Akupunktur

Hallo Wissende,

ich ziehe seit zwei Monaten etwa mit Schulterproblemen herum- die üblichen Behandlungsmethoden schlagen nicht an bzw. bringen nur temporär Besserung (Cortison hat eine Weile die Schmerzen gestoppt).

Jetzt war ich damit beim Orthopäden, der letztlich auch mit Cortison weitermachen will, wenn seine Einrenkerei nicht den gewünschten Erfolg bringt. Er ist aber auch in Akupunktur bewandert, und zwar nennt sich das FATCM, und er hat da ein B-Diplom aushängen im Wartezimmer seiner Praxis. Kann das helfen bei dererlei Beschwerden? Ich frage mal hier vorab, weil man das schließlich selbst bezahlen muss und da wüsste ich schon gerne von ein paar Leuten mehr, auf was ich mich einlasse bzw. auf was ihc mich einstellen muss.

Danke im voraus,

Gruß

Wilfried

Moin

Kann das helfen bei dererlei Beschwerden?

Ja, aber es ist wahrscheinlich eine Frage des Glaubens:

Ich will nix sagen gegen Akupunktur, aber ich letzte Studie zu dem Thema hat mich nachdenklich gemacht:

Man hat 3 Gruppen (alles langzeit/chronische schmerz-Patienten) gebildet und unterschiedlich behandelt:
eine mit konventionellen Methoden, eine mit echter Fernöstlicher Akupunktur und eine mit Akupunktur nach frei erfundenen Regeln.

Die frei erfundenen Regeln haben am besten gewirkt, dicht gefolgt von der echten Akupunktur. Die konventionellen Methoden hatten ±halb soviel Erfolg wie die 2 Akupunktur-Varianten.

Also: ja es hilft, auch wenn der Mann nicht soviel Ahnung davon haben sollte. Aber wieso weiss immernoch keiner.

cu

Hi Wilfried,

im Unterschied zu pumpkin halte ich die Wirkung von Akupunktur nicht für eine Glaubensfrage. Denn es ist noch nicht geklärt, warum die absichtlich daneben gestochene Pseudo-Akupunktur mehr gebracht hat als die allopathische Behandlung. Also soweit das nicht weiter erforscht ist und ich gleichzeitig von solchen Sachen wie Anästhesie unter Akupunktur höre, denke ich, Akupunktur ist eine wirkungsvolle Medizin.

Aber jetzt mal zu Deiner Fragestellung. Ich leide jetzt seit drei Jahren nach einem Reitunfall unter Rückenschmerzen gegen die bis jetzt noch nichts geholfen hat (Krankengymnastik, Cortisonspritze, Feldenkrais) Eine CT-Aufnahme zeigte einen leichten Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich.

Meine Orthopädin hat mir Ende letzten Jahres Akupunktur verschrieben und ihr Praxiskollege (mit B-Diplom) hat mir über zehn Sitzungen die Nadeln verpasst. Leider hat mir die Akupunktur überhaupt nichts gebracht. Sie hatte schlicht keine Wirkung. Er sagte zwar, die könne noch bis zu vier Wochen nach der Behandlung eintreten, aber daran nun glaube ich nicht mehr. Meinen nächsten Termin mit der Orthopädin habe ich Ende Januar. Mal sehen, was sie mir dazu zu sagen hat.

Nun weiß ich nicht, ob es daran liegt, dass für mein Krankheitsbild Akupunktur nicht das richtige ist oder ob der Arzt kein begnadeter Stecher ist (entschuldige diese doppeldeutige Wortwahl…), ich weiß es nicht. Aber ich bin enttäuscht und hatte mir mehr von der Akupunktur (von der ich ja überzeugt bin s.o.) erwartet.

Liebe Grüße
Burkhard

Hallo Burkhard,

vielen Dank für deine Ausführungen! Eines würde mich noch interessieren. Du schreibst:

Meine Orthopädin hat mir Ende letzten Jahres Akupunktur
verschrieben

Was heißt das nun- heißt das, dass du nix hast bezahlen müssen für die Behandlung? Erstaunlich, dass du einen weiblichen Orthopäden hast. Habe ich glaube ich noch nirgends gesehen.

Die doppeldeutige Wortwahl (Stecher) sei dir natürlich verziehen *g*.

Viele Grüße

Wilfried

Lieber Wilfried,

Was heißt das nun- heißt das, dass du nix hast bezahlen müssen
für die Behandlung?

Doch schon! (bzw. ich warte noch auf die Rechnung) Die Krankenkassen haben gerade eine Versuchsreihe laufen, bei der es um Akupunktur bei verschiedenen Krankheitsbildern geht. D.h. die Ärzte verschreiben es, aber man muss zuzahlen. Wieviel man zuzahlen muss, ist von der Krankenkasse abhängig. Die AOK bezahlt 6 Sitzungen ganz, die DAK (bei der ich bin) bezahlt 10 Sitzungen, aber man muss zuzahlen. Das läuft unter dem Strich auf ähnliches hinaus.
Je besser die Ausbildung des Nadlers ist, desto mehr muss man als Patient zahlen. Es gibt wohl -wenn ich das richtig verstanden habe- zwei verschiedene Diplome, die nach Anzahl der Unterrichtsstunden erteilt werden. Das bessere Diplom berechtigt den Arzt, sich mehr zuzahlen zu lassen.

Da ich die Rechnung noch nicht habe, weiss ich nicht genau wieviel, aber mir ist so, als hätte meine Ärztin gesagt, es seien etwa 10 Euro pro Sitzung. (Der hat das bessere Diplom, das andere wären m.W. 5 Euro)

Erstaunlich, dass du einen weiblichen

Orthopäden hast.

