Aktuelle Wirtschaftsfrage zu BWL und VWL

tu Dir selber einen Gefallen und lasse diese Diskussion sein.

Aha.

In den Zeitungen geht es heute ständig um Bonuszahlungen der
Banken, die ja jetzt wieder auf Gewinnkurs sind. Erst war es
Goldman Sachs, dann die Deutsche Bankd - oder google mal
„Bonuszahlungen“. Das Thema bewegt die Menschen gerade wenn es
um Banken geht.

Ja, aber was hat das denn mit der Größe der Unternehmen
zu tun von denen Du die ganze Zeit redest.

Das hatte ich doch geschrieben:

Chief Executive Pay Levels Linked To Company Size
Dow Jones Newswires
July 27, 2006
By Judith Burns
© 2006 Dow Jones & Company, Inc.

Size matters, according to a new academic study that finds the
big surge in chief executive pay in the U.S. is due mostly to
the growing size of U.S. companies.

http://w4.stern.nyu.edu/news/news.cfm?doc_id=6275

Du verstehst leider den Inhalt des Textes nicht. Das einzige
was dort gesagt wird ist, dass die Höhe der Bezahlung eines
CEO mit der Größe des Unternehmens zusammenhängt.Da steht
nichts von Bonuszahlungen und noch viel weniger davon, dass
man Unternehmen kauft um Bonuszahlungen zu erhöhen.

Erst argumentierst Du, dass in der freien Wirtschaft die Bonuszahlungen einen großen Teil des Gehalts ausmachen, und dann siehst Du den Zusammenhang zwischen größeren Unternehmen und höheren Einkommen inkl. Bonuszahlungen nicht?

Das ist

wirklich an den Haaren herbei gezogen. die Governance in
Unternehmen verlangen im Normalfall, dass Acquisitionen [über
einer bestimmten Summe] vom Board of Directors genehmigt
werden müssen. Glaubst Du allen ernstes, dass eine solche
Genehmigung ohne schlüssige Begründung erteilt wird?

Ich zitiere aus dem Papier:

„Researchers concluded that corporate governance is less of a factor, with boards that rubber-stamp pay hikes for mediocre CEOs boosting average executive compensation by no more than 10% to 20%.“

Keiner hat behauptet, dass es mit Absicht passiert. Aber es gibt auch niemanden, der das Ganze stoppt.

Dann fragen wir doch mal die Aktionäre, die das ganze
schliesslich mit ihrem Geld finanziert haben. Stand der Aktie
Mitte 2004: etwa €50. Stand heute: etwa €45. Die werden nicht
zufrieden sein.

Es haben 2001 und 2007 umfangreiche Aktiensplits
stattgefunden.

Darüber ist mir nichts bekannt. Ich habe hier nachgesehen:
http://www.finanzen.net/aktien/Porsche-Aktie@pkZeit_…

Zudem verändert ein Split ja nicht den Wert des Unternehmens, insofern werden die Daten bei finanzen.net schon stimmen. Aber von den Dividenden hatte ich abgesehen, die kämen noch drauf. Auch dann wäre die Porsche Aktie aber wohl kein tolles Investment gewesen.

p.s.: Hier noch ein Hinweis auf die Netiquette anläßlich
Deines Satzes „So einen Blödsinn habe ich lang nicht mehr
gelesen.“:

Sorry, aber hinterher glaubt noch jemand was Du schreibst,
daher meine in Deinen Augen drastische Wortwahl.

Wenn einem die Argumente, ausgehen dann wird halt provoziert. Das fing ja oben schon an (":tu Dir selber einen Gefallen und lasse diese Diskussion sein.") und geht jetzt im gleichen Ton so weiter. Ich werde Dich in Zukunft ignorieren, aber natürlich weiter hier bei wer-weiss-was.de schreiben. Die Leser dürfen gerne selber entscheiden, wem sie was glauben.

ciao,
Dirk

  1. Was an „relativ“ hast Du nicht verstanden? Wer sich im
    Abschwung relativ schwer nur Zugang zu Krediten verschaffen
    kann, hat es im Aufschwung dagegen relativ leicht.

