Alhi-Antrag - wie lange muss man warten?

Hi Leute,

am 3.12.02 habe ich mich arbeitslos gemeldet. Ich war zuvor selbständig, aber der Alhi-Bezug lag noch weniger als ein Jahr zurück, so dass ich die Alhi eigentlich kriegen müsste.

Aber: Am 31.12. lag noch kein Bescheid vor, und Kohle habe ich natürlich auch noch keine gekriegt. Ich bin im Moment auf meinen Dispo angewiesen, der natürlich kräftig ansteigt.

Ich nehme mal an, es hat sich alles wg. Weihnachten und Silvester verzögert.

Damit ich nicht auf dem Trockenen liege, habe ich mir von einer Freundin 227 Euro auf mein Girokonto überweisen lassen; sie hat als Verwendungszweck „Darlehen zür Überbrückung“ angegeben, was ja auch stimmt, ich habe mir das Geld von ihr geliehen.

Meine Fragen nun:

  1. Kann das Arbeitsamt dahinterkommen, und wenn ja, was könnte mir passieren?

  2. Wie lange muss ich eigentlich in etwa warten, bis ich die Alhi kriege?

  3. Gesetzt den Fall, im Januar käme auch noch nix, wie lange muss ich warten? Oder soll ich den Herren auf dem Amt gleich am 6.1., wenn alle aus dem Urlaub wieder da sind, auf „den Sack gehen“?

  4. Wenn ich auch im Januar kein Geld kriege und ich nix unternehmen würde, könnte man mich nicht fragen, wovon ich denn die ganze Zeit gelebt hätte und wenn ja, mit welcher Konsequenz?

Wäre für ein paar Infos dankbar.

Euer Carsten

Hi Leute,

am 3.12.02 habe ich mich arbeitslos gemeldet. Ich war zuvor
selbständig, aber der Alhi-Bezug lag noch weniger als ein Jahr
zurück, so dass ich die Alhi eigentlich kriegen müsste.

Ja,ist richtig

Aber: Am 31.12. lag noch kein Bescheid vor, und Kohle habe ich
natürlich auch noch keine gekriegt. Ich bin im Moment auf
meinen Dispo angewiesen, der natürlich kräftig ansteigt.

Ich nehme mal an, es hat sich alles wg. Weihnachten und
Silvester verzögert.

Kann sein, die Bearbeitungszeiten sind stark unterschiedlich.

Damit ich nicht auf dem Trockenen liege, habe ich mir von

einer Freundin 227 Euro auf mein Girokonto überweisen lassen;
sie hat als Verwendungszweck „Darlehen zür Überbrückung“
angegeben, was ja auch stimmt, ich habe mir das Geld von ihr
geliehen.
Meine Fragen nun:

  1. Kann das Arbeitsamt dahinterkommen, und wenn ja, was könnte
    mir passieren?

Eigentlich nichts. Du hast ja keine Arbeit aufgenommen,um an dieses Geld zu kommen. Und abziehen können die dir das Geld von der AHi auch nicht,weil man einen gewissen Freibetrag hat (ich glaube so um die 3000-4000 Euro).

  1. Wie lange muss ich eigentlich in etwa warten, bis ich die
    Alhi kriege?

Wie gesagt,die Bearbeitungszeit schwankt stark.

  1. Gesetzt den Fall, im Januar käme auch noch nix, wie lange
    muss ich warten? Oder soll ich den Herren auf dem Amt gleich
    am 6.1., wenn alle aus dem Urlaub wieder da sind, auf „den
    Sack gehen“?

Ja, kannst du machen. Wenn du „Glück“ hast und dein Antrag wurde noch gar nicht bearbeitet,dann macht das manchmal ein Bearbeiter gleich…so einer frei ist. Eine Garantie auf beschleunigte Bearbeitung ist eine Nachfrage zwar nicht,aber schaden kanns auch nicht.

  1. Wenn ich auch im Januar kein Geld kriege und ich nix
    unternehmen würde, könnte man mich nicht fragen, wovon ich
    denn die ganze Zeit gelebt hätte und wenn ja, mit welcher
    Konsequenz?

Nein,könnte man meines Wissens nicht. Es kann dir niemand verbieten, z.B. auf Kosten deiner Freundin zu Leben. Solange ihr keinen gemeinsamen Haushalt habt (und das nicht im AHi-Antrag steht), kann dir rechtlich nichts passieren.

Wäre für ein paar Infos dankbar.

Euer Carsten

Marco

Will ja nich unken, aber …
Moin, Carsten!

Ich bezog bis 26. September 2002 ALG und habe den Antrag auf ALHi Mitte September abgegeben; mich noch mit jemandem von der Leistungsabteilung zusammengesetzt, um die Unterlagen auf Vollständigkeit prüfen zu lassen.

Nachdem meine Akte (aus welchen Gründen auch immer) zwischenzeitlich mal zu einem anderen Arbeitsamt in HH verschickt wurde bekam ich Mitte November einen Brief, dass nun eben doch noch Unterlagen fehlen. (*Verwirrung*)

Jedenfalls wurde mir inzwischen Hoffnung gemacht, dass mein Antrag „wohl Mitte Januar zur endg. Bearbeitung kommt“. Sollte das wirklich passieren, hat das Arbeitsamt nur vier Monate (!) benötigt, um einen Wechsel von ALG auf ALHi gebacken zu kriegen.

Ich drehe allmählich durch und hoffe.
Toi, toi, toi, dass es bei Dir schneller geht!
Vince.