@all Experten/Profis -Achtung ziemlich lang-

Hallo

vielen Dank erstmal dass ihr euch die Zeit nehmt diesen Artikel durchzulesen und vielleicht auch mir etwas dazu schreibt.

Vor 3 Wochen war ich nach langem zögern bei einer Nervenärztin, welche die Diagnosen Wochenbettdepression- und/oder Psychose und manisch Depressiv feststellte. Sie wollte mir AD verschreiben, die ich ablehnte aus 2 Gründen (1. stillte ich noch (sind nun umgestiegen auf Flasche), 2. bin ich sportlich aktiv und weiß nicht ob das evtl. auch als Dopping gilt). Nun habe ich nächste Woche Do. bei ihr einen Termin und werde möglicherweise nicht drumrum kommen, welche verschrieben zu bekommen. Momentan nehme ich 600mg Johanniskraut am Tag.

Als Ursache für die Depressionen sieht sie einen nicht verarbeiteten Autounfall in meiner Kindheit (war damals 3 1/2 Jahre alt, heute 27). Ich wurde lt. meiner Mutter deswegen niemals professionell behandelt, obwohl der damalige Hausarzt ein Trauma festgestellt hatte. Durch die „Geburt“, die ein geplanter KS war, wären meine Ängste von damals wieder reaktiviert worden meinte die Ärztin. Ich habe schon so lange ich denken kann Angst ins KKH zu müssen oder gar operiert werden zu müssen (furchtbare Albträume).

Jetzt zu meiner Frage/Problem. Am Montag habe ich nun einen Termin bei einer Psychologin (ende April bei einem Psychiater) bekommen. Ich soll dahin um eine Tiefenpsychotherapie und Verhaltenstherapie zu machen lt. der Ärztin. Wo würdet ihr meinen wäre es besser eine Therapie zu beginnen? Könnt ihr mir vielleicht beschreiben worin der Unterschied bei den Therapien liegt? Wie laufen solche Therapien ab? Soll ich die KKH-Unterlagen von dem Unfall mitnehmen? Muß ich sonst irgendetwas mitnehmen? Wie lange und oft pro Tag/Woche/Monat/Jahr geht man dahin (auch in Std/Min)? Darf man da sitzen/stehen/laufen oder nur liegen (Ammenmärchen?)? Werden mir Fragen gestellt oder soll ich irgendetwas erzählen, nur was, worüber? An den Unfallhergang habe ich keine Erinnerung, nur an die Zeit während und nach dem KKH-Aufenthalt habe ich einzelne Erinnerungen. Momentan geht es mir wieder gut, weine zwar noch ein bischen hin und wieder aber sonst… Ist es dann überhaupt sinnvoll/nötig eine Therapie zu machen? Mein Mann meint ich solle endlich die „Chance ergreifen“ (???) damit es mir besser geht. Mittlerweile glaube ich fast wieder, dass ich tatsächlich am durchdrehen bin. Im vergangenem Jahr hatte ich 2-4 ziemlich schlimme Monate in denen ich mich nicht getraut habe zu Ärzten zu gehen (wg. Klinikeinweisung).

Ich habe soviele Fragen und bin super nervös.

LG Angie

Hai, Angie,

zu dem Rest werden sich sicherlich die Profis zu Worte melden, aber hierzu

Mein Mann meint ich solle endlich die
„Chance ergreifen“ (???) damit es mir besser geht.

kann ich nur entschieden mit dem Kopf nicken. Wenn Du das wieder nur verdrängst, dann kommt’s auch wieder irgendwann hoch und wenn Du dann irgendein eigentlich völlig harmloses gesundheitlichen Problemchen hast, daß mit 24 Stunden Krankenhaus ratzfatz erledigt wäre, Du aber total die Panik schiebst und der ganze Sch*** dann wieder hochkommt…

Und dann gibt es da nun auch noch das Kind zu bedenken - Du hast kaum eine Chance, Deine (unbewussten/ungezielten/nicht verarbeiteten) Ängste nicht weiterzugeben…

Gruß und alles Gute
Sibylle

Hallo Angie,

zu deinen fachlichen Fragen kann ich dir - auch wenn ich selbst jetzt am Ende einer dreijährigen analytischen Psychotherapie bin - nicht viel sagen. Außer, dass ICH während der Gespräche mit meinem Therapeuten sitzen „darf“ und er wohl auch nciht aufschreien würde, wenn ich aufstehen würde. Denk ich mal. Er würde höchstens fragen, warum ich das tu.

