Akzenta AG Rosenheim - kennt die jemand?

Hallo Ihr Lieben,

ich arbeite nebenher bei einer Finanzberatung/Anlageberatung. Die hat nun die Akzenta ins Programm geholt. Da werden bei minimalem Einsatz (z. B. 435 Euro einmalig) große Auszahlungen angepriesen (also nach 10 Jahren mit genannter Einzahlung 5.000 Euro Auszahlung). Generiert werden diese Beträge aus Umsatzbeteiligungen an diversen Unternehmen etc. Also ist man nicht am GEWINN beteiligt, sondern am UMSATZ (den gibts ja immer, auch bei roten Zahlen). Ich bin da immer noch skeptisch und wollte mal fragen, wer von Euch dieses Unternehmen kennt und welche Erfahrungen Ihr gemacht habt!

Liebe Grüße,
Sonja

Hi Sonja,

ein Kunde wollte mir mal was von denen andrehen. Ich hab dann mal ein bisserl gegoogelt und bin zur Erkenntnis gekommen dass es sich um ein MLM-Schneeballsystem handelt das nicht funktionieren KANN. Wer anderer Meinung ist möge mich eines Besseren belehren.

Hier noch eine URL dazu: http://finanzen.focus.msn.de/D/DA/DAG/DAG02/DAG02E/d…

bye
Rolf

Hallo Sonja,

das Produkt der Akzenta AG ist nicht ganz einfach. Ich selber vertreibe es (noch) nicht.

Aber ich habe mich im letzten Jahr mit dem Angebot befaßt, und konnte keine wesentlichen Nachteile finden.

Im Jahr 2003 gab es zwei Beteiligungsmöglichkeiten.

  1. Eine Akzenta-Umsatzbeteiligung aus einem Produktkauf oder ein anderes Rechtsgeschäft im Gegenwert von mindestens 5 000,-- €. Ist der Verkäufer ein Akzenta Aktivpartner, kann er die Umsatzbeteiligung als Werbemaßnahme einsetzen. Der Kunde zahlt auser dem Kaufpreis für das Produkt nichts. Das Risiko für den Kunden ist also null.

  2. Eine Impuls-Umsatzbeteiligung. Der Interessent zahlt an die Akzenta einen Betrag zwischen 700,-- € und 3.500,-- € zzgl. Mehrwertsteuer, und erhält dafür eine Anwartschaft je nach Höhe des Betrages zwischen 5 000,-- € und 25 000,-- €. Das Risiko für den Kunden ist der Totalverlustes seines eingesetzten Kapitals. Allerdings weiß ich derzeit nicht, ob es die Impuls-Umsatzbeteiligung noch gibt.

Die Akzenta AG besteht seit 1999, und hat seit diesem Jahr eine beachtliches Umsatzwachstum gehabt. Sollte dieses Umsatzwachstum so weiter gehen, erfolgt die Auszahlung tatsächlich innerhalb Deiner genannten 10 Jahre. Sollte es ein geringeres Wachstum geben, erfolgt Die komplette Auszahlung eben ein paar Jahre später. (Vorausgesetzt die Akzenta AG geht nicht Pleite)

Laut Prospekt ist die Akzenta AG vertraglich verpflichtet, 72 Prozent sämtlicher Einnahmen (Umsatz) an die Vertragspartner und Kunden in vierzehntägigem Rhytmus auszuschütten.

Die Einnahmen bestehen im wesentlichen aus

  • Provisionen von Aktivpartnern
  • Provisionen für Kundenvermittlung
  • Gebühren für Verkaufsschulungen und Seminare
  • Software-Entwicklung
  • Mieteinnahmen
  • Zinsen, Dividenden, sonstige Geldanlagen
  • Unternehmensbeteiligungen und Tochterfirmen

Bei der letzten Einnahmequelle sollen Sie aber auch schon einmal Verluste gemacht haben.

