[Alg] Offizielle Beschwerdestelle für Finanzamt?

Hallo zusammen!

Gibt es denn eine offizielle Beschwerdestelle für Finanzämter (hier Baden Würrtemberg)?

Im Internet war es nicht so einfach was zu finden.
Es geht darum, daß Finanzämter sich mittlerweile sehr viel Zeit lassen, die Umsatz-/Einkommensteuer zu bearbeiten. Wartezeiten im Moment bis zu 10 Wochen sind derzeit keine Seltenheit. Wie viele finden eine bodenlose Frechheit, vor allen Dingen wenn man auf das Geld angewiesen ist.

Vielen Dank im voraus!

Gruß
Georg

Wartezeiten im Moment bis zu 10 Wochen sind derzeit keine
Seltenheit. Wie viele finden eine bodenlose Frechheit, vor
allen Dingen wenn man auf das Geld angewiesen ist.

Hallo GBrenn!

Tja, da merkt man wohl, dass manche „Süddeutscher“ doch noch in anderen Welten lebt. Wartezeiten von 4-5 Monaten (!!!) sind in Berlin und Ostdeutschland keine Seltenheit!!! Und bodenlose Frechheit ist es, wenn man eigenes Unvermögen aufs Finanzamt abwälzen will. Jedem Arbeitnehmer steht es frei, Werbungskosten etc. schon IM LAUFENDEN JAHR in der Lohnsteuerkarte vermerken zu lassen. Mittels des Antrags auf Lohnsteuerermäßigung wird gleich weniger LSt durch den Arbeitgeber einbehalten und man erspart sich die Warterei auf die restlichen 3 Euro Achtzig… Also hier wohl eher ein Fall fehlender Beratung im Vorfeld!

Gruß vom

Showbee

p.s. man hält sich bei allen Beschwerden immer an den „Chef“, also Sachbearbeiter --> Sachgebietsleiter --> Finanzamtsvorsteuer --> ggf. Oberfinanzdirektion (weiß nicht ob BaWü sich noch eine leistet) --> Landesminister Finanzen

Bearbeitungsdauer Einkommensteuererklärung
Hi !

Wartezeiten im Moment bis zu 10 Wochen

Es gibt regelmäßig Umfragen, bei denen die durchschnittliche Verweildauer/Bearbeitungszeit von Steuererklärungen erhoben wird. Die hier genannten 10 Wochen liegen dabei im guten Mittelfeld.

Ein Rechtsanspruch auf zügigste Bearbeitung der eingereichten Steuererklärung besteht nicht. In soweit kann auch eine Beschwerde (Instanz wäre die Oberfinanzdirektion, die für den Bezirk des Finanzamtes zuständig ist) keinen Erfolg haben. Beschwerden müssen nämlich irgendeine Rechtsnorm beinhalten, auf die man sich beruft. Eine allgemeine Beschwerde, wie es diese hier werden könnte, wird zwar zur Kenntnis genommen. Es werden aber wohl keine weiteren Konsequenzen gezogen.

Daneben sollte bedacht werden, dass momentan seeehr viele Steuererklärungen eingereicht werden und sich daher bei den einzelnen Sachbearbeitern zwangsläufig ein Aktenstau bildet. In welcher Reihenfolge die Akten bearbeitet werden, ist in den meisten Fällen dem Sachbearbeiter selbst überlassen. Vielleicht sollte ein FREUNDLICHER Anruf beim zuständiger Sachbearbeiter getätigt werden, und um eine Vorzugsbehandlung gegenüber den anderen Steuerpflichtigen gebeten werden.

BARUL76

.

Hallo Showbee,

ganz so kann man das nicht stehen lassen. Gewerbetreibende (deswegen auch die Umsatzsteuer) die aus einer Ich-AG heraus ein Gewerbe betreiben und sich finanziell gerade so durchhangeln müssen, müssen schließlich auch sehen wo sie bleiben.

Vor Jahren wurde ELSTER ins Leben gerufen und damit geworben daß alles schneller und unbürokratischer bearbeitet wird.
Und nun …? Lange Wartezeiten sind die Folgen und den Betroffenen fehlt das Geld. Und warum soll man sich das gefallen lassen?

