das niemand, nur aufgrund der Vergangenheitsdaten annehmen.
Laut Portfoliotheorie ist eine Mischung aus verschiedenen unterschiedlichen Anlageklassen (z.B. Aktien / Renten / Immobilien) „effizienter“ als eine reine Aktienanlage. Das bedeutet: Gleiche Rendite bei weniger Risiko (Geringere Schwankungen) oder mehr Rendite bei gleichem Risiko. Wie gesagt, Theorie.
Wenn Du also Deine für Dich (zu Deiner Risikoneigung und dem Anlageziel) passende Allokation gefunden hast, kommt der Sparplan ins Spiel.
Durch den Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average) macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, in etwas anderes als Aktienfonds zu sparen. Einen entsprechenden Zeithorizont vorausgesetzt.
Wenn Du so etwas z.B. 1997 begonnen hast, dann dürfte dieses Depot derzeit satt im Plus liegen. Jetzt würde ich mir schon mal Gedanken machen, den angesparten Betrag in die eigenlich zu mir passende Allocation zu überführen, um das Risiko bei sinkenden Kursen zu begrenzen. Der Sparplan kann ruhig weiter laufen.
Die Kunst liegt dann im Umgang mit der Allocation. Mit zunehmendem Lebensalter bzw. je näher man am Ende des Anlagezeitraumes ist, umso mehr Risiko sollte abgebaut werden, um nicht den beschriebenen „2000-2003-Effekt“ zu erleiden.
Genauso wichtig ist es aber auch, während der Laufzeit nach Verlustphasen wieder in die Aktien zu investieren. Z.B. indem einmal jährlich die gewünschte Basisallocation wieder hergestellt wird. Sonst bist Du beim nächsten Aufschwung an den Börsen nicht mit dabei.
Logischerweise sollte nach starken Jahren der überschüssige Aktienanteil in die konservatien Anlagen umgeschichtet werden, um das Risiko im gewünschten Maß zu halten.
Viele Grüße
Schorsch
hallo rainer,
wie der geldgeorg ja unten schrieb, verteilst du dein anlagevolumen ja nicht nur auf aktienanlagen, sondern um nicht- oder entegengesetzt korrelierende assetklassen und anlageformen (anlagearten).
also, wenn eine korrektur an den aktienmärkten erfolgt, steuern andere teile deines anlagevolumens bei guter ausbalancierung dagegen.
(googlen: „markovitz“).
wer nur in aktienfonds auf der longseite investiert ist, sollte sein portfolio unbedingt überprüfen. egal, ob es mehrere aktienfonds sind oder nicht.
strubbel
€:open_mouth:)
hallo rainer,
wie der geldgeorg ja unten schrieb, verteilst du dein
anlagevolumen ja nicht nur auf aktienanlagen,
Hallo,
also ich bin schon nur in Aktienfonds. In mehreren der großen Anbieter.
Ob das ganz richtig ist frage ich mich auch…Die Fonds sind nicht nur in Aktien investiert aber doch fast ausschließlich .(meist 97 Prozent o.ä.)
Mir scheint aber solange es nach einem Abwärts an der Börse (2000-2003 ) auch immer wieder steil bergauf geht (2003-jetzt) bringt ein guter (!) Aktienfonds mehr als ein Mischfond.Der hat nur weniger Volatilität und ist damit besser für die Nerven aber mit weniger Rendite. Es gibt aber auch miserable Fonds . So einen hatte ich auch (Sparkasse).
Also denke ich : 5 Jahre vor Ablauf je nach Börsenphase in den sicheren Hafen und ich dürfte damit am Besten fahren. Was uns Vater Staat aber im Jahr 2030 noch lässt ist dann die Frage ! Vielleicht hätt man es auch verleben sollen .
Übel war allerdings im Okt 2000 eine Einmalanlage von 5000.- gemacht zu haben ! Von einem Aktienfondvermittler (Firma) „beraten“. Ich nenne das null Beratung , nur Verkauf sonst hätte man mir geraten den Trend abzuwarten oder hätte mich gewarnt dass es auch mal jahrelang tief abwärts gehen kann.Interessant dass dabei auch die weltweit anlegenden Fonds genauso wie der DAX verloren was mir heute sagt dass der Aufschwung (nicht in meinem Geldbeutel) an der Weltwirtschaft liegt und nicht an Reformen .
Hallo,
also ich bin schon nur in Aktienfonds.
wirklich? Hast Du all Dein Geld in Aktienfonds? Oder hast Du auch etwas auf Tagesgeldkonten, in Staatsanleihen etc.?
