Ist es möglich, mit einem Gerät alle Vitamine im Blut
nachzuweisen? Um genauer gesagt, die Menge die im Blut
vorhanden ist.
Ich möchte genau wissen, welche Vitamine ich benötige und
welche ich zu viel habe.
Wenn das möglich ist, wie heißt das Gerät und das chemische
Verfahren?
Vergiss es ! Ist auch nicht wichtig, wenn man sich normal ernährt.
Udo Becker
ist es möglich, mit einem Gerät alle Vitamine im Blut
nachzuweisen? Um genauer gesagt, die Menge die im Blut
vorhanden ist.
es geht sicher mit diversen Enzymen, Vitamine mehr oder weniger selektiv zu detektieren, aber einfach wrd das nicht sein.
Ich kann mit gut vorstellen, daß es (teilweise) diverse Vorschritte geben muß um die Probe vorzubereiten.
Ich möchte genau wissen, welche Vitamine ich benötige und
welche ich zu viel habe.
Auch ich frage mich, wozu.
Frag einen Arzt Deines Vertrauens, ein Internist oder ev. ein Endokrinologe wäre vermutlich der richtige Ansprechpartner.
Der kann dann ein entsprechendes Blutbild in AUftrag geben.
Wobei ich vermute, daß das kein biliges Vergnügen wird, so keine Indikation dazu drängt.
Wenn das möglich ist, wie heißt das Gerät und das chemische
Verfahren?
Falls Du überlegst, solch ein Gerät (so es denn überhaupt ein solches geben sollte) zu erwerben, vergiss es ganz schnell wieder.
Es wird mit Sicherheit nicht so sein, daß Du einen Tropfen Blut oben reingibst und unten kommt ein Zettel mit den Werten raus, so was gibt es nur in (schlechten) SiFi-Filmen.
WIe schon geschrieben, wird zumindestens bei einigen Vitaminen eine Probenvorbereitung nötig sein, wo man viele Fehler mahen kann, dann die Probenaufgabe, die meist auch nicht trivial ist und nicht zuletzt muß solch ein Gerät kalibriert und gewartet werden.
Nicht umsonst gibt es mehrjährige Ausbildungen für Laborfachkräfte.
Hallo und danke für die Antwort.
Man hat ja den Tagesbedarf eines Erwachsenen herausgefunden und mit Zahlen angegeben. Also ist das möglich, jedoch vermutlich nur in einem Labor. Ich habe jedoch tatsächlich gedacht, dass man ein Gerät(auch wenn das teuer ist) erwerben kann, mit dem ich die Vitamine im Blut überprüfen könnte.
Wofür werden dann diese Statistiken überall publiziert, wenn man das sowieso selbst nicht überprüfen kann?
Im Winter wachsen viele Obst und Gemüse unter einem künstlichen Licht. Viele Vitamine kann man von dieser Nahrung nicht mehr erwarten.
Man hat ja den Tagesbedarf eines Erwachsenen herausgefunden
und mit Zahlen angegeben. Also ist das möglich, jedoch
vermutlich nur in einem Labor.
es ist vor allem, wie gesagt, recht aufwendig.
Ich habe jedoch tatsächlich
gedacht, dass man ein Gerät(auch wenn das teuer ist) erwerben
kann, mit dem ich die Vitamine im Blut überprüfen könnte.
Warum?
Wofür werden dann diese Statistiken überall publiziert, wenn
man das sowieso selbst nicht überprüfen kann?
Warum willst Du denn das überprüfen?
Es gibt viele Erfahrungswerte und wenn Du keine Stoffwechselkrankheit hast, ist bei einer ausgewogenen Ernährung nichts zu befürchten.
Im Winter wachsen viele Obst und Gemüse unter einem
künstlichen Licht. Viele Vitamine kann man von dieser Nahrung
nicht mehr erwarten.
Da frag ich mich, wie unsere Altvorderen den Winter überleben konnten.
Da gabs Sauerkraut und wenn Obst, dann Dörrobst.
Du lebst also in einem Land, weit jehnseits des Schlaraffenlandes!
was willst du mit den Vitaminwerten im Blut? Insbesondere fettlösliche Vitamine werden z.T. im Fettgewebe gespeichert. Wie willst du da deinen Bedarf aus den Blutwerten ermitteln?