Jetzt zu meiner Frage/Problem. Am Montag habe ich nun einen
Termin bei einer Psychologin (ende April bei einem Psychiater)
bekommen.

Wie ist das denn gedacht? Sollst du Ende April den Therapeuten wechseln oder ist das ein Auswahlverfahren?

Muß ich sonst
irgendetwas mitnehmen?

Überweisung und Chipkarte

Wie lange und oft pro
Tag/Woche/Monat/Jahr geht man dahin

denke mal, das kommt auch auf dein Bedürfnis an. Mir hat eine „Stunde“ in der Woche manchmal nicht gereicht, manchmal wäre mir eine im Monat zu viel gewesen… das solltest du - würd ich als Laie meinen - nach den Probestunden mit dem Therapeuten absprechen (hängt ja auch ein bisschen davon ab, wie voll sein und dein kalender ist).

Werden mir Fragen gestellt oder soll ich irgendetwas erzählen,
nur was, worüber?

Während der gesamten 3 Jahre hab ich bei Beginn der Stunde in ein schweigendes GEsicht geschaut. DAnn hab ich erzählt, erzählt, erzählt. Zwischenfragen beantwortet etc. Wenn ich nichts zu sagen hatte, wurde halt auch geschwiegen. DAS war meist irgendwie unangenehm. Aber ich hab gelernt, damit umzugehen. Ich denke, das hängt aber wiederum von der Therapieform ab.

aber sonst… Ist es dann überhaupt sinnvoll/nötig eine
Therapie zu machen? Mein Mann meint ich solle endlich die
„Chance ergreifen“ (???) damit es mir besser geht.

Lass dir gesagt sein, dass du vor einem Therapeuten keine Angst haben musst. Überhaupt nicht. Geh da am besten neugierig hin und stell ihm alle deine Fragen, erzähl im deine Zweifel etc.

Mit meinem hab ich zwar eine kurze große Krise - etwa zur Halbzeit - gehabt, wo ich ihn zum Teufel jagen wollte. Aber letztlich möchte ich die vergangenen drei Jahre - mit ihm - nicht missen. Und ich muss sagen, er war genau der Richtige (hab aber vorher auch drei stehen gelassen, mit denen ich überhaupt nicht klar kam).

Wenn dir etwas komisch vorkommt oder du das Gefühl hast, mit dem Menschen kannst du nicht „arbeiten“, dann nimm das ernst und versuch einen anderen.

Mittlerweile glaube ich fast wieder, dass ich tatsächlich am
durchdrehen bin.

Das sollte dir die o.g. Frage beantworten.

Ich habe soviele Fragen und bin super nervös.

Probier es und versuch keine Panik zu haben.

LG Demenzia

Hallo Angie
Du hast eine ganze Menge dargelegt und man könnte eine ganze Menge dazu sagen bzw. schreiben, aber auch ich will mich mal nur auf ein paar Aspekte beschränken.

Als Ursache für die Depressionen sieht sie einen nicht
verarbeiteten Autounfall in meiner Kindheit (war damals 3 1/2
Jahre alt, heute 27). Ich wurde lt. meiner Mutter deswegen
niemals professionell behandelt, obwohl der damalige Hausarzt
ein Trauma festgestellt hatte. Durch die „Geburt“, die ein
geplanter KS war, wären meine Ängste von damals wieder
reaktiviert worden meinte die Ärztin. Ich habe schon so lange
ich denken kann Angst ins KKH zu müssen oder gar operiert
werden zu müssen (furchtbare Albträume).

Das ist sicherlich nicht zu vernachlässigen, aber ich würde trotzdem nicht den Hauptschwerpunkt in diesen beiden von Dir genannten Traumata sehen. Die Psychotherapie-Forschung ist in den letzten Jahrzehnten schon auch ein bißchen abgerückt von den frühkindlichen Traumata als Erklärung für die Entstehung von Neurosen. Das findet sich nur noch in alten Hitchcock-Filmen. Ein Autounfall ist zwar ein schweres und schwer verständliches Geschehen für ein kleines Kind, aber Neuroen entstehen doch im großen und ganzen anders. Dies trifft insbesondere für Depressionen zu.
Abgesehen davon finde ich es aber durchaus sehr sinnvoll, dass Du eine Therapie beginnen möchtest.

