Alkoholismus

hallo,

eine gute freundin von mir macht mir in letzter zeit sorgen.
ich beobachte schon eine weile, dass sie immer öfters zur wodkaflasche greift… einfach so, abends unter der woche - am WE sowieso. am WE gern auch mal gegen 11 uhr während dem hausputz…
sie steht stark unter stress, hat einen neuen job und beziehungsprobleme (hat sie eigentlich ständig, aber immer mit wechselnden männern).

letzten sommer hatte sie echt ne phase, in der sie jeden abend 3 - 4 wodka apfelsaft getrunken hat, manchmal ging so eine halbe bis dreiviertel flasche wodka am abend weg.
wenn ich sie abends mal abhole und wir fortgehen, zündet sie sich quasi daheim oder im auto schon an… sie fährt nie! und „fairerweise“ bietet sie immer an, dass wir ja ein taxi nehmen können, wenn ich auch trinken will… nett, oder?

jedenfalls hab ich sie immer wieder mal so durch die blume drauf angesprochen, mittlerweile mache ich das direkt. sie lacht mich jedoch nur aus, ich würde da total übertreiben! andere tränken schließlich auch ihr gläschen rotwein zum abendessen oder ihr bier.
gestern haben wir bei ihr zusammen zu abend gegessen, ich mit ner cola - sie mit nem wodka apfelsaft. einfach so.

ich bat sie, doch mal 4 wochen keinen alkohohl zu trinken - sie lacht wieder und will diskutieren, warum ich das denn will und warum es blödsinn ist, weil sie es ja voll im griff hat. sie windet sich - anstatt es einfach mal zu machen.

wie seht ihr das? ist sie nicht schon alkoholikerin??
wie kann ich ihr helfen?

liebe grüße,
sonja

Hallo Sonja!

wie seht ihr das? ist sie nicht schon alkoholikerin??
wie kann ich ihr helfen?

Zuerst die Antwort auf Deine 2. Frage:
Du hast sie angesprochen, aber sie negiert das Problem.
DU kannst Ihr nicht helfen. SIE MUSS sich selbst helfen. Das fängt eigentlich damit an, dass SIE das Problem als Problem erkennt und akzeptiert, dass sie ein solches hat.

Ob sie Alkoholikerin ist, lässt sich per Ferndiagnose nicht ermitteln. Bei Alkoholabhängigkeit hast Du eigentlich zwei Probleme: Die psychische Abhängigkeit und/oder die körperliche Abhängigkeit.
Es gibt sog. Quartalstrinker, die „stürzen“ zeitweise vollkommen ab (Trinken bis zum Koma), um das wieder wochen- und monatelang nichts Alkoholisches zu trinken.
Bei der psychisches Abhängigkeit glaubt der Betroffene, das Problem/die Schwierigkeit mit einem Gläschen zu relativieren/besser ertragen zu können. Meist ist das ein schleichender Prozess, bei dem die Alkoholsorten und die -mengen schrittweise geändert/gesteigert werden. Der Betroffene selbst glaubt, er habe kein Problem, da er seine Außenwirkung nur noch schlecht bzw. gar nicht reflektieren kann. Und das ist das eigentlich Schwierige. Der Freund/Ehepartner erkennt früher oder später - meist lange vor dem „Patienten“, wo das Problem liegt - nämlich im Alkohol.
Aber genau das streitet der Betroffene vehement ab. Und genau dort liegt das nächste Problem: Man will helfen, kann jedoch nicht, da der Betroffene sich nicht helfen lässt, da er ja meint, kein Problem zu haben.

Erst wenn der Kranke die Einsicht hat, dass er ALKOHOLKRANK/-ABHÄNGIG ist, kann Du ihm helfen. ER/SIE muss die Behandlung wollen und mit allen Kräften unterstützen. Nur dann ist die Behandlung erfolgreich.
Aber GEHEILT kann diese Krankheit nicht werden.
Die Abhängigkeit bleibt ein Leben lang.

Ich wünsche Dir viel Kraft und hoffe, Dein Engagement wird durch die Einsicht der Freundin und ihre aktive Therapieteilnahme belohnt.

