Aktienkauf - mit geringen Beträgen

Hallo,

ich kenn mich auf dem Gebiet der Aktien leider noch gar nicht aus und hab mal ne Beginnerfrage.

Wenn ich mal Aktien kaufen wollen würde. Dann würde ich denke ich so vorgehen (soll eine kleine Spielerei/Hobby sein und nicht bei Verlusten mich in die totale Pleite treiben)!!

Mal für 50€ hier, mal für 100€ da, dann einige Monate später wieder für 50€ und mal welche verkaufen, dann mal ein Jahr nix, dann wieder für 50€ kaufen und so weiter.

Ich hätte halt lauter so kleine Schritte/Beträge vor, damit ich mich nicht übernehme. Ich will nicht auf einmal für 3000€ Aktien kaufen erstens habe ich das Geld z. Zt. nicht und es wär mir zu riskant. Aber da mal n Fuffi und da mal ein bissl was, das könnt ich mir schon vorstellen.

Ist so ein Vorgehen überhaupt sinnvoll? Kann man mit so kleinen Beträgen auch Aktien kaufen - kommt ja blöd, wenn ich 2 Aktien der Fa. XYZ für 39.99 kaufe. Wie siehts hier mit Gebühren aus? Ich muss doch bei jedem Kauf Gebühren zahlen, dann kommen noch Depotgebühren auf mich zu und und und. Das wird doch ziemlich teuer mit der Zeit, wenn ich 5 mal im Jahr für 50€ Aktien kaufe und 2 x verkaufe und jedes mal kommen da Gebühren auf mich zu.

Wie komme ich hier am günstigsten mit meinen kleinen aber „vielen“ Ordervolumen weg? (So einen Fondssparplan möchte ich aber nicht machen, da muss man ja monatlich einen festen Betrag einzahlen!)

Bei den Aktien will ja der Staat auch was. Wie ist dies geregelt?

Danke für Tips.
Grüße
MICHAEL

Hi

Ist so ein Vorgehen überhaupt sinnvoll?

Kurz und bündig: Nein, mit solchen Beträgen ist es nicht sinnvoll Aktien zu kaufen.

Bei Fondssparplänen gibt es durchaus flexible Varianten, bei denen man nicht jeden Monat sparen muß, das wäre bei diesen Beträgen zumindestens sinnvoller als Aktienkauf. Aber wirklich sinnvoll ist es bei Deinen Voraussetzungen auch nicht.

Gruß
Edith

Bei den Aktien will ja der Staat auch was. Wie ist dies
geregelt?

Ab nächstes Jahr werden Gewinne aus Aktienverkäufen direkt mit 25% Kapitalertragsteuer belastet, selbst dann, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als 12 Monate liegen. Hinzu kommen noch Soli und Kirchensteuer. Für derzeit bestehende Aktiendepots gibt es dagegen einen Bestandsschutz.
D.h. schon alleine wegen der Steuer, die automatisch abgezogen wird, kannst du das vergessen.

Hallo Michael,

Mal für 50€ hier, mal für 100€ da, dann einige Monate später
wieder für 50€ und mal welche verkaufen, dann mal ein Jahr
nix, dann wieder für 50€ kaufen und so weiter.

Ist so ein Vorgehen überhaupt sinnvoll?

Nein, definitiv nicht. Bei meinem Onlinebroker kostet jeder Kauf bzw. Verkauf von Aktien knapp EUR 15,-. (Ich kann den Betrag nicht genau angeben, da das abhängig vom Handelsplatz immer etwas unterschiedlich sein kann - aber so ungefähr kommt es schon hin.)

Das wäre also EUR 30,- für den Ankauf und Verkauf einer einzigen Position. Damit du mit deiner Vorgehensweise Gewinn machst, müsste sich der Preis der Aktien also fast verdoppeln - und das tut er selten, und wenn er es doch tut, würdest du dir bestimmt wünschen, mehr investiert zu haben.

Wenn du Aktien kaufen willst, dann informier dich am besten mal über Risikomanagement.

Wie komme ich hier am günstigsten mit meinen kleinen aber
„vielen“ Ordervolumen weg? (So einen Fondssparplan möchte ich
aber nicht machen, da muss man ja monatlich einen festen
Betrag einzahlen!)

