Aktienfonds für 20 Jahre Laufzeit

Hallo Leute,

wir wollen für unser noch kleines Kind einen bestimmten Betrag in einen Fonds investieren und in unregelmäßigen Abständen Geld nachschießen. Einen Sparplan finden wir nicht so gut. Die Anlage soll etwa 20 Jahre laufen und z.B. ein Studium mitfinanzieren.
Ich denke, dass ein solider Aktienfonds, der z.B. zum großen Teil aus Aktien des DAX besteht, ganz gut wäre. Wie z.B. der ADIG FONDAK, der jetzt von cominvest verwaltet wird. Dieser hat seit seiner Auflage vor 57 Jahren eine durchschnittliche Jahresrendite von knapp 12% erzielt. Das ist jetzt zwar nicht so üppig, dafür aber relativ sicher.
Habt ihr andere Tipps? Auch Rentenfonds oder Mischfonds gegenüber bin ich aufgeschlossen, nur kenne ich mich da gar nicht aus und weiß nicht, was man da realistisch erwarten darf.
Eventuell wäre auch ein Fonds, der seinen Schwerpunkt in einem Schwellenland hat, günstiger. Der Barings Hong Kong China hat zwischen Mai und Oktober dieses Jahres 60% plus gemacht, davon aber jetzt schon wieder einiges verloren. Aber wer weiß, ob ein solcher Fonds zu einer sehr langen Anlage taugt?
Oder sollte man vielleicht von der Idee, 20 Jahre am selben Produkt zu kleben, Abstand nehmen und den Zeitraum in 4 Fünf-Jahres-Investments unterteilen?
Wäre ein Diversifikation nötig? Man erhöht damit zwar im Allgemeinen die Sicherheit, senkt aber doch auch die Rendite, weil man dem Gesetz der großen Zahlen folgend näher an den Marktdurchschnitt rückt.

Meine Frage ist natürlich eine Anlageberatung, die, so liegt es in ihrer Natur, davon abhängt, welcher Risikotyp ich bin. Na ja, der, der wir alle sind: der Unmögliche. Viel Gewinn bei viel Sicherheit.

Wozu ratet ihr mir? Ist der FONDAK gut? Gibt es einen besseren in dieser Kategorie?

Vielen Dank, Tychi

Hallo
warscheinlich hast du auch am Montag „Börse am Abend“ auf N24 gesehen,
weil genau über diese fonds gesprochen wurde.ich denke mal dass man mit dem cominvest fondak keinen großen fehler machen kann.wenn du ganz auf nr. sicher gehen willst kann man sich für einen sparplan bei einer bank entscheiden (was aber eine viel geringere rendite abwirft
ca.25 000€ nach 15jahren ,bei 100 € monatlicher Zahlung)

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Hallo,

Ich denke, dass ein solider Aktienfonds, der z.B. zum großen
Teil aus Aktien des DAX besteht, ganz gut wäre. Wie z.B. der
ADIG FONDAK, der jetzt von cominvest verwaltet wird. Dieser
hat seit seiner Auflage vor 57 Jahren eine durchschnittliche
Jahresrendite von knapp 12% erzielt.

Eventuell wäre auch ein Fonds, der seinen Schwerpunkt in einem
Schwellenland hat, günstiger. Der Barings Hong Kong China hat
zwischen Mai und Oktober dieses Jahres 60% plus gemacht, davon
aber jetzt schon wieder einiges verloren.

Was hält dich davon ab, das Geld in mehreren verschiedenen Fonds anzulegen? Du schreibst leider nicht dazu, wieviel es mal werden soll. Aber ich würde es aufteilen. Du handelst ja die Fondsanteile nicht über die Börse (kann man machen, muss man aber nicht). Es hält dich also nichts davon ab, z.B. für je EUR 1000,- oder EUR 2000,- Anlagesumme einen anderen Fonds zu wählen. Wenn dann nämlich wirklich ein „Fehlgriff“ dabei war, ist es nicht so schlimm. Mit anderen Worten: Ich würde die Fondak-Anteile kaufen und für den nächsten „Schwung Geld“ einen anderen Fonds aussuchen, auch wenn der Fondak bis dahin gut lief. China würde ich persönlich jetzt nicht nehmen, weil ich das für eine Spektulationsblase halte, die bald platzen wird. Wenn China, dann auf alle Fälle gut beobachten.

