Wer kann mir sagen, in welchen Stückzahlen meine Aktienorder ( DAX - Wert, z.B. DaimlerChrysler ) im variablen Handel plaziert werden muß, um einem Ordersplit zu entgehen, und damit auch doppelten Gebühren zu entgehen. Generell wäre es sehr nett, wenn mir jemand den Unterschied zwischen variablen und Kassakurs erklären könnte
Danke Patrick
hi patrick,
bei einem DAX wert wird es zu 99.99 % iger Sicherheit keine teilausführung deiner Order geben, sofern Du diese nicht nach Hamburg gibst.
grüße
terror
Hallo Patrick,
grundsätzlich kann man sagen, dass die Gefahr, einen DAX-Wert nicht variabel handeln zu können sehr gering geworden ist, seit die Mindestordergröße für den variablen Handel gesenkt worden ist.
Früher mußte die Order eine bestimmte Größe (oder ein ganzzahliges Vielfaches davon) haben, um variabel ausgeführt werden zu können. Bei den DAX-Werten lag diese Einheit meistens bei 50 Stück. Wenn die Ordergröße 50 Stück oder ein Vielfaches war, so hat der entsprechende Makler unmittelbar versucht, eine entsprechende Gegenposition zu finden, also Käufer und Verkäufer zusammenzubringen und den Auftrag auszuführen (was bei DAX-Werten aufgrund der hohen Handelsvolumina relativ einfach war). Der entsprechende Kurs war „variabel“, was bedeutet, dass die nächste Order durchaus zu einem anderen Kurs ausgeführt werden konnte. Es ging ganz einfach nur um die Frage, ob einem Verkaufsangebot ein entsprechendes Kaufangebot gegenüberstand, und umgekehrt.
War die Größe der Order außerhalb dieses Bereiches, so wurde sie entweder zum Kassakurs ausgeführt (bei weniger als 50 Stück), oder sie wurde geteilt. Hat man beispielsweise eine Order von 70 Stück plaziert, so wurden 50 Stück variabel gehandelt, die verbleibenden 20 Stück wurden zum Kassakurs ausgeführt. Dies hatte natürlich doppelte Kosten zur Folge.
Wie ist der Kassakurs zustande gekommen?
Zu einer bestimmten Tageszeit hat der Makler, der für den jeweiligen Wert verantwortlich ist, einen Blick in sein Auftragsbuch geworfen und Kauf- bzw. Verkaufsorders gegenübergestellt, und zwar so, dass der maximale Umsatz zustande kam. Der sich dabei ergebende Kurs war der Kassakurs.
Inzwischen hat man an den meisten Börsen die Ordergröße für den variablen Handel auf 1 Stück reduziert. Das heißt, dass die Order praktisch immer variabel ausgeführt wird, vorausgesetzt natürlich, dass eine entsprechende Gegenposition innerhalb der gesetzten Limits vorhanden ist.
Gruß
Alex
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