Jetzt zu meiner Frage/Problem. Am Montag habe ich nun einen
Termin bei einer Psychologin (ende April bei einem Psychiater)
bekommen. Ich soll dahin um eine Tiefenpsychotherapie und
Verhaltenstherapie zu machen lt. der Ärztin. Wo würdet ihr
meinen wäre es besser eine Therapie zu beginnen?

Die Antworten, die Du hier von uns allen bekommen kannst, sind meistens sehr subjektiv und durch unsere persönlichen Erfahrungen und/oder unsere professionellen Schwerpunkte und Ausbildungen geprägt.
Ich arbeite halt tiefenpsychologisch fundiert, überweise aber auch öfter mal Patienten zu einem Verhaltenstherapeuten, wenn ich das für sinnvoller erachte.

Könnt ihr mir
vielleicht beschreiben worin der Unterschied bei den Therapien
liegt?

Die psychoanalytischen Therapien arbeiten mehr mit den unbewussten Inhalten, z.B. Traumdeutungen, frei aufsteigende Assoziationen usw. Die tiefenpsychologisch fundierten ähnlich, aber dialogischer (der Theapeut sagt auch öfter was) und die verhaltenstherapeutischen Behandlungen arbeiten mehr mit dem Bewusstsein und Aktivitäten. Das nur unvollständig und in aller Kürze für Dich. :wink:

Soll ich die
KKH-Unterlagen von dem Unfall mitnehmen? Muß ich sonst
irgendetwas mitnehmen?

Nein, nicht so arg wichtig.

Wie lange und oft pro
Tag/Woche/Monat/Jahr geht man dahin (auch in Std/Min)? Darf
man da sitzen/stehen/laufen oder nur liegen (Ammenmärchen?)?

Ich persönlich behandle leber mit der „klassischen Couch“, weil meine Erfahrungen da einfach besse sind. Das Anschauen des Therapeuten geht meistens mit (unbewusster) Kontrolle einher.
Muss leider jetzt wieder in die Praxis.
Gruß,
Branden

Danke Branden für deine Rückantwort. :smile:

Ich würde gerne wissen woher die Depression kommen könnten, damit ich mir vielleicht doch um den Weg zu einem Profi sparen kann. Mir ist das furchtbar peinlich zu einem „Seelenklempner“ (bitte nimm die Berufsbezeichnung nicht zu ernst) zu gehen. Ich bin froh, dass es im Internet gewisse foren gibt in denen man sich austauschen kann. Nur in einem Gespräch… auf einer Couch liegend… meine Gefühle/Ansichten offen zu legen… *oh weiha* damit habe ich schon ein Problem.

Hallo Angie
Du hast eine ganze Menge dargelegt und man könnte eine ganze
Menge dazu sagen bzw. schreiben, aber auch ich will mich mal
nur auf ein paar Aspekte beschränken.

Als Ursache für die Depressionen sieht sie einen nicht
verarbeiteten Autounfall in meiner Kindheit (war damals 3 1/2
Jahre alt, heute 27). Ich wurde lt. meiner Mutter deswegen
niemals professionell behandelt, obwohl der damalige Hausarzt
ein Trauma festgestellt hatte. Durch die „Geburt“, die ein
geplanter KS war, wären meine Ängste von damals wieder
reaktiviert worden meinte die Ärztin. Ich habe schon so lange
ich denken kann Angst ins KKH zu müssen oder gar operiert
werden zu müssen (furchtbare Albträume).

Das ist sicherlich nicht zu vernachlässigen, aber ich würde
trotzdem nicht den Hauptschwerpunkt in diesen beiden von Dir
genannten Traumata sehen. Die Psychotherapie-Forschung ist in
den letzten Jahrzehnten schon auch ein bißchen abgerückt von
den frühkindlichen Traumata als Erklärung für die Entstehung
von Neurosen. Das findet sich nur noch in alten
Hitchcock-Filmen. Ein Autounfall ist zwar ein schweres und
schwer verständliches Geschehen für ein kleines Kind, aber
Neuroen entstehen doch im großen und ganzen anders. Dies
trifft insbesondere für Depressionen zu.

