Umlaute - Akzente - diakritische Zeichen
Geschichte der Umlaute: ä = ae; ö = oe; ü = ue;
Frage aus Anlaß eines älteren Textes eben im TV, wo das e über dem o geschrieben wurde.
Ich bin aber nicht ganz sicher und kein studierter Sprach-/Schriftwissenschaftler.
Wer weiß genauer bescheid?
Liegt hier eine ähnliche Geschichte wie bei den frz Akzenten vor, v.a. dem accent circonflex, der früher anscheinend ein „hochgeschriebenes s“ gewesen ist, wie in „château“ > Kastell, „fenêtre“ > finestra/Fenster, beides von gr. „phaino“ = „mache sichtbar“ (nach Wasserzieher: „Woher?“.
Aber was ist mit frz.: „âme“ (Seele), „chômage“,(Arbeitslosigkeit)??
Und was kann man entwicklungsgeschichtlich zu den anderen beiden frz Akzenten (aigu, grave) sagen, und auch zum © cédille?
Im Arabischen stehen Punkte über/unter Konsonanten ja m.W. auch für sonst eigentlich fehlende Vokale.
Ich bitte um Entschuldigung für die mir fehlende Fachbegrifflik, finde das Thema aber allgemein ziemlich wichtig/exemplarisch/vielschichtig und schlage eine Themenbildung (eventuell auch zur Beziehung Schrift-Sprache allgemein) im Archiv vor.
moin, manni
Umlaute - Akzente - diakritische Zeichen
Geschichte der Umlaute: ä = ae; ö = oe; ü = ue;
Frage aus Anlaß eines älteren Textes eben im TV, wo das e über
dem o geschrieben wurde.
Ich bin aber nicht ganz sicher und kein studierter
Sprach-/Schriftwissenschaftler.
Wer weiß genauer bescheid?
Das Umlautzeichen „¨“ ist tatsächlich als die Reminiszenz eines über dem Vokal geschriebenen altdeutschen e zu sehen, das stilisiert zu zwei Strichen wurde, später zu zwei Punkten. S. z.B. Geschichte der deutschen Orthographie (http://staff-www.uni-marburg.de/~schneid9/geschich.pdf).
Liegt hier eine ähnliche Geschichte wie bei den frz Akzenten
vor, v.a. dem accent circonflex, der früher anscheinend ein
„hochgeschriebenes s“ gewesen ist, wie in „château“ >
Kastell, „fenêtre“ > finestra/Fenster, beides von gr.
„phaino“ = „mache sichtbar“ (nach Wasserzieher: „Woher?“.
Aber was ist mit frz.: „âme“ (Seele),
„chômage“,(Arbeitslosigkeit)??
Angesichts der Etymologie (bei âme anima, bei chômage vielleicht calamus) ist das ein bißchen zweifelhaft; andererseits gab es auch gelegentlich schein-etymologische Schreibungen.
Und was kann man entwicklungsgeschichtlich zu den anderen
beiden frz Akzenten (aigu, grave) sagen, und auch zum ©
cédille?
Cedille könnte für ein S stehen.
Im Arabischen stehen Punkte über/unter Konsonanten ja m.W.
auch für sonst eigentlich fehlende Vokale.
Einen Überblick über „Akzente und ihre Bedeutung in europäischen Sprachen“ gibt es hier: http://iquebec.ifrance.com/rolf1/info/accents.de.pdf - allerdings nur zur Aussprache und Verwendung nicht zur Herkunft der diakritischen Zeichen.
Ich bitte um Entschuldigung für die mir fehlende
Fachbegrifflik, finde das Thema aber allgemein ziemlich
wichtig/exemplarisch/vielschichtig und schlage eine
Themenbildung (eventuell auch zur Beziehung Schrift-Sprache
allgemein) im Archiv vor.
Einen sehr guten Überblick über „Schrift u. Schriftentwicklung“ bietet etwa
http://www.weikopf.de/Sprache/Schrift/schrift.html
Gruß
Manfred Kiefer
moin, manni