Ich weiss nicht, ob’s auch bei Blut funktioniert, aber in Lebensmitteln macht man Vitamin-Analytik i.A. mit Ionenchromatographie. Im Prinzip eine HPLC-Varianate mit spezieller Säule. Halbwegs brauchbare Anlagen gibt es ab etwa 30 kiloEuronen aufwärts, wirkich Gute können schon sechstellig werden.
Dazu braucht man hochreine Fließmittel und verschiedene andere Chemikalien und eine einigermaßen komplette Laborausrüstung zur Isolation und Aufreinigung. Und abgesehen von der Anlage braucht man alles doppelt, weil man fett- und wasserlösliche Vitamine nicht gemeinsam bestimmen kann.
Und man braucht richtig Erfahrung, ich versuche seit Jahren bei uns eine stabile Vitamin-Analytik zu etablieren, aber wirklich zuverlässig klappt’s bisher nur bei einer Handvoll . . .
Hinzu kommen dann die kleinen Nickeligkeiten:
Vitamin D kannst du grundsätzlich vergessen, weil da die Tagesdosis so niedrig liegt, das es an der unteren Nachweisgrenze der Methode liegt. Vitamin K kannst du ebenfalls vergessen, da die menschliche Leber davon bequem einen Jahresvorat abspeichern kann. Überhaupt wirst du die wenigsten Vitamine im Blut finden, die werden ziemlich schnell zu ihrem Bestimmungsort transportiert.
Und letztlich ist es wirklich überflüssige Arbeit/Geldausgabe:
Deutschland ist kein Vitaminmangel-Land!
Wer es schafft, hier ohne eine richtige Stoffwechsel-Erkrankung mit einen Vitamin-Mangel zum Arzt zu gehen, der ernährt sich dermaßen dämlich, das er keinen Arzt, sondern einen Psychologen braucht.
Wenn du dir trotz allem noch unsicher bist, dann kauf dir einfach die Vitamin-Brausetabletten bei Feinkost Albrecht. Da sind so ziemlich alle wichtigen Vitamine in 125%iger Tagesdosis drin.
Die Sinnhaftigkeit davon kann man zwar immer noch heftig diskutieren, aber hier ist der finanzielle Schaden mit 1,29 Euro pro 20 Brausetabletten wenigstens akzeptabel - und die Dinger schmecken sogar ganz gut.
aber in
Lebensmitteln macht man Vitamin-Analytik i.A. mit
Ionenchromatographie.
nun bin ich schon lange aus der Analytik raus, aber Ionenchromatigraphie hab ich bisher stets mit (anorganischen) Ionen in Verbindung gebracht und weniger mit Vitaminen.
nun bin ich schon lange aus der Analytik raus, aber
Ionenchromatigraphie hab ich bisher stets mit (anorganischen)
Ionen in Verbindung gebracht und weniger mit Vitaminen.
Oder hab ich da Entwicklungen verschlafen?
Offen gesagt: keine Ahnung. Ich les nur Ionenchromatohraphie als Methode auf den Berichten unserer Partnerlabors, die’s im Ernstfall für uns machen.
Ich selber versuche es auf normaler HPLC umzusetzen. Methoden für den eigentlichen Nachweis gibt’s auch wie Sand am Meer, d.h. Multimethoden, mit denen man alle wasserlöslichen oder alle fettlöslichen Vitamine in einem Rutsch bestimmen kann. Nur die Aufarbeitung, wie man die Vitamine von dem ganzen anderen Sabber, der hinten hunderte von Dreckspeaks verursacht und dir die Säule zuferkelt, die findet man nirgendwo.
Ich persönlich vermute, das die anderen die Isolation mit irgendwelchen Komplexbildnern oder so fahren, und dann auch der einfachheit halber gleich die (ionischen?) Komplexe laufen lassen, aber wie gesagt, nur 'ne Vermutung. Denn natürlich sitzen die auf Ihren Methoden, Vitaminanalytik ist abseits der sonstigen Spurenanalytik so ziemlich der letzte Bereich, in dem bei der Untersuchung von Lebensmitteln noch Geld steckt.
Wir selber konzentrieren uns mittlerweile mehr auf die Mikrobiologie, weil wir halt die Räumlichkeiten dafür und ein paar große entsprechende Kunden in unmittelbarer Nähe haben. Die Vitaminanalytik ist mehr ein Hobby von mir, weil unsere HPLC eh nicht ausgelastet ist (ich weiger mich einfach, so einfach aufzugeben ;D - und irgendwann wird sich meine Hartnäckigkeit mal auszahlen, da glaub ich fest dran).