Aktienstrategien

Hallo zusammen,

von Zeit zu Zeit hört man von angeblich bewährten Aktienstrategien, die in der Vergangenheit nachweislich zweistellige Jahresrenditen eingefahren hätten. Wie seriös kann so etwas sein? Gemeint sind übrigens nicht die vielen Dienstleister, die per Computeranalyse Kursempfehlungen geben, sondern „Systeme“, nach denen man, wie es heißt, mit minimalem Aufwand selber spekulieren kann, wenn man nur weiß, worauf man zu achten hat. Haken - und das macht mich stutzig: Das „Rezept“ kostet Geld.

Gruß
Boris

hallo boris,

meinst du soetwas?

[http://www.deraktionaer.de/xist4c/web/Top-Themen_id_…](http://www.deraktionaer.de/xist4c/web/Top-Themen_id_443 tplId_70 detailId_5058059_.htm;jsessionid=83E563397EEAAFD1E485747D0FF07105)
also die beste strategie ist für meine erfahrungen die, unterbewertete aktien einzusammeln und zu halten, bis sie fair bewertet sind.
also keinen mainindex wie dax oder dow kaufen, sondern die strategie stockpicking.
wenn ich mir die bewertungen von allianz, münchener & hannover rück,depfa, vem, salzgitter usw. ankucke, wird mir ganz schwindelig.
(diese aufzählung beinhaltet keine kaufempfehlung oder anlagetips!!!)
denn in relation zu den unternehmenszahlen…
meiner meinung nach, ist die kostolanystrategie (und die von buffet) die erfolgreichste.
daran partizipieren kann jeder.
auch die dividendenstrategie scheint sich zu bewähren.
hier noch eine ergänzung zum thema von anfang 2004:

Antizykliker fahren besser an der Börse.

Wer auf die Loser der vergangenen Jahre setzt, hängt zyklische Anleger um Lichtjahre ab, so eine Studie

von Martin Blümel

Antizyklisch an der Börse zu investieren ist im Prinzip ganz einfach", sagt Gerd Bennewirtz, Chef der Vermögensverwaltung SJB Fondsskyline. „Man kauft Märkte mit niedriger und verkauft Märkte mit hoher Bewertung. Schwer jedoch ist es, dabei konsequent zu sein.“ Dass es sich aber lohnt, zeigt eine aktuelle Studie, die SJB beim unabhängigen Datenbankanbieter EuroFonds in Auftrag gab. EuroFonds wurde folgende Aufgabe gestellt: Was wird aus 10.000 Euro, die man länger als 25 Jahre in die Aktienmärkte investiert. Die Datenbänkler warfen den Computer an und jagten die Kurse dutzender MSCI-Länderindizes des vergangenen Vierteljahrhunderts durch den Rechner. Das Ergebnis: Je nachdem, wie investiert wurde, waren von 1979 bis Ende 2003 zwischen 75000 Euro und 34 Millionen drin. Die schlappen 75000 Euro wurden mit einer zyklischen Strategie geschafft, die Millionensumme dagegen mit strikt antizyklischem Investment. Oder simpel gesagt: Wer auf die Verlierer der Vorjahre gesetzt hatte, fuhr deutlich besser als derjenige, der in die bisherigen Gewinner investierte.
So weit die Vergangenheit, für die Gegenwart heißt das: Thailand fliegt raus - hier machte der MSCI Thailand 2003 mehr als 100 Prozent Plus. Stattdessen Finnland rein. In Helsinki mussten sich die Aktienanleger im vergangenen Jahr mit nur fünf Prozent Indexplus begnügen.
Und so wird’s gemacht: Der Anleger investiert aktuell in Finnland und lässt das Geld fünf Jahre liegen. „Diese Zeit entspricht etwa einem vollen Marktzyklus“, sagt Bennewirtz. Danach überträgt man den Gesamtbetrag komplett auf den schlechtesten Markt des abgelaufenen Jahres, in diesem Fall also auf den Loser des Jahres 2008. Diese Transaktion wird diszipliniert alle fünf Jahre wiederholt. Im EuroFonds-Beispiel wurde in die USA (1979), Spanien (1984), die Türkei (1989), wieder die USA (1994) und Russland (1999) investiert. Das Ergebnis dieser antizyklischen Strategie: Aus 10000 Euro wären 34 Millionen geworden, was einer durchschnittlichen Jahresrendite von 38,3 Prozent entspricht.
Mickrig dagegen die Ausbeute bei den Zyklikern. Mit den Investments in Frankreich, Norwegen, Indonesien, die Türkei und Korea wären gerade einmal mickrige 0,22 Prozent jährliche Rendite das Ergebnis.
„Für die Umsetzung der Strategie lohnen sich Fonds“, rät Bennewirtz. „Bei einem aktiven Management ist gegenüber den Indizes noch ein Mehrwert drin.“ Die historischen Daten belegen es. Wäre anstelle der MSCI-Indizes in Investmentfonds investiert worden, wären mit der antizyklischen Strategie bis zu 54 Millionen Euro Plus möglich gewesen - wenn man denn den jeweils besten Länderfonds erwischt hätte.