Das stimmt schlicht und ergreifend nicht. Diesen Zusammenhang
gibt es weder bei einzelnen Unternehmen noch in Summe über
alle Unternehmen.

Und ob es diesen Zusammenhang gibt. Wenn sich Milton Friedman,
Friedrich von Hayek und John Maynard Keynes über eins einig
gewesen wären, dann über das: Kreditmärkte sind der Schlüssel
zu den Konjunkturzyklen. Kreditmärkte sind einer der
wesentlichen Bestimmungsgründe der Investitionen, und deren
Schwankungen verursachen die Konjunkturzyklen. Friedman sah
die monetären Störungen durch die Zentralbanken ausgelöst,
Hayek und Keynes durch endogene Instabilität der Finanzmärkte.

Was weiterhin nichts damit zu tun hat, ob ein Unternehmen während oder nach der Krise mehr oder weniger Kredite benötigt. Ich habe ehrlich gesagt keine Lust, elend lange Zeit zu investieren, um jemandem, der ohne Argumente zu liefern Thesen aufstellt, ungefragt das Kreditgeschäft zu erklären. Wenn es Dich interessiert und dabei den Eindruck vermittelst, tatsächlich etwas lernen zu wollen, denke ich darüber nach.

Solange belasse ich es mit dem Hinweis, daß Du Dir mal überlegen solltest, wofür Unternehmen in den verschiedenen Branchen Kredite brauchen und vor allem, welche Art von Krediten.

Nach meiner These ist es relativ schwer, sich in der Krise
neue Kredite zu besorgen, und danach relativ einfach.

Was weiterhin nicht stimmt.

Sprich:
der Zinssatz wird nach der Krise niedriger sein als vorher.
Die Zinsen werden durch die Zentralbanken vorgegeben

Du meinst wahrscheinlich die Leitzinsen.

und sind
die Grundlage für die Zinsen,

Grundlage prinzipiell schon, aber das ist kein Automatismus. Ein Umstand, den man den KI derzeit vorwirft.

http://research.stlouisfed.org/fred2/series/FEDFUNDS…

In jeder Rezession waren die Zinsen am Ende niedriger als vor
und während der Rezession.

Der Satz ist widersprüchlich.

„Im übrigen ist die Aussage an sich schon absurd, weil sie
kausale Zusammenhänge herstellt, wo keine sind.“

Wie erklärst Du dann die obige Graphik? Wenn es keinerlei
kausale Zusammenhänge gäbe, müsste es ja Zufall sein.

Nur weil es einen Zinssatz gibt, gibt es nicht zwangsläufig einen Kredit. Hilfreich wäre eine Aufstellung der normierten Kreditvolumina. Aber selbst dann wäre daraus kein Argument für Deine These abzuleiten, weil sie Kausalitäten für einzelne Unternehmen postuliert. Und das ist und bleibt falsch.

Mal ganz abgesehen davon, daß die Krise die verschiedenen Branchen und Unternehmen zu verschiedenen Zeitpunkten trifft - teilweise sogar hinsichtlich der Liquidität sogar gegenläufig.

Gruß
C.

Hallo,

Nun erkläre doch mal, warum die Unternehmen nach Ende der
Rezession nicht relativ einfach an neue Kredite kommen
sollten.

Das ist eigentlich eine meiner Fragen (als AP)

  1. Sie sind in der Kriese insolvent gegangen.
  2. Ihre Ausgangslage hat sich verschlechtert.
  3. Das es so weiter geht wie gehabt dürfen ruhig die (anwesenden) Experten glauben, ich kann es mir nicht vorstellen. Da leuchtet eine rote Alarmlampe in meinem Hirn. Und von Euch würde ich gerne wissen, wass auf der Lampe steht.
    ciao,
    Uwe P.