Kann man dagegen selbst etwas tun um Depressionen zukünftig zu verhindern? Ich suche ziemlich verzweifelt einen Ausweg aber möglichst allein ohne Hilfe.

Abgesehen davon finde ich es aber durchaus sehr sinnvoll, dass
Du eine Therapie beginnen möchtest.

Eigentlich habe ich fremde Hilfe nur aufgesucht um unsere Ehe zu retten und um für unsere kleine Tochter besser da zu sein. Ich wollte eigentlich nur zu hören bekommen, dass es eine ganz normale Situation ist und nicht ich sei depressiv. :frowning:

Jetzt zu meiner Frage/Problem. Am Montag habe ich nun einen
Termin bei einer Psychologin (ende April bei einem Psychiater)
bekommen. Ich soll dahin um eine Tiefenpsychotherapie und
Verhaltenstherapie zu machen lt. der Ärztin. Wo würdet ihr
meinen wäre es besser eine Therapie zu beginnen?

Die Antworten, die Du hier von uns allen bekommen kannst, sind
meistens sehr subjektiv und durch unsere persönlichen
Erfahrungen und/oder unsere professionellen Schwerpunkte und
Ausbildungen geprägt.
Ich arbeite halt tiefenpsychologisch fundiert, überweise aber
auch öfter mal Patienten zu einem Verhaltenstherapeuten, wenn
ich das für sinnvoller erachte.

Worauf will die Ärztin raus? Kannst du vielleicht aus den Bemerkungen etwas feststellen? Ich bin ziemlich ratlos was ich mit beiden Terminen machen soll. Den Psychiater hat sie mir wärmstens empfohlen, die Psychologin habe ich von ihrer Tel.-Liste welche sie mir noch zusätzlich mitgegeben hat. Auch die Psychologin würde lt. Liste tiefenpsychologisch etwas machen. Soll ich beide Termine warnehmen? Ich habe gelesen bevor eine Therapie begonnen wird kann/soll man versch. Therapeuten sich „ansehen“, stimmt das?

Könnt ihr mir
vielleicht beschreiben worin der Unterschied bei den Therapien
liegt?

Die psychoanalytischen Therapien arbeiten mehr mit den
unbewussten Inhalten, z.B. Traumdeutungen, frei aufsteigende
Assoziationen usw. Die tiefenpsychologisch fundierten
ähnlich, aber dialogischer (der Theapeut sagt auch öfter was)
und die verhaltenstherapeutischen Behandlungen arbeiten mehr
mit dem Bewusstsein und Aktivitäten. Das nur unvollständig und
in aller Kürze für Dich. :wink:

Jetzt machst du mich vollends ratlos. Sollte ich vielleicht doch eher zu dem Psychiater gehen? Ist er eher der richtige Ansprechpartner für mein Problem? *grübelamKopfkratz*

Soll ich die
KKH-Unterlagen von dem Unfall mitnehmen? Muß ich sonst
irgendetwas mitnehmen?

Nein, nicht so arg wichtig.

Danke, werde ich dann sein lassen.

Wie lange und oft pro
Tag/Woche/Monat/Jahr geht man dahin (auch in Std/Min)? Darf
man da sitzen/stehen/laufen oder nur liegen (Ammenmärchen?)?

Ich persönlich behandle leber mit der „klassischen Couch“,
weil meine Erfahrungen da einfach besse sind. Das Anschauen
des Therapeuten geht meistens mit (unbewusster) Kontrolle
einher.

Was meinst du mit unbewusster Kontrolle? Sollte bei einer Therapie einfach nur die Gedanken ausgesprochen werden? Falls ja, was wäre wenn einem nur peinliche Gedanken kommen, müssen diese dann auch ausgesprochen werden? Mir wäre das furchtbar unbehaglich. Ich trau mich nicht offen über Gefühle zu sprechen auch nicht unbedingt immer mit meinem Mann. Wie soll ich das erst bei einer fremden Person können??

Wünsch dir noch einen schönen Tag. Vielleicht kannst du dich nochmals melden?

