nun hab ich es geschafft, mich von diesem Schlafmittel zu lösen. Nun schlafe ich genauso wenig und schlecht wie ehedem, aber dafür plagen
mich nun in jeder Schlafphase ganze Reihen von Albträumen. Das wirklich unangenehme daran ist, dass es nicht irgendwelche reinen Fantasiegebilde sind, sondern dass in jeder einzelnen Sequenz Erinnerungsfetzen zu Tage treten. Wenn ich dann „wach“ bin, sind diese Fetzen noch da und obwohl ich versuche nicht mehr daran zu denken, vervollständigen sich diese Fragmente immer weiter. Also hab ich auch keine Ruhe, wenn ich nicht schlafe.
Ich hoffte, dass gäbe sich nach ein paar Tagen wieder, aber bisher hat sich nichts geändert. Ich weiss nicht so recht, wie ich nun damit umgehen soll. Ändern kann ich ja nichts mehr, da es sich um vergangenes handelt.
Kann ich damit rechnen, dass sich das von alleine erledigt ? Und wenn nicht, was kann ich tun ? Wenn ich versuche, mich mit dem vergangenen auseinanderzusetzen, dann ist da nur eine große Hilflosigkeit und eine enorme Wut. Das bringt mich ja auch nicht weiter.
Wahrscheinlich seh ich einfach mal wieder vor lauter Bäumen den Wald nicht Also, hoffe ich nun auf Eure Ideen.
Albträume - eine Chance zur Introspektion
Hallo Petra
Ich persönlich freue mich fast immer über spannende, inhaltsreiche, bedeutungsschwangere oder atmosphärisch starke Träume - dabei ist dann eigentlich für mich nicht wirklich wichtig, ob es Albräume sind oder angenehme Träume.
Ich kann ja im Nachhinein, wenn ich aufgewacht bin, oftmals gerade mit so einem Albtraum sehr viel anfangen, weil er mir häufig in anschaulichster Weise meine Ängste, meine Gefahrenzonen und meine Abgründe zeigt.
Wenn du ein Traumtagebuch führst, kannst du noch nach Jahr und Tag Traumserien und Abläufe anschauen.
Am meisten hat man natürlich davon, wenn man sich während einer tefenpsychologisch fundierten oder analytischen Psychotherapie regelmäßig dialogisch mit dem Therapeuten über seine Träume auseinander setzen kann.
Es grüßt dich
Branden
Hallo
Meine Erfahrung ist die folgende:
Jeder Mensch träumt irgendetwas und das ist ganz normal.
Es ist zum Bespiel auch davon abhängig, womit man es in seiner Umgebung zu tun hat.
Hast Du nur einen Radiowecker und arbeitest z.B. in der Industrie hauptsächlich mit Maschinen, kann es sein, Das Du bald gar nichts mehr träumst. Oder ein Schnupfen z.B. kann die Traumwelt erheblich beleben.
Aber das war ja nicht Dein Problem…
Dein Problem ist anscheinend, Du kannst nicht so gut schlafen wie Du möchtest, und die Träume sind zu intensiv, versklaven Dich sozusagen.
Meine Tips dazu:
Tagsüber etwas Bewegung oder Sport ist hilfreich für guten Schlaf.
Das hilft auch etwas gegen hilflose Gefühle im Schlaf.
Man kann die Augen nachts geschlossen halten und ruhig(und bequem!) liegen bleiben, was für eine Erholung auch förderlich ist.
Baldrian halte ich für ungefährlich.
Was die Träume betrifft, sie hängen mit Inhalten, mit dem Geist usw. zusammen, wobei man als Laie nicht unbedingt weiß, wie das zustande kommt.
Das Problem ist aber fast immer, das man nicht genügend Abstand zu seinen Träumen hat, und wenn man schläft, findet man auch vieles unfair, eben weil man im Schlaf nicht mächtig ist.
Es ist dabei aber so, das Träume meist einer natürlichen eigenen Gehirntätigkeit entsprechen.
Man muß im Schlaf z.B. emotionelle Kapazitäten schaffen, sozusagen aufräumen, Inhalte komprimieren und etliches mehr, was in der Betrachtung nicht einem realen Erlebnis entspricht.
Somit gehe ich davon aus, das Deine Träume genau das sind, was Du oder besser Dein Gehirn braucht.
Das einzige, was ich dazu empfehlen kann ist, etwas Abstand zu den Inhalten der Träume zu nehmen. Das ist insbesonders dann sinnvoll, wenn es immer wieder dieselben Träume sind, bzw. deren Trainingsaufgabe.
Man nehme einen einfachen Gedanken mit in den Schlaf, wie etwa, „dies Mal passe ich genau auf“, oder „wenn ich den erwische“.
Man kann auch überlegen, ob ein Traum etwas zu bedeuten hat; könnte es sein, das jemand etwas sagen möchte? Hat die zumeist bildhafte Symbolik mit irgendetwas aus der Realität zu tun, wo man etwas ändern oder sehen soll?
Dafür ist ja Zeit, wenn Du nicht schlafen kannst.
Sind es keine Bilder sondern irgendwie Emotionen oder Gefühle?
Da spielen auch (Hormon und-)Entwicklungsfragen eine Rolle. Mit dem Alter wird das weniger.