Verständnisfrage,

Size matters,

Du verstehst leider den Inhalt des Textes nicht. Das einzige
was dort gesagt wird ist, dass die Höhe der Bezahlung eines
CEO mit der Größe des Unternehmens zusammenhängt.

Warst nicht Du oben der Ansicht, das 80% der Führungskräfte (nicht nur im Bankenbereich) Boni bekommen (z.B. 30% Anteil vom Gehalt)? Sind dann die CEO ausgeschlossen ?

Da steht
nichts von Bonuszahlungen und noch viel weniger davon, dass
man Unternehmen kauft um Bonuszahlungen zu erhöhen. Das ist
wirklich an den Haaren herbei gezogen.

Dann müsste der Kommunismuss ja prächtig funktionieren, denn da denkt wie bei Deinem Argument auch niemand an sich selbst, sondern nur an die Gemeinschaft.
Auch wenn es nicht da steht, kann das ja trotzdem Leitmotiv in den Köpfen sein ?

die Governance in
Unternehmen verlangen im Normalfall, dass Acquisitionen [über
einer bestimmten Summe] vom Board of Directors genehmigt
werden müssen. Glaubst Du allen ernstes, dass eine solche
Genehmigung ohne schlüssige Begründung erteilt wird?

Sind die Board of Directors auch von den Boni ausgeschlossen ? Liest sich so bei Dir. Gibt es nicht Boni für Wachstum, und das wäre beispielsweise Acquisition ?

Cheers
Uwe P.

P.S. sollen wirklich Fragen sein.

Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort. Eigentlich möchte ich auf folgendes hinaus : Der Staat, der Privathaushalt, und auch die Firmen (so denn diese drei Begriffe es weitestgehend abdeken) verschulden sich zunehmend. Beim Staat ist es offensichtlich, beim privaten Bereich wohl ebenso. Die Sparquote mag hoch sein, aber am unteren Ende säuft alles ab. Und auch wer spart, kann sich verschulden. Mein Eindruck ist, dass es den Firmen nicht viel besser geht. Inzwischen habe ich hier gehört, dass dem wohl nicht so sei. Glauben kann ich das nicht so ganz. Firmen aus der heumatlichen Region sehen bei https://www.ebundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet? nicht so gesund aus, kann natürlich auch an der Region liegen. Aber wieso haben die grossen Autobauer durchweg erstmal 45 Mrd. Kredite an der Waffel ? Pro gebautes Auto zahlen die durchschnittlich 1.800€ zu. Wie wollen die da nach „cash is king“ kommen ? Irgendwie falsch abgebogen, denke ich. Also mal zu Deinen Zeilen,

… was kein Wunder ist. Wirtschaft will Geld und Banken
(gleich dem gebrannten Kind, das das Feuer scheut) wollen
nicht so rasend gern welches verborgen.

Verbrennen sich an der Herdplatte und greifen desjaöb nicht mehr in den Kühlschrank ?

Dazu kommt die
Tatsache, dass nicht so gern Geld verborgt wird, wenn die
Wirtschaftserwartung schlecht ist.

Schätze eher, die machen mit anderen Sachen (inzwischen und immer noch) mehr Profit (siehe enorme existierenden Geldmengen, die einfach nicht in Firma oder Privat kommen)

Ich kenn die historische Entwicklung der deutschen MWSt.-Sätze
nicht genau genug. Ausschaun tuts aber nach einer
schrittweisen Entwicklung, vielleicht folgend der Tatsache,
dass unter Umständen auch ein Staat ein lernendes Unternehmen
ist. Vielleicht auch ein Hinweis auf die Ansicht, dass der
Staatssektor per se immer größer wird (vgl.
Leviathan-Hypothese bei Hobbes).