Es gibt aber auch miserable
Fonds . So einen hatte ich auch (Sparkasse).
Ja, man sollte schon auf die Ratings (z.B. von S&:stuck_out_tongue_winking_eye:, MorningStar oder Feri) und auf die Kennzahlen der Fonds achten, bevor man sie kauft. Infos gibt´s z.B. auf http://www.onvista.de
Beste Grüße,
Oliver Walter
Ja, man sollte schon auf die Ratings (z.B. von S&:stuck_out_tongue_winking_eye:,
MorningStar oder Feri) und auf die Kennzahlen der Fonds
achten, bevor man sie kauft. Infos gibt´s z.B. auf
http://www.onvista.de
Hallo,
das ist ein stumpfes Schwert. Diese Ratings vergleichen immer nur ähnliche Fonds in vergleichbaren Märkten (zumindest in der Theorie) miteinander.
Anfang 2000 waren hier alle Wachstumsfonds weit vorne. Und es folgten sechs Jahre, in welchen Substanzwerte deutlich besser liefen. Die waren zu dieser Zeit in den Ratings aber gaaaaanz weit hinten.
Ähnlich könnte es auch jetzt, nur umgekehrt, sein.
Die Entscheidung, wann ich welchen Markt wie stark investiert werden sollte (also doch wieder Asset Allokation) muß also unbedingt vor der Fondsauswahl kommen, dann sind Ratings im zweiten Schritt ein gutes Hilsmittel.
Die Meinung, dass über die Dauer die Aktien durch die langfristig höhere Performance das alles richten, ist zweifelhaft.
Wer z.B. Anfang 2000 in den Dax investiert hat, mußte (bzw. muß noch) dann rund 75% Prozent Verlust erstmal wieder aufholen. Dafür braucht er 300 % Performance!
Der langweilige Mischfonds, der vielleicht nur 20 % verloren hat und 25 % wieder reinholen mußte ist wohl schon lange wieder im Plus.
Und noch ein Wort zum gescholtenen Berater:
Ich schätze mal, dass mindestens 95% des gesamten Marktes diesen Rückschlag ab 2000 nicht vorhersehen oder gar ahnen konnten. Da waren wir ziemlich alle im gleichen Boot.
Frage: Hättest Du ihm 2000 einen langweiligen Mischfonds mit einer möglichen Wertentwicklung von ca. 7 % p.a. abgekauft? Wo man das am Neuen Markt doch fast an einem Tag verdienen konnte?
Gruß Schorsch
Hallo,
Die Entscheidung, wann ich welchen Markt wie stark investiert
werden sollte (also doch wieder Asset Allokation) muß also
unbedingt vor der Fondsauswahl kommen, dann sind Ratings im
zweiten Schritt ein gutes Hilsmittel.
damit hast Du Recht - und genau und nur um diesen zweiten Schritt ging es in meinem Posting. Mir ist daher schleierhaft, was ich mit dem großen Rest Deines Postings (z.B. Beraterschelte) anfangen soll: Ich habe mich dazu gar nicht geäußert.
Grüße,
Oliver Walter
Geldanlage langfristig
hallo rainer,
ein diversifiziertes portfolio sieht aber komplett anders aus.
ein teil in schwankungsarme investments (privat equity)
dann in risikoarme investments (entweder weltweit gestreute renten oder defensive zertifikate)
aktien: unterteilt in geographische regionen (europa, asien, emerging markets usw)und in verschiedene branchen (das wären dann deine jetzigen fonds).
als beimischung(!) ökologische investments zum thema megatrend.
rohstoffe (aber nicht in aktien von rohstofffördernden unternehmen, sondern direkt)
währungen (der schwierigste teil)
immobilien (auch hier in verschiedenen gegenden anlegen: emerging markets, japan, restasien, kommende deutsche reits)
marktneutrale strategien
edelmetalle
absicherungsinvestments (setzen auf nachgebende oder gleichbleibende kurse)
die themen selbstgenutztes wohneigentum und bildung der (evtl. vorhandenen)kinder klammere ich hier mal aus.
natürlich ist es schwer, alle der von mir aufgeführten investments im portfolio zu haben, aber das kannst du ja im laufe der jahre tun.
strubbel
€:open_mouth:)
hallo rainer,
ein diversifiziertes portfolio
also ich glaube kaum dass der normal-oder eher geringer verdienende in all diesen bereichen investiert ist. bei so vielen formen wären die summen dann zu gering.
langfristig sind meine chancen in guten aktienfonds sicher besser als in rentenfonds. natürlich mit höheren schwankungen .
gegen ende der langen laufzeit kann ich ja wiegesagt in gute Misch-oder Rentenfonds umschichten .Bzw das Geld rausnehmen .