Vorsicht mit Ko Drogen und Beruhigungsmitteln.
Da müßte bei mir schon ein Arbeitsfähigkeitsausfall vorliegen, bis ich mit sowas zum Arzt gehe.
War das jetzt hilfreich?
MfG
Matthias
das Ganze ist doch schon etwas komplizierter Die Schlafprobleme habe ich bereits seit Jahrzehnten. Aber nun hatte ich endlich mal ein Mittel gefunden, welches mich wirklich schlafen lies, auch nach 3 Tagen noch.
Für die Dauer ist das natürlich nicht vorgesehen und entsprechende Probleme traten auf, so dass ich mich entschloss, auf dieses Mittel doch besser zu verzichten.
Albträume hatte ich schon immer mal, auch in letzter Zeit, jedoch waren diese für mein Empfinden nicht an meine Person gekoppelt, d.h. sie waren zwar unangenehm aber nach dem Erwachen dann auch erledigt.
Dies hat sich aber nun geändert, in meinen Träumen tauchen Fragmente aus längst verdrängten Erinnerungen auf. Nach dem Erwachen kann ich diese nicht einfach in die Schublade zurücklegen. In der Folge kehren diese Fragmente dann auch in den Wachphasen zurück und vervollständigen sich dann immer mehr.
Mit dem fehlenden oder schlechten Schlaf mag ich mich abfinden, hab ich schließlich jahrzehntelang auch hinbekommen, aber mit der zusätzlichen Belastung, den Geistern der Vergangenheit ausgesetzt zu sein,wird mir das zu viel.
Ich hoffe, nun ist klarer geworden, wo der Hase im Pfeffer liegt.
Gruss
Petra
P.S.: Sport etc. ist alles schön und gut, aber mein Körper verlangt auch so sein Recht, der Geist ists der sich umhertreiben will
vielleicht könnte dir ja dies helfen. Hast du einen guten Draht zu Kindern?
Wenn du deinen Traum als Geschichte erzählst. Kinder analysieren nicht, werten nicht, für sie kann es wie ein Abenteuer oder ein Märchen sein. Sie stellen Fragen, sie finden es vielleicht total langweilig oder hochspannend. Du wirst sicher dabei schmunzeln können, eigenlich über deinen eigenen Traum, damit schwächst du ihn schon mal ab, und verarbeitest ihn quasi spielerisch in deinen Alltag mit ein. Du wirst vieles mit anderen Augen sehen, vielleicht mit Kinderaugen. Deine Träume in der Nacht werden dich mit der Zeit nicht mehr so quälen.
Ich denke die Psychoanalyse ist nicht das Allheilmittel.
Albträume hatte ich schon immer mal, auch in letzter Zeit,
jedoch waren diese für mein Empfinden nicht an meine Person
gekoppelt, d.h. sie waren zwar unangenehm aber nach dem
Erwachen dann auch erledigt.
Deine Träume sind immer an deine Person gekoppelt. Wenn du das n i c h t so empfindest, kann das ein Hinweis sein, dass dein Bewusstsein sehr weit von deinem Unbewussten dissoziiert, also entfernt, ist.
Umso mehr wäre hier kontinuierliche Beschäftigung mit deinen Träumen und Deutung derselben anzuraten.
Dies hat sich aber nun geändert, in meinen Träumen tauchen
Fragmente aus längst verdrängten Erinnerungen auf. Nach dem
Erwachen kann ich diese nicht einfach in die Schublade
zurücklegen.
Das solltest du ja eben auch nicht tun. Wenn du dich nicht mit deinen Träumen eschäftigst, kommen sie natrlich umso mehr in derselben Art und Weise weiter zu dir.
Ich hoffe, nun ist klarer geworden, wo der Hase im Pfeffer
liegt.
Ich würde dir wünschen, dass es dir klarer wird.
Gruß,
Branden
ich hab’s verstanden Kann schon gut sein, dass Bewusstsein und Unterbewusstsein bei mir etwas weiter auseinanderliegen, anders wäre es mir kaum gelungen manche Erinnerungen auf so viele Jahre auf Eis zu legen. Auf Dauer scheint ist das wohl ein Zustand, der für die Gesamtheit einer Person nicht tragbar ist.
Ich werde mich also nun wohl oder übel mit den „Leichen im Keller“ auseinandersetzen müssen. Deiner Aussage nach führt da ja kein Weg daran vorbei.
Danke für die offenen Worte, ich werde versuchen, das Beste daraus zu machen.
Hi Petra! Mi to, ich auch.
Es geschehen so schlimme Dinge im Schlaf, im Traum, aber so ECHT !
Meine eigenen Träume (MEINE) kann ich kontrollieren indem ich ein paar Übungen gemacht hab (Carlos Castaneda, Buch). Is OK. Aber ich träume trotzdem so oft von Dingen die geschehen oder geschehen werden. Eigentlich nur von schlimmen Geschehnissen. Ich kann Dich echt verstehen. Wir können nur selber Rückenklopfen. Und ich und Du sind auch nicht die einzigen denen es so geht. Wenn man schläft und träumt, weiss man nicht, ob es real oder Traum ist. Einen Traum muss man immer mit dem vergleichen, was eigentlich normal ist. Und dann die Unterschiede suchen.