Sollte diese Ansicht stimmen, dann bedeutet das doch, dass wir alle den Astrid Lindgrin Tod sterben werden: Mehr Steuern bezahlen, als wir verdienen.
Hast Du es nicht ein wenig genauer ? Wäre hilfreich.
Der Staat ein lernendes Unternehmen, indem er den Bürgern die Luft und die Freiheit und das Geld nimmt ?

  1. Was wäre passiert, hätte die Politik relativ früh die 19%
    MWSt. eingeführt ?

Das hängt von der Inzidenz ab. Soll heißen, in wie weit können
Wirtschaftsbetriebe Steuerlasten auf Endverbraucher
überwälzen. Das ist von Produkt zu Produkt (oder je nach
Sparte) unterschiedlich. Die Diskussion hat unter anderem
etwas mit Substitutionseffekten zu tun (führt aber hier zu
weit).

Mit verlaub, absoluter Quatsch. Mehrwertsteuer wird durch die Betriebe durchgereicht und kommt in voller Wucht beim Endverbraucher an. Wirtschaftsbetriebe haben damit überhaupt keine (ausser dem zeitlichen Verzögerungseffekt) Lasten oder Kosten. Bin weder BWLer noch VWLer, habe nur eine kleine Klitsche und die soll halt überleben. Daher das Interesse. Harakiri kann ich auch ohne äussere Hilfe machen.
Nochmal : Warum wurde die MWST in Stufen angehoben, belastet dass nicht die Bevölkerung (VWL) zunehmend so stark, dass das Gesamtsystem so geschwächt wird, dass die Dynamik vollends flöten geht ?
Nochmal : Warum machen wir das heute mit, und nicht am Anfang, als es das Wirtschaftswunder gab, wo man es doch hätte verkraften können ?
Nochmal : D zahlt heute 25% der Steuern nur, um die bestehenden Schuldlasten (ohne Tilgung) zu bezahlen. Sprich : 1/4 weniger Steuern wären möglich, hätten wir schon früher die heutige MWSt bezahlt.

  • Die Wirtschaft hätte man damit abgewürdt (und warum heute
    nicht ?)

Das - siehe oben - hängt von dieser Überwälzbarkeit ab. Wenn
die gegeben ist, zahlen du und ich die Rechnung (die 19%).
Wenn nicht, hätte es in der noch eher geschlossenen Wirtschaft
BRD einen Verdrängungswettbewerb gegeben. Ausgang spekulativ.

Ja, Staat oder Privatleute, schätze ich mal. Siehe oben.

  • Die Staatsverschuldung findet systembedingt immer statt.

Naja, wenn du Neoklassiker (aka Wirtschaftsliberaler) bist,
dann nicht. Dort steckt die Annahme dahinter, dass sich der
Markt am besten selber reguliert. Staatsverschuldung gibts nur
dann, wenn Staat Geld in die Hand nimmt und was-auch-immer
finanziert. Allerdings gibts historische Überschneidungen.

Deshalb mein Hinweis auf das Mittelalter, inzwischen haben wir es dunkel, blühend, und feucht.

Zudem ist die Verschuldungsdiskussion innerhalb der VWL quasi
eine ewige.

So genau wollte ich es eigenlich nicht wissen.

  1. Kann es sein, dass das System die Firmen immer weiter dazu
    drängt, Ergebnisse aus der Firma zu nehmen und diese damit
    anfällig für finanzielle Probleme zu machen (kein Polster) ?

Wenn du mit ‚System‘ ‚Marktwirtschaft‘ meinst, dann sehe ich
den Trend eher nicht.

Kannst Du das untermauern ? 56% mehr Firmenpleiten, Kreditklemme, Massenentlassungen, unsichtbar ?

  1. Was sind die fundamentellen Ursachen, weshalb sich gesunde
    Firmen zusehends in kranke Firmen wandeln ?

Auch diesen Trend sehe ich so nicht. Problematisch wegen
internationaler Wirtschaftsverflechtungen sind aufgrund der
Wirtschaftskrise wegbrechende Nachfragemärkte. Es lässt sich
aber nicht alles auf die Wirtschaftskrise schieben (wiewohl
das versucht wird).