Wenn der Staat die Hand aufhält, dann soll der Betroffene schließlich auch innerhalb von wenigen Tagen reagieren. Und ich finde schon, daß man sich hier an der entsprechenden Stelle beschweren sollte. Ob es was bringt ist die andere Frage, aber wenn sich andere auch mal beschweren würden, merkt vielleich auch mal Vater Staat wieder, daß hier was schief läuft!

Gruß
Georg

[MOD] Komplettzitat gelöscht

Hallo!

vielen Dank für den Hinweis und den gut gemeinten Ratschlag.

Es wäre schon viel Wert wenn Beschwerden zur Kenntnis genommen würden und hieraus restultierend positive Änderungen durchgeführt werden würden.

Das momentan sehr viele Steuererklärungen abgearbeitet werden müssen, ist aber kein wirklicher Grund. Denn schließlich weiß man schon seit Jahrzehnten daß in den ersten 5 Monaten eines Jahres so ein Berg auf die Finanzämter zukommt.
Hier könnte man sehr gut reagieren.
Und was bringt ELSTER? Nichts! Die Bearbeitungszeiten sind wie vor 10 Jahren.

Gruß
Georg

[MOD] Komplettzitat gelöscht

Das momentan sehr viele Steuererklärungen abgearbeitet werden
müssen, ist aber kein wirklicher Grund. Denn schließlich weiß
man schon seit Jahrzehnten daß in den ersten 5 Monaten eines
Jahres so ein Berg auf die Finanzämter zukommt.
Hier könnte man sehr gut reagieren.
Und was bringt ELSTER? Nichts! Die Bearbeitungszeiten sind wie
vor 10 Jahren.

Hallo,
kann ich nicht sagen. Bei mir:
bis 2004 ohne Elster Bearbeitungszeit 5-6 Monate.
2005 mit Elster Bearbeitungszeit 4 Monate.
2006 mit Elster Bearbeitungszeit 2 1/2 Monate.

Beatrix

Hi !

Es wäre schon viel Wert wenn Beschwerden zur Kenntnis genommen
würden und hieraus restultierend positive Änderungen
durchgeführt werden würden.

Dies ist ein Thema, was wohl besser im Brett „Finanz- und WirtschaftsPOLITIK“ diskutiert werden kann. Dort kann sich lang und ein breit über „wäre es nicht schön, wenn …“ ausgelassen werden. Hier kommt es eher darauf an, die vorhandenen Gesetze auszulegen.

Und diese lassen zwar derzeit eine Beschwerde zu. Diese wird auch zur Kenntnis genommen (von irgendeinem Sachbearbeiter in der OFD). Aber eine Änderung des Systems ist hierdurch sicherlich nicht zu erreichen.

BARUL76

.

Genau !

Und dann Beifall klatschen, wenn Beamte eingespart werden !

Die ja sowieso den ganzen Tag nix tun.

Und warum nicht?

Weil sie sich mit Beschwerden rumärgern müssen und mit Anrufen, wo denn endlich das Geld bleibt.

Danke für deine unqualifizierte Antwort/Meinung!

  1. Habe ich anständig gefragt, und kann dementsprechend eine anständige Antwort verlangen.
  2. Wenn man auf das Geld angewiesen ist und es mit dem Stand der heutigen Technik möglich sein sollte (Bsp. ELSTER), Vorgänge zu beschleunigen, verstehe ich nicht, warum man hier angegriffen wird.
  3. Ich selbst habe auch schon gehört, daß Steuerzahler ihr Geld innerhalb von 2 Wochen auf dem Konto hatten. Warum soll das eine Ausnahme sein.

Ich denke ich wurde hier falsch verstanden und breche die Diskussion besser ab.
Trotzdem vielen Dank für alle Antworten!

MfG
Georg

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Beschwerden kann man gerne an den Sachbearbeiter, seinen Vorgesetzten, den Sachgebietsleiter oder wahlweise an den Behördenleiter =Vorsteher richten. Genügt dies nicht, kann man sich auch an die Oberfinanzdirektion wenden.
Die Zeit, die der Sachbearbeiter für die Beantwortung der Beschwerde bzw. den Bericht an die vorgesetzte Behörde dann verwendet, steht nicht mehr für irgendwelche Steuerbescheide zur Verfügung.

ganz so kann man das nicht stehen lassen. Gewerbetreibende
(deswegen auch die Umsatzsteuer) die aus einer Ich-AG heraus
ein Gewerbe betreiben und sich finanziell gerade so
durchhangeln müssen, müssen schließlich auch sehen wo sie
bleiben.

