Hallo,
ich würde gerne mit euch mal darüber diskutieren ob ihr „all inclusive“ bucht. Mich würde eure Beweggründe für bzw. wider „ai“ interessieren.
Als kleine Diskussionshilfe habe ich hier einen Text aus
http://www.globales-lernen.de/Schwerpunkte/Reisen/in…
zusammengetragen.
Ich hoffe, dass es hier keinen Streit gibt und gegenteilige Meinungen respektiert werden.
Pro
Preis
Angebote sind preislich unschlagbar und vor allem von vorneherein gut kalkulierbar.
Ich kriege für mein Geld soviel wie ich will und habe keine unvorhersehbaren Nebenkosten
Erholung und Sicherheit
All-inclusive Angebote bieten Rund-um Versorgung, Schutz, Sicherheit, totale Organisation und Unterhaltung.
Ich fühle mich optimal versorgt, in meinem Bedürfnissen angenommen und muss mich um nichts kümmern: All-inclusive ist Erholung und Entspannung pur!
aus : http://www.globales-lernen.de/Schwerpunkte/Reisen/in…
Philosophie der Gleichheit
Die Clubidee, die dem all-inclusive Modell zugrunde liegt, ist sehr demokratisch: alle UrlauberInnen werden gleich behandelt, für alle ist genug da und es gibt keine Statusunterschiede.
Als all-inclusive TouristIn bewege ich mich in einer Welt unter Gleichen, die alle ihren Alltag zuhause lassen. Im Resort können wir alle die gleichen Angebote genießen - es gibt keine 1. und 2. Klasse.
Ökologische Auswirkungen
All-inclusive Resorts ermöglichen die Kanalisierung und Kontrolle des Massentourismus - und damit auch seiner Umweltauswirkungen: der begrenzte Raum wird optimal genutzt und die Restnatur bleibt verschont.
Als All-inclusive TouristIn kann ich darauf vertrauen, dass die Anlagen mit modernsten Technologien, die auch umweltschonend sind, konstruiert werden. Zudem begnüge ich mich mit dem für mich reservierten, kleinen Teil des Landes und fasse die Bevölkerung in Ruhe.
Konsequenzen für die Wirtschaft
des Landes All-inclusive Angebote sind auch für die Veranstalter gut kalkulierbar. Die in Anspruch genommenen Dienstleistungen werden bereits im voraus - im Herkunftsland - bezahlt.
Contra
All-inclusive Angebote sind billig, weil sie die ökologischen und sozialen Kosten für die verbrauchten Ressourcen nicht berücksichtigen. (z.B. Flugbenzin, keine angemessenen Löhne).
Auf wessen Kosten geht eigentlich so ein billiger Urlaub?
All-inclusive Angebote schneiden TouristInnen von der unmittelbaren Erfahrung des Urlaubslandes ab, sie leben abgeschottet, unmündig und haben keine Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen.
Wozu eigentlich in ein fremdes Land fahren, wenn ich kaum etwas davon sehe und Kontakt zu den dort lebenden Menschen fast nicht möglich ist, weil ich aus meinem „Ghetto“ nicht herauskomme?
Die all-inclusive Resorts verwehren der einheimischen Bevölkerung den Zutritt, sofern sie nicht als Bedienstete dort tätig sind. Er schafft damit ein System sozialer und ökonomischer Ungleichheit, das die Welt in innerhalb und außerhalb der Anlage unterteilt. (Wenn z.B. ein Strand für die lokale Bevölkerung gesperrt wird, können sie dort nicht mehr als Fischer tätig sein.)
Als all-inclusive TouristIn lebe ich in einer Luxusinsel, von der die einheimische Bevölkerung ausgeschlossen wird. Sie wird mir entweder als „mir zu Diensten“ oder aber als gefährlich präsentiert.
Der Ressourcenverbrauch für den Bau und den Betrieb einer all-inclusive Anlage ist enorm: Für den Import des westlichen Konsummodells werden Landschaften verbaut (nicht nur für die Anlage selbst, sondern auch für die benötigte Infrastruktur), die Tier- und Pflanzenwelt stark beeinträchtigt und vor allem ein hoher Energie - und Wasserverbrauch in Kauf genommen. (In einem Luxushotel werden rund 600 Liter Wasser pro Tag und pro Kopf verbraucht!).
Als All-inclusive TouristIn verbrauche ich z.B. viel Wasser (Swimming-Pools, Golfplätze, Duschen und Wasserspültoiletten), das in vielen der besuchten Ländern sehr knapp ist und von der Bevölkerung im Haushalt und der Landwirtschaft dringend benötigt wird.
Lokale RestaurantbesitzerInnen, Taxifahrer, Tourguides und Familienpensionen können neben All-inclusive Resorts kaum überleben, da alles von den Resorts aus veranstaltet wird, bzw. die TouristInnen ihre Anlagen kaum verlassen. Die Verteilung des touristischen Einkommens ist ausgesprochen schlecht: allein 80% der Reiseausgaben gehen auf das Konto der Veranstalter in Europa. Zudem müssen die Destinationen oft viele Devisen für den Bau touristischer.Infrastruktur aufbringen (Straßen, Flughäfen…)
Als all-inclusive TouristIn ist es mir kaum möglich, die lokale Wirtschaft zu unterstützen, da ich fast ausschließlich innerhalb des Resorts konsumiere und mein Urlaubsbudget schon im Reisebüro ausgegeben habe.
aus : http://www.globales-lernen.de/Schwerpunkte/Reisen/in…
Gruß mic
, aber 'ne Meinung habe ich auch so.
Da gibts dann Schnitzelpommes (oder bei uns so britsches Essen das ich im Leben nicht noch mal sehen möchte *g*) und das Ganze was einem schon in D über ist :-p