Es ist auch keine Orthopädin im eigentlich Sinn, sondern eine Fachärztin für Rehabilitative Medizin oder so ähnlich. Aber sie hat Ahnung und das ist für mich das Entscheidende.

Liebe Grüße
Burkhard

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Hallo Burkhard,

Was heißt das nun- heißt das, dass du nix hast bezahlen müssen
für die Behandlung?

Doch schon!

Dacht ich mirs schon :wink:.

Die AOK bezahlt 6 Sitzungen ganz, die DAK (bei der ich bin)
bezahlt 10 Sitzungen, aber man muss zuzahlen. Das läuft unter
dem Strich auf ähnliches hinaus.

Ich bin auch bei der DAK, dann weiß ich ja Bescheid, gutes Info, gibt’n Bewertungspunkt.

Je besser die Ausbildung des Nadlers ist, desto mehr muss man
als Patient zahlen. Es gibt wohl -wenn ich das richtig
verstanden habe- zwei verschiedene Diplome, die nach Anzahl
der Unterrichtsstunden erteilt werden. Das bessere Diplom
berechtigt den Arzt, sich mehr zuzahlen zu lassen.

Da ich die Rechnung noch nicht habe, weiss ich nicht genau
wieviel, aber mir ist so, als hätte meine Ärztin gesagt, es
seien etwa 10 Euro pro Sitzung. (Der hat das bessere Diplom,
das andere wären m.W. 5 Euro)

Na ja, ist nichit umsonst, aber immerhin finanzierbar (im Vergleich zu Psychotherapie z.B.).

Viele Grüße

Wilfried

Es wäre evtl einen Versuch wert, erstmal einen Osteopathen zu besuchen. Wird zwar auch von fast keiner Kasse getragen, aber ein guter Osteopath kann da wirklich sehr viel wieder einrenken. Und sucht auch nach der Ursache des Problems - soll heissen, theoretisch kannst Du Schmerzen im Fuß haben, das Problem ist aber zB das Becken.
Ich glaube, die meisten Orthopäden sind halt so anders geschult, daß sie den Körper nicht so ‚holistisch‘ behandeln wie ein Osteopath, und daher evtl das Ursprungsproblem übersehen.

Zu Akupunktur kann ich Dir leider nichts sagen.

Ich selbst hatte etwas, das sich wie ein eingeklemmter Nerv im linken Bein anfühlte. Irgendwann bin ich dann aus Zufall (weil wegen eines anderen Problems) bei nem sehr guten Osteopathen gelandet, und der erklärte mir, mein Becken sei schief (wobei es hier um nen Bruchteil eines Millimeters geht). Aber dadurch wird natürlich vieles andere auch schief! Er meinte, das kann nur durch einen schweren Sturz passieren. Mir fiel aber nichts in der Art ein. Bis ich mich eines Tages daran erinnerte, wie ich 12 Jahre vorher von nem Pferd gefallen war - und mit einer unglaublichen Wucht auf dem Ar*** landete, sodaß es sich anfühlte, als habe sich meine Wirbelsäule gerade extrem zusammengestaucht. Na, ich werde ja nun nicht genau mit der Mitte meines Hinterns auf der Erde angekommen sein - bei solcher Wucht also absolut kein Wunder, daß sich da was verschoben hatte. Und es dauerte halt 10 Jahre, bevor ich die Folgen dieses Sturzes spürte.

Sorry, etwas lang, my apologies.
Gruß, Isabel

Hallo Isabel,

Es wäre evtl einen Versuch wert, erstmal einen Osteopathen zu
besuchen. Wird zwar auch von fast keiner Kasse getragen, aber
ein guter Osteopath kann da wirklich sehr viel wieder
einrenken. Und sucht auch nach der Ursache des Problems - soll
heissen, theoretisch kannst Du Schmerzen im Fuß haben, das
Problem ist aber zB das Becken.

Ja, das ist mir schon bekannt. Mein Orthopäde hat sich auch nicht als erstes meine Schulter, sondern meinen Rücken angeschaut…

Ich glaube, die meisten Orthopäden sind halt so anders
geschult, daß sie den Körper nicht so ‚holistisch‘ behandeln
wie ein Osteopath, und daher evtl das Ursprungsproblem
übersehen.

Das kann ich nicht beurteilen.

Zu Akupunktur kann ich Dir leider nichts sagen.

Macht nix, dein Posting ist mir trotzdem hilfreich.

Ich selbst hatte etwas, das sich wie ein eingeklemmter Nerv im
linken Bein anfühlte. Irgendwann bin ich dann aus Zufall (weil
wegen eines anderen Problems) bei nem sehr guten Osteopathen
gelandet, und der erklärte mir, mein Becken sei schief (wobei
es hier um nen Bruchteil eines Millimeters geht). Aber dadurch
wird natürlich vieles andere auch schief! Er meinte, das kann
nur durch einen schweren Sturz passieren. Mir fiel aber nichts
in der Art ein. Bis ich mich eines Tages daran erinnerte, wie
ich 12 Jahre vorher von nem Pferd gefallen war - und mit einer
unglaublichen Wucht auf dem Ar*** landete, sodaß es sich
anfühlte, als habe sich meine Wirbelsäule gerade extrem
zusammengestaucht. Na, ich werde ja nun nicht genau mit der
Mitte meines Hinterns auf der Erde angekommen sein - bei
solcher Wucht also absolut kein Wunder, daß sich da was
verschoben hatte. Und es dauerte halt 10 Jahre, bevor ich die
Folgen dieses Sturzes spürte.

Sorry, etwas lang, my apologies.

Kein Grund, dich zu entschuldigen, ist doch eine passende Geschichte hierzu, wenngleich sie auch leider eine etwas schmerzhafte ist. Hoffe, du kommst damit jetzt besser klar!

Gruß

Wilfried