Alkoholbestimmung - klappt das so?

Hallo!

In meinem Hobby-Weinkeller möchte ich auch den Alkoholgehalt ungefähr bestimmen können.
(Die interessanteste mir vorgeschlagene Methode war: 1l des zu testenden Weins trinken und an den nächsten Abenden Kontroll-Trinken mit Weinen bekannten Alkoholgehalts. Wenn der Morgenkater vergleichbar ist hat man den richtigen Wert gefunden.)

Ich bestimme den Alkoholgehalt mit einem Vinometer, ein Kapillarröhrchen mit abnehmender Dicke, dass sozusagen die Adhäsionsfähigkeit des Alkohol-Wasser-Zucker-Gemischs misst. Toleranz ist etwa 1%-Punkt, liegt absolut im Rahmen meiner Erfordernisse.

Nun zum eigentlichen Punkt:
in einer Broschüre las ich folgendes Alternativverfahren:

  1. Messung des Zuckergehalts (Oechsle-Grade) vor der Gärung.
  2. Messung des Zuckergehalts (Oechsle-Grade) nach der Gärung.
  3. Aus der Differenz den Alkoholgehalt berechnen.

Soweit so gut, dass kriege ich hin, ABER: wie messe ich den Zuckergehalt *nach* der Gärung ohne ein Refraktometer? Ich habe nur eine Oechslewaage. Hier kommt nun meine Idee:
2a) Ich messe eine Mengeneinheit Wein ab.
2b) Diese reduziere ich um mehr als den geschätzten Alkoholgehalt, oder ganz einfach pauschal um 20%, in einem Destilliergerät (-> das Destillat ist rein wissenschaftlich zu sehen, nicht als Schwarzbrennen :wink: )
FRAGE: hat der Rest wirklich keinen Alkohol mehr? Ich weiss, dass ich durch Destillation keinen reinen Alkohol im Destillat erzeugen kann, aber schaffe ich es durch Destillation im Rückstand den Alkohol zu entfernen?
2c) Vom Rest im Kolben bestimme ich per Oechslewaage (Dichtemessung) den Zuckergehalt. Diese Zuckermenge war dann auch in der ursprünglichen Mengeneinheit Wein.

Würde dieses Verfahren theoretisch funktionieren?

Ciao, Holger

Hi Holger,

FRAGE: hat der Rest wirklich keinen Alkohol mehr?

es dürfte noch Alkohol drin sein. Aber wieviel läßt sich so ohne weiteres nicht sagen.
Du trägst zudem ja uach Wasser aus, aber die Menge könntest Du dann auch nicht exakt angeben.

Würde dieses Verfahren theoretisch funktionieren?

Es ist recht kompliziert und eher schwierig zu reproduzieren.
Theoretisch könnte(!) es vielleicht funktionieren, aber praktisch - ?

Gandalf