Schöne Grüße

Petra

Hallo

wir wollen für unser noch kleines Kind einen bestimmten Betrag
in einen Fonds investieren und in unregelmäßigen Abständen
Geld nachschießen. Einen Sparplan finden wir nicht so gut. Die
Anlage soll etwa 20 Jahre laufen und z.B. ein Studium
mitfinanzieren.
Ich denke, dass ein solider Aktienfonds, der z.B. zum großen
Teil aus Aktien des DAX besteht, ganz gut wäre. Wie z.B. der
ADIG FONDAK, der jetzt von cominvest verwaltet wird. Dieser
hat seit seiner Auflage vor 57 Jahren eine durchschnittliche
Jahresrendite von knapp 12% erzielt. Das ist jetzt zwar nicht
so üppig, dafür aber relativ sicher.

  1. Aktienfonds finde ich bei der beabsichtigten Laufzeit gut. Spätestens ab dem 15 Jahr systematisch Gewinne abschöpfen und sichern.

  2. 12% im Schnitt ist nicht „üppig“ sondern Spitzenklasse! Erwarte keinesfalls mehr für die Zukunft, eher weniger. Die Kapitalmarktrenditen hängen immer mit der Inflation zusammen. Beide sind im langfristigen Vergleich deutlich zurück gegangen und werden auch künftig nicht mehr so hoch erwartet. Die Nettorendite (Performance minus Inflation) dürfte langfristig relativ gleich bleiben.

  3. Fondak ist ein guter Fonds für Deutsche Aktien. Emotionslos betrachtet ist es aber ein Länderfonds und somit riskanter. Ich würde einen europäischen Fonds vorziehen.

Habt ihr andere Tipps? Auch Rentenfonds oder Mischfonds
gegenüber bin ich aufgeschlossen, nur kenne ich mich da gar
nicht aus und weiß nicht, was man da realistisch erwarten
darf.

Wenn Du bei Aktien von 12% ausgehst, dürften Renten bei ca. 8 bis 9% gelegen haben. Mischfonds dann je nach Mischungsverhältnis irgendwo dazwischen.
Bei 20 Jahre Laufzeit sprechen alle Langfristvergleiche für Aktien. Hängt aber auch davon ab, welchen „Kittelbrennfaktor“ Ihr vertragt.

Eventuell wäre auch ein Fonds, der seinen Schwerpunkt in einem
Schwellenland hat, günstiger. Der Barings Hong Kong China hat
zwischen Mai und Oktober dieses Jahres 60% plus gemacht, davon
aber jetzt schon wieder einiges verloren. Aber wer weiß, ob
ein solcher Fonds zu einer sehr langen Anlage taugt?

Solche Investments bieten höhere Chancen - und höhere Risiken! Bei einem Sparplan könnte ich mir sowas für risikobereite Kindergeldanleger vorstellen. Für eine Einmalanlage würde ich das persönlich nicht nehmen.
Problem: So ein Markt macht schnell mal 50% Verlust. Dafür brauchst Du anschließend 100% Gewinn, um wieder auf null zu kommen. Nachvollziehbar?

Der langfristige Ertrag kommt nicht durch die Maximierung der möglichen Gewinne, sondern durch die Begrenzung des maximalen Verlustrisikos!!

Oder sollte man vielleicht von der Idee, 20 Jahre am selben
Produkt zu kleben, Abstand nehmen und den Zeitraum in 4
Fünf-Jahres-Investments unterteilen?

Was spricht dagegen, eine getätigte Anlage immer mal wieder zu überprüfen? Die Welt ändert sich innerhalb von 20 Jahren. Und das Fondsmanagement hat auch nicht immer die gleiche Güte. Langfristig ausrichten, aber regelmäßig überprüfen ist mein Vorschlag.

