ALG2 und Arbeit auf Rechnung/Honorar

Hallo !

Ich beziehe im Moment ALG2, war vorher Sozialhilfeempfänger (also nicht arbeitslos beim Arbeitsamt, habe kein Arbeitslosengeld etc. erhalten, sondern nur Sozialhilfe).

Jetzt ist es bei mir so, das ich demnächst einige Aufträrge an Land ziehen könnte, für die ich eine Rechnung stelle. Ich habe aber kein Gewerbe angemeldet o.ä.

Zum einen sind das gestalterische Sachen, z.b. schneide ich demnächst ein Video für jemand, dafür stelle ich ihm 1000 € in Rechnung.
Außerdem habe ich grade die Aussicht in einer Agentur eines Bekannten hin und wieder auf Rechnung auszuhelfen, das heißt dann z.b. das ich für zwei Monate in der Agentur mitarbeite und dann für jeden Monat z.b. 2000 Euro in Rechnung stelle.

Meine Frage ist jetzt, wie melde ich das dem Amt, und wie erreiche ich das ich von dem Geld das meiste behalten kann ?
Ich kann mit halt nicht jedesmal abmelden, weil solche Aktionen selten sind und ich eben nicht fest angestellt werde, sondern auf Rechnung arbeite, auf der anderen Seite bin ich auch nicht willens 85% meiner Einnahmen abzuliefern. Das heißt nicht das ich die ganze Sache schwarz machen will, sondern ich möchte einen legalen Weg für die ganze Sache finden.

Hi

Außerdem habe ich grade die Aussicht in einer Agentur eines
Bekannten hin und wieder auf Rechnung auszuhelfen, das heißt
dann z.b. das ich für zwei Monate in der Agentur mitarbeite
und dann für jeden Monat z.b. 2000 Euro in Rechnung stelle.

wie wärs mit nem befristeten Arbeitsvertrag?

HH

Hallo,

wer möglicherwiese 1000 € monatliches Einkommen hat sollte sich aus Solidarität zu den wirklich Armen in unserem Land nicht die Frage stellen, wie er weiterhin Sozi bekommt ? Sozialhilfe soll für die wirklich Bedürftigen gezahlt werden.

Ich beziehe im Moment ALG2, war vorher Sozialhilfeempfänger
(also nicht arbeitslos beim Arbeitsamt, habe kein
Arbeitslosengeld etc. erhalten, sondern nur Sozialhilfe).

Jetzt ist es bei mir so, das ich demnächst einige Aufträrge an
Land ziehen könnte, für die ich eine Rechnung stelle. Ich habe
aber kein Gewerbe angemeldet o.ä.

Zum einen sind das gestalterische Sachen, z.b. schneide ich
demnächst ein Video für jemand, dafür stelle ich ihm 1000 € in
Rechnung.
Außerdem habe ich grade die Aussicht in einer Agentur eines
Bekannten hin und wieder auf Rechnung auszuhelfen, das heißt
dann z.b. das ich für zwei Monate in der Agentur mitarbeite
und dann für jeden Monat z.b. 2000 Euro in Rechnung stelle.

Dann besteht schlichtweg kein Anspruch auf Sozialhilfe, auch nicht anteilig, soweit nicht eine mehrköpfige Familie zu versorgen ist.

Meine Frage ist jetzt, wie melde ich das dem Amt, und wie
erreiche ich das ich von dem Geld das meiste behalten kann ?
Ich kann mit halt nicht jedesmal abmelden, weil solche
Aktionen selten sind und ich eben nicht fest angestellt werde,
sondern auf Rechnung arbeite, auf der anderen Seite bin ich
auch nicht willens 85% meiner Einnahmen abzuliefern.

Du solltest vielleicht beachten, das Du in diesem Fall nicht bedürftig bist und der Steuerzahler nicht dazu da ist, jemand, der nicht Not leidet, zu unterstützen.

Das heißt

nicht das ich die ganze Sache schwarz machen will, sondern ich
möchte einen legalen Weg für die ganze Sache finden.

Den einzig legalen Weg gibt es nur mit der Anmeldung der Einkommen und damit auch dem Tragen etwaiger wirtschaftlicher Weiterungen. In manchen Familien ist das Netto-Einkommen nicht höher als 2000 € und dafür müssen diese Leute seit Jahren möglicherweise jede Woche 40-45 Stunden noch arbeiten. Denk mal nach, was Du hier im Forum eigentlich für Antworten erwartest. Vor allem, ob Deiner Frage jemand folgen kann, der seit Jahren arbeitet.

