All inclusive Pro und contra

Hallo,
ich würde gerne mit euch mal darüber diskutieren ob ihr „all inclusive“ bucht. Mich würde eure Beweggründe für bzw. wider „ai“ interessieren.
Als kleine Diskussionshilfe habe ich hier einen Text aus
http://www.globales-lernen.de/Schwerpunkte/Reisen/in…
zusammengetragen.
Ich hoffe, dass es hier keinen Streit gibt und gegenteilige Meinungen respektiert werden.

Pro

Preis
Angebote sind preislich unschlagbar und vor allem von vorneherein gut kalkulierbar.
Ich kriege für mein Geld soviel wie ich will und habe keine unvorhersehbaren Nebenkosten

Erholung und Sicherheit
All-inclusive Angebote bieten Rund-um Versorgung, Schutz, Sicherheit, totale Organisation und Unterhaltung.
Ich fühle mich optimal versorgt, in meinem Bedürfnissen angenommen und muss mich um nichts kümmern: All-inclusive ist Erholung und Entspannung pur!

aus : http://www.globales-lernen.de/Schwerpunkte/Reisen/in…

Philosophie der Gleichheit
Die Clubidee, die dem all-inclusive Modell zugrunde liegt, ist sehr demokratisch: alle UrlauberInnen werden gleich behandelt, für alle ist genug da und es gibt keine Statusunterschiede.
Als all-inclusive TouristIn bewege ich mich in einer Welt unter Gleichen, die alle ihren Alltag zuhause lassen. Im Resort können wir alle die gleichen Angebote genießen - es gibt keine 1. und 2. Klasse.

Ökologische Auswirkungen
All-inclusive Resorts ermöglichen die Kanalisierung und Kontrolle des Massentourismus - und damit auch seiner Umweltauswirkungen: der begrenzte Raum wird optimal genutzt und die Restnatur bleibt verschont.
Als All-inclusive TouristIn kann ich darauf vertrauen, dass die Anlagen mit modernsten Technologien, die auch umweltschonend sind, konstruiert werden. Zudem begnüge ich mich mit dem für mich reservierten, kleinen Teil des Landes und fasse die Bevölkerung in Ruhe.

Konsequenzen für die Wirtschaft
des Landes All-inclusive Angebote sind auch für die Veranstalter gut kalkulierbar. Die in Anspruch genommenen Dienstleistungen werden bereits im voraus - im Herkunftsland - bezahlt.

Contra

All-inclusive Angebote sind billig, weil sie die ökologischen und sozialen Kosten für die verbrauchten Ressourcen nicht berücksichtigen. (z.B. Flugbenzin, keine angemessenen Löhne).

Auf wessen Kosten geht eigentlich so ein billiger Urlaub?

All-inclusive Angebote schneiden TouristInnen von der unmittelbaren Erfahrung des Urlaubslandes ab, sie leben abgeschottet, unmündig und haben keine Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen.
Wozu eigentlich in ein fremdes Land fahren, wenn ich kaum etwas davon sehe und Kontakt zu den dort lebenden Menschen fast nicht möglich ist, weil ich aus meinem „Ghetto“ nicht herauskomme?

Die all-inclusive Resorts verwehren der einheimischen Bevölkerung den Zutritt, sofern sie nicht als Bedienstete dort tätig sind. Er schafft damit ein System sozialer und ökonomischer Ungleichheit, das die Welt in innerhalb und außerhalb der Anlage unterteilt. (Wenn z.B. ein Strand für die lokale Bevölkerung gesperrt wird, können sie dort nicht mehr als Fischer tätig sein.)
Als all-inclusive TouristIn lebe ich in einer Luxusinsel, von der die einheimische Bevölkerung ausgeschlossen wird. Sie wird mir entweder als „mir zu Diensten“ oder aber als gefährlich präsentiert.