Wäre ein Diversifikation nötig?

Ja!

Man erhöht damit zwar im
Allgemeinen die Sicherheit, senkt aber doch auch die Rendite,
weil man dem Gesetz der großen Zahlen folgend näher an den
Marktdurchschnitt rückt.

Die Portfoliotheorie besagt (ist wohl auch bewiesen), dass die Streuung über verschiedene nicht (oder gering) korrelierende Anlageklassen die Anlage optimiert. Also das Risiko senkt und/oder die Rendite erhöht. Muss halt richtig gemacht werden.
Ich würde in Deinem Fall wenigstens über Regionen und Stile (Small-, Mid- und Large Cap, Value und Growth) diversifizieren. Eine Beimischung von Immobilienfonds und Absolute Return Strategien auf Rentenbasis sowie ggf. alternative Strategien (z.B. Long/Short) wäre -abhängig vom Anlagebetrag- ein professioneller Ansatz.

Meine Frage ist natürlich eine Anlageberatung, die, so liegt
es in ihrer Natur, davon abhängt, welcher Risikotyp ich bin.
Na ja, der, der wir alle sind: der Unmögliche. Viel Gewinn bei
viel Sicherheit.

Nein nein, Anlageberatung ist das hier ausdrücklich keine!
Nur eine persönliche Meinungsäußerung. Ne gute Beratung gibts nicht im Netz und schon gar nie nicht niemals kostenlos (umsonst ist sie manchmal schon…:wink:)

Viel Erfolg und alles Gute für den Nachwuchs wünscht der Money Schorsch!

P.S.: Noch ein Tipp: Das Depot nicht auf den Namen des Kindes eröffnen. Ruckzuck sind die Zwerge 18 und plötzlich hat Papa keinen Zugriff mehr auf die Kohle. Und so manche® 18-jährige® hat ganz merkwürdige Ideen für größere Beträge…

Hallo Rai

warscheinlich hast du auch am Montag „Börse am Abend“ auf N24
gesehen,
weil genau über diese fonds gesprochen wurde.ich denke mal
dass man mit dem cominvest fondak keinen großen fehler machen
kann.wenn du ganz auf nr. sicher gehen willst kann man sich
für einen sparplan bei einer bank entscheiden (was aber eine
viel geringere rendite abwirft
ca.25 000€ nach 15jahren ,bei 100 € monatlicher Zahlung)

Nee, habe ich nicht gesehen. Wäre aber interessant gewesen.

Gruß, Tychi

Kopfschüttel- 12% pro Jahr ist nicht üppig ?
Hallo,

nur mal ganz kurz ne Anmerkung:

Wenn ich lese

ADIG FONDAK, der jetzt von cominvest verwaltet wird. Dieser
hat seit seiner Auflage vor 57 Jahren eine durchschnittliche
Jahresrendite von knapp 12% erzielt. Das ist jetzt zwar nicht
so üppig, dafür aber relativ sicher.

komme ich ins grübel und ehrlich schüttel nur den Kopf.

12% pro Jahr ist nicht üppig ? Das ist sehr gut.

Nicht persönlich nehmen,
aber wenn ich das lese, muss beim Informieren über Fonds und Aktienmarkt etwas falsch gelaufen sein.

Was erwarten Sie denn vom Aktienmarkt ?

Schönen Tag noch

Börsenfan1968

wenn du ganz auf nr. sicher gehen willst kann man sich
für einen sparplan bei einer bank entscheiden (was aber eine
viel geringere rendite abwirft
ca.25 000€ nach 15jahren ,bei 100 € monatlicher Zahlung)

Hallo,

hier aber ganz genau hinschauen. Sogenannte „Bonussparverträge“ sind nur für die Bank gut.

