Aktienpaket

Ich habe von einer nichtbörsennotierten Aktiengesellschaft ein Aktienpaket von ca. 2% vererbt bekommen. Die Aktien haben einen Nennwert von einem Euro. Die Aktien werden im Regelfall kaum gehandelt, da sie im Besitz des Vorstands bzw. einer Beteiligungsgesellschaft sind. Der Umsatz des Konzerns beträgt ca. 80 Millionen Euro.
Wie kann man in einer solchen Konstruktion die Aktien sinnvoll verkaufen (die Firma hat kein Interesse am Rückkauf der Aktien)?
An wen könnte man verkaufen?
Welchen Wert kann man für eine Aktie erzielen?
(In „Impulse“ stand, dass der Wert des Unternehmens durch einen Umsatzmultiplikator von ca. 0,6 (Branche Ingenieurdienstleistungen/ Software) ermittelt werden kann. Ist das realistisch?)

Solche Umsatzmultiplkatoren sind oft Grundlage für eine
Preisverhandlung;
Der „realistische Wert“ ergibt sich nur durch den tatsächlich
erzielten Preis .

Guten Tag,
die Gesellschaft ist verpflichtet, regelmäßige Hauptversammlungen abzuhalten und mindestens jährlich einen detaillierten Geschäftsbericht zu veröffentlichen. Es wäre ratsam, sich einmal damit zu beschäftigen (auch solche aus den Vorjahren). So lassen sich genauere Hinweise auf den Wert der Aktien finden. Ein Verkauf ist ohne Börsenhandel in der Tat schwierig (und man wird sehr schnell über den Tisch gezogen). Über Kontakte mit dem Vorstand könnte evtl Interessenten gefunden werden.

Hauptversammlung und so, ist klar.
Vorstände und Firma wollen nicht zurückkaufen und die da einzubeziehen ist momentan nicht machbar.
Geht auch mehr in Richtung, wie man Käufer für die 2% finden könnte.
Für Private-Equity ist die Tranche wohl zu knapp.

Hallo,
gibt es wenigstens jedes Jahr eine nette Dividende?
Sonst sind 2% ja nichts, womit ein Käufer irgendwas anfangen könnte, wenn er nicht andere findet, die auch verkaufen wollen, damit ein ordentlicher Anteil zusammenkommt. Damit dürfte eine (Investment-)Bank den Auftrag das Paket zu verkaufen auch kaum annehmen (jedenfalls nicht zu akzeptablen Konditionen).
Die Beteiligungsgesellschaft will wohl auch nicht kaufen (oder auch gegen eigene, womöglich neue Aktien tauschen so es eine AG ist)?

Cu Rene

Hallo,

Ein Verkauf ist ohne Börsenhandel in der Tat
schwierig (und man wird sehr schnell über den Tisch gezogen).

beim Verkauf von Beteiligungen ist in der Regel der Käufer der blöde, mal ganz davon abgesehen, daß der Verkauf von Beteiligungen ohne Börse nichts besonderes ist. Schließlich sind überhaupt nur Anteile an Aktiengesellschaften börsenfähig und die sind von allen Rechtsformen so ziemlich die seltensten.

Gruß
Christian