Aktienorder abends bei 1 Preisfeststellung pro Tag

ich habe eine wichtige Frage zu den Regionalbörsen z.b. zur Börse Hannover.
Dort wird oftmals nur ein Kurs pro Tag festgesetzt (oftmals um 9:30 Uhr), d.h. es gibt nur 1 Preisfeststellung pro Tag.
Nun passiert es oft das der Aktienkurs einer bestimmten Aktie im XETRA oder in Frankfurt im Laufe des Tages steigt, während die Preisfeststellungen an der Börse Hannover oder anderen Regionalbörsen beim alten (niedrigen) Stand von 9:30 Uhr bleibt.

Was passiert nun wenn ich um 17 Uhr eine Kauforder an die Börse Hannover über das Brokerage gebe?
Wird die Aktie um 17:15 Uhr zum (einzig vorhandenen) Preisfeststellungskurs von 9:30 Uhr gekauft?
Oder wird die Aktie erst am nächsten Tag gekauft zur nächsten Preisfeststellung?

Viele Grüße
Sven

Eigentlich sollte ich dir ja raten das ganze zu lassen, da es den anschein hat, daß du das Prinzip Börse vielleicht gar nicht verstanden hast.

Wenn du abend eine Kaufoder an die börse gibst, wird diese nur ausgeführt, wenn auch Angebot da ist.

Genau umgekehrt gilt es für eine Verkaufsorder.

Es wird dann anhand er vorliegenden Orders ein Kurs festgesetzt. (bei dir also abends)

Es kommt bei engen Werten schon mal vor, dass selbst bei unlimitierten Orders kein Umsatz zustande kommt. (Habe ich schon mal bei einem Kunden von uns erlebt)

der 9.30h Kurs ist entweder ein Kurs bei dem der letzte Umsatz zustande gekommen ist, oder ein TAX-Kurs als Anhaltspunkt zu welchem Kurs ein Umsatz zustande kommen könnte.

mfg Ivo

Eigentlich sollte ich dir ja raten das ganze zu lassen, da es
den anschein hat, daß du das Prinzip Börse vielleicht gar
nicht verstanden hast.

>>> hmm klar doch, ich bin schon seit 8 Jahren dabei, habe aber noch nie Aktien kurzfristig über 1-2 Tage gehandelt und das will ich jetzt mal am Neuen Markt probieren.

Wenn du abend eine Kaufoder an die börse gibst, wird diese nur
ausgeführt, wenn auch Angebot da ist.

>>>>> „wenn auch Angebot da ist“

Meinst du damit das die Aktien nur in limitierter Stückzahl an dieser Börse notiert sind und das man warten muss bis „ein Angebot frei wird“?

Genau umgekehrt gilt es für eine Verkaufsorder.

Es wird dann anhand er vorliegenden Orders ein Kurs
festgesetzt. (bei dir also abends)

>>>>>> Wenn aber nur meine Order vorliegt und keine anderen, wird dann die Order trotzdem ausgeführt?

Es kommt bei engen Werten schon mal vor, dass selbst bei
unlimitierten Orders kein Umsatz zustande kommt. (Habe ich
schon mal bei einem Kunden von uns erlebt)

>>>>> Habe bisher immer unlimitiert geordert.

der 9.30h Kurs ist entweder ein Kurs bei dem der letzte Umsatz
zustande gekommen ist, oder ein TAX-Kurs als Anhaltspunkt zu
welchem Kurs ein Umsatz zustande kommen könnte.

>>>>> Okay, also kann ich davon ausgehen das ich - wenn keine Dritt-Order hinzukommen, sondern nur meine Order - ich zu diesem Kurs kaufen kann - vorausgesetzt „ein Angebot ist da“ wie du es so schön sagst.

noch ein Hinweis!
Erwähnen sollte ich vielleicht noch das ich die Aktie nicht über einen Intraday-Broker handeln will, wegen der hohen ASK - BID Spanne, sondern über eine ganz normale Order.

Eigentlich sollte ich dir ja raten das ganze zu lassen, da es
den anschein hat, daß du das Prinzip Börse vielleicht gar
nicht verstanden hast.