Der Ressourcenverbrauch für den Bau und den Betrieb einer all-inclusive Anlage ist enorm: Für den Import des westlichen Konsummodells werden Landschaften verbaut (nicht nur für die Anlage selbst, sondern auch für die benötigte Infrastruktur), die Tier- und Pflanzenwelt stark beeinträchtigt und vor allem ein hoher Energie - und Wasserverbrauch in Kauf genommen. (In einem Luxushotel werden rund 600 Liter Wasser pro Tag und pro Kopf verbraucht!).
Als All-inclusive TouristIn verbrauche ich z.B. viel Wasser (Swimming-Pools, Golfplätze, Duschen und Wasserspültoiletten), das in vielen der besuchten Ländern sehr knapp ist und von der Bevölkerung im Haushalt und der Landwirtschaft dringend benötigt wird.

Lokale RestaurantbesitzerInnen, Taxifahrer, Tourguides und Familienpensionen können neben All-inclusive Resorts kaum überleben, da alles von den Resorts aus veranstaltet wird, bzw. die TouristInnen ihre Anlagen kaum verlassen. Die Verteilung des touristischen Einkommens ist ausgesprochen schlecht: allein 80% der Reiseausgaben gehen auf das Konto der Veranstalter in Europa. Zudem müssen die Destinationen oft viele Devisen für den Bau touristischer.Infrastruktur aufbringen (Straßen, Flughäfen…)
Als all-inclusive TouristIn ist es mir kaum möglich, die lokale Wirtschaft zu unterstützen, da ich fast ausschließlich innerhalb des Resorts konsumiere und mein Urlaubsbudget schon im Reisebüro ausgegeben habe.

aus : http://www.globales-lernen.de/Schwerpunkte/Reisen/in…

Gruß mic

Hallo,
ich würde gerne mit euch mal darüber diskutieren ob ihr „all
inclusive“ bucht. Mich würde eure Beweggründe für bzw. wider
„ai“ interessieren.

Gerne

Pro

Preis
Angebote sind preislich unschlagbar

Nein, in Hotels in denen man zwischen AI und HP wählen kann, kannst du den Preisunterschied sehen! Für Säufer und Fressweltmeister aber auf jeden Fall günstig!

und vor allem von
vorneherein gut kalkulierbar.

Ja

Ich kriege für mein Geld soviel wie ich will und habe keine
unvorhersehbaren Nebenkosten

Nicht unbedingt! Gehe mal in eine ASC Anlage, da darfst du für jeden Scheiß extra bezahlen!

Erholung und Sicherheit
All-inclusive Angebote bieten Rund-um Versorgung, Schutz,
Sicherheit, totale Organisation und Unterhaltung.

Die Animation ist für mich ein Grund nie wieder AI zu buchen! Ständiger Krach und Fragen wie: „Hast du nicht Lust auf…“!

Ich fühle mich optimal versorgt, in meinem Bedürfnissen
angenommen und muss mich um nichts kümmern: All-inclusive ist
Erholung und Entspannung pur!

Wenn deine Bedürfnisse sich den Bedürfnissen der Masse anpassen.

Philosophie der Gleichheit
Die Clubidee, die dem all-inclusive Modell zugrunde liegt, ist
sehr demokratisch: alle UrlauberInnen werden gleich behandelt,
für alle ist genug da und es gibt keine Statusunterschiede.
Als all-inclusive TouristIn bewege ich mich in einer Welt
unter Gleichen, die alle ihren Alltag zuhause lassen. Im
Resort können wir alle die gleichen Angebote genießen - es
gibt keine 1. und 2. Klasse.

Hat erstmal nichts mit AI zu tun sondern mit dem Hotel das du buchst. Buchst du billig, hat es eben ärmere (oder geizige) Leute drin.

Ökologische Auswirkungen
All-inclusive Resorts ermöglichen die Kanalisierung und
Kontrolle des Massentourismus - und damit auch seiner
Umweltauswirkungen: der begrenzte Raum wird optimal genutzt
und die Restnatur bleibt verschont.
Als All-inclusive TouristIn kann ich darauf vertrauen, dass
die Anlagen mit modernsten Technologien, die auch
umweltschonend sind, konstruiert werden. Zudem begnüge ich
mich mit dem für mich reservierten, kleinen Teil des Landes
und lasse die Bevölkerung in Ruhe.

Fragt sich ob die Bevölkerung in Ruhe gelassen werden will?

Konsequenzen für die Wirtschaft
des Landes All-inclusive Angebote sind auch für die
Veranstalter gut kalkulierbar. Die in Anspruch genommenen
Dienstleistungen werden bereits im voraus - im Herkunftsland -
bezahlt.

