ich schreibe gerade eine Arbeit über das griechische Theater. Dabei geht es mir auch um die Frage nach der exzellenten Akustik. Wird auf dem Orchestra (Mittelpunkt) gesprochen, kann man es in der letzten Sitzreihe 60 Meter entfernt so gut hören, als wenn der Redner vor einem steht. Wie ist das möglich.
ich bin leider auf diesem Gebiet keine Ahnung (akustik von Räumen), aber prinzipiell ist es kein Thema. Wenn Du jemals in Kalkar im Kühlturm warst, wirst Du Dich wundern, wie laut wir sind. In jeder Bahnhofshalle ohne Blumen / Teppiche etc. aber mit harten Wänden/Decken/Böden erschallt ein leises Wort viele male durch den ganzen Raum.
Die Kunst ist nun, dafür zu sorgen, dass Schall der Zuschauer und Störgeräusche recht gut gedämmt, der Schall der Protagonisten dagegen sehr gut verteilt wird.
Hi Mo.
Zwei raffinierte Tricks haben die griechen angewendet. Einer beruht auf Reflexion, der andere auf Resonanz.
Die Theater wurden so gebaut, daß die Schallwellen, die vom Redner ausgehen, sich an den Steinwänden reflektieren und beim Zuhörer so überlagern, daß er ein lauteres Signal wahrnimmt als wenn jetzt auf offenem Felde der Redner 60m weit weg wäre. Das ist wegen der Symmetrie des Theaters nur im Mittelpunkt möglich.
Der andere Trick: Man hat Tongefäße aufgestellt, die in verschiedenen Frequenzen gestimmt waren. Die haben beim Reden mitgeschwungen und als analoge Verstärker funktioniert.
Hoffe ich konnte dir weiterhelfen, wenn ich auch keinen Link oder Quelle habe.
mr.elan
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