Für ein weiteres Wachstum, zumindest bis zu einer gewissen Größe, spricht der Einsatz der Umsatzbeteiligung als Marketing-Instrument. Denn der Kunde, der einmal ein Produkt mit einer Umsatzbeteiligung erworben hat, und der mitbekommt dass die Rückflüsse funktionieren, wird in den meisten Fällen den nächsten Kauf wiederum mit einer Umsatzbeteiligung abschließen. Und soweit mir bekannt ist funktionieren die Rückflüsse aus der Umsatzbeteiligung bisher ganz gut.

Mein Fazit: Jemand, der die Chance nutzen möchte, bei einem Kauf den kompletten Kaufpreis, oder einen Teil des Kaufpreises innerhalb der nächsten 10-15 Jahre wieder zu bekommen, kann durchaus eine Umsatzbeteiligung abschließen.

Der Kunde, der nichts anschaffen will, aber eine Umsatzbeteiligung über eine Impuls-Umsatzbeteiligung eingehen will, sollte auch mit einem Totalverlust seines eingesetzten Kapitals leben können. Ich halte dies derzeit zwar für unwahrscheinlich, aber der Kunde sollte über das bestehende Risiko aufgeklärt werden.

Irgendwann wird das System meines erachtens an seine Grenzen stoßen, und die Rückflüsse werden erst nach längeren Zeiträumen (vielleicht 20-30 Jahre) erfolgen können. Bis dahin ist aber noch etwas Potential nach oben vorhanden.

Einige Berichte gibt es auf der folgenden Seite:

http://www.ciao.com/Akzenta_AG__695733/TabId/2

Die Homepage, die allerding nur bedingt informativ ist, findet man unter:

http://akzenta.ag/

Auch im Forumsarchiv findet man ein paar Äußerungen, die allerdings meines Erachtens nicht unbedingt hilfreich sind:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/searcharch…

Der DFI-Gerlach Report hat schon einiges zu der Akzenta AG geschrieben.

Finanztest (10/2002) konnten nichts negatives beim Einsatz der Umsatzbeteiligung für Werbezwecke finden.

Ich hoffe es hilft etwas,

Schöne Grüße,

Michael

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Hi,

Finanztest (10/2002) konnten nichts negatives beim Einsatz der
Umsatzbeteiligung für Werbezwecke finden.

das ist seltsam. Finanztest hat schon mehrfach vor Akzenta gewarnt, zuletzt im Juli 2003:
http://www.anlageschutzarchiv.de/inhalt.php3?id_nr=4287

Die Artikel ini der Übersicht:
http://www.anlageschutzarchiv.de/auswertung.php

Gruß,
Christian

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wieder Hi,

Finanztest (10/2002) konnten nichts negatives beim Einsatz der
Umsatzbeteiligung für Werbezwecke finden.

das ist seltsam. Finanztest hat schon mehrfach vor Akzenta
gewarnt, zuletzt im Juli 2003:
http://www.anlageschutzarchiv.de/inhalt.php3?id_nr=4287

Ende 2000 meldete in Bregenz die Fa. VT GmbH Konkurs an, die Beteiligungen an der Fa. EACC vermittelt hatte. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass der verantwortliche Inhaber der Fa. EACC, Herr Ilan Arbel, die Kundengelder komplett veruntreut hat. Seit kurzem erhalten die EACC-Anleger Post von ihrem damaligen Vermittler, der eine Beteiligung an der Akzenta AG anbietet und dabei von einer „Lösungsmöglichkeit“ spricht, den Schaden wieder gutzumachen. Den Anlegern ist dringend geraten, sich auf den Vorschlag nicht einzulassen.

Ich glaube das Problem ist in diesem Fall nicht die Akzenta, sondern der Vertrieb. Selbst wenn Sie Bausparverträge anbieten würden, ist von diesen Vermittlern abzuraten.

Die Artikel ini der Übersicht:
http://www.anlageschutzarchiv.de/auswertung.php

Diese Artikel sind sicherlich vorhanden. Sie behandeln aber alle die Beteiligung, die 2003 als Impuls-Beteiligung bezeichnet wurde. Das dabei ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich ist, habe ich bereits gesagt.

Beachtung sollten auch die Stellungnahmen der Akzenta AG finden, dort wird auch einiges zu den Produkten genannt.

Grüße, Michael