Hallo Sonja,
das Produkt der Akzenta AG ist nicht ganz einfach. Ich selber vertreibe es (noch) nicht.
Aber ich habe mich im letzten Jahr mit dem Angebot befaßt, und konnte keine wesentlichen Nachteile finden.
Im Jahr 2003 gab es zwei Beteiligungsmöglichkeiten.
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Eine Akzenta-Umsatzbeteiligung aus einem Produktkauf oder ein anderes Rechtsgeschäft im Gegenwert von mindestens 5 000,-- €. Ist der Verkäufer ein Akzenta Aktivpartner, kann er die Umsatzbeteiligung als Werbemaßnahme einsetzen. Der Kunde zahlt auser dem Kaufpreis für das Produkt nichts. Das Risiko für den Kunden ist also null.
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Eine Impuls-Umsatzbeteiligung. Der Interessent zahlt an die Akzenta einen Betrag zwischen 700,-- € und 3.500,-- € zzgl. Mehrwertsteuer, und erhält dafür eine Anwartschaft je nach Höhe des Betrages zwischen 5 000,-- € und 25 000,-- €. Das Risiko für den Kunden ist der Totalverlustes seines eingesetzten Kapitals. Allerdings weiß ich derzeit nicht, ob es die Impuls-Umsatzbeteiligung noch gibt.
Die Akzenta AG besteht seit 1999, und hat seit diesem Jahr eine beachtliches Umsatzwachstum gehabt. Sollte dieses Umsatzwachstum so weiter gehen, erfolgt die Auszahlung tatsächlich innerhalb Deiner genannten 10 Jahre. Sollte es ein geringeres Wachstum geben, erfolgt Die komplette Auszahlung eben ein paar Jahre später. (Vorausgesetzt die Akzenta AG geht nicht Pleite)
Laut Prospekt ist die Akzenta AG vertraglich verpflichtet, 72 Prozent sämtlicher Einnahmen (Umsatz) an die Vertragspartner und Kunden in vierzehntägigem Rhytmus auszuschütten.
Die Einnahmen bestehen im wesentlichen aus
- Provisionen von Aktivpartnern
- Provisionen für Kundenvermittlung
- Gebühren für Verkaufsschulungen und Seminare
- Software-Entwicklung
- Mieteinnahmen
- Zinsen, Dividenden, sonstige Geldanlagen
- Unternehmensbeteiligungen und Tochterfirmen
Bei der letzten Einnahmequelle sollen Sie aber auch schon einmal Verluste gemacht haben.
Für ein weiteres Wachstum, zumindest bis zu einer gewissen Größe, spricht der Einsatz der Umsatzbeteiligung als Marketing-Instrument. Denn der Kunde, der einmal ein Produkt mit einer Umsatzbeteiligung erworben hat, und der mitbekommt dass die Rückflüsse funktionieren, wird in den meisten Fällen den nächsten Kauf wiederum mit einer Umsatzbeteiligung abschließen. Und soweit mir bekannt ist funktionieren die Rückflüsse aus der Umsatzbeteiligung bisher ganz gut.
Mein Fazit: Jemand, der die Chance nutzen möchte, bei einem Kauf den kompletten Kaufpreis, oder einen Teil des Kaufpreises innerhalb der nächsten 10-15 Jahre wieder zu bekommen, kann durchaus eine Umsatzbeteiligung abschließen.
Der Kunde, der nichts anschaffen will, aber eine Umsatzbeteiligung über eine Impuls-Umsatzbeteiligung eingehen will, sollte auch mit einem Totalverlust seines eingesetzten Kapitals leben können. Ich halte dies derzeit zwar für unwahrscheinlich, aber der Kunde sollte über das bestehende Risiko aufgeklärt werden.
Irgendwann wird das System meines erachtens an seine Grenzen stoßen, und die Rückflüsse werden erst nach längeren Zeiträumen (vielleicht 20-30 Jahre) erfolgen können. Bis dahin ist aber noch etwas Potential nach oben vorhanden.
Einige Berichte gibt es auf der folgenden Seite:
http://www.ciao.com/Akzenta_AG__695733/TabId/2
Die Homepage, die allerding nur bedingt informativ ist, findet man unter:
http://akzenta.ag/
Auch im Forumsarchiv findet man ein paar Äußerungen, die allerdings meines Erachtens nicht unbedingt hilfreich sind:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/searcharch…
Der DFI-Gerlach Report hat schon einiges zu der Akzenta AG geschrieben.
Finanztest (10/2002) konnten nichts negatives beim Einsatz der Umsatzbeteiligung für Werbezwecke finden.
Ich hoffe es hilft etwas,
Schöne Grüße,
Michael
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