strubbel
€:open_mouth:)

Hallo Boris,

es gibt drei totsichere Methoden, um Aktienkurse zu prognostizieren!
Das Problem dabei sit, es hat sie noch niemand gefunden.

Aber Spass bei Seite. Aktienkurse kommen durch Angebot und Nachfrage
zu Stande. Bei den Anlegern sind das Privatpersonen, Banken, Versicherungen, Investmentfonds und und und. Es gibt Anleger, die kurzfristig anlegen, es gibt welche, die langfristig anlegen,
es gibt Investoren, die was von Geld verstehen und Spekulanten.
Das selbe gilt für die Verkäuferseite. Man müsste also wissen,
wie diese Börsenteilnehmer in Zukunft disponieren werden oder um es
frei nach Milton Friedman auszudrücken: „es gilt alle Intelligenz darauf zu verwenden, das zu erahnen was die Mehrheit der Anleger glaubt, was die Mehrheit der Anleger tun wird“.

Sicher gibt es Grundregeln, die man beachten muss. Aber die reichen
in der Regel nicht aus, den Markt konstant outzuperformen.

Ich bin der Meinung, das die meisten Anleger mit einem guten Aktienfonds besser fahren als mit irgendeinem System.

Beste Grüsse

Roland

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Hallo Boris,

garantiert funktionierende Anlagestratgien gibt es nicht. Das ganze hat auch viel mit der persönlichen Risikobereitschaft zu tun, mit Wahrscheinlichkeitsrechnung und letztlich mit Glück.

Google dich mal schlau unter dem Stichwort:„Modern Portfolio Theory.“

Meist langfristig plandende konsverative institutionelle Anleger (Banken, Lebensversicherungen), folgen meist dieser. Hinter dem Schlagwort verbirgt sich aber nicht mehr als eine alte Baunerregeln:
1\3 Hochrisiko-Kalkulation (Optionenshandel, Commodites, Hedging);
1\3 Normalrisiko (normale Wertpapiere, Dax-Zeug, übliche Fonds); 1\3 mega-konsvertiv (z.B. fest verzinsliche Staatsanleihen, Edelmetalle). Das führt zu einer vertretbaren Risikostreuung.

Gruß

A.

Hallo Boris,

garantiert funktionierende Anlagestratgien gibt es nicht. Das ganze hat auch viel mit der persönlichen Risikobereitschaft zu tun, mit Wahrscheinlichkeitsrechnung und letztlich mit Glück.

Google dich mal schlau unter dem Stichwort:„Modern Portfolio
Theory.“

Meist langfristig plandende konsverative institutionelle
Anleger (Banken, Lebensversicherungen), folgen meist dieser.

Das ist richtig, was auch einen grossen Teil des langfristigen Erfolges erkärt.

Hinter dem Schlagwort verbirgt sich aber nicht mehr als eine
alte Baunerregeln:
1\3 Hochrisiko-Kalkulation (Optionenshandel, Commodites,
Hedging);
1\3 Normalrisiko (normale Wertpapiere, Dax-Zeug, übliche
Fonds); 1\3 mega-konsvertiv (z.B. fest verzinsliche
Staatsanleihen, Edelmetalle). Das führt zu einer vertretbaren
Risikostreuung.

Das ist zu einfach ausgedrückt. Wenn das so wäre, hätte Herr Markowitz, von dem dieser Ansatz stammt, nicht den Nobelpreis dafür erhalten. Beschäftigt man sich näher mit diesem Thema, sieht man, das eine Menge know how dahinter steckt.

Gruss Roland

Gruß

A.

Das ist zu einfach ausgedrückt. Wenn das so wäre, hätte Herr
Markowitz, von dem dieser Ansatz stammt, nicht den Nobelpreis
dafür erhalten. Beschäftigt man sich näher mit diesem Thema,
sieht man, das eine Menge know how dahinter steckt.

Stimmt. Und zum besseren Verständnis noch ein Kink dazu

http://www.stockfortune.de/markowitz.html

Gruß Ivo