Für Umsatzsteuer wird bei neugegründeten Betrieben monatliche Voranmeldungen verlangt. Warum wurden diese nicht ordentlich abgegeben, so dass sich gar keine oder nur eine kleine Differenz in der Jahreserklärung ergibt?

Ein Betrieb, der sich „finanziell gerade so durchhangelt“ wird mit Verlust oder geringem Gewinn abschließen. Dafür fällt keine Einkommensteuer an. Oder soll mit Lohneinkünften verrechnet werden?

Vor Jahren wurde ELSTER ins Leben gerufen und damit geworben
daß alles schneller und unbürokratischer bearbeitet wird.

Elster-Erklärungen werden definitiv vorgezogen. Wenn die Masse aber reinrollt, kommt es zwangsläufig zu einem Stau und dann auch darauf an, ob alle notwendigen Unterlagen mitgeschickt wurden…

Wenn der Staat die Hand aufhält, dann soll der Betroffene
schließlich auch innerhalb von wenigen Tagen reagieren. Und
ich finde schon, daß man sich hier an der entsprechenden
Stelle beschweren sollte. Ob es was bringt ist die andere
Frage, aber wenn sich andere auch mal beschweren würden, merkt
vielleich auch mal Vater Staat wieder, daß hier was schief
läuft!

Zum einen gibt es die Vollverzinsung -aber nach einer Karenzzeit von 15 Monaten und zum anderen gilt:
Wer an der Einnahmeverwaltung spart, spart Einnahmen.

Was das bedeutet? Es ist ein beliebtes Spiel, zu fordern, dass Beamte eingespart werden. Und dieses Sparsoll wird Jahr für Jahr um weitere Beamte auch bei der Finanzämter durchgeführt. Das führt dazu, dass immer weniger Sachbearbeiter die vorhandenen Erklärungen bearbeiten müssen. Krankheitsausfälle werden von den verbliebenen Sachbearbeitern ausgeglichen.
Aber du willst doch nicht mehr Beamte oder Saisonarbeiter, die mal so einfach 4 Monate lang Steuererklärungen durchwinken -natürlich ohne vorherige Ausbildung…
Gleichzeitig lachen die Steuerunehrlichen und der Umsatzsteuerbetrug geht in die Millionen. Aber das ist ein anderes Thema.

Schöne Grüße
C.

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Ich habe mal von einer internen Regelung gehört, dass Elster Erklärungen einen Monat früher als die sonstigen Papiererklärungen bearbeitet werden sollen.

Ich frage mich dennoch, wo das Problem hier ist? Wie hoch ist denn die Summe, die erwartet wird. Wie schon gesagt wurde, können Werbungskosten auf Lohnsteuerkarte eingetragen werden oder Vorauszahlungen können -durch Antrag- herabgesetzt werden, wenn zu erkennen ist, dass diese fürs Jahr zu hoch angesetzt waren.

Servus,

das stimmt nicht.

Meine letzten drei ESt-Erklärungen waren in Zeiträumen bearbeitet, innerhalb denen vor zehn Jahren noch nicht mal die Karten gestanzt waren, geschweige denn der Straßentransport der Lochkarten zum RZ und der ausgedruckten Bescheide vom RZ zurück zu machen war. Beiläufig auch die beiden einigermaßen fummelig zu veranlagenden (weil nicht besonders gut belegbaren und teilweise durch mich geschätzten) ESt-Erklärungen für meine verstorbenen Eltern.

Zwei Finanzämter in ganz verschiedenen Teilen Baden-Württembergs. Und fünf Mal das gleiche Ergebnis: Innerhalb von zehn Tagen veranlagt wie erklärt, abgerechneter Betrag überwiesen und feddisch.

Das mag allerdings auch daran liegen, daß ich Steuererklärungen mache, in denen keinerlei Ungereimtheiten oder Unklarheiten enthalten sind. Kann dieser Aspekt vielleicht eine Rolle spielen? Falls ja: Darüber täte ich mich nicht beim FA beschweren.

Schöne Grüße

MM