MfG BM

hi bommelmops,
danke für deine antwort. ja, sie negiert total! sie ist sogar ein bisschen empört, dass ich sie als assoziale alkoholikerin hinstellen will. weil wenn sie eine wäre, könnte sie ja ihren job gar nicht machen! ich seh das anders… der alkohol lässt sie abends runterkommen und nachts ruhig schlafen - deshalb kann sie ihren job machen.
sie sagt, sie kann nicht abhängig von etwas werden, das ihr nicht schmeckt - und alkohol schmeckt ihr nicht.
ich finde jedoch, dass woda gemischt mit säften sehr geschmacksneutral ist - daher kann sie das problemlos trinken, ohne sich über den geschmack zu beschweren.
sie kennt eben nur das bild vom assozialen, aggressiven alkoholiker, wie es eben ihr stiefvater war - und so will sie nie werden, deshalb „hat sie ja alles im griff“. ich hab ihr vorgeschlagen, mit ihr zu ihrem hausarzt zu gehen und das thema dort mal anzusprechen - will sie nicht. klar, wäre ihr vermutlich peinlich! wieder ein punkt mehr für mich, der mich bestätigt.

sie lebt quasi allein, ihre familie ist weit weg, sie hat keine festen beziehungen sondern ehe so dramatische kurzepisoden. ihre anderen freundinnen haben selber alkoholprobleme, sind arbeitslos oder lassen sich von ihren mackern gern mal verpritschen… im prinzip bin ich in ihrem leben das einzige „normale“ puzzlestück, was sie mir auch immer wieder sagt und wozu sie auch aufschaut. die anderen interessiert es ja nicht, was aus ihr wird, daher versteht sie meine sorge nicht, weil die anderen nie was dazu sagen.

ich hoffe echt sie sieht es mal ein…

lg,
sonja

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Hallo Sonja,

vielleicht ist die Idee ja total daneben, aber falls deine Freundin gerne liest (was ich allerdings ausgehend von deiner Beschreibung leider bezweifle), wäre es möglich, dass du ihr dieses Buch zum Lesen gibst? http://www.amazon.de/Bordeaux-Ein-Roman-vier-Jahrg%C…
Ich lese es gerade und dort wird sehr einfühlsam das langsame Abrutschen eines erfolgreichen, aber einsamen Mannes in die Alkoholsucht beschrieben. Dieser Mann behauptet auch ständig, er wolle den Wein ja nur verkosten und könne kein Alkoholiker sein, weil er das noch kann und dies noch macht usw., also genau das gleiche Muster wie das, dem deine Freundin verfallen ist. Vielleicht würde sie sich beim Lesen in der Hauptfigur wiedererkennen, nachdenklich werden und letztlich doch erkennen, dass sie ein Problem hat?

Wie gesagt, sorry, wenn die Idee blöd ist, ist halt nur ein Vorschlag.

Viele Grüße

Anja

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Hallo Sonja,

wie seht ihr das? ist sie nicht schon alkoholikerin??

Natürlich. Wieso fragst du da noch?

jedenfalls hab ich sie immer wieder mal so durch die blume
drauf angesprochen, mittlerweile mache ich das direkt. sie
lacht mich jedoch nur aus, ich würde da total übertreiben!
andere tränken schließlich auch ihr gläschen rotwein zum
abendessen oder ihr bier.

Es ist ja nicht besonders nett von ihr, dich auszulachen.

Die anderen, die mit dem „Gläschen Rotwein“ - aus dem dann doch gerne mal eine Flasche Rotwein wird - sind auch Alkoholiker.

wie kann ich ihr helfen?

Ich glaube, da kann man gar nichts machen. Allerdings würde ich mit ihr zusammen nicht mehr weggehen, um abends was zu trinken, sondern nur noch etwas unternehmen, wobei du keinen Alkohol zu trinken brauchst. Vielleicht kommt so zumindest irgendwo im Unterbewusstsein an, dass sie keine Gesellschaft mehr hat, wenn sie Alkohol trinkt.

Schöne Grüße

Petra

Hallo Sonja,

deine Schilderung läßt ziemlich klar auf Alkoholismus schließen, insbesondere die typische Reaktion, wenn man denjenigen darauf anspricht.

Direkt helfen kannst du nicht, denn wie bereits geantwortet wurde führt ohne Einsicht kein Weg aus dem Problem. Leider müssen diese Menschen meist erst ganz unten sein um zu begreifen, daß sie das verlieren was ihnen am meisten wert ist (Leben, Familie, Job …), eh sie zu der Einsicht kommen, daß sie kämpfen müssen und Hilfe annehmen.

Indirekt helfen kannst du indem du weiter Kontakt hältst, um da zu sein falls der Zeitpunkt der Einsicht kommt. Aber das kann, in Abhängigkeit ihrer körperlichen Widerstandkraft, viele Jahre dauern.
Falls es noch weitere Menschen gibt, die ihr wirklich nahe stehen, kannst du diese darauf ansprechen.

