Alle (Halb-)Jahre wieder: Zeugnisse am PC !

Als Kind zweier Lehrer stellt sich für mich am jeden Halbjahresende das gleiche Problem: kann man die lästige Zeugnisschreibarbeit nicht am besten am PC erledigen?
Zeitsparend wäre dies allemal, und irgendwie auch zeitgemäßer und professioneller.
Nun gibt es dabei für mich einige Probleme, die hier kurz aufgelistet werden sollen:
1.) Software für diesen Bereich gibt es zwar massenhaft, aber da sich ständig die vorgeschriebene Reihenfolge der Fächer im Zeugnis ändert, oder der Name von Fächern geändert wird (Beispiel: Sozialkunde->Werte und Normen-&gt:stuck_out_tongue_winking_eye:olitik)sind diese oft schneller unbrauchbar, als man denkt.

2.) Kommerzielle Zeugnissprogramme haben ein relativ beschränktes Layout, d.h. oft kann man sich nicht aussuchen, welche Schrifart z.B.verwendet werden soll, oder welchen ob das Zeugnis von einem Kasten umrandet werden soll. Schullogos oder a.Ä. lassen sich noch schwerer einbauen.

3.)Gerade aus der Notwendigkeit heraus, das es immer noch Kollegen und Kolleginnen gibt, die ihre Zeugnisse per Hand schreiben wollen, weil sie einfach schon zu alt für PC´s sind, oder gar keinen besitzen, und aus den Gründen unter 2.) ist es meist notwendig, das alte Zeugnisformular im Design und Aufmachung zu immitieren, damit, nicht jeder Lehrer am letzten Schultag ein komplett anders aussehendes Zeugnis verteilt.

Hier bietet sich dann ein Office-Programm an, z.B. Excel oder Word
-mit dem das alte und auch noch paralell gebräuchliche Zeugnisformular immitiert wird.
-in das mit Datenbankabfrage, Formulardropdown usw. möglichst viele Eingaben automatisiert werden.
Meine Fragen nun:
-Welche Erstellungs-Konzepte sind die sinnvollsten?
-Wer hat gut funktionierende Exemplare vorzuweisen, und würde diese gerne weitergeben?
-Wer weiss Rat für die Grundschule, wo einerseits Noten vergeben werden( die man gut mit Datenbankfeldern einlesen kann), wo es aber anderseits konfortable Eingabemöglichkeiten für Arbeits- und Sozialverhalten, Bemerkungen usw. im (elektronischen) Zeugnisvormular geben muß?
Ich freue mich auf alle Anregungen!

Hallo,

solche Probleme habe ich bisher in allen „Lebenslagen“ mit Excel-Sheets geloest. Excel laesst sich ganz gut programmieren, man kann ueber benutzerfreundliche Masken Daten erfassen, Text-Aenderungen in den Feldern sind kein grosses Problem und ein eingescanntes Logo laesst sich auch als Grafik einbauen. Zugegeben, es macht einiges an Aufwand, aber den hat man hauptsaechlich EINMAL, naemlich bei der ersten Erstellung, Aenderungen gehen dann bedeutend schneller. Ich bin kein Spezialist fuer Excel, kaempfe selbst auch immer mit den Formeln dort.*smile*…und brauche auch oft genug Hilfe, aber praktisch finde ich das Programm trotzdem…:wink:

Ich hoffe, ich konnte Dir wenigstens etwas weiterhelfen.

Viel Erfolg!

Gruesse

Faya

*dieheutewiedermalgegendieTastenkaempfenmuss*

Das kann ich (Lehrer) nur bestätigen.
Ich habe schion mehrtsufige erfahrung hinter mir:

a) ein eigenes (komfortables und recht komplexes BASIC-Programm zu Schneider CPS- Zeiten). Da konnte ich also erforderliche Änderungen selbst vornehmen …

b) gekauftes programm, das (an sich) gut war, aber doch einige Macken hatte und natürlich immer abhängig von Willen und Können des Einmann-Programmier-„Teams“.

c) Jahrelang mit MS Works (jawoll!), 3.0 und 4.0. Datenbank (mit den Noten) und Zeugnisformulare im Textmodul: Serienbrief! Kann ich eigentlich durchaus empfehlen, vor allem, wenn jemand nicht ganz so Software-fit ist. Ist relativ einfach zu erlernen.

d) Umstieg auf MS Office, und jetzt mache ich dies alles und eine ganze hochkomplexe Daten- und Noten- und „Kalender-“ und Unterrichtstagebuch-Verwaltung mit Excel 7. Aber da muss man sich schon hineinknien wollen. (Lösungsvorschlag „c“ beachten!). Wenn du dennoch auf Excel umsteigen willst - es geht super, aber wie gesagt, vor den Erfolg haben da die Götter den Schweiß gesetzt.

