Hallo,
ich möchte eine Alarmanlage für ein Einfamilienhaus selbst
konstruieren.
Konstruieren? Das möchtest Du nur, wenn Du Ahnung von Elektronik, ICs, Mikroprozessoren und so weiter hast - und jede Menge Zeit. Ansonsten möchtest Du sicher nur fertige Komponenten kaufen und aus denen dann die Anlage zusammenstellen und verdrahten.
Ich denke, Bewegungsmelder in jedem Raum wären
gut.
Ja. Nein.
Das kommt sehr darauf an, was man eigentlich will:
Ein EFH sieht ja meist so aus, dass oben geschlafen wird, unten gewohnt/gekocht. Dazu würde man die BWM so verteilen und anschließen, dass man die Anlage teilscharf schalten kann, um nachts den unteren Bereich scharf zu haben, bei Abwensenheit jedoch das ganze Haus.
Dann muss man sich überlegen, ob man nur die Inneräume schützen will oder auch die Hülle des Hauses (also Fenster und Türen). Letzteres erfordert einen deutlich höheren Verdrahtungsaufwand, da dann jedes Fenster Glasbruchmelder und Magnetkontakte benötigt.
Wenn man nur den Innenraum überwachen will, erfolgt eine Alarmauslösung erst, wenn eine Person ein oder zwei Meter weit im Raum drin ist. Mit Überwachung der Hülle schon beim Aufhebeln der Terassentür.
Wo kann ich preisgünstig Bewegungsmelder kaufen? Wie
bekomme ich es hin, daß ein Bewegungsmelder auf einem
Mobiltelefon eine Kurzwahl auslöst (Übergang elektrischer
Impuls -> mechanische Bewegung), ohne daß dieses an einen
Computer angeschlossen ist?
Oha. Du hast recht wenig Ahnung davon, stimmt’s?
BWM arbeiten immer nur „dumm“. Sie arbeiten immer zusammen mit einer Alarmzentrale, die die BWM, Glasbruchmelder, Rauchmelder, Paniktaster, usw. auswertet, die (Teil-)Scharfschaltung übernimmt, Dir den Status anzeigt. Und die dann mittels GSM-Modul oder Alarmwählgerät Alarme zum Telefonnetz überträgt.
Kann ich die Bewegungsmelder
hinsichtlich ihrer Sensitivität regulieren, nicht daß eine vor
dem Fenster vorbeilaufende Katze einen Alarm auslöst…?
Es gibt Melder, die auf Haustiere nicht reagieren (sollen). Ist ne Frage des Einbaus, der Justage und der Größe des Tiers. Wenn eine Katze direkt vor dem BWM herläuft, dann wird es immer Alarm geben. (Da eine Katze in 20cm Entfernung dem Melder die selbe Wärmesignatur gibt wie ein Mensch in ca. 3m Entfernung!)
Sollte man Sirenen und/oder Warnlichtanlagen verwenden, oder
ist das eher nicht ratsam in dem Fall, daß die Einbrecher sich
schon im Haus befinden (die Detektion also erst erfolgt,
NACHDEM der Einbrecher eingedrungen ist)?
Unbedingt einen deutlich sichtbaren Alarmmelder nach draußen. Der alleine schreckt schon 90% aller Einbrecher ab (Junkies und Kleinkriminelle suchen den schnellen, risikoarmen Erfolg. Sie werden versuchen, ein rückwärtiges Fenster oder meist die Terassentür aufzuhebeln, dort aber meist nach 2-3 Minuten aufgeben, wenn die mechanisch gesichert ist. Scheiben werden praktisch NIE eingeworfen, da das die gesamte Nachbarschaft alarmiert.)
Und dann ebenso unbedingt einen Alarm innen. Der sorgt für Demoralisierung, d.h., der Eindringling wird in Panik geraten und sich schnell vom Acker machen.
Alternativ (für Leute mit hohem Gerechtigkeitssinn und guten Nerven):
Reine stille Alarmierung. Dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, den Einbrecher auf frischer Tat zu ertappen.
Zudem sind Fehlalarme billiger, wenn die Polizei beim stillen ALarm nicht dazu gerufen wurde, sondern man selber nach dem rechten schaut (was mächtig gefährlich werden kann!).
Was kostet eine kleine Überwachungskamera? Welche Optionen der
Funktion habe ich bei einer solchen? Z. B. externe
Aufzeichnung des Signals auf analogem Videorecorder,
Eher auf einem Festplattenrekorder oder sonstwie digital.
Übermittlung der Bilder per MMS an eine Polizeidienststelle?
Niemals wird das möglich sein. Anschaltung an Polizei gibt es für Privatleute nicht.
Ich habe nach „Alarmanlage selbst bauen“ gegoogelt, finde aber
nichts Brauchbares und Konkretes.
Weil es nahezu unmöglich ist, das selber zu machen, so dass es funktioniert.
Informationen findest Du z.B. auf den Seiten von Abus:
http://www.abus-sc.de/