Ein wenig Geld liegt natürlich auch auf einem Tagesgeldkonto .
Innnerhalb der Aktienfonds habe ich eine ausreichende Streuung (weltweit,europaweit) . Etwas ist auch spekulativer angelegt (Asien,Osteuropa) .
Glaube Asien (Japan größte Position in dem Fond) wird dieses Jahr ganz gut laufen .
hallo nochmal,
also ich verdiene wenig und mach alles, damit das wenige ersparte nicht weniger wird.
was machst du, wenn an den aktienmärkten eine über zehn jahre anhaltende baisse eintritt?
was machst du, wenn eine phase von sagen wir mal, zwanzig jahren seitwärtsbewegenden aktienmärkten kommt?
depot absichern und streuen hat nichts mit größe der anlagesumme zu tun.
ich hab auch nicht geschrieben, daß du sofort in alle bereiche investieren musst.
aber die aufteilung in nicht (im idealfall natürlich) korrelierende sowie in risikoarme und risksikoreichere anlagen ist ein muss.
strubbel
$:open_mouth:)
hallo nochmal,
also ich verdiene wenig und mach alles, damit das wenige
ersparte nicht weniger wird.
was machst du, wenn an den aktienmärkten eine über zehn jahre
anhaltende baisse eintritt?
was machst du, wenn eine phase von sagen wir mal, zwanzig
jahren seitwärtsbewegenden aktienmärkten kommt?
Hallo auch ,
die Wahrscheinlichkeit dafür ist vielleicht nicht sehr hoch aber auch nicht null. Ich geb Dir recht. Ich werds im Auge behalten und mal einen Teil zu gegebener Zeit in andere Anlageformen stecken . Renten nennt man das wohl.
Im Moment macht es aber keinen Sinn auszusteigen . Weil entweder erst reingegangen oder in 6 Jahren immer noch verluste ! (Einmalanlagen) .
Ein gerade fälliger VWL-Sparvertrag in Aktienfonds brachte 9,3 % p.a.
Nicht übel, weiß aber dass es auch schlechter laufen kann und man dann das Geld bis zum nächsten Hoch drinlassen mus.Habe grade nen neuen Vertrag gemacht , wieder in Aktienfond. In 6,7 Jahren werd ich aber mal nach Alternativen sehen mit weniger Risiko aber wohl auch weniger Chancen .
nein, das nennt man nicht nur renten. ich habe dir in der ersten antwort geschrieben, welche möglichkeiten es noch gibt.
wenn du nach 6 jahren immer noch im verlust bist, zeigt das doch ganz deutlich, daß du was falsch machst. mit streuung wäre das nicht passiert.
auch verringerst du die schwankungsbreite deines portfolios (volatiliät), schont deine nerven.
N:open_mouth:)
nein, das nennt man nicht nur renten. ich habe dir in der
ich weiß.
fehler ja da einmalanlage auf fast noch gipfel des börsenhochs . sparpläne liefen gut. Wohl eher Fehler der angebl. unabhängigen Fondsvermittlung/beratung .
ich hatte die erfahrung eben noch nicht dass es auch so heftig abwärts gehen kann.Fehler=pures Verkaufsinteresse.
Mitarbeiter der Firma und früherer Arbeitskollege meinte : wäre etwas dumm gelaufen . Lächerlich . Sie hätten mir raten können den Trend abzuwarten .
Zum Glück habe ich nie die T-Aktie geordert. Das scheint ja Betrug am Kleinanleger in Staatsauftrag gewesen zu sein.
damit hast Du Recht - und genau und nur um diesen zweiten
Schritt ging es in meinem Posting. Mir ist daher schleierhaft,
was ich mit dem großen Rest Deines Postings (z.B.
Beraterschelte) anfangen soll: Ich habe mich dazu gar nicht
geäußert.Grüße,
Oliver Walter
Hallo Walter,
sorry für die entstandene Intransparenz. Ich hatte unter Deinem Posting auf „Antworten“ geklickt, aber auch auf Aussagen von Rainer B. geantwortet, was wohl etwas unklar war.
Wollte Dich nicht mit fremden Federn schmücken 
Gruß Schorsch