Zusammengefasst nichts bleibt im Urlaubsland!

Contra

All-inclusive Angebote sind billig, weil sie die ökologischen
und sozialen Kosten für die verbrauchten Ressourcen nicht
berücksichtigen. (z.B. Flugbenzin, keine angemessenen Löhne).

Hat mit AI nichts zu tun sondern mit Tourismus allgemein.

Auf wessen Kosten geht eigentlich so ein billiger Urlaub?

Auf kosten der Qualität!

All-inclusive Angebote schneiden TouristInnen von der
unmittelbaren Erfahrung des Urlaubslandes ab, sie leben
abgeschottet, unmündig und haben keine Möglichkeit, Land und
Leute kennenzulernen.

Jo!

Wozu eigentlich in ein fremdes Land fahren, wenn ich kaum
etwas davon sehe und Kontakt zu den dort lebenden Menschen
fast nicht möglich ist, weil ich aus meinem „Ghetto“ nicht
herauskomme?

Beispiel Sri Lanka. Gibt zwar jetzt viel mehr Touristen als früher, trotzdem hat die Bevölkerung nichts davon. Sie schwärmt sogar von früher, wo die Leute noch in die Strandrestaurants und Bars die von Einheimischen betrieben wurden gegangen sind. Heute bleiben sie alle im Hotel und lassen sich von den Reiseveranstaltern vor dem Einheimischen Restaurants und Ausflügen mit Einheimischen warnen!

Die all-inclusive Resorts verwehren der einheimischen
Bevölkerung den Zutritt, sofern sie nicht als Bedienstete dort
tätig sind. Er schafft damit ein System sozialer und
ökonomischer Ungleichheit, das die Welt in innerhalb und
außerhalb der Anlage unterteilt. (Wenn z.B. ein Strand für die
lokale Bevölkerung gesperrt wird, können sie dort nicht mehr
als Fischer tätig sein.)

Gibt es vor allem in der Karibik!
Mega assozial!

Als all-inclusive TouristIn lebe ich in einer Luxusinsel, von
der die einheimische Bevölkerung ausgeschlossen wird. Sie wird
mir entweder als „mir zu Diensten“ oder aber als gefährlich
präsentiert.

So ist es! Nur das mit Luxusinsel lass mal lieber! Gibt in der Türkei und Tunesien genug Beispiele dafür dass die AI-Burgen nicht gerade luxeriös sind!

Der Ressourcenverbrauch für den Bau und den Betrieb einer
all-inclusive Anlage ist enorm: Für den Import des westlichen
Konsummodells werden Landschaften verbaut (nicht nur für die
Anlage selbst, sondern auch für die benötigte Infrastruktur),
die Tier- und Pflanzenwelt stark beeinträchtigt und vor allem
ein hoher Energie - und Wasserverbrauch in Kauf genommen. (In
einem Luxushotel werden rund 600 Liter Wasser pro Tag und pro
Kopf verbraucht!).
Als All-inclusive TouristIn verbrauche ich z.B. viel Wasser
(Swimming-Pools, Golfplätze, Duschen und Wasserspültoiletten),
das in vielen der besuchten Ländern sehr knapp ist und von der
Bevölkerung im Haushalt und der Landwirtschaft dringend
benötigt wird.

Hat nichts mit AI zu tun sondern mit Tourismus allgemein!

Lokale RestaurantbesitzerInnen, Taxifahrer, Tourguides und
Familienpensionen können neben All-inclusive Resorts kaum
überleben, da alles von den Resorts aus veranstaltet wird,
bzw. die TouristInnen ihre Anlagen kaum verlassen. Die
Verteilung des touristischen Einkommens ist ausgesprochen
schlecht: allein 80% der Reiseausgaben gehen auf das Konto der
Veranstalter in Europa. Zudem müssen die Destinationen oft
viele Devisen für den Bau touristischer.Infrastruktur
aufbringen (Straßen, Flughäfen…)
Als all-inclusive TouristIn ist es mir kaum möglich, die
lokale Wirtschaft zu unterstützen, da ich fast ausschließlich
innerhalb des Resorts konsumiere und mein Urlaubsbudget schon
im Reisebüro ausgegeben habe.

