Alleine schlafen

Hallo,

stellt Euch folgendes vor:

Ein Mensch kann nur schlafen, wenn er in dem Raum, in dem er nächtigen wird, alleine ist. Dies ist auf nichts erkennbares zurückzuführen. Seine Kindheit war in jeder Hinsicht normal.

Spätestens, wenn er mit jemandem zusammen leben möchte - aber auch in vielen anderen Situationen - kann diese Eigenschaft Probleme bereiten.

Was könnte solch ein Mensch tun?

Gruß,

PM

Hi PM

stellt Euch folgendes vor:

Ein Mensch kann nur schlafen, wenn er in dem Raum, in dem er
nächtigen wird, alleine ist.

Das brauche ich mir nicht lange vorstellen; das finde ich völlig normal. :wink:

Spätestens, wenn er mit jemandem zusammen leben möchte - aber
auch in vielen anderen Situationen - kann diese Eigenschaft
Probleme bereiten.

Nur in der Spätpubertät. Reiferen Frauen geht das doch genauso. Getrennte Schlafzimmer sind das Normalste auf der Welt. Man kann doch wundervollen Sex zusammen haben ohne sich den Rest der Nacht das Geschnarche und Geschnorchel von seinem Partner anhören zu müssen.

Was könnte solch ein Mensch tun?

Dem Lover / Partner einfach sagen, wie es ist. Wenn sie /er damit nichts anfangen kann, ist sie /er zu jung und unefahren und soll sich trollen.
Gruß,
Branden

Hi!

Zusammen ins Bett gehen, zusammen Schlafen ist meiner Ansicht nach ein ganzes Stück mehr als Sex ( und dieser nicht unbedingt auf´s Bett als Lokalität beschränkt oder?).
Ich sehe das so: mit einem Partner möchte man sein Leben teilen. Tagsüber steht jeder irgendwie, irgendwo seinen Mann oder Frau…
Abends gibt es dies und das zu tun, Fragen zu klären …, Essen…
Aber wenn man zusammen ins Bett geht, nebeneinander oder im Arm des Partners liegt, kommt Ruhe, Innigkeit, Verstehen, Vertrauen…
Es ist schön nebeneinander einzuschlafen. Aber wenn einer dann nicht schlafen kann, kann man da sicherlich einen Kompromiss finden. Z.B. erst ein Viertelstündchen… zusammen in einem Bett Liegen, Kuscheln, Reden… und dann geht einer halt ins zweite Schlafzimmer. Vielleicht erübrigt sich dieses mit der Zeit.

Man kann doch wundervollen Sex zusammen haben ohne sich
den Rest der Nacht das Geschnarche und Geschnorchel von seinem
Partner anhören zu müssen.

Wir schnarchen und schnorcheln hin und her,
mal alle beide oder einer ganz sehr!
Als jeweils Zuhörender ist es schon eine ganze Ecke meine Sache, wie ich damit umgehe. Es gibt immer wenigstens zwei Möglichkeiten:

Ich kann mich aufregen - und das möglichst so lange, bis mein Herz mir zu den Ohren rauspocht und der Blutdruck die 200er Markierung überschritten hat oder ich kann mir etwas Nettes, Lustiges… dazu einfallen lassen/damit verbinden.
Und wenn´s von Herzen kommt wird´s eben nicht die Arie von der Wilden Sau, sondern höchstens das Schlummergrunzen eines kleinen Frischlings an einem warmen Sommertag…

Was könnte solch ein Mensch tun?

Dem Lover / Partner einfach sagen, wie es ist.

Jawohl! Das musssois.

Wenn sie /er

damit nichts anfangen kann, ist sie /er zu jung und unefahren
und soll sich trollen.

Aha, deswegen stieg in den letzten Jahren die Zahl der Trolle wieder deutlich an.
Wenn Junge, Unerfahrene nichts dazu lernen dürfen, können sie wohl bloss Trolle oder alte Dep…werden oder?

Nebenbei: der entscheidendste Moment für zwei … ist wohl das morgendliche Erwachen mit zerknautschtem Gesicht, wirrem Haar und möglichst ebensolchem Blick -
wer dann den andern noch sexy…findet, der liebt.

Schönen Abend noch Roxelane

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Hallo,

nur eine Anmerkung:

Ein Mensch kann nur schlafen, wenn er in dem Raum, in dem er
nächtigen wird, alleine ist.

Also …

Seine Kindheit war in jeder Hinscht normal.

Bingo!

Was könnte solch ein Mensch tun?

Alleine Schlafen?