Informiere dich über die Fakten des Alkoholismus.
Welche Arten es gibt, welche Symptome, welche typischen Folgekrankheiten, in welcher Art Alkohol den Körper zerstört, wann Entzug einsetzt, welche Symptome Entzug hat, usw.
Wenn du das weißt, kannst du besser damit umgehen und sinnvoll reagieren.

Gruß Steffi

hi petra,
danke für die antwort.
ich geh ja schon kaum mit ihr fort… bei ihr ist fortgehen automatisch mit sich volllaufen lassen verbunden. da kommt dann immer gleich: hey, gehen wir heut abend fort?? fahren wir taxi? dann kannst du auch trinken! ich will schon gar nicht mehr mit ihr fort weil ich weiß dass sie nach 2 stunden dermaßen dicht ist, dass sie sich am tresen festhält, nen glasigen blick kriegt und dann möchte, dass ich für sie bestelle, weil sie es selber nicht mehr hinkriegt!
(dabei trinke ich eigentlich ganz selten und wenn, dann mal einen coktail oder ein becks lemon; ich kann an einer hand abzählen, wie oft ich das auto in meinem leben stehen lassen musste).
sie kann das fortgehen nur genießen, wenn sie sich die kante gibt - andernfalls hat sie keinen spaß, steht in der ecke rum und zieht eine flätsch! also geh ich mit ihr schon gar nimmer! wenn es ja nur das wäre, dass sie auswärts trinkt - dieses in den eigenen vier wänden finde ich persönlich schlimmer und gefährlicher. ich bin einsam und allein, also trinke ich! und wenn ich da bin (so wie gestern abend), dann trinkt sie auch…
heut rief sie mich an, sie findet es ja schön, dass ich mich sorge - aber ich würde übertreiben. auf meinen neuerlichen vorschlag, doch einfach mal 4 wochen den alkohol komplett wegzulassen kam nur: sonja, ich hab das im griff! ich kann das jederzeit machen, aber nicht nächste woche, weil diese sehr stressig wird!
ich rede da echt an eine wand!

naja, ich werd eben abwarte und sie wohl oder übel immer wieder mal damit nerven…

grüße,
s.

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Hi,

schade, dass Du nicht unter „Sucht und Prävention“ gepostet hast - da sitzen die Fachleute…

sie sagt, sie kann nicht abhängig von etwas werden, das ihr
nicht schmeckt - und alkohol schmeckt ihr nicht.
ich finde jedoch, dass woda gemischt mit säften sehr
geschmacksneutral ist - daher kann sie das problemlos trinken,
ohne sich über den geschmack zu beschweren.

Das zeigt ja, dass sie den Alkohol wegen der Wirkung trinkt - und nicht wegen des Geschmacks. Wer abhängig ist, trinkt nicht um des Genusses willen.

sie kennt eben nur das bild vom assozialen, aggressiven
alkoholiker,

Damit steht sie in der Gesellschaft nicht allein. Der Alkoholiker im Volksbewusstsein ist der Penner, der mit vollgepissten Hosen auf der Parkbank sitzt. Dabei kann Alkoholismus ganz still und subtil vor sich gehen, oft ohne, dass es selbst der engste Umkreis es nicht bemerkt.

Ich hab ihr
vorgeschlagen, mit ihr zu ihrem hausarzt zu gehen und das
thema dort mal anzusprechen - will sie nicht. klar, wäre ihr
vermutlich peinlich! wieder ein punkt mehr für mich, der mich
bestätigt.

Naja, wenn sie keine Alkoholikerin ist, ist der Gang zum Hausarzt ja überflüssig. Und wenn: ich würde das auch nicht wollen, dass mich jemand dahin schleppt und mich quasi „vorführt“, vor allem dann, wenn ich nicht mit dem Trinken aufhören will weil keinerlei Einsicht besteht.

sie lebt quasi allein, ihre familie ist weit weg, sie hat
keine festen beziehungen sondern ehe so dramatische
kurzepisoden.

Gute Voraussetzungen, um in Ruhe zu trinken.

ihre anderen freundinnen haben selber
alkoholprobleme,

Das ist für einen Alki normal, sich mit Menschen zu umgeben, die auch trinken. Die können einen dann nicht kritisieren, weil sie selbst drinstecken.

im prinzip bin ich in ihrem
leben das einzige „normale“ puzzlestück, was sie mir auch
immer wieder sagt und wozu sie auch aufschaut.

