Alarmanlagen - grundlegendes

Liebe Experten,

trage mich mit dem Gedanken, wieder eine Alarmanlage anzuschaffen. Grosses EF-Haus, Keller, Erdgeschoss, 1. Stock…

*) ABUS SECVEST - gibts hier Erfahrungswerte?

*) Keller u. EG sollen via Öffnungsmelder u. Bewegungsmelder überwacht werden - wird die Geschichte in der Nacht auch scharf gestellt? Sprich, muss ich, um was zu trinken, die Anlage abstellen oder gibt es die Möglichkeit zB nur den Keller scharf zu stellen?

*) 1. Stock, schei**hoch, nur Dachflächenfenster mit entspechender Kante zu überwinden - ebenfalls sichern?

Mit welcher Grössenordnung muss man für eine vernünftige Anlage rechnen - ~ € 3.500,–?

Danke u. liebe Grüsse aus … dem Süden (Details nach der Anschaffung :wink:)

Michl

Hallo,

eine Alarmanlage sollte man sich nicht einfach kaufen, und nach eigenen Ideen mit Meldern bestücken. Das ist ein Thema für einen Fachmann, und auch nur dann, wenn die Anlage von diesem mit den richtigen Komponenten installiert worden ist, macht die ganze Geschichte mit VdS-Siegeln, … Sinn.

Jede anständige Anlage arbeitet mit mehrern Signalisierungskreisen (je teuerer, je mehr), die man getrennt nach bestimmten Vorgaben schalten kann. Normalerweise macht eine Innenraumüberwachung im Privathaus keinen Sinn, wenn man im Haus ist. D.h. der Kreis, an dem diese Innenraumüberwachung hängt, wird üblicherweise nur bei Verlassen des Hauses geschaltet. Damit man trotzdem gegen Einbruchsversuche geschützt ist, auch wenn man im Haus ist, schaltet man die Außenhautsicherung (Glasbruch- und Rahmenmelder) sowie eine ggf. vorhandene Vorfeldsicherung scharf. Zudem sollte man einen Kreis für Überfallmelder in Form von Tastern am Bett, Schreibtisch, Haustür, … haben, der immer scharf ist.

Bei der Außenhautsicherung sollte man auf keinen Fall das 1. OG außer Betracht lassen. Da kommt man viel zu leicht hin, und ich hatte gerade im Bekanntenkreis einen Fall, wo Panzerglas, … im EG zwar den Einbruch wunderbar verhinderten, der Gartentisch dann aber ausreichte um auf einen Balkon im 1. OG zu gelangen, wo der Einbruch dann erfolgreich war.

Auch sollte man an atypische strukturelle Probleme denken, und diese ausreichend absichern. In Hannover ist gerade ein Goldladen ausgeräumt worden, der zwar ein Rollgitter vor der Tür hatte, aber nur mit einer Leichtbauwand von einem leicht erreichbaren Flur abgetrennt war. Rate mal, wie die rein gekommen sind :wink:

Besonderes Augenmerk sollte man auch auf die Grundstückssituation legen. Dunkle Ecken kann man ggf. auch durch Änderung von Bepflanzung, … uninteressant machen.

Gruß vom Wiz