>>> hmm klar doch, ich bin schon seit 8 Jahren dabei,
habe aber noch nie Aktien kurzfristig über 1-2 Tage gehandelt
und das will ich jetzt mal am Neuen Markt probieren.

Sorry, konnte mir den kleinen Seitenhieb nicht verkneifen.

Wenn du abend eine Kaufoder an die börse gibst, wird diese nur
ausgeführt, wenn auch Angebot da ist.

>>>>> „wenn auch Angebot da ist“

Meinst du damit das die Aktien nur in limitierter Stückzahl an
dieser Börse notiert sind und das man warten muss bis „ein
Angebot frei wird“?

so gesehen stimmt das. bei den meisten werten kommen laufend genug orders beider art zustande, so daß dies nicht zur diskussion steht und die orders ausgeführt werden und das deshalb auch laufend kurse ermittelt werden.
bei freiverkehrsaktien, darf der Händler allerdings ein eigengeschäft machen und so einen Umsatz zu stande kommen lassen.

am neuen Markt sind die Betreuerbanken dafür zuständig, daß hier die Orders auch ausgeführt werden und müssen einspringen wenn dies nicht der fall ist. allerdings auch nicht zu jedem kurs.

Der angegebene Kurs 9.30h mag zwar zu Bewertung deines Depots auschlaggebend sein. Aber er ist kein Kurs zu dem du sicher verkaufen oder kaufen kannst.

>>>>>> Wenn aber nur meine Order vorliegt
und keine anderen, wird dann die Order trotzdem ausgeführt?

Definitv nein. Ich habe es bei Sino I mal erlebt, daß eine Order nicht ausgeführt wurde weil - obwohl unlimitiert - kein Kauf im Markt war.

Es kommt bei engen Werten schon mal vor, dass selbst bei
unlimitierten Orders kein Umsatz zustande kommt. (Habe ich
schon mal bei einem Kunden von uns erlebt)

>>>>> Habe bisher immer unlimitiert geordert.

Das solltest du dir bei neuen Markt Werten gut überlegen. Da kannst du ganz schön über den Tisch gezogen werden, weil eben oft nur wenige Orders ausschlaggebend für die Kursfindung sind.

der 9.30h Kurs ist entweder ein Kurs bei dem der letzte Umsatz
zustande gekommen ist, oder ein TAX-Kurs als Anhaltspunkt zu
welchem Kurs ein Umsatz zustande kommen könnte.

>>>>> Okay, also kann ich davon ausgehen das
ich - wenn keine Dritt-Order hinzukommen, sondern nur meine
Order - ich zu diesem Kurs kaufen kann - vorausgesetzt „ein
Angebot ist da“ wie du es so schön sagst.

Ja. Am neuen Markt dürfte dies immer der Fall sein, weil eben die Betreuerbanken einspringen müssen.

Gruß ivo

Mahnendes Beispiel…
…beim n-tv-Text kann/konnte man die täglich gehandelten Stückzahlen bestimmter Aktien einsehen.
Das beste Beispiel, welches ich beobachtet hab, war ein Fall einer „nie-vorher-gesehen-Aktie“, von der am ganzen Tag nur ein Stück gehandelt wurde.
Dort hatte sich offenbar selber (als Gag…?)jemand eine Aktie verkauft, und damit den Wert um 20 % gesteigert.
Bei der Achterbahn-AG hab ich auch schon mal beobachtet, daß durch den Handel von nur 40(!) Stück am Tag der Kurs um 18 % nach oben ist.
Macht für den Depotwert natürlich nen guten Eindruck.
Das andere Extrem sind natürlich die „Volks“-Aktien, wo Du 10.000 Stück unlimitiert in den Handel werfen kannst, ohne daß der Kurs sich ändert…

cu

Markus

Wieso machen es nicht alle so?
Nun denn, wieso machen es nicht alle so?