Der Hauptgrund warum ich AI verachte! Nichts bleibt im Urlaubsland!

Früher war AI auf der Karibik begrenzt (Dom. Rep., Kuba). Als nächstes viel Agypten AI zum Opfer. Dann kamen die Billigziel wie Tunesien oder Türkei. Jetzt gibt dies Sch… überall, sogar in Spanien! Mit erschrecken habe ich in einem TUI Katalog festgestellt das es sogar in Thailand eine Vollpension Anlage gibt. In Thailand!?!
wo das Essen billiger ist als bei uns eine Chipstüte. Das ist dan Verarsche der Kunden!

MfG
Tobi

Hi,

ich würde gerne mit euch mal darüber diskutieren ob ihr „all
inclusive“ bucht. Mich würde eure Beweggründe für bzw. wider
„ai“ interessieren.

also deine Diskussionshilfe habe ich aus Faulheit jetzt nicht gelesen :wink: , aber 'ne Meinung habe ich auch so.

Bisher hatte ich immer HP und fand das oft schon zu viel, habe es häufig nicht genutzt. FS ja, aber Abendessen ist doch viel schöner wenn man sich das (einheimische) Restaurant selbst aussuchen und wechseln kann.
Ich probiere gerne mal einheimische Gerichte, die bekommt man überall nur nicht im Hotel :frowning: Da gibts dann Schnitzelpommes (oder bei uns so britsches Essen das ich im Leben nicht noch mal sehen möchte *g*) und das Ganze was einem schon in D über ist :-p

Bei AI steigert mal diesen Quatsch bis auf die Spitze, damit raubt man sich IMHO eine Menge Urlaubserinnerungen.

Neulich in Spanien war das Hotel voll mit Briten die alle AI gebucht hatten. Sorry, aber die waren nur am futtern.
Frühstück, Snackbuffet, Mittagessen, Nachmittagssnackbuffet, Abendessen, Nachtsnackbuffet. Das Restaurant war zwischen den Mahlzeiten grade ne halbe Stunde zu damit das Personal neu eindecken konnte. Krass, oder?

Eine andere Urlauberin sagte halb schmunzelnd in Bezug auf die Briten zu mir „AI ist doch irgendwie Verrohung der Sitten. Man nimmt halt einfach ein Getränk ohne zu überlegen und wenn man eigentlich gar nicht mag, lässt man’s nach einem Schluck wieder stehen und nimmt das nächste.“

Ich wäre mit AI definitiv teurer weggekommen als mit HP. Trotz ****-Hotel waren die Preise echt okay und wir haben auch Kaffee/Wasser/Cocktails im Hotel getrunken.

Mit AI bindet man sich mehr oder weniger bewusst total an das Hotel. Das ist dann wie Unterkunft in Deutschland plus Sonnenschein. Hast du da Bock zu? Liegst du wie meine Lieblingsbriten in Spanien schon morgens um 8 am Pool und bleibst da bis zum Sonnenuntergang? Dann ist AI vielleicht was für dich.

Ich sehe mich gerne etwas um, bin viel raus aus dem Hotel. Da würde AI nur stören.

Viele Grüße,
J~

Als ich in der Türkei war, war ich echt glücklich, dass war AI hatten.
Hätten wir die gänzen Getränke kaufen müssen, wir wären mindestens 30€ ärmer gewesen und zweimal am Tag große Beutel schleppen.
Außerdem gab’s auch immer Mineralwasserflaschen kostenlos, gut zum Zähne putzen und Gesicht waschen.
Die einheimischen alkoholischen Getränke waren in der Nacht natürlich auch recht lecker, genauso wie der Mitternachtssnack.

Hallo mic,

meine letzte Reise war eine Rundreise, bei der (leider) nicht einmal das Frühstück inbegriffen war. Wenn man sich morgens schon etwas suchen muss bzw. im Hotel schon die ersten Nebenkosten anfallen, lernt man ÜF schätzen.
HP lasse ich mir auch gefallen, aber AI wäre nichts für mich, denn ich möchte nicht an ein Hotel gebunden sein. Ich hätte ständig das Gefühl doppelt zu bezahlen, wenn ich außerhalb etwas trinke bzw. esse.

