Aldi und daneben wird Minimal gebaut:wie geht das?

Hallo,

habe heute gesehen und war total überrascht; vielleicht kann mir das jemand aus BWL-Sicht erklären:

* Großes Bürohaus, gehört der ALDI-Gruppe (Also ALDI-Immobilien od. irgend-wie so)
* unten ein ALDI-Geschäft im Erdgeschoß

Vor einiger Zeit kamen große Werbetafel, daß dort auch noch ein Drogeriemarkt reinkommt (Rossmann). ALDI hat zwar einige Drogerieartikel, aber sicherlich nicht das ganze Sortiment, der Schritt ist also verständlich.

Heute sehe ich nun, daß auch noch Minimal reinkommt. Da habe ich mir dann überlegt, was sich die Manager dabei gedacht haben… Das Sortiment von Aldi und Minimal überdeckt sich wohl zu 90%. Serviceorientiert ist wohl Minimal auch nicht. Wie kann das dann funktionieren? Wer wird im Minimal einkaufen? Mit der besseren Lage kann man das nicht erklären, denn der Abstand zwischen den Geschäften ist 20m.
Wenn man bedenkt, daß das Gebäude ALDI gehört, ist ja klar, daß sie auch die Mieter auswählen konnten, d. h. an die Konkurrenz hätten sie sicherlich nicht vermietet. Also sind sie sich zu 100% sicher, daß es kein Nachteil für ALDI ist: entw. das Sortiment ergänzt sich (was wohl nicht der Fall sein wird) oder niemand geht zum Minimal…

Ich hätte es verstehen können, wenn die Situation umgekehrt wäre, daß sich ALDI in der Nähe von einem Minimal angesiedelt hätte, aber umgekehrt…

Hat jemand eine Erklärung für mich?

Peter

Aldi neben Minimal
Moin,

haben… Das Sortiment von Aldi und Minimal überdeckt sich
wohl zu 90%. Serviceorientiert ist wohl Minimal auch nicht.
Wie kann das dann funktionieren?

Wieso Aldi hat fast nur Eigenmarken und Minimal fast keine.
Ich mache meine Ergänzungskäufe auch nachher noch bei Minimal.
Nur muss man natürlich vorher nach Aldi gehen, sonst wird es zu teuer.

Wenn man nicht lang herumfahren möchte ich es eine gute Kombination.
Bei uns ist noch KiK (Textil) und dann noch der Minimal-Getränkemarkt auf der Fläche.
Und ihr habt sogar noch Rossmann im/am Gebäude.

Wer wird im Minimal einkaufen?

Na, Minimal ist doch eher noch ein klassischer ‚Einkaufsmarkt‘ als Aldi. Ältere Leute gehen schon eher nach Minimal als sich ins Gedränge nebenan bei Aldi zu stürzen… :wink:

Tschüüüss

Olaf

Hallo,

haben… Das Sortiment von Aldi und Minimal überdeckt sich
wohl zu 90%. Serviceorientiert ist wohl Minimal auch nicht.
Wie kann das dann funktionieren? Wer wird im Minimal
einkaufen?

haben… Das Sortiment von Aldi und Minimal überdeckt sich
wohl zu 90%. Serviceorientiert ist wohl Minimal auch nicht.
Wie kann das dann funktionieren? Wer wird im Minimal
einkaufen?

vorab: Ich kenne fünf Minimal-Läden und an die zehn Aldis, dennoch kann es sein, dass manches, was ich nachfolgend schreibe, auf einen oder mehrere Aldis oder Minimal nicht zutrifft.

Aldi (egal ob Süd oder Nord) führt unter 1.000 Artikel im Sortiment, Minimal über 10.000. Wie erwähnt: Außer Ja! führt Minimal praktisch keine Eigenmarken, Aldi jedoch fast ausschließlich. Minimal führt eine umfangreiche Auswahl an Frischware bis hin zur Wurst- und Käsetheke, Aldi beschränkt sich auf eine kleine Obst-/Gemüseauswahl, in einigen Märkten gibt es wohl inzwischen auch Frischfleisch. Minimal führt Mehrwegverpackungen, Aldi nicht. Bei Minimal stehen nicht die Kartons im Regal sondern die Endkundenverpackungen. Bei Aldi gibt es eine drei Meter lange „Zufahrt“ zur Kasse, damit auch ein voller Wagen komplett aufs Band geladen werden kann, und eine 30 Zentimeter lange Ablage nach der Kassiererin, damit der Kunde auch fein schnell einpackt und bezahlt. Bei Minimal gibt es die üblichen 1,50-Bänder und Warenauffangmulden, so dass man nach dem Bezahlen in Ruhe einpacken kann.

Kurz gesagt: Aldi ist ein Kleinsegment-Hardcore-Discounter, Minimal ein Vollsortimenter mit leichten Discounter-Allüren. Es mag Überschneidungen im Sortiment bzw. bei der Kundschaft geben, die sind aber m.E. nicht wesentlich.

Gruß,
Christian

hallo,

als konkurrenzagglomeration wird die standortnachbarschaft mehrerer einzelhandelsunternehmen gleicher branchen bezeichnet.

will heißen:
zum aldi gehen mehrere hundert kunden am tag. minimal möchte nun auch von dem kundenstrom ein bisschen was ab haben und stellt sich daneben.

fasst man das sortiment der beiden zusammen, entsteht aus kundensicht ein recht tiefes und breites sortiment, somit macht sich minimal für den kunden attraktiver.

gruß
babs