Was ist mein Punkt: „Normale Kindheit“ bedeutet ja,
bei Leuten, die es sich leisten können, dass das Kind
ins glänzende Kinderzimmer abgeschoben wird und ggf.
mit dem Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“
unsanft in den Schlaf befördert wird. Und dann wundert
man sich 20 Jahre später über Kollateralschäden.

Grüße

CMБ

Hallo Semjon,

Was ist mein Punkt: „Normale Kindheit“ bedeutet ja,
bei Leuten, die es sich leisten können, dass das Kind
ins glänzende Kinderzimmer abgeschoben wird und ggf.
mit dem Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“
unsanft in den Schlaf befördert wird. Und dann wundert
man sich 20 Jahre später über Kollateralschäden.

was wurde ich kritisiert/gewarnt, weil wir unser Kind die erste Zeit (als Säuglig) sowieso in unserem Bett schliefen hatten und er auch später fast! immer kommen konnte. (Den bekommst du nieee mehr aus deinem Bett - womit sie recht hatten*gg*)
Wir genossen die Nächte und ganze Sonntage zu 3. im Bett.

Momentan bin ich allerdings etwas verunsichert, denn jetzt wird er 14 und will ab und zu immer noch bei mir schlafen (bin inzw. getrennt lebend). Sogar als mein neuer Freund dabei war. Allerdings wird es auf 1,60 dann doch recht eng und er versteht das.

Ich bin dennoch überzeugt, dass das irgendwann aufhören wird, und bereue es nicht, diesen ‚Nestwärmeweg‘ gegangen zu sein.

Er sagte einmal, als er noch recht klein war, und wir ihn halt doch nicht bei uns schliefen ließen: ’ Ja aber warum muss ICH denn alleine schlafen?’

Was will man darauf antworten :wink:

Wie oft habe ich es erlebt, dass das Kind noch nicht einmal auf der Welt war, und man alles unternehm, um es so weit wie möglich von sich weg zu ‚verwahren‘. Schnuller, Fläschen, eigenes Bettchen, eigenes Zimmer, Kinderwagen…

Ich bereue nichts!!

Grüße Marion

Hi!

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier ,-)

Was könnte solch ein Mensch tun?

Umlernen versuchen oder es halt lassen, wenn es gar nicht klappen will.

Ich bin auch ein Verfechter von getrennten Schlafzimmern - liegt aber auch daran, daß meine bisherigen Partner alle Waldsäger waren *seufz*

Gruß,
Sharon

hallo roxelane,

irgendwie klingt dein statement so, als würde mit jenen die deine haltung nicht teilen können etwas nicht stimmen - also würdest du das so wahrnehmen…

übrigens habe ich neulich in einer doku erfahren, dass viele derart laut schnarchen, dass es weit über 70 d dings - dezibel glaub ich - geht -
dreh mal deine anlage auf und leg deinen kopf 20 cm daneben und sag dann noch - alles eine frage der einstellung*gggggggggg

es gibt menschen die schnarchen laut, es gibt aber auch menschen die sind einfach geräuschempfindlich (ich z.b) - die wachen bei jedem geräusch auf - und auch sonst div. male in der nacht.

es gibt also fern von sex oder liebe und nähe noch eine menge gründe warum sich manche menschen dafür entscheiden warum sie mehrheitlich getrennt schlafen. leider fehlt es offenbar an der phantasie sich hier vorstellen zu können dass man dennoch oft gemeinsam einschläft - schliesslich MUSS man ja nicht getrennt einschlafen, der eine zieht einfach ab wenn er/sie das erste mal wach wird - sofern die peson das eben will.
die möglichkeit haben menschen mit nur einem schlafzimmer nicht.
wenn ich bedenke wie ich drauf bin wenn ich krank bin - spätenstens dann bräuchte ich mein eigenes zimmer. … aber das nur am rande.

mein eigentliches anliegen ist dir mitzuteilen, dass menschen mit getrennten schlafzimmern nichts vermissen, denn sie erleben das gleich wie du mit einem schlafzimmer - sie sind nur einfach nicht gezwungen es ständig zu tun und müssen sich dem entsprechend nicht alles als toll verkaufen, was es eben nicht ständig und immer ist. die gesunde alternative wird genutzt und sie nutzt der partnerschaft…

aber jeder wie er/sie will.

LG
nina

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hallo pm -

alles mögliche kann bei einer bewzihung probleme bereiten - sei es eben die schlafgewohnheiten oder sexuelle gelüste oder sonstwas.

was ich aber wichtig finde hier: dass man sich selbst nicht einredet, es würde mit einem etwas nicht stimmen - und sich auch nicht einreden lässt - das andere mit anderen gewohnheiten noramler seien als man selbst