Moin,
Zu Marion: Wenn der Staat alles dran setzt, Arbeitsplätze zu
vernichten, sollte er auf der anderen Seite nicht die Kleinen
noch treten.
Es ist nicht Aufgabe des Staates, Arbeitsplätze zu schaffen (mit Ausnahme des öffentlichen Dienstes), und er kann auch keine „vernichten“. Das ist einer der hartnäckigesten populären Irrtümer dieser Gesellschaft mit Vollkaskomentalität.
Der Staat kann allenfalls günstigere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft setzen, zum Beispiel in Form von Reduzierung der Abgabenlast und arbeitgeberfreundlichen Gesetzen. Nur wenn er das macht, sind die „Kleinen“ häufig die ersten, die schreien.
Über Zeitarbeitsfirmen möchte ich nicht streiten. Der Weg zur
Arbeit ist keine Arbeitszeit, egal wo.
Ich kenn Leute, die nehmen täglich Anfahrtszeiten von 1,5 Stunden (für einen Weg!) in Kauf. Die kriegen das auch nicht bezahlt.
dafür aber
kostenpflichtig.
Das muss allenfals den jucken, der die Rechnung bezahlen muss.
Wenn keine Arbeit da ist, wirst Du auch nicht „angefordert“,
verdienst also nichts.
Wenn dich eine Zeitarbeitsfirma fest einstellt, dann zahlt sie im Allgemeinen dein Gehalt, egal ob Arbeit da ist oder nicht. Deshalb auch der niedrige Stundenlohn. Sollte dies nicht der Fall sein, hätte ich gerne mal einen Blick in den Arbeitsvertrag geworfen.
Weißt Du, wie weit Du da „über Wasser“ bist?
Ich hab selbst schon für Zeitarbeitsfirmen gearbeitet und ich kenne wesentlich geringere Stundenlöhne. (Vielleicht solltest du dich mal erkundigen, was Taxifahrer, Lagerhilfen oder Servicekräfte in der Gastronomie so verdienen).
Wenn der Herr meint, er käme mit dem Sozialhilfesatz finanziell besser zurecht, dann bitte. Sein Bier.
Gruss
Marion