Hallo,
jetzt hast Du schon viele Infos bekommen und weißt, dass ein solch kleines Becken für Fische gänzlich ungeeignet ist.
Bitte sorge dafür, dass die Fische schnellstmöglich wieder zum Händler kommen, oder Du ein ausreichend großes Becken hast.
In 20L Wasser lässen sich Fische nicht halten.
Wasser ist nicht einfach nur Wasser in dem die Tiere herumschwimmen. Es ist ihr Lebensraum, so wie für uns die Luft zum Atmen.
Was Du da jetzt hast wäre für einen Menschen vergleichbar ein Würfel mit Kantenlänge 1,50m ohne Fenster ohne WC und ohne Mülleimer.
einmal in der Woche kommt einer und bläst 5 Minuten Frischluft hinein, kehrt kurz und wirft ein Kilo Brot dazu, das wars.
Kannst Du Dir vorstellen wie sich die Umweltbedingungen innerhalb kurzer Zeit darin verändern?
das Ganze wird zur Kloake und seine Umweltbedingungen sind überlebensfeindlich…so auch in Deinem Minibecken.
Auch die Haltungsfehler im sozialen Bereich sind gravierend. Schwarmfische müssen in Gruppen ab 10 Tieren gehalten werden, da sie in der Gruppe Schutz finden und auch innerartliche Aggressionen bei mehreren Tieren besser abgebaut werden können und sie überhaupt erst in die Lage versetzt werden ihr natürliches Verhalten zu zeigen. Alles andere führt zu Streß, der wiederum schwächt das Immunsystem…
Der Lebensraum Wasser ist in einem Aquarium ein superempfindliches biologisch- chemisches Geschehen.
In Einem Gewässer oder Teich laufen ähnliche Prozesse ab, aber ein so großes Gewässer hat mehr Möglichkeiten mit Schwankungen umzugehen (Uferzonen und ihre Bepflanzung, Kies zum Filtern, Bewohner in geeigneter Anzahl etc.)
Je kleiner das Becken ist, desto empfindlicher das Ökosystem, weshalb man als Anfänger bei einer Beckengröße ab 160L besser aufgehoben ist.
Der Filter in einem Becken sorgt nicht nur für eine mechanische Reinigung des Wassers, sondern auch für eine biologische, denn Ausscheidungen der Fische und abgestorbene Pflanzenteile belasten das Wasser.
Dazu benötigt man allerhand Mikroorganismen, die diese Stoffwechselgeschen im Zaum halten können und die dabei entstehenden Giftstoffe in ungefährliche Stoffe umwandeln können.
Die Wasserchemie ist wesentlicher Bestandteil der Aquaristik und um zu verstehen was genau da passiert, lies Dir bitte die Sache mit dem Nitritpeak durch [FAQ:452]
Wie man ein Becken einfährt (das heißt, dafür sorgt, dass sich im Filter die nötigen Bakterien bilden) erfährst Du hier [FAQ:1559]
Wenn Du bei der Nanoaquaristik beliben möchtest, sprich geeignete Bewohner dafür suchst, empfehle ich Dir unbedingt auch dies zu lesen, denn in der Nanoaquaristik werden auch Licht und Pflanzen in die Qualität der Umweltbedingunegn miteinbezogen:
http://www.forum.nano-aquaristik.de/board.php?boardi…
Unter „Wichtig“
Mindestanforderungen an die Haltung von Zierfischen, was der Gesetzgeber dazu sagt:
http://www.bmelv.de/cln_045/nn_753138/DE/07-Schutzde…
Du hast leider den Fehler gemacht, den viele vor Dir schon begangen haben, und auch noch viele nach Dir begehen werden…leider :o( (beim Autokauf ist man da idR wesentlich vorsichtiger und geht sorgfältiger vor…)
Verkäufer wollen verkaufen…zur Not auch einen Diskus in einer 60L Pfütze. Man muß sich vorher mit geeignetem Material versorgen und sich vor dem kauf informieren. Die „Beratung“ der allermeisten Verkäufer zielt einzig und alleine darauf ab, zu verkaufen.
Auch unser Archiv beherbergt etliche Anfragen die große Ähnlichkeit mit Deiner haben…fast alle Fragesteller wurden „vom Verkäufer“ beraten…
Wenn Du dennoch in die Aquaristik einsteigen möchtest, kaufe Dir ein 160L Becken mit einem gescheiten (Aussen-)filter, prüfe Deine Wasserwerte (beim Wasserversorger erfragen) (PH-Wert, KH=Karbonhärte,GH=Gesamthärte), denn danach suchst Du die passenden Fische aus, weil nicht jeder Fisch mit jedem Wasser klar kommt.
Fische nach Wasserwerten inkl empfohlene Beckengröße und Haltungsbedingungen findest Du hier:
http://www.zierfischverzeichnis.de/
Gruß und viel Erfolg
Maja