Das ist eigentlich mein Thema. In D schleicht die Seuche und bekommt von aussen noch eins auf den Deckel. Und innen merkts keiner. Irgendwie komisch, oder ?

Und ein Unternehmen, das seit Jahren keine
Produktpolitik betreibt, würde ich sowieso nur sehr
eingeschränkt als ‚gesund‘ bezeichnen. Diesbezüglich geht mir
dann immer Steve McQueen (vgl. ‚Die Glorreichen Sieben‘) durch
den Kopf, der sagte: „Ich hatte mal einen Freund, der sprang
aus einem Hochhaus. Bei jedem Stockwerk, wo er vorbeikam,
sagte er zu sich: ‚Bis hierher gings gut.‘“

Danke für den Tip, werde ich gleich mal ausprobieren. Mal im Ernst, Denkst Du nicht, das da etwas gewaltig schief läuft, wenn jeder Bäcker (genau von dem sprichst Du) jede Woche ein neues Produkt erfinden muss, damit er überlebensfähig ist. Denkst Du nicht viel mehr, dass das „System“ so wie es ist, nicht überlebensfähig ist ? Und Dein Beispiel ist sehr gut. Wirkich. Jede Dekade (statt Stockwerk) ging es bisher gut. Aber der Druck erhöht sich so langsam. Irgend etwas läuft schief.
Es kann doch nicht Dein Ernst sein zu behaupten, ohne Innovation ist eine Firma tot. Das war Jahrzente lang, Jahrhunderte lang gesund. WIESO auf einmal nicht mehr ?
Hätte gerne eine Antwort, was hat sich geändert (und zu wessen Vorteil).

Vielen Dank,
Grüße
Uwe P.

Jetzt wird es ja immer bunter!

Erst argumentierst Du, dass in der freien Wirtschaft die
Bonuszahlungen einen großen Teil des Gehalts ausmachen, und
dann siehst Du den Zusammenhang zwischen größeren Unternehmen
und höheren Einkommen inkl. Bonuszahlungen nicht?

Ich versuche es noch einmal einfach zu erklären:

  1. Führungskräfte bekommen einen großen Teil ihres Gehaltes als Bonus ausgezahlt (in unserem mit 120.000 Mitarbeitern sind das 50%)

  2. Große Unternehmen zahlen im Normalfall höhere Gehälter, da sie glauben, sie würden damit die besten Führungskräfte bekommen (so steht es auch in Deinem Artikel). Sie glauben auch, dass sie die besten Leute verdienen.

  3. Der Bonus der Führungskräfte bleibt bei steigendem Gehalt aber relativ gleich (hier angenommene 50%), absolut steigt der Bonus natürlich mit steigendem Gehalt.

  4. Nirgendwo wird darauf verwiesen und es dürfte auch in der Praxis nicht vorkommen, dass Akquisitionen von anderen Unterehmen zur Bonusverbesserung verwendet werden. Es sei denn es steht in der individuellen Zielvereinbarung der Führungskraft. So zum Beispiel bei mir. Aber es ist ja auch explizit mein Job dies zu tun.

Das ist

wirklich an den Haaren herbei gezogen. die Governance in
Unternehmen verlangen im Normalfall, dass Acquisitionen [über
einer bestimmten Summe] vom Board of Directors genehmigt
werden müssen. Glaubst Du allen ernstes, dass eine solche
Genehmigung ohne schlüssige Begründung erteilt wird?

Ich zitiere aus dem Papier:

„Researchers concluded that corporate governance is less of a
factor, with boards that rubber-stamp pay hikes for mediocre
CEOs boosting average executive compensation by no more than
10% to 20%.“

Wenn Du jetzt noch wüsstest was die Corporate Governance wären und beeinhalten, würdest Du wissen, dass es bei dem zitierten Satz darum geht, dass Aufsichtsräte gerne ohne vernünftige Begründung CEO Gehälter abnicken und man sich dabei nicht immer an alle formalen Prinzipien hält.