Für Familien mit kleinen Kindern kann ich die Entscheidung für AI aber durchaus nachvollziehen.
Das Preis-Leistungsverhältnis ist bestimmt besser als bei HP wenn man bedenkt, dass man ständig hört: „Mama ich will ein Eis, eine Limo, ich habe Hunger“ usw…

Gruß, Joe
noch127tagebisgrancanaria(HP)

Hallo,

HP lasse ich mir auch gefallen, aber AI wäre nichts für mich,
denn ich möchte nicht an ein Hotel gebunden sein. Ich hätte
ständig das Gefühl doppelt zu bezahlen, wenn ich außerhalb
etwas trinke bzw. esse.

den Gedanken finde ich irgendwie befremdlich. Schließlich übernachtet zur Zeit dieses Gedankens für teuer Geld in einem Hotel, während man zuhause die Miete weiterzahlt. Wenn man sich darüber im klaren ist, vergnügt es sich vielleicht auch ganz anders außerhalb des AI-Hotels - wenn es denn möglich ist.

Gruß,
Christian

Hi Christian,

den Gedanken finde ich irgendwie befremdlich. Schließlich
übernachtet zur Zeit dieses Gedankens für teuer Geld in einem
Hotel, während man zuhause die Miete weiterzahlt.

Ich zahle keine Miete :wink:

Wenn man
sich darüber im klaren ist, vergnügt es sich vielleicht auch
ganz anders außerhalb des AI-Hotels - wenn es denn möglich
ist.

War vielleicht blöd formuliert. Also anders: Ich würde AI nicht nutzen, weil ich Mittags nur eine Kleinigkeit brauche und abends sowieso in die Stadt gehe und die Hotelbar höchstens mal wg. eines Absackers nutze. Ausserdem finde ich die AI Armbändchen peinlich :smile:
Dennoch finde ich es, wie gesagt, für preisbewusste Familien sinnvoll.

Gruß, Joe

Hi,

Ausserdem finde ich
die AI Armbändchen peinlich :smile:

in Spanien gab’s so eine Art Lichtbildausweis in Scheckkartenformat, keine Bändchen.

J~

Hallo,
ich würde gerne mit euch mal darüber diskutieren ob ihr „all
inclusive“ bucht. Mich würde eure Beweggründe für bzw. wider
„ai“ interessieren.
Als kleine Diskussionshilfe habe ich hier einen Text aus
http://www.globales-lernen.de/Schwerpunkte/Reisen/in…
zusammengetragen.
Ich hoffe, dass es hier keinen Streit gibt und gegenteilige
Meinungen respektiert werden.

Pro

Preis
Angebote sind preislich unschlagbar und vor allem von
vorneherein gut kalkulierbar.
Ich kriege für mein Geld soviel wie ich will und habe keine
unvorhersehbaren Nebenkosten
Von der Kostenseite ist das wohl richtig, gerade wenn man mit Kindern und kleinem Budget verreist.Aber man lernt wohl kaum Land, Leute und vor allem die einheimische Küche kennen. Das passt gut in das Klischee daß, vor allem Deutsche, überall Schnitzel, Currywurst u.ä. Spezalitäten essen wollen
Erholung und Sicherheit
All-inclusive Angebote bieten Rund-um Versorgung, Schutz,
Sicherheit, totale Organisation und Unterhaltung.
Ich fühle mich optimal versorgt, in meinem Bedürfnissen
angenommen und muss mich um nichts kümmern: All-inclusive ist
Erholung und Entspannung pur!
Das liegt wohl an der Einstellung der Urlauber, am besten eine Survival Tour, aber all Inclusiv, damit ja nichts passieren kann.Dschungelcamp ohne Fernsehübertragung für Ottonormaltourist. Wenn man so hilflos ist, sollte man besser zu Hause bleiben, die typische Vollkaskomentalität vieler Deutscher.Erholung in der Dom Rep (oder Depp??)man war ja in der Karibik, aber behütet wie im Kindergarten und nur Party. Wenns gefällt bitte schön, aber nicht beschweren wenn man für 2 Wochen 600€ All inclusive bezahlt und das Hotel sch… war.