Wenn du mehr wissen willst, melde dich bitte!

Ludwig

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Hier meine Erfahrungen und zwei Muster !
Hallo, das ist mal ein Artikel wie ich ihn mir vorgestellt habe, und auf dem man aufbauen kann!

Auch wenn ich dies in meiner Einleitung nicht so explizit
klargemacht habe, Erfahrungen habe ich auch schon eine Menge gesammelt und auch schon eine Menge eigene Progrämmchen geschrieben:

-Ganz zu Anfang wurde mit Word 5.O (am 286er) eine Menge von
Sprungfeldern, die auf einem ansonstem leeren Datenblatt positioniert waren, mit Daten gefüllt, dann wurde das fertige Zeugnisformular in den Drucker gelegt, und die Noten dann quasi eingedruckt. Das Problem hierbei war, das die Noten extrem genau positioniert werden mußten, was bei längeren Texte für Bemerkungen, oft auch mehrspaltig, nur sehr schwer gelang.
Automatisierung z.b. für Datumseingaben oder Umwandlung von
Notenzahlen( 1, 2,3,…) in geschriebene Noten (sehr gut, gut, …)war aber nicht zu bewerkstelligen

-Für Works habe ich ebenfalls schon Zeugnisprogramme entwickelt, die alle aus einer Notentabelle und Eingabefeldern für Text bestanden, der ja bei Grundschule von Klasse 1-2 nur verwendet wird, und in Klasse 3 und 4 immer noch vorkommt.
Mit Kürzeln für immer wieder kehrende Formulierungen versuchte ich den Eingabeprozeß zu beschleunigen.
Die Eingabe von =V in ein Feld bewirkte z.B. das das Feld atomatisch mit dem Satz " mit Beschluss der Klassenkonferenz vom … versetzt" ausgefüllt wurde.
Das lief eigendlich ganz gut.

-Nun ist Office aber nun mal Standard auf den meisten Rechnern, und damit es auch andere Kollegen meiner Eltern nutzen konnten, habe ich auch hier zwei Dokumente verfasst, die ihr auch herunterladen könnt:

http://home.nordwest.net/monstrukt/zeug/ZeuWord.doc ist ein Dokument,
das im schreibgeschützten (Formular) Modus ausgefüllt wird. Es besteht aus 20 gleichen Zeugnisseiten,die aneinandergeheftet sind und „reicht“ demenstsprechend für zwanzig Schüler, sonst muß man es halt duplizieren.
Da die Eingabe der Noten hier im Vergleich zur restlichen Texteingabe nicht so zeitaufwendig ist, wird hier die Noteneingabe über Formulardropdown bewerkstelligt, d. h.
bei Anklicken eines gewählten Notenfeldes erscheint eine Liste von „sehr gut“ bis „ungenügend“ und der Benutzer wählt einfach aus. Eingaben von Bemerkungen, Sozialverhalten usw. wird in Formularfeldern vorgenommen.
Ziel war es eine einfache, übersichtliche, vorformatierte und geschützte(d.h nur bestimmte Bereiche erlauben Eingaben) Oberfläche zu schaffen.

  • bei http://home.nordwest.net/monstrukt/zeug/ZeWoTAB.doc habe ich dann doch versucht, eine Tabelle zu integrieren, die auf der ersten Seite zu finden ist, und nacher dann nicht ausgedruckt werden braucht, genauso wie einige Anweisungen.
    Hier war die Voraussetzung ein Notenwandel-Makro, das die Notenzahlen in Text umwandelt.
    Realisiert habe ich dies mit einem Makro, das SUCHEN und ERSETZEN ausführt und nacheinander die Zahlen 1-6 (EINES BESTIMMTEN FORMATES, denn sonst werden ja alle Einser usw. im gesamten Dokument ersetzt !)durch den jeweiligen Text ersetzte.
    Starten sollte das Makro automatisch bei Anklicken des Feldes „Notenwandler“.
    Dieses Makro ist aber bei der Demonstration im Netz Nicht vorhanden und muß nochmal neu aufgenommen werden, ich habe es irgendwie gelöscht!
    Mein Problem ist jetzt: Immer wenn ich den Zellschutz deaktiviere, um bestimmte Formatänderungen vorzunehmen, und ihn nachher wieder aktiviere, wérden alle bisherigen Angaben gelöscht!
    Auch kann ich nicht im Nachhinein Noten in der Tabelle ändern, denn um diese dann in den Feldern zu aktualisieren, muß ich die gesamten Seiten markieren und dann aktualisieren, und dann geht doch das Geschriebene in den Formularfeldern verlohren, oder?
    Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Programme, oder auch Ideenvorschläge schicken könntet, besonders Ludwig!