Gruss Günter

Leider hast du die ganze Geschichte ein klein wenig mißverstanden.

Ich will *nicht* die Einnahmen am Amt vorbeischmuggeln und weiterhin Sozialhilfe kassieren, im Gegenteil, sondern von dem verdienten Geld selbstständig leben, solange es reicht. Nur werden diese Sachen eben so rar gesät sein, das ich nicht jedesmal aufs neue eine Abmeldung beim Sozialamt abgeben will um nach zwei oder drei Monaten einen neuen Antrag stellen zu müssen.
Zweitausend Euro hört sich auch viel an, aber hier geht es um vielleicht 2 Monate im Jahr, das sind dann hochgerechnet eben 330 € im Monat, keine so große Summe.

Und es ist ja sicher verständlich das ich nicht nur 15% des Geldes behalten will, wenn ich einen Monat 9 Stunden am Tag arbeiten gehe, es sich aber eben nur um den einen Monat handelt.

Es geht mir also quasi um eine Art der „Aussetzung“ der Sozialhilfe, ich weiß das es früher sowas für Freiberufler gab, die je nach ihren Einnahmen mal mehr mal weniger Sozialhilfe bekommen haben, das war zwar sehr aufwendig für die jeweiligen Empfänger, aber eben ein Ansatz solche Leute wie mich zu ermuntern sich trotzdem legal Aufträge zu besorgen, weil eine Festanstellung einfach nicht in Sicht ist.

Der Punkt is eben wie gesagt das ich nicht jede Woche 5 Stunden irgendwo arbeite und deswegen Monat für Monat 200€ kriege, sondern einmal im Jahr Vollzeit arbeite, dafür ne Rechnung stelle und einen großen Batzen Geld auf einmal dafür überwiesen bekomme.

Hallo,

da das System aber so läuft, dass Du dann, wenn Du Hilfe benötigst zum Amt laufen musst, gibt es keine andere Lösung.

Leider hast du die ganze Geschichte ein klein wenig
mißverstanden.

Ich will *nicht* die Einnahmen am Amt vorbeischmuggeln und
weiterhin Sozialhilfe kassieren, im Gegenteil, sondern von dem
verdienten Geld selbstständig leben, solange es reicht. Nur
werden diese Sachen eben so rar gesät sein, das ich nicht
jedesmal aufs neue eine Abmeldung beim Sozialamt abgeben will
um nach zwei oder drei Monaten einen neuen Antrag stellen zu
müssen.

musst Du aber.

Zweitausend Euro hört sich auch viel an, aber hier geht es um
vielleicht 2 Monate im Jahr, das sind dann hochgerechnet eben
330 € im Monat, keine so große Summe.

Und es ist ja sicher verständlich das ich nicht nur 15% des
Geldes behalten will, wenn ich einen Monat 9 Stunden am Tag
arbeiten gehe, es sich aber eben nur um den einen Monat
handelt.

Dieses Thema verstehe zwar schon. Doch wenn Du mehr Geld bekommst als wie Dir durch Sozialhilfe zusteht, fällt der Anspruch auf Sozialhilfe oder anderer Hilfe weg. Zumindest in den besagten Monaten.

Es geht mir also quasi um eine Art der „Aussetzung“ der
Sozialhilfe, ich weiß das es früher sowas für Freiberufler
gab, die je nach ihren Einnahmen mal mehr mal weniger
Sozialhilfe bekommen haben, das war zwar sehr aufwendig für
die jeweiligen Empfänger, aber eben ein Ansatz solche Leute
wie mich zu ermuntern sich trotzdem legal Aufträge zu
besorgen, weil eine Festanstellung einfach nicht in Sicht ist.

Dies dürfte es heute auch geben, zumindest kenne ich solche Fälle. Dort muss dann zu jedem Monatsbeginn der Nachweis vorgelegt werden, welche Einkommen bestehen und entsprechend wird Sozialhilfe berechnet.

Der Punkt is eben wie gesagt das ich nicht jede Woche 5
Stunden irgendwo arbeite und deswegen Monat für Monat 200€
kriege, sondern einmal im Jahr Vollzeit arbeite, dafür ne
Rechnung stelle und einen großen Batzen Geld auf einmal dafür
überwiesen bekomme.

Und dieser Batzen wird berücksichtigt. Ich würde auf jeden Fall auch klären, oder eine entsprechende vertragliche Vereinbarung schaffen, denn je höher das Einkommen ist, um so schwieriger kann es sein, der Behörde glaubhaft zu machen, dass man nach drei Monaten von einer größeren Summe nichts mehr hat. Lass Dich beraten.

Gruss Günter