Wir haben vor 2 Jahren in Miami erlebt wie es Urlauber nicht geschafft haben die Einreisezettel auszufüllen. In der Zeit in der wir anstanden ( wir kamen mit einem anderen Flug und konnten uns das Spiel ca 1 H angucken)wurden sie 5 mal zurückgeschickt, sie sprachen kein Englisch und versuchten es in Deutsch mit dem Zöllner. Solche Touris können nur All Safty oder gar nicht verreisen, obwohl es hier auch nichts genütz hat.

aus :
http://www.globales-lernen.de/Schwerpunkte/Reisen/in…

Philosophie der Gleichheit
Die Clubidee, die dem all-inclusive Modell zugrunde liegt, ist
sehr demokratisch: alle UrlauberInnen werden gleich behandelt,
für alle ist genug da und es gibt keine Statusunterschiede.
Als all-inclusive TouristIn bewege ich mich in einer Welt
unter Gleichen, die alle ihren Alltag zuhause lassen. Im
Resort können wir alle die gleichen Angebote genießen - es
gibt keine 1. und 2. Klasse.
Das hatten wir doch schon 2 mal. Einmal hieß das Reisebüro KDF Reisen, in der ehemaligen Dunkel Deutschen Republik hieß wohl Interflug oder Trabbitours oder so.
Ökologische Auswirkungen
All-inclusive Resorts ermöglichen die Kanalisierung und
Kontrolle des Massentourismus - und damit auch seiner
Umweltauswirkungen: der begrenzte Raum wird optimal genutzt
und die Restnatur bleibt verschont.
Als All-inclusive TouristIn kann ich darauf vertrauen, dass
die Anlagen mit modernsten Technologien, die auch
umweltschonend sind, konstruiert werden. Zudem begnüge ich
mich mit dem für mich reservierten, kleinen Teil des Landes
und fasse die Bevölkerung in Ruhe.
Sie ermöglichen die Kanalisation u.Ä.aber wird es auch gemacht???

Wohl in den seltesten Fällen. Man lässt die Bevölkerung wirklich in Ruhe und entzieht vielen kleinen Geschäften und Restaurants die Grundlage zum leben. Damit schädigt man ganz massiv die Bevölkerung und hilft nur ein paar großen oder den Regierungen. ( Siehe Kuba)

Konsequenzen für die Wirtschaft
des Landes All-inclusive Angebote sind auch für die
Veranstalter gut kalkulierbar. Die in Anspruch genommenen
Dienstleistungen werden bereits im voraus - im Herkunftsland -
bezahlt.

Contra

All-inclusive Angebote sind billig, weil sie die ökologischen
und sozialen Kosten für die verbrauchten Ressourcen nicht
berücksichtigen. (z.B. Flugbenzin, keine angemessenen Löhne).
Das ist wohl eher das Grundsätzliche Problem aller Ökos und Weltverbesserer
Auf wessen Kosten geht eigentlich so ein billiger Urlaub?

All-inclusive Angebote schneiden TouristInnen von der
unmittelbaren Erfahrung des Urlaubslandes ab, sie leben
abgeschottet, unmündig und haben keine Möglichkeit, Land und
Leute kennenzulernen.
Wozu eigentlich in ein fremdes Land fahren, wenn ich kaum
etwas davon sehe und Kontakt zu den dort lebenden Menschen
fast nicht möglich ist, weil ich aus meinem „Ghetto“ nicht
herauskomme?

Die all-inclusive Resorts verwehren der einheimischen
Bevölkerung den Zutritt, sofern sie nicht als Bedienstete dort
tätig sind. Er schafft damit ein System sozialer und
ökonomischer Ungleichheit, das die Welt in innerhalb und
außerhalb der Anlage unterteilt. (Wenn z.B. ein Strand für die
lokale Bevölkerung gesperrt wird, können sie dort nicht mehr
als Fischer tätig sein.)
Als all-inclusive TouristIn lebe ich in einer Luxusinsel, von
der die einheimische Bevölkerung ausgeschlossen wird. Sie wird
mir entweder als „mir zu Diensten“ oder aber als gefährlich
präsentiert.