Also ist sie immerhin noch in der Lage, zu differenzieren - und ich bin sicher, sie weiß um ihr Problem. Aber so lange man nichts ändern will, wird man das nie, nie zugeben, denn sonst müsste man ja handeln.

die anderen
interessiert es ja nicht, was aus ihr wird, daher versteht sie
meine sorge nicht, weil die anderen nie was dazu sagen.

Naja, das ist ne Ausrede. Sie ist froh, dass die anderen nix sagen und nutzt das, um Dir ein schlechtes Gewissen zu machen.

ich hoffe echt sie sieht es mal ein…

Und nur das birgt die Chance in sich, etwas ändern zu wollen. Du kannst dir den Mund fusselig reden - solange keine Krankheitseinsicht da ist, funktioniert nix - im Gegenteil: die Abwehrhaltung wird immer stärker.

Nur ein Tipp: Bestell’ ihr nix, wenn sie selbst nicht mehr kann. Hilf ihr kein Stückchen, um ihr das Trinken zu ermöglichen. Spiegel ihr ihr Verhalten: sag’ ihr, dass du sie besoffen nicht magst, dass sie Scheiße aussieht, wenn sie blau ist, dass sie dummes Zeugs babbelt. Sie muss einfach merken , dass ihr Trinken nicht unbemerkt bleibt.

Gruß,

Anja

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hi anja,
danke für dein posting.

um himmels willen, ich bestell ich dann doch nix mehr, wenn sie nicht mehr kann! im gegenteil, ich sag ihr dann schon, dass sie doch eigentlich genug hat - und wenn sie nicht mehr bestellen kann sollte das zeichen genug sein, nichts mehr zu trinken.
wenn sie betrunken ist, dann wird sie so…von oben herab, versteht mich nicht. daher beschränke ich ja unsere „outdoor“-aktivitäten auf ein minimum.

zum arzt wollte ich sie bringen weil sie der meinung ist, ich hätte keine ahnung was ein alki sei und könne das nicht beurteilen. daher meinte ich: dann lass uns doch mal zu deinem hausarzt gehen, der müsste ahnung davon haben! lass uns mal sehen, was der dazu sagt!
aber das will sie ja nicht… sie meinte, ihr arzt wisse schon, dass sie ab und an was trinkt. auf meine frage hin, ob er auch von dem zuhause alleine sitzen und jeden abend 2 vodka trinken was wüsste oder nur vom „in geselligkeit“ (was ja nur ein ganz kleiner bruchteil bei ihr ist) - aber das wisse er natürlich nicht!

danke an alle, die mir hier tipps gegeben haben und mir glück wünschen - sie hat es viel nötiger als ich und ich hoffe echt, dass sie es bald rafft, bevor es zu spät ist!

liebe grüße,
s.

Hallo Sonja, noch ein letzter Tip da er noch nicht gefallen ist. Bei den Anonymen Alkoholikern gibt es vermutlich so einen Ja/NEin Testbogen (ich hab den vor JAhren mal in ner Zeitschrift gesehen, und tipp mal das der von denen ist), den man ausfüllen kann und je nachdem wieviele JAs man ankreuzt bekommt man am Ende ein Ergebnis, das deutlich macht, ob man gefährdet ist.
Der funktioniert auch bei „jeden TAg nur ein Bier“- Pegeltrinkern als auch bei Quartalssäufern.
Wenn sie dir wirklich weismachen will, alles noch im Griff zuhaben, dann soll sie mal den Test machen, der ist ja nicht so offiziell wie der Arzt und schnell mal nebenbei und selbst im Suff gemacht. Und selbst wenn du für sie die Kreuze setzt, nach dem was du beobachtest, kann dass deine Argumentation unterstützen.
Und da du ja keine Ahnung von echten Alkoholikern hast, so wie sie mit ihrem Pa, dann kannst du argumentieren, dass die AAs Ahnung haben was Alkoholiker sind und in diesem Fragebogen genau die Punkte auftauchen wegen derer du dich sorgst (alleine Trinken, Trinken der Wirkung wegen und nicht wegen des Geschmacks etc.)
Gruß Susanne

Hi,

Bei den Anonymen Alkoholikern gibt es vermutlich so einen
Ja/NEin Testbogen (ich hab den vor JAhren mal in ner
Zeitschrift gesehen, und tipp mal das der von denen ist), den
man ausfüllen kann und je nachdem wieviele JAs man ankreuzt
bekommt man am Ende ein Ergebnis, das deutlich macht, ob man
gefährdet ist.

