Hallo an Alle!
Ich habe einen Sohn (11 Jahre) und eine Tochter (10 Jahre). Dazu kommt ein Stiefsohn von 11 Jahren, der auch zwei mal im Monat für ein Wochende bei uns ist. Wir verstehen uns sehr gut. Nur habe ich folgendes Problem, von dem ich nicht weiß, wie ich damit am Besten umgehen soll. Hoffe auf Tips.
Ich habe das Gefühl, das unsere Wohnung hier die Anlaufstelle ist für sämtliche Schulfreunde meiner Kinder. Nach der Schule kommt der große Ansturm.
Und das im Grunde jeden Nachmittag, sofern kein Training (Schwimmen) ansteht. An manchen Tagen habe ich bis zu 10 Freunde hier. Wenn ich meine Kinder frage, warum sie sich nicht mal bei ihren Freunden treffen, dann kommen nur Antworten wie: Da ist es nicht so schön, zu wenig Platz, Eltern zu streng etc…
Ich finde es ja schön, das ich die Freunde meiner Kinder kenne und sie sich hier wohl fühlen, aber ich würde mir wünschen, das die Verabredungen nicht nur immer hier stattfinden.
Die Kinder kennen mich alle auch aus den Schulen (Grundschule und Gesamtschule), wo ich nebenbei oft mithelfe (Waffeln backen, Radfahrprüfungen, Tag der offenen Tür etc.)Daher gab es schon immer eine engere Verbindung zu den anderen Kindern, was mich auch freut.
Aber inzwischen habe ich das Gefühl, das selbst die Eltern mancher Kids sich gar keine Gedanken mehr darum machen, was ihre Kids machen oder wann sie nach Hause kommen, weil sie sich darauf verlassen, das sie eh hier sind und ich sie dann zu den passenden Uhrzeiten nach Hause schicke und auch vorher oft noch anrufe, um Bescheid zu geben, das sie auf dem Heimweg sind.
Selbst wenn ich mit Sohnemann oder Tochter Englisch oder Mathe lernen will, kommt ganz schnell die Frage (oft von den Freunden selber), ob sie sich anschließen können, da sie ebenfalls lernen müssen.
Bisher habe ich das immer gemacht, aber ich habe niemals mal ein Dankeschön von den anderen Eltern gehört oder mal den Vorschlag, das das Lernen auch mal jemand anderes übernehmen kann.
Ich fühle mich einfach inzwischen ausgenutzt, weniger von den Kids, vielmehr von den Eltern. Das selbe gilt für die Radfahrprüfung - selbst die Lehrer fragen mich, ob ich noch andere Kids mitnehmen kann, um die Strecke abzufahren weil die anderen Eltern nicht wollen oder können.
Das sind nur ein paar Beispiele, die ich fortführen könnte, aber ich will euch nicht langweilen. Ihr wißt schon was ich meine…
Wenn ich die Kinder dann abends nach Hause schicken möchte und dort anrufe um Bescheid zu sagen,das sie sich auf den Weg machen, ist manchmal gar keiner da, so das sich die Besuche dann auch noch auf das Abendessen ausbreiten.
Mein Mann sagt: Du bist zu gutmütig. Vielleicht stimmt das, keine Ahnung. Ich möchte auch niemanden vor den Kopf stoßen.
Meine Kinder freuen sich und wollen es nicht anders. Die anderen Kids freuen sich, wenn sie hier sind, die Lehrer freuen sich, weil sie wissen, das ich immer helfe wenn was anliegt. Und ich freue mich zwar auch, fühle mich aber hin und wieder einfach überfordert. Ich hoffe, das kommt jetzt nicht so rüber, als wäre ich ein Jammerlappen. Das würde ich nicht wollen, da ich meine Kinder sehr liebe und mich freue, das sie viele Freunde haben, die sehr nett sind.
Meine konkrete Frage wäre einfach: Wie kann man das alles etwas gerechter verteilen, ohne das ich den Kindern (meine und die Freunde) vor den Kopf stoßen muss. Wie kann ich mich erklären, ohne das sich die anderen gekränkt fühlen oder hinterher noch ihren Kindern sage: Da brauchst du gar nicht mehr hin, du bist unerwünscht…was ja nicht so ist…
Kennt jemand das Problem? Gibt es Tips? Ich wäre echt für jeden Ratschlag dankbar. Danke fürs Lesen und LG von Eidolons