Da Du offenbar kein Verständnis von unternehmerischen Entscheidungen hast, hier einmal ein kleiner Exkurs:

  1. Ein kleines Unternehmen kann per se nicht die gleichen Gehälter wie ein großes zahlen. Bei 10 Mio Umsatz und einer 20-30% Gross Margin kann ich dem CEO keine 2 Mio Gehalt zahlen, weil mir dann alle Luft für Investitionen fehlt(Achtung: Sehr vereinfacht dargestellt).

  2. Ein großes Unternehmen kann das aber allein durch seine schiere Umsatzgröße und damit im Normalfall auch Profithöhe (weil dort 2M€ einfach ein verschwindener %satz ist, wir kaufen alleine bei Lufthansa Flüge im Wert von 270Mio€ ein, trotz massiver Rabatte, wen interessieren da 2M€ mehr oder weniger für einen CEO).

  3. Kein Unternehmen kauft Unternehmen nur um größer zu werden. Größe an sich ist kein Unternehmenszweck. Größe ist hilfreich um in neue Märkte einzutreten, Risiken in verschiedenartigen Geschäften abzufedern (hier eigentlich Diversifikation), um Konjunkturdellen abzufedern aber ganz sicher nicht weil man groß sein und seinen Bonus erhöhen möchte. M&A (Mergers & Acquisitions) dient immer einem geschäftlichen Sinn. Wenn Du verstündest was es für ein Risiko bedeutet ein anderes Unternehmen zu kaufen, wüßtest Du das dies keiner macht, nur um seinen Bonus zu beeinflussen. Unternehmenskäufe sind so ziemlich das risikoreichste Geschäft das man als Unternehmer eingehen kann. Schau Dir doch nur Daimler mit Chrysler an, Fr. Schäffler und Conti, genau so wie Dein geliebtes Beispiel Porsche und VW. Deutlich mehr als 50% aller Unternehmenskäufe vernichten Wert und sind damit Bonus senkend, also genau das Gegenteil von dem was Du denkst.

  4. Aufsichtsräte sind diejenigen, die laut Corporate Governance im Regelfall Übernahmen genehmigen müssen. Diese sind den Eigentümern verpflichtet und Rechenschaft schuldig. Die Eigentümer werden im Normalfall von Banken oder Investmentgesellschaften vertreten. Du wirst es nicht glauben, aber die haben kein Interesse daran dem Vorstand seinen Bonus zu maximieren, sondern den Wert ihres Investments und nichts anderes. Wenn der Vorstand der Maxime nicht folgt, war er längste Zeit Vorstand. Das er dann mit einem goldenen Fallschirm abspringt ist eine andere Diskussion die aber hier nichts zu suchen hat.

Zudem verändert ein Split ja nicht den Wert des Unternehmens,
insofern werden die Daten bei finanzen.net schon stimmen. Aber
von den Dividenden hatte ich abgesehen, die kämen noch drauf.
Auch dann wäre die Porsche Aktie aber wohl kein tolles
Investment gewesen.

Das ist alleine schon mathematisch interessant. Rechnen wir mal nach:

Du sagt das 2004 der Kurs bei 50€ lag und heute bei 45€. Nehmen wir vereinfachend an, dass 2007 ein Split 1:10 stattgefunden hat. Dann wäre die Marktkapitalisierung (und bei gelisteten Unternehmen ist das der Unternehmenswert egal was Du bei einer DCF Bewertung rausbekommst) bei angenommenen 10.000.000 Aktien in 2004 500.000.000€ und nach Split in 2009 dann mit 100.000.000 Aktien 45.000.000.000€.
Hmm, ich würde schon sagen, dass der Wert des Unternehmens ein anderer ist. Ob berechtigt oder nicht ist hier nicht massgeblich.