Du meinst vermutlich den sog. „Jellinekschen Fragebogen“ - der ist aber nicht von den AA. Erstaunlicherweise habe ich den auf die Schnelle nicht im Netz gefunden… Nur Infos über den Arzt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Elvin_Morton_Jellinek

Wenn sie dir wirklich weismachen will, alles noch im Griff
zuhaben, dann soll sie mal den Test machen, der ist ja nicht
so offiziell wie der Arzt und schnell mal nebenbei und selbst
im Suff gemacht.

Nein, das trifft leider nicht zu. Der Alki ist so raffiniert, dass er die Fragen so für sich auslegt, dass er mit Sicherheit noch „gut abschneidet“ und sich so zurücklehnen und das nächste Gläschen genießen kann. Die Therapiekliniken, die damit arbeiten, befassen sich mit ihren Klienten tagelang mit diesem Bogen …

Gruß,

Anja

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Hi,

Bei den Anonymen Alkoholikern gibt es vermutlich so einen
Ja/NEin Testbogen (ich hab den vor JAhren mal in ner
Zeitschrift gesehen, und tipp mal das der von denen ist), den
man ausfüllen kann und je nachdem wieviele JAs man ankreuzt
bekommt man am Ende ein Ergebnis, das deutlich macht, ob man
gefährdet ist.

Du meinst vermutlich den sog. „Jellinekschen Fragebogen“ - der
ist aber nicht von den AA. Erstaunlicherweise habe ich den auf
die Schnelle nicht im Netz gefunden… Nur Infos über den
Arzt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Elvin_Morton_Jellinek

Hallo psychologische Tests sind sauteuer und wegen UHG nicht im NEtz verfügbar. Aber …

Die Therapiekliniken, die
damit arbeiten, befassen sich mit ihren Klienten tagelang mit
diesem Bogen …

Allein das ist schon ein Hinweis das ich was anderes mein. Ich meinte schon so etwas http://www.anonyme-alkoholiker.de/content/03info/03w…

wobei da aber durchaus gleich die Erklärungen kommen und das war bei dem fraglichen Test nicht so. Also war es vermutlich von irgendeiner Suchberatungsstelle abgekupfert. Aber wie gesagt es war ein ziemlich einfacher Test und jedes JA auf eine Frage wies in Richtung „Du bist schon soweit“. Wobei die vielleicht ihren Test auch angepasst haben oder gekürzt, wie gesagt es ist schon ganz schön her, dass mir der mal auffiel, so 10 Jahre können das schon sein, oder mehr.
Ach ja hierist noch so einer http://www.guttempler.de/test-trinkverhalten.html
Vielleicht war es auch von denen ein Test? Dort sind jedenfalls Fragen die ich beim AA Test vermisste oder es war eine Zusammenstellung von beiden. Wie gesagt war ja ein Artikel in irgendeiner Zeitschrift, irgendwas zwischen Hörzu und Apoumschau, also definitiv nicht wissenschaftlich.

Gruß Susanne

wie seht ihr das? ist sie nicht schon alkoholikerin??
wie kann ich ihr helfen?

liebe grüße,
sonja

Hallo Sonja,

man muß nicht lange nachlesen in den Berichten von Dir um zu erkennen, daß sie vom Alkohol abhängig ist.
In dieser Situation kannst Du ihr nicht helfen, sie muß es selbst erkennen bzw sie muß erst ganz ganz tief unten sein und selbst erkennen daß sie da wieder raus will…vorher nützt alles reden nix.
Du kannst ihr nur helfen indem Du nicht selbst co-abhängig wirst und ihr noch quasi hilfst beim trinken.

Aber das machst Du nicht, Du sagst selbst es ist dir zuwider noch mit ihr weg zu gehen und Du mußt es ihr gegenüber auch deutlich sagen: wenn ich mit dir weggehe dann nur wenn kein Alkohol getrunken wird ansonsten gehe ich nicht mit.
Sie muß es deutlich merken, daß Du nicht mitmachst dabei.

Wenn sie dich daraufhin beschimpft oder Dir die Freundschaft kündigt und dich zu erpressen versucht, laß Dich nicht drauf ein und nimm Dir das nicht zu Herzen…es ist die Sucht die aus ihr spricht.

Ich wünsche Ihr und Dir die Kraft die ihr braucht… einfach ist es nicht…

LG
Marion