Zu dem spannenden Thema ein guter Artikel:
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel96783.php
z.B.:
„Die CDU hat sehr wenig Geld, zum Ausgleich aber auch keine funktionierende Führung und kein Thema außer der Frage, wer für sie den in der Verfassung nicht vorgesehenen Kanzlerkandidaten geben soll. Die FDP ist ohnehin keine richtige Partei, weil ihr der programmatische Überbau fast genauso fehlt wie der personelle Unterbau. Die Grünen endlich sind am ehesten so wie die SPD früher war – weniger an der Macht interessiert als an Nerven zerreißenden Debatten, ob man sie unbedingt haben muss. Allerdings waren die Grünen von Anfang nicht so sehr eine Partei wie eine Jugendbewegung, eine Bewegung, die jetzt mit dem Problem zurechtkommen muss, dass die alten Jungen grau geworden sind und neue Junge nicht hinzukommen.“
oder
„Niemand kann noch mitkommen bei dieser Beschleunigung, nicht einmal die Strucks und Münteferings in Berlin kriegen immer rechtzeitig mit, wenn ihr Kanzler und Parteivorsitzender nach einem Telefonat mit dem amerikanischen Präsidenten zu der Einsicht kommt, er müsse nun deutsche Soldaten in den Krieg entsenden. Bis der Ortsverein die neue Entwicklung mitbekommen, verdaut und kommentiert hat, ist in Berlin längst die nächste Entscheidung gefallen, welcher die Basis – wenn sie sich die Mühe noch macht – vielleicht mit einem Antrag für den Bundesparteitag entgegenwirkt, der aber im Zweifel keine Chance hat, über die Hürden der Antragskommission zu springen.“
Und fast am Schluss:
„Und vielleicht erkennt das Parteivolk umgekehrt, dass es keinen Sinn hat, immer nur im eigenen Saft zu köcheln – möglichst im Kreise der immer gleichen Parteifreunde, in der vertrauten Umgebung des eigenen Unterbezirks.“
So viel zur Bestätigigung der Krisenthese…
Ok, man liest sich 