Man nehme eine schwache Aktie, am besten eine die unter € 1,00 notiert. Dann ordert man - sagen wir für € 5.000 - diese Aktie. Folge: die Aktie schießt um 20-40% nach oben. Da die Aktie nun Aufmerksamkeit erregt kommen andere Trittbrettfahrer und ordern Aktien nach. Dann verkauft man wieder die Aktie.

Also wo ist das Problem? Selbst wenn keine Trittbrettfahrer kommen schießt die Aktie nach oben!

ÄÄhm so langsam überlege ich es mir doch Intraday zu handeln. Die 4% Maklerspanne beim Kauf/Verkauf, also 8% insgesamt sind ja einigermaßen schnell wieder drin, wenn man auf Aktien unter € 1,00 setzt, da diese schnell nach oben schießen.

Weil du letztendlich keinen Gewinn machst, wenn du dir selbst eine Aktie verkaufst.

Wie soll das auch gehen? Möglicherweise mag dein Depot optisch wertvoller aussehen, wenn es zu einem neuen Kurs bewertet ist.

Deshalb sitzt du trotzdem auf einem fast unverkäuflichen Mist.

Wenn ich mir selbst einen Umsatz generiere ist ja noch keine DM verdient. Und ob da wirklich Trittbrettfahrer kommen?

Intraday hast du dann immer noch das selbe Problem: Eventuell kommt kein Umsatz zu stande.
Dann musst du vielleicht um offene Positionen zu schließen unlimitert kaufen.
So was freut Händler natürlich. Ich würde dann ach selbst als Geschäftskontrahent zur verfügung stehen. Denn da ist dan gut verdient…

mfg Ivo

man glaubt es kaum…
…aber auch an der Börse gibt es Aufpasser.
Für jede Aktie sind „Wächter“ zuständig, die ein Auge auf den Handel werfen.
Ich weiß jetzt allerdings nicht genau, ob diese von den Konsortialbanken gestellt werden, oder von der Börse.
Auch die genaue Bezeichnung für diese Leutchen fehlt mir im Moment.
Auf jeden Fall achten die darauf, daß es keine utopischen Dimensionen annimmt, und schreiten bei Bedarf als Käufer/Verkäufer ein, oder zögern den „Schluß“ etwas hinaus, bis weitere Orders kommen, die das Ganze wieder normalisieren.
Auch bei meinen Beispielen waren es ja nicht 200 %, sondern vielleicht gerade noch vertretbare 20%.
Schwierig wird das ganze natürlich, daß wenn Du die Aktie dann wirklich abstoßen willst, Du auch einen dementsprechend dummen Käufer brauchst (gibts aber wohl immer genug…), der Dir auch wirklich den Preis bietet.
Und wenn erst wieder Leben in den Handel Deiner Aktie kommt, wird der Kurs sich sofort wieder einpendeln.

cu

markus

Hi Markus,

…aber auch an der Börse gibt es Aufpasser.
Für jede Aktie sind „Wächter“ zuständig, die ein Auge auf den
Handel werfen.

Du meinst wahrscheinlich Kursmakler oder „Designated Sponsors“

Ciao

Uwe

Makler sind es m.E. nicht, hab mal einen Bericht über das Problem einiger kleiner Aktien und deren extreme Kurssprünge gelesen.
Dort hies es glaub ich, daß es Mitarbeiter von Banken sind, die zur Not auch mit eigenem Kapitaleinsatz die Kurse wieder „glätten“. Ich vermute mal, daß es mit den Konsortialbanken zusammenhängt.
Zuerst war es wohl nicht üblich, daß jede Mini-Aktie so überwcht wurde, aber mittlerweile hat sich das wohl geändert.
Der Makler jedoch schreitet ja nicht selber auch als Käufer/Verkäufer ein.
Mit dem Begriff „Designated Sponsors“ kann ich allerdings nichts anfangen. Das könnte schon angehen.

Gruß

Markus

Das kommt auf das Marktsegment an.

Bei Neuen Markt sind das die zuständigen Betreuerbanken des Wertes.

Im Amtlichen Handel, dürfen die Kursmakler gar nicht einspringen. Im Freiverkehr schon.

mfg Ivo