LG Angie

Hallo Angie,

Jetzt zu meiner Frage/Problem. Am Montag habe ich nun einen
Termin bei einer Psychologin (ende April bei einem Psychiater)
bekommen. Ich soll dahin um eine Tiefenpsychotherapie und
Verhaltenstherapie zu machen lt. der Ärztin. Wo würdet ihr
meinen wäre es besser eine Therapie zu beginnen?

pauschal läßt sich diese Frage leider kaum beantworten, wenn es um eine konkrete Person - in diesem Fall Dich - geht, weil zu viele Dinge den Erfolg einer Therapie bei einer Person beeinflussen. Außerdem ist es so, daß in der klinischen Praxis die praktischen Unterschiede zwischen den Therapieformen oftmals nicht so groß sind wie in der Therapieforschung.

Könnt ihr mir
vielleicht beschreiben worin der Unterschied bei den Therapien
liegt?

Ich habe die wichtigsten Unterschiede hier

http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychotherapie/…

zusammengestellt. Du findest auch Hinweise auf die Dauer der Therapieformen (insgesamt in

Darf man da sitzen/stehen/laufen oder nur liegen (Ammenmärchen?)?

Die tiefenpsychologische Therapie im Liegen (klassische Psychoanalyse) wird heute im Vergleich zu früher nur noch selten angewendet.

Werden mir Fragen gestellt oder soll ich irgendetwas erzählen,
nur was, worüber?

Auch das kommt auf die Therapieform an. Darüber würde ich mir jedoch keine Gedanken machen. Es kommt schon alles während der Therapie.

Ist es dann überhaupt sinnvoll/nötig eine Therapie zu machen?

Man kann strenggenommen nur im direkten Kontakt mit Dir klären, ob eine Therapie sinnvoll / notwendig ist.

Du hast geschrieben, daß bei Dir eine Depression / Manie vermutet wird. Informationen zu diesen Störungen findest Du hier:

Depression:

http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychologie/Psy…

speziell zur Therapie der Depression:

http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychologie/Psy…

Manie:

http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychologie/Psy…

Wenn Du Fragen hast, kannst Du Dich gern an mich wenden, gern auch per Mail. Ich würde versuchen, sie zeitnah zu beantworten.

Beste Grüße,

Oliver Walter

Hi Angie

Soll ich beide Termine warnehmen?

Ja.

Ich habe gelesen
bevor eine Therapie begonnen wird kann/soll man versch.
Therapeuten sich „ansehen“, stimmt das?

Ja, das ist richtig. Man kann bei verschiedenen Therapeuten Probesitzungen absolvieren und sich dann entscheiden, welcher Therapeut für einen selber am „bekömmlichsten“ ist.

Sollte ich vielleicht
doch eher zu dem Psychiater gehen? Ist er eher der richtige
Ansprechpartner für mein Problem? *grübelamKopfkratz*

Naja, jemand, der den (neuen) Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie innhat, wär zumindest nicht falsch, denke ich, da ja auch schon von Psychose (siehe Dein erstes Posting) gesprochen wurde.
Ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie kann Dir swohl die richtigen Medikamente verschrieben als auch eine Therapie mit Dir machen.

Was meinst du mit unbewusster Kontrolle? Sollte bei einer
Therapie einfach nur die Gedanken ausgesprochen werden? Falls
ja, was wäre wenn einem nur peinliche Gedanken kommen, müssen
diese dann auch ausgesprochen werden?

Gerade diese. :wink:

Mir wäre das furchtbar
unbehaglich. Ich trau mich nicht offen über Gefühle zu
sprechen auch nicht unbedingt immer mit meinem Mann. Wie soll
ich das erst bei einer fremden Person können??

Schau Dir einfach mehrere Therapeuten mit verschiedenen Therapie-Richtungen an (Verhaltenstherapeut, Psychiater/Therapeut, tiefenpsych. fund. Therapeut) und entscheide Dich dann in Ruhe.
Viel Glück wünscht Dir
Branden

damit ich mir vielleicht doch um den Weg zu einem Profi sparen
kann. Mir ist das furchtbar peinlich zu einem „Seelenklempner“
(bitte nimm die Berufsbezeichnung nicht zu ernst) zu gehen.

Hallo, Angie,
wenn dir etwas zu schwer ist zum Heben, wenn etwas im Haus zu richten ist, wovon du keine Ahnung hast - holst du dir denn da nicht professionelle Hilfe?

Bei so alltäglichen Dingen wie Elektrizität, Klempnern, Tapezieren holst du einen Fachmann, aber bei dem Wichtigsten, was es für dich gibt - Dich selbst - scheust du dich davor?