Wenn sie nützlich und Virenfrei sind, stelle ich sie dann ins Netz für andere Lehrer. Ein Forum nur für dieses Thema wäre doch schön!
Ps: zum Download auf die Links einmal klicken und dann „speichern unter…“

RE: Da gibt es ein ganz blödes Problem …
Da gibt es ein ganz blödes Problem … bloßer Download nützt nichts.

a) Da entwickelt(e) man in BASIC (wie einst), in WORKS, in Excel usw. oder gar in Pascal, VisualBasic o.ä. ein kleines nützliches Helferlein.

Es ist ein bisschen handgestrickt, konzentriert sich auf die wichtigen Funtkionen und schleppt nicht allerlei Ballast in Sachen Absicherung gegen jede Art auch
idiotischer Fehlbedienung und mühsam erstellter Hilfefunktionen mit sich.

b) Dann kommen liebe Kolleginnen und Kollegen, sehen einem mal über die Schulter, staunen und murmeln dann was von „… auch gut gebrauchen können.“

Tage, Nächte, Wochen, Monate sind geritzt. Der Mensch schwitzt und programmiert auf Teufel komm raus.

Ich mache es kurz: Das ist frustrierend. Man will immer noch mehr reinpacken und immer noch mehr Unzulänglichkeiten ausmerzen, wobei laufend andere
auftreten. Vielleicht weil einer in Buxtehude Opas Nadeldrucker aus C64-Zeiten geerbt hat und das Programm mit diesem nicht so recht läuft.


Hab ich alles auch hinter mir.
Und zuletzt wills dann doch keiner so recht.

Die unbedarften „Nur-Anwender“ glauben unentwegt an Märchen: „Draufspielen - aufrufen - geht - und erfüllt sofort sämtliche Wünsche unter Vermeidung
idiotischer Fehleingaben.“ Und dann kommen sie nicht zurecht. Ehemann/-frau, studierende Söhne/Töchter oder hilfreiche Kollegen werden eingeschaltet. Weil
sies auch nicht immer hinbekommen, ist das Scheißprogramm schuldig und taugt nichts …

Die Wissenden unter den Lehrern haben sich mittlerweile längst selber eingerichtet.

Daher:

Irgendwann sag(t)e ich mir auch: Jetzt mach ich’s für mich, und nur für mich, und dafür genau so, wie ich’s brauche. Ich kenne einige Kollegen, die es genau so
halten. Man nistet sich ein, und alle Vorgaben und Strukturen und Berechnungen und Formulierungen … passen zur eigenen Situation (Bundesland, Schulart,
Klassenstufe(n), Klasse(n) und Gewohnheiten der Unterrichts- und Notengestaltung.

Bequem wie eingelatschte Hausschuhe. Aber nur für sich selbst passend und verständlich.


Dies heißt nun nicht, dass jemand anderer nicht davon profitieren dürfte, und so ist es auch nicht gemeint.

Ich wiederhole mich ein bisschen, wenn ich sage:

Das, was ich mir in Excel jetzt in Jahren aufgebaut habe, passt genau zu mir und meiner Situation. Jeder andere müsste es für sich anpassen und dabei - wie
gesagt - über mittlere Kenntnisse im Erstellen und Anwenden von Formeln, Einfügen von Objekten und Erstellen und Anwenden von Makros haben. Sonst läuft
leider nix.

Ich müsste auch eine gewisse Einführung machen, wenigstens die eine oder die andere Stunde lang. Weil in meiner Excel-Arbeitsmappe ein Haufen Daten
untereinander kreuz und quer verknüpft sind. Ziel: Möglichst alles nur einmal eingeben.
Ich kann und will aber kein Handbuch dazu erstellen.

PS: Kein VisualBasic (außer bei aufgezeichneten Makros!)

Zusammenfassung: Ich helfe gerne, und es geht mir überhaupt nicht darum, etwas nicht herausrücken zu wollen. Nur, wie gesagt: Es nützt nur Excel-Erfahrenen
etwas. Und sie müssten Zeit und Lust haben, sich einzuarbeiten, alles für sich anzupassen, mich telefonisch zu kontaktieren, wenn es am Durchblick der
Struktur ab und zu fehlen sollte. Dann gerne!
Bloßer Donwload aber nützt nichts.

Freilich: Wer das kann, hat sich seine Notenverwaltung schon längst selbst geschrieben.

Wer jetzt dennoch nicht abgeschreckt ist, darf sich gerne melden.

Ludwig

…du Oberschlauberger!

J.

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