Aldi-Rad

Guten Abend!
Wie ich eben erfuhr, bietet der Discounter nächste Woche ein Downhill-Mountainbike für 599,- DM an.
Es hat sogar ein Deore-Schaltwerk und ist vorne und hinten gefedert.
Der Rahmen hat 10 Jahre Garantie und der Rest 2 Jahre.
Da kann man doch eigentlich überhaupt nichts verkehrt machen oder doch?
Wenn es nach gewisser Zeit mal einen Defekt haben sollte, kann man es doch einfach umtauschen!
Und zum Spazierenfahren reicht die Qualität doch auch, denke ich.
Meinem Kreuz kann ich Ausflüge in die Pampa eh nicht mehr zumuten.
Mit freundlichen Grüssen und gespannt auf fachlichen Rat
Werner

Hi Werner,

Es hat sogar ein Deore-Schaltwerk und ist vorne und hinten
gefedert.

Deore von Shimano heisst nicht viel. Die bauen mittlerweile auch ziemlich einfache Schaltungen. Die Federung ist halt Noname.

Wenn es nach gewisser Zeit mal einen Defekt haben sollte, kann
man es doch einfach umtauschen!

Wenn die Federung den Löffel abgibt ist das die Frage. Manch einer beruft sich da auf eine zu starke Belastung (bei einem Bike *lol*).

Das einzige Problem sehe ich darin: Wenn das Rad einen richtigen Defekt hat dann brauchst Du es nicht mehr umtauschen. Dann hauts Dich nämlich dermassen auf die Schn… dass Du nicht mehr laufen kannst.

Und zum Spazierenfahren reicht die Qualität doch auch, denke
ich.
Meinem Kreuz kann ich Ausflüge in die Pampa eh nicht mehr
zumuten.

Grundsätzlich hast Du recht. Wäre noch zu prüfen in wieweit Der Rahmen für ein, eh schon lädiertes, Kreuz noch tödlicher ist. Für Wirbelsäulengeschädigte ist ein „Sportgerät“ nicht grade sehr sinnvoll.

Praktischer wäre ein Stadtrad mit großem Rahmen, Vollfederung, hohem Gesundheitslenker und kurzem Vorbau so daß Du aufrecht sitzen kannst. Damit sind dann auch längere Ausfahrten möglich.

Bye
Rolf

Hallo,

im wesentlichen kann ich mich meinem Vorredner anschließen.

Und zum Spazierenfahren reicht die Qualität doch auch, denke
ich.

Zum Spazierenfahren (ohne Feldwege) ist eine Federung nach meiner Meinung ein Overkill.

Meinem Kreuz kann ich Ausflüge in die Pampa eh nicht mehr
zumuten.

Das verstehe ich überhaupt nicht. Ich halte ein lädiertes Kreuz mit viel Rad fahren (täglich in die Arbeit, immer im Urlaub und viel in der Freizeit auf Radtour) ziemlich beschwerdefrei.

Aber ein gut angepaßter Rahmen und Qualität bie den Komponenten (bei mir Alltagsrad mit STX, inzwischen 6 Jahre alt, Touren- und Reiserad mit XT) wollen zu diesem Zweck schon sein.

Gruß, Karin

Hi Werner,
such mal im Archiv unter Baumarkt-Bike, diese Diskussion wurde hier schon mal geführt.
Zum Brötchenholen geht so ein Rad geradeso, für alles andere gibts bessere und v.a. sichere Alternativen.
Gruss
Krischan

Danke
Eure Tips haben mich von dieser Idee abgebracht.
Ich habe mir stattdessen einmal fachliche Beratung in einem Radgeschäft zukommen lassen und werde mich jetzt wohl für ein Treckingrad entscheiden, welches zwar ordentlich mehr Geld kostet, aber für meine Ansprüche besser geeignet ist und auch sicherer.
Mit freundlichen Grüßen
Werner

und was denn nun
jetzt bleibt die frage für mich immer noch offen, ob dieses Fahrrad sein Geld wert ist oder eher nicht. Ich wollte es mir auch schon selber kaufen…downhill muss nicht sein, aber stock und stein (wie schön, reimt sich sogar)

ich kann und will aber auch nicht zu viel geld ausgeben. Habe mir zwar schon mal so ein bike von der Metro geholt, aber die Kohle war es keinesfalls wert (war auch vorne und hinter gefedert…)

Hat also jemand konkrete Infos zu diesem Fahrrad?

Danke
Pasha

Guten Abend!
Für „Stock und Stein“ eignet sich solch ein Rad wohl nur bedingt, habe ich mir sagen lassen, bin ja auch Neuling auf diesem Gebiet! :smile:
Es ist etwa 5-6 Kilo zu schwer, die Lager und alle bewegten Teile sind schlecht gedichtet und schwergängig!
Abgesehen von wenigen „Blend“-Komponenten wie Shimano-Schaltwerk werden billige Teile verbaut und dazu schlecht montiert.

Ich selbst habe mir ein Treckingrad gekauft, falls man aber wirklich ins Gelände möchte, ist man wohl mit einem Einsteiger-MTB einer renommierten Marke wesentlich besser bedient. Es sollte aus Kostengründen nur vorn gefedert sein und um die 1500,-DM kosten!
Da sieht man einmal, dass diese Baumarkt-Angebote ja nichts vernünftiges sein können. Eine gute Fedrgabel allein ist ja kaum unter 300,-DM zu haben, wie soll dann ein Preis unter 1000,- zu bewerkstelligen sein!

Ich bin jedenfalls froh, mich doch noch einmal vorher informiert zu haben!

Mit freundlichen Grüßen
Werner

danke!
das wars dann wohl mit dem bike vom aldi…ich werde mir mit sicherheit ein gscheits bike zulegen…

Nachtrag
Leider hab ich dieses Posting erst heut entdeckt, sonst hätt ich schon früher geschrieben.
Ein Trainingspartner von mir ist Abteilungsleiter bei einer namhaften Fahrradmarke, welche auch öfters Chargen an Aldi verkauft (unter anderem Namen natürlich!).
Um es kurz zu machen:
Keiner seiner Kunden verlangt eine derartige Qualität und Endkontrolle, wie eben Aldi.
Es wird tunlichst unterlassen, hier irgendwelche „Billigteile“ reinzuschummeln, da der Schuß für den Lieferanten in jedem Fall nach hinten losgeht. Es ist für den Hersteller zwar eine herrliche Sache, seine Kapazitäten für eine Lieferung auf Monate ausgelastet zu haben, aber die Preise, die von Aldi vom Lieferanten gefordert werden, sind umso brutaler.
Das beschriebene Mountainbike stammt zwar nicht von denen, aber ähnliches gilt bestimmt auch für dessen Fabrikanten.
Klar wird sich kein Profi-Downhiller ein 600-Marks-Bike holen, aber eine Preisdifferenz von einigen 100 Mark sollte uns noch nicht mißtrauisch machen, was die Qualität angeht.

Tschö

Markus