Augen zu und durch - Je eher du dich dazu überwindest, desto schneller kommt dein „Innenleben“ wieder in Ordnung.

Liebe Grüße
Eckard

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Hi Angie

Ich trau mich nicht offen über Gefühle zu
sprechen auch nicht unbedingt immer mit meinem Mann. Wie soll
ich das erst bei einer fremden Person können??

Therapie ist Arbeit - Schwerstarbeit. Es kommt niemand, der Dir die Hand auflegt und Du wirst gesund. Sei Dir dessen bewusst. Aber wenn Du gesund werden möchtest, dann wirst Du das schaffen.

Viel Kraft, Mut, Erfolg
wünscht Dir
Anja

1 „Gefällt mir“

Danke für deine Hilfe und noch immer 1000 Fragen
Hi Branden,

vielen Dank für deine Hilfe. Ein paar Fragen habe ich noch an dich.

Habe ich es richtig verstanden, dass evtl. die Nervenärztin bei der ich war/bin vielleicht nicht auf dem aktuellstem Stand der Dinge ist und es deshalb evtl. besser wäre einen Psychiater statt zu einem Psychologen zu gehen wg. evtl. Medikamente oder sonstigem?

Kommt es in deiner Praxis oft vor, dass Menschen mit Vorbehalten zu dir kommen? Wie gehst du damit um?

Wieviele Probesitzungen würdest du vorschlagen sind erstmal sinnvoll, reichen 2 oder sollte ich noch weiter suchen? Ich hab bisher nur diese beiden unter einer ca. 9 monatigen Wartezeit bisher gefunden.

Ich trau mich nicht offen über Gefühle zu

sprechen auch nicht unbedingt immer mit meinem Mann. Wie soll
ich das erst bei einer fremden Person können??

Schau Dir einfach mehrere Therapeuten mit verschiedenen
Therapie-Richtungen an (Verhaltenstherapeut,
Psychiater/Therapeut, tiefenpsych. fund. Therapeut) und
entscheide Dich dann in Ruhe.

Wie kann ich mir dabei nur sicher sein? Ich vertraue nicht mal meinem Mann alles an, obwohl ich ihm vertraue und ihn auch sehr liebe. Mit meinen Eltern oder gar Freundin vermeide ich es sogar über ganz „intime“ Dinge zu sprechen.

Wenn ich nervös bin und jemandem gegenübersitze oder stehe kann ich oft keine klaren Gedanken zusammenbringen und rede deshalb irgendwelchen Unsinn oder ich bringe kein Wort raus. Ist das schlimm wenn ich eine Therapie mache und ich habe diese Probleme dann dort auch? Gibt es vielleicht eine Möglichkeit mit der ich mich befassen kann, damit mir das bei einer Therapie nicht passiert oder gibt es andere Methoden? Hilft in solchen Fällen auch Hypnose, hab allerdings etwas Angst davor. Wie läuft so eine Hypnose ab? Verliert man da wirklich die völlige Kontrolle über seine Gefühle, Gedanken und Handeln? Liegen bei dir deine Patienten? Kann der hypnotisierte sich später an irgendetwas erinnern? Falls nicht, wird das ganze per Kamera aufgenommen? Läuft eigentlich wärend einer Sitzung ein Tonband oder Kamera immer ständig mit? Macht sich der Therapeut irgendwelche Notizen nebenher oder erst anschließen? Wird vielleicht auch gar nichts notiert?

Je näher der Montag kommt desto nervöser werde ich langsam. Vergangene Nacht habe ich deshalb schon kaum geschlafen.

LG Angie

Ohje ich glaube du hast jetzt schon ein riesen großes Loch im Bauch vor lauter Fragen :smile:)

Hi Angie

Soll ich beide Termine warnehmen?

Ja.

Ich habe gelesen
bevor eine Therapie begonnen wird kann/soll man versch.
Therapeuten sich „ansehen“, stimmt das?

Ja, das ist richtig. Man kann bei verschiedenen Therapeuten
Probesitzungen absolvieren und sich dann entscheiden, welcher
Therapeut für einen selber am „bekömmlichsten“ ist.