Ich werde Dich in Zukunft ignorieren, aber
natürlich weiter hier bei wer-weiss-was.de schreiben.

Das steht Dir völlig frei.

Die Leser dürfen gerne selber entscheiden, wem sie was glauben.

Darauf baue ich auch schon die ganze Zeit, aber ich kann Deinen Quatsch einfach nicht unkommentiert lassen.

So long
C.

Hallo,

Warst nicht Du oben der Ansicht, das 80% der Führungskräfte
(nicht nur im Bankenbereich) Boni bekommen (z.B. 30% Anteil
vom Gehalt)? Sind dann die CEO ausgeschlossen ?

Das habe ich hoffentlich ausführlich in meiner Antwort an Dirk dargelegt.

Da steht
nichts von Bonuszahlungen und noch viel weniger davon, dass
man Unternehmen kauft um Bonuszahlungen zu erhöhen. Das ist
wirklich an den Haaren herbei gezogen.

Dann müsste der Kommunismuss ja prächtig funktionieren, denn
da denkt wie bei Deinem Argument auch niemand an sich selbst,
sondern nur an die Gemeinschaft.
Auch wenn es nicht da steht, kann das ja trotzdem Leitmotiv in
den Köpfen sein ?

Nein, der schiere Umasatz ist keine Bewertungsrelevante Größe für Boni. Sollte ein Unternehmen übernommen werden, dann ist diese Maßnahme entweder bereits in der Planung (die Grundlage für die Bonuszahlungen sind) bereits enthalten, oder wird nachträglich rausgerechnet, wenn es sich um eine Opportunität handelt die im Jahresverlauf aufgetaucht ist. Externes Wachstum ist entweder ein Ziel an sich oder ist bewertungsneutral. Durch Zukäufe seinen Bonus zu beeinflussen ist einfach absurd und so offensichtlich das sogar der schlafende BR-Vertreter im AR darauf kommt.

die Governance in
Unternehmen verlangen im Normalfall, dass Acquisitionen [über
einer bestimmten Summe] vom Board of Directors genehmigt
werden müssen. Glaubst Du allen ernstes, dass eine solche
Genehmigung ohne schlüssige Begründung erteilt wird?

Sind die Board of Directors auch von den Boni ausgeschlossen ?
Liest sich so bei Dir. Gibt es nicht Boni für Wachstum, und
das wäre beispielsweise Acquisition ?

Ja, es gibt Bonu für Wachstum, dann sind diese Wachstumsmassnahmen aber als eigene Ziele definiert und damit natürlich integraler Bestandteil der Bewertung und Zielerreichung. Der Fall, dass ein CEO im Juni sagt; „Oh, wenn ich noch 500 M€ Umsatz kaufe dann bekomme ich 5M€ mehr Bonus. Na dann geh ich mal auf Shoppingtour“, wird es nur in der Phantasie verklärter linker geben. So funktionieren Unternehmen nicht.

P.S. sollen wirklich Fragen sein.

Das sollten wirklich Antworten sein.

Gruß
C.

Eins noch,

Darüber ist mir nichts bekannt. Ich habe hier nachgesehen:
http://www.finanzen.net/aktien/Porsche-Aktie@pkZeit_…

Das wundert mich ja nicht, ich gebe Dir dafür ein http://lmgtfy.com/?q=porsche+aktiensplit Etwas research hilft dabei. Und wenn Du auf einer Plattform suchst, deren älteste Nachricht von mitte 2008 ist, wirst Du schwerlich etwas interessantes finden. Auch reseachen will gelernt sein.

Ich werde Dich in Zukunft ignorieren,

So machen es viele die merken, dass sie auf dem falschen Dampfer sind.

So long
C.

P.S. Sorry Christian, ich muss einfach jedes mal wieder antworten, aber es sieht ja so aus, als wenn es hier endet.