Bsp:
Anlagedauer 20 Jahre
Verzinsung p.a. 2,5 %
Bonus am Laufzeitende: 40% (des Anlagekapitals)

Ich weiß nicht, ob das genau die aktuellen Zahlen sind, aber das System ist immer gleich.
Die 40% klingen zwar toll, sind aber nur 2% pro Laufzeitjahr.
Jetzt könnte man meinen, 4,5 % p.a. ohne Risiko sind doch toll, oder?
Es sind aber deutlich weniger, da auf den Bonus kein Zinseszinseffekt anfällt. Die Rendite dürfte also deutlich niedriger liegen. Wenn man dann noch Steuer und Inflation abzieht, bleibt fürs Bobbelsche nicht mehr viel Ertrag übrig.
Wenns sicher sein soll, geht z.B. auch eine Bundesanleihe, kostenlos bei der Bundesschuldenverwaltung deponiert.

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo Tychi,

Was den Fonds angeht, folgt er ziemlich genau dem DAX. Ich frage mich daher, ob es derzeit Sinn macht, in den Fonds zu investieren, da der DAX relativ hoch steht. Ich wuerde erst dann einsteigen, wenn der DAX wieder deutlich gefallen ist.

Den Durchschnittsgewinn seit 1950 als Massstab zu nehmen, halte ich fuer wenig aussagekraeftig. Ich wuerde eher mal schauen, welche Gewinne in Zeitspannen gemacht wurden, die du im Sinn hast (20 Jahre). Dabei wird ein ueberdurchschnittlicher Gewinn der letzten 20 Jahre vermutlich auf die Steigerungen in den letzten 4 Jahren zurueckzufuehren sein. Was aber, wenn du mal die Vergleichsperiode 1982 bis 2002 nimmst?

Ich wuerde das Geld im Moment lieber auf ein Tagesgeldkonto einzahlen und auf einen guenstigeren Einstiegspunkt fuer den DAX warten.

Gruss
Christoph

Hallo,

nur mal ganz kurz ne Anmerkung:

Wenn ich lese

ADIG FONDAK, der jetzt von cominvest verwaltet wird. Dieser
hat seit seiner Auflage vor 57 Jahren eine durchschnittliche
Jahresrendite von knapp 12% erzielt. Das ist jetzt zwar nicht
so üppig, dafür aber relativ sicher.

komme ich ins grübel und ehrlich schüttel nur den Kopf.

12% pro Jahr ist nicht üppig ? Das ist sehr gut.

Nicht persönlich nehmen,
aber wenn ich das lese, muss beim Informieren über Fonds und
Aktienmarkt etwas falsch gelaufen sein.

Was erwarten Sie denn vom Aktienmarkt ?

Hallo Börsenfan,

du hast sicher Recht. Ich hatte mit meinen Anlagen bisher viel Glück und bin etwas verwöhnt. Mir fehlt die langfristige Erfahrung. Und ich habe in Tabellen geschaut, in denen die Top-Fonds so bei 20% rangieren. Aber natürlich über kürzere Zeiträume. Außerdem ist die Rendite aller Fonds normalverteilt und man darf die besten 2% nicht mit dem Mittelwert verwechseln. Meine Bemerkung war wohl unüberlegt.

Viele Grüße, Tychi

Danke für die ausführliche Antwort.

Tychi

hallo tychi,

du hast sicher Recht. Ich hatte mit meinen Anlagen bisher viel
Glück und bin etwas verwöhnt. Mir fehlt die langfristige
Erfahrung. Und ich habe in Tabellen geschaut, in denen die
Top-Fonds so bei 20% rangieren. Aber natürlich über kürzere
Zeiträume. Außerdem ist die Rendite aller Fonds normalverteilt
und man darf die besten 2% nicht mit dem Mittelwert
verwechseln. Meine Bemerkung war wohl unüberlegt.

Viele Grüße, Tychi

ich wollte damit auch nur klarmachen, das man sich nicht von den letzten Jahren blenden lassen soll.

Man unterliegt nach diesen Jahren leicht der Illusion, das Aktienmärkte jedes Jahr steigen.
Man ist halt, wie du selbst sagst, verwöhnt.

Schönen Abend noch

Börsenfan1968