Sollte ich vielleicht
doch eher zu dem Psychiater gehen? Ist er eher der richtige
Ansprechpartner für mein Problem? *grübelamKopfkratz*

Naja, jemand, der den (neuen) Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie innhat, wär zumindest nicht falsch, denke ich,
da ja auch schon von Psychose (siehe Dein erstes Posting)
gesprochen wurde.
Ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie kann Dir swohl
die richtigen Medikamente verschrieben als auch eine Therapie
mit Dir machen.

Was meinst du mit unbewusster Kontrolle? Sollte bei einer
Therapie einfach nur die Gedanken ausgesprochen werden? Falls
ja, was wäre wenn einem nur peinliche Gedanken kommen, müssen
diese dann auch ausgesprochen werden?

Gerade diese. :wink:

Mir wäre das furchtbar
unbehaglich. :Viel Glück wünscht Dir

Branden

Hi Angie

Habe ich es richtig verstanden, dass evtl. die Nervenärztin
bei der ich war/bin vielleicht nicht auf dem aktuellstem Stand
der Dinge ist und es deshalb evtl. besser wäre einen
Psychiater statt zu einem Psychologen zu gehen wg. evtl.
Medikamente oder sonstigem?

Möglich. Der „alte“ Facharzt Psychiatrie-Neurologie brachte es leider mit sich, dass kaum ein Kollege sich für beides richtig interessierte - meistens ist man entweder leidenschaftlich Psychiater und interessiert sich nicht so sehr für Neurologie oder umgekehrt. Daher scheint mir der „neue“ Facharzt für Psychiatrie/Psychotherapie der sinnvollere zu sein. :wink:

Kommt es in deiner Praxis oft vor, dass Menschen mit
Vorbehalten zu dir kommen? Wie gehst du damit um?

Klar. Die meisten haben z.B. Angst vor Gruppentherapie oder unterschätzen dieselbe. Einige haben auch obskure Vostellungen vom Sinn und Zweck des Liegens auf der Couch. Ist ja verständlich bei Laien. Ich selber habe auch merkwürdige Vorstellungen über Ingenieurswesen und ähnlich technische Berufe. :wink:

Wieviele Probesitzungen würdest du vorschlagen sind erstmal
sinnvoll, reichen 2 oder sollte ich noch weiter suchen? Ich
hab bisher nur diese beiden unter einer ca. 9 monatigen
Wartezeit bisher gefunden.

Mach ruhig mehr Probestunden, wenn Dir der Behandler mehr anbietet. Bei Kassenpatienten sind die Probestunden budgetiert, d.h. wir Therapeuten machen die quasi „für Gottes Lohn“. :wink:

Wie kann ich mir dabei nur sicher sein? Ich vertraue nicht mal
meinem Mann alles an, obwohl ich ihm vertraue und ihn auch
sehr liebe. Mit meinen Eltern oder gar Freundin vermeide ich
es sogar über ganz „intime“ Dinge zu sprechen.

Probier es einfach aus, ob es geht. Dafür sind die Probestunden ja auch da.

Wenn ich nervös bin und jemandem gegenübersitze oder stehe
kann ich oft keine klaren Gedanken zusammenbringen und rede
deshalb irgendwelchen Unsinn oder ich bringe kein Wort raus.

Das gibt sich dann eventuell.

Ist das schlimm wenn ich eine Therapie mache und ich habe
diese Probleme dann dort auch? Gibt es vielleicht eine
Möglichkeit mit der ich mich befassen kann, damit mir das bei
einer Therapie nicht passiert oder gibt es andere Methoden?

Du grübelst zuviel über das, was kommen KÖNNTE. Einfach probieren. Kannst ja nix verlieren dabei.

Hilft in solchen Fällen auch Hypnose, hab allerdings etwas
Angst davor. Wie läuft so eine Hypnose ab? Verliert man da
wirklich die völlige Kontrolle über seine Gefühle, Gedanken
und Handeln?

Der Witz ist, dass Du die Kontrolle mal ein Stück weit abgeben, also vermindern solltest. Das kann man natürlich nicht auf Knopfdruck. Aber so eine Therapie wirkt evtl. diesem Kontrollzwang entgegen.

Liegen bei dir deine Patienten?

Ja.

Kann der
hypnotisierte sich später an irgendetwas erinnern?

Je nach Tiefe der Trance, die sich einstellt, kann sich der Patient gut oder schlecht daran erinnern.