Willst du lieber immer dann Geld einzahlen, wenn du welches übrig hast? … Das mit den Aktien funktioniert so auf alle Fälle nicht. Es wäre besser, wenn du das Geld auf einem normalen Sparbuch ansparst, und dann z.B. Fondsanteile, Aktien oder Gold kaufst, wenn ein entsprechender Betrag zusammengekommen ist. Oder du lässt es gleich auf dem Sparbuch. Nicht nur durch die Zinsen wächst dein Vermögen - sondern auch dadurch, dass du das Geld nicht ausgibst.

Bei den Aktien will ja der Staat auch was. Wie ist dies
geregelt?

Ab 2009 gilt die Abgeltungssteuer. Das bedeutet, wenn du mit Aktienverkäufen Gewinn machst, führt die Bank automatisch 25% an den Staat ab. Falls du einer Kirche zugehörig bist, kannst du das der Bank melden, dann geht das auch automatisch (da kommt noch mal was dazu).

Falls dein persönlicher Steuersatz unter 25% liegt, kannst du dir mit der Steuererklärung von dieser Abgeltungssteuer was wiederholen. Falls dein persönlicher Steuersatz über 25% liegt, kannst du dich freuen. Es bleibt dann trotzdem bei den 25%.

Also, Futter für google: Abgeltungssteuer, Risikomanagement
Geld erstmal sparen, ab EUR 1000,- auf dem Sparbuch anfangen, weiter zu überlegen :smile:

Schöne Grüße

Petra

Hi,

D.h. schon alleine wegen der Steuer, die automatisch abgezogen
wird, kannst du das vergessen.

Wie kommst Du darauf?
Erstens kann der Frager ja durchaus noch Volumen in seinem Sparerfreibetrag übrig haben (das, was man heute noch gerne „Freistellungsauftrag“ nennt), und zweitens trifft ihn die Abgeltungssteuer, wenn er keine Freiräume mehr hat ja auch auf dem Festgeld.

Die Abgeltungssteuer macht eine kurzfristige Geldanlaga ja für die meisten Menschen billier als bisher.

Nur bei größeren langfristigen Anlagen ergeben sich durch die neue Regelungen Nachteile für den Anleger gegenüber der alten Regelung.

Grüße

Uwe

Hi,

kurz gesagt: nimm Fonds.

Welchen? Das erarbeitest Du mit Deinem Berater bei der Bank oder Sparkasse.

Fondssparplan: nicht nötig, bei vielen Fondsgesellschaften kann man schon ab 50 € Einzelkäufe machen.

Steuern: ab 01.01.09: 25 % des Gewinnes, ausser Du hast noch Platz im Sparerfreibetrag, den kannst Du nämlich auf Kursgewinne, sowie auf Zinsen und Dividenden anrechnen.

Grüße

Uwe

Hallo,

danke soweit für die Tips.

Hätt mir schon gefallen ein bißchen zu spielen. Aber wenns so teuer ist und Angie 25% kriegt.

Evtl. schau ich mir mal nen Fodssparplan an.

Fonds ohne Sparplan, wie läuft das ab? Wie sind da die Gebühren?

Grüße
MICHAEL

Wenn ich mal Aktien kaufen wollen würde. Dann würde ich denke
ich so vorgehen (soll eine kleine Spielerei/Hobby sein und
nicht bei Verlusten mich in die totale Pleite treiben)!!

Hallo,
Du kannst bei den gaengigen Online-Banken ein Musterdepot einrichten - kostet nichts - nur ordentliche Adressdaten. Dann kannst Du taeglich kaufen und verkaufen und den Wert hochtreiben, wenn du es kannst, auch konkret mal Aktien kaufen, oder eben nicht, falls diese Ansicht ueberwiegt.
Gruss Helmut

Hi,

nochmal:

ab 01.01.2009 kriegt Angie nicht nur 25% auf deine Aktitengewinne, sondern auch auf Deine Sparbuchzinsen.

Wenn Dein Sparerfreibetrag ausreicht, kannst Du den auf Dein Sparbuch und Dein Depot entsprechend verteilen, dann fallen die 25% in beiden Fällen nicht an.

Die Fonds, die Du kaufst, kommen auf ein Depot, das in der Regel nicht umsonst ist.

Für den Fonds selbst wird entweder ein Ausgabeaufschlag verlangt, oder eine monatliche Verwaltungsgebühr.
Die Frage nach den kosten kann Dir pauschal keiner beantworten, das hängt ganz von dem Produkt ab, das Du kaufst.

Lass Dich da also bei Deiner Bank/Sparkasse beraten und informieren.

Grüße

Uwe