Alkoholismus und Vererbung

Mich bewegt im Moment eine Frage:
Ist Alkoholismus vererbbar?
Oder macht der Vorfahr geneigt dem Alkohol mehr zu zusprechen?
Oder gibt es dazu keinen Zusammenhang?
d

Den Bezug auf genetische Vererbung möchte ich in dieser Thematik eher als den kleinsten Aspekt in der KomplexitĂ€t der Sache bezeichnen , auch wenn es wohl durchaus genetisch begĂŒnstigt Menschen geben wird , die Alkohol teils deutlich besser als andere Menschen verstoffwechseln können . Letztlich gibt es aber in diesem Aspekt durchaus auch Menschen , die Alkohol aus genetischen GrĂŒnden tatsĂ€chlich von Geburt an ĂŒberhaupt nicht körperlich verstoffwechseln , und somit organisch nicht abbauen können .

In vielen FĂ€llen der genetisch „unauffĂ€llig veranlagten“ Menschen ist es aber meist das W
Elternhaus , und insbesondere vorgeburtlich die Mutter mit ihrem reifenden Fötus in ihrem Verhalten zum Alkohol bei den Wahrscheinlichkeiten einer potenziellen Alkoholismus-Entwicklung ihres Nachwuchses . Der im mĂŒtterlichen Leib reifende Fötus bekommt jegliche FehlernĂ€hrung der Mutter halt direkt mit auf den Weg .

Somit sind Kinder von wĂ€hrend der Schwangerschaft konsumierender MĂŒtter durchaus in Vorgewöhnung hĂ€ufiger von möglichen Suchtproblematiken in ihrer Entwicklung betroffen als Kinder , deren MĂŒtter vor und wĂ€hrend ihrer Schwangerschaft absolut abstinent blieben .

Das allgemeine familiĂ€re und freundeskreisliche Umfeld rundet diesen „erlernten“ Kreislauf einer möglichen FehlprĂ€gung nach hinten noch weiter ab in seinem Risiko des GefĂ€hrdungspotenzials fĂŒr missbrĂ€uuchlichen Umgang mit Alkohol bis zu einer tatsĂ€chlichen Suchtentwicklung .

Es ist alles kein zwingendes so wird es geschehen , sondern nur ein teils je nach Zusammenspiel aller Faktoren ( wie auch spÀtere Misserfolge im Leben ) mitunter deutlich möglich gesteigertes GefÀhrdungspotenzial zu solchen Neigungen .

LG

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Ich vertrete auch die Ansicht, dass körperliche Dispositionen möglich sind, sehe aber den Hauptaspekt im vorgelebten Beispiel in der Familie und den allgemeinen LebensumstÀnden.
Gleichzeitig meine ich, dass jede Sucht ein Ausdruck innerlicher Defizite ist.
Diese versucht der SĂŒchtige mit der Sucht (Drogen, Alkohol, Essen, Sex usw.)
auszugleichen.

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Hier klingst Du mir etwas zu verallgemeinernd , und mit Verlaub , auch diesbezĂŒglich etwas herblassend in Deiner Formulierung .

In jungen Jahren muss sich der Mensch mit dem arrangieren , was auch Ă€ußerlich dem Körper genetisch mitgegeben wurde .

In gehobenerem Alter kommen zunehmend Zipperlein und Schmerzen physischer Natur dazu .

Damit wĂ€ren wir allgemein aber erst mal wieder am Anfang dessen , was ein junger Mensch so alles in seinem BĂŒndel von Zeugung ĂŒber Geburt bis zum Start ins eigenstĂ€ndige Leben so alles mit auf den Weg bekam .

An diesem Punkt in diesem Fragethread sollten sich unsere Wege aber erst mal trennen , und von TE erst mal eine Eigenreaktion abwarten zur Lenkung der hier konkret erfragten Thematik .

Menschen sind nun mal Individuen mit jeweils ihrer eigenen Problematik zur Sachlage .

Von daher möchte ich in die Frage erst mal nicht zu viel hinein interpretieren , aber auch damit keine ziellose Nebendiskussion fĂŒhren wollen .

Sehen wir es einfach ganz neutral wie Themenstart und erste Antwort , welches dann zunĂ€chst mal Reaktion vom TE bedingt fĂŒr etwaige Weiterverfolgung bedingen wĂŒrde .

Als anfragende Person wollte ich da erst mal lieber direkte Antworten , statt gleich Diskussionen untereinander auf meine Frage lesen wollen . :wink:

LG , KL

Hi Dignam

kurze Antwort - Ja - zum Teil

Aktuell wird die genetische Komponente auf ca. 50 % geschĂ€tzt. Es gibt dabei kein einzelnes Gen, das dafĂŒr verantwortlich wĂ€re, sondern es ist eher eine Kombination aus mehreren Genen. Wer Alkohol besonders gut vertrĂ€gt, ist demnach deutlich gefĂ€hrdeter alkoholkrank zu werden, als die, die Alkohol nicht so gut vertragen und am nĂ€chsten Tag schon bei kleinen Mengen heftig leiden.

Den anderen Teil macht natĂŒrlich auch das Vorleben von „alkoholbasierten Problemlösungsstrategien“ durch die Eltern/engen Verwandten aus

Gruß h.

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Danke fĂŒr Eure Antworten.
Wie kann die Frau auf ihren Mann Einfluß nehmen?
Oder alles vergebene LiebesmĂŒh?

Das kommt auf den Charakter des Mannes an.
Entscheidend ist auf jeden Fall, dass der SĂŒchtige von sich aus von der Sucht loskommen will. Das geschieht nach meiner Erfahrung im allgemeinen erst dann, wenn er wirklich in der Gosse liegt und das GefĂŒhl hat, wenn er weitermacht wird er sterben.
Die Frau muss also auf jeden Fall in aller Liebe hart und konsequent sein können.
Es wĂ€re vernĂŒnftig, sich in dieser Hinsicht von einer Suchtberatung Hilfe zu holen.
Ein/e Partner/in allein ist da schnell ĂŒberfordert.

P.S. Solange die Sucht nicht wirklich ĂŒberwunden ist, kann man einem SĂŒchtigen nicht trauen. Er wird immer wieder alles versprechen und letztlich immer wieder die Versprechen brechen.

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Wenn sie ihn liebt muss sie

  1. sich zuerst selber Hilfe holen weil sie Co Alkoholiker ist

  2. bereit sein, ihm sehr weh zu tun, wenn sie ihn zB komplett fallen lassen muss um sich selbst zu retten

Er hat wahrscheinlich gerade nur eine Partnerin und die heißt ‚Sucht‘

Wenn es ihm nicht richtig ĂŒbel weh tut, wird er nicht einsehen, dass er etwas Ă€ndern muss - und das wird er nicht fĂŒr seine Frau tun sondern nur fĂŒr sich. Wenn er nicht bereit ist es fĂŒr sich zu tun, tut er es fĂŒr niemanden

Das muss man als liebender Partner aushalten können und sich rechtzeitig selbst in Sicherheit bringen

Gruß h

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Danke.
Ich hadere noch mit mir ob ich wohl was sage.
Die Frau hat mehrmals gesagt, der hat wieder

Nach einer Reise sagt er. war ma wieder viel, muß mal aussetzen.
Die Hausbar reicht fĂŒr die kleine Kneipe von nebenan.
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