Falls
nicht, wird das ganze per Kamera aufgenommen?

Nee, bei mir nicht.

Läuft eigentlich
wärend einer Sitzung ein Tonband oder Kamera immer ständig
mit?

Bei mir NICHT.

Macht sich der Therapeut irgendwelche Notizen nebenher
oder erst anschließen?

Beides, je nach Gusto des Therapeuten. Da gibts keine Norm.

Wird vielleicht auch gar nichts
notiert?

Einige notieren sehr wenig.

Je näher der Montag kommt desto nervöser werde ich langsam.
Vergangene Nacht habe ich deshalb schon kaum geschlafen.

Keep cool. Schlafentzug kann heilsam sein (bei Depressionen). :wink:

Ohje ich glaube du hast jetzt schon ein riesen großes Loch im
Bauch vor lauter Fragen :smile:)

Nö, mein Bauch ist eh etwas zu rund. :wink:
Es grüßt Dich
Branden

Nur Mut!
Hallo Angie!

Von den Fachleuten hast Du ja schon einige Auskünfte bekommen. Ich will Dir nur sagen: Keine Panik! Soweit ich weiß, ist das erste Gespräch mit einem Therapeuten in der Regel im Sitzen, selbst wenn er später mit Dir im Liegen arbeitet. Es dient dazu, dass Ihr Euch kennenlernt, dass er erfährt, worum es geht, und Du Fragen zur Therapie stellen kannst und ausprobieren kannst, wie Du mit ihm klarkommst.
Was Du in einer Therapie erzählst, entscheidest Du. Es muss auch nicht alles auf einmal sein. Du kannst langsam anfangen. Und manchmal ist es leichter, mit jemand Fremden zu reden als mit jemand, den man gut kennt.
Du kannst sicher sein, dass nichts von dem, was Du sagst, nach außen dringt. Therapeuten dürften daran gewöhnt sein, dass es vielen Leuten erstmal schwer fällt, zu erzählen. Das ist nichts Schlimmes!

Also: Nur Mut, probier es aus! Es ist tatsächlich eine Chance.

Alles Gute!

Julika

Hallo Angie!

Danke Julika, dass du mir Mut zusprichst. Ich bin ganz verzweifelt auf der Suche wie ich da allein wieder herauskommen kann. Je mehr ich aber darüber nachlese, desto tiefer sitze ich aber wohl in der Sch… fest. :frowning:

LG Angie

Von den Fachleuten hast Du ja schon einige Auskünfte bekommen.
Ich will Dir nur sagen: Keine Panik! Soweit ich weiß, ist das
erste Gespräch mit einem Therapeuten in der Regel im Sitzen,
selbst wenn er später mit Dir im Liegen arbeitet. Es dient
dazu, dass Ihr Euch kennenlernt, dass er erfährt, worum es
geht, und Du Fragen zur Therapie stellen kannst und
ausprobieren kannst, wie Du mit ihm klarkommst.
Was Du in einer Therapie erzählst, entscheidest Du. Es muss
auch nicht alles auf einmal sein. Du kannst langsam anfangen.
Und manchmal ist es leichter, mit jemand Fremden zu reden als
mit jemand, den man gut kennt.
Du kannst sicher sein, dass nichts von dem, was Du sagst, nach
außen dringt. Therapeuten dürften daran gewöhnt sein, dass es
vielen Leuten erstmal schwer fällt, zu erzählen. Das ist
nichts Schlimmes!

Also: Nur Mut, probier es aus! Es ist tatsächlich eine Chance.

Alles Gute!

Julika

Hallo Angie

Wenn Du Dein Auto in die Werkstatt bringst, hast du auch keine Angst
vor dem Mechaniker, oder?

Dein Psychiater hat eine fundierte Ausbildung und versucht Dir
bestmöglich zu helfen - mehr nicht, genauso wie der seriöse
Automechaniker.

Wenn es Dir nicht wohl ist, kannst Du jederzeit aufstehen und gehen.

Ein Therapie ist nicht Magie. Was Du nicht preisgeben willst/kannst,
wird auch nicht bekannt - höchstens geahnt.

Mit ein wenig Vertrauen in Dich und Deine Entscheidungsfähigkeit
wirst Du keine unangenehmen Überraschungen erleben.

Kopf hoch und viel Erfolg
Heinz