Der Ressourcenverbrauch für den Bau und den Betrieb einer
all-inclusive Anlage ist enorm: Für den Import des westlichen
Konsummodells werden Landschaften verbaut (nicht nur für die
Anlage selbst, sondern auch für die benötigte Infrastruktur),
die Tier- und Pflanzenwelt stark beeinträchtigt und vor allem
ein hoher Energie - und Wasserverbrauch in Kauf genommen. (In
einem Luxushotel werden rund 600 Liter Wasser pro Tag und pro
Kopf verbraucht!).

Wer sagt das mit den 600ltr Wasser?? Wenn ist daß ein grundsätzliches Problem und hat nichts mit All Inclusiv zu tun.Auch bei Ü in einem Luxushotel verbraucht man dann 599ltr Wasser, (der eine Liter ist in der Suppe)

Als All-inclusive TouristIn verbrauche ich z.B. viel Wasser
(Swimming-Pools, Golfplätze, Duschen und Wasserspültoiletten),
das in vielen der besuchten Ländern sehr knapp ist und von der
Bevölkerung im Haushalt und der Landwirtschaft dringend
benötigt wird.

Lokale RestaurantbesitzerInnen, Taxifahrer, Tourguides und
Familienpensionen können neben All-inclusive Resorts kaum
überleben, da alles von den Resorts aus veranstaltet wird,
bzw. die TouristInnen ihre Anlagen kaum verlassen. Die
Verteilung des touristischen Einkommens ist ausgesprochen
schlecht: allein 80% der Reiseausgaben gehen auf das Konto der
Veranstalter in Europa. Zudem müssen die Destinationen oft
viele Devisen für den Bau touristischer.Infrastruktur
aufbringen (Straßen, Flughäfen…)

Sag ich doch.

Als all-inclusive TouristIn ist es mir kaum möglich, die
lokale Wirtschaft zu unterstützen, da ich fast ausschließlich
innerhalb des Resorts konsumiere und mein Urlaubsbudget schon
im Reisebüro ausgegeben habe.
Das liegt ja an einem selbst,
aus :
http://www.globales-lernen.de/Schwerpunkte/Reisen/in…

Für mich liegt das Problem nicht bei All Inclusiv, pro oder Contra sondern die Macher hinter besagter Site möchten am liebsten alles reisen verbieten.

Am besten zurück in die Höhle oder kleines Ökohaus mit 20 Mann auf 10m²
und Windrad vor der Tür.
Wohl damit sie selber in den unberührten Urwald oder den echten Karibikstrand oder sonst wo hin fahren können. Viel können die aber noch nicht gereist sein, denn dann müsste ihnen Aufgefallen sein, das die Bevölkerung in Entwicklungs- oder Schwellenländern, egal ob Karibik, Südamerika, Afrika oder Asien viel schlimmer mit ihrer Umwelt umgehen als es die meisten Touris tun oder können. Alleine um die Urlauber nicht abzuschrecken sind doch die Anlagen zumeist sauber und gepflegt, während es drumherum in reinen Einheimischen Ecken aussieht wie bei Henpel oder noch schlimmer ( das soll keine Mißachtung sein, die sind halt so)Das Argument mit der Umweltverschmutzung zieht höchstens in hochentwickelten Urlaubsgebieten wie Malle oder so. Ansonsten ist eine solche Anlage neutral bis besser.
Wenn einer All Inclusiv Ulaub machen will oder muß, soll er es bitte machen, solange man noch die Möglichkeit hat auf eigene Faust zu verreisen ist mir daß egal. Die All Inclusive Gettos haben auch einen Vorteil, man Beschützt die Bevölkerung vor manchen Touris ( außer sie werden per Bus den Einheimischen aufgedrängt):smile:
Leider kann man,nach meiner Meinung, gerade wenn eine solche Frage in die Ökoecke zielt nicht schwarz oder weiß beantworten. Dieses Problem ist komplexer als daß die meisten Öko´s es überhaupt begreifen können.

Nochmal zum Schluß, ich persönlich lehne All Inclusive ab, aber nur aus Gründen, die auf besagter Site nur Alibifunktion haben.

Allen einen schönen Urlaub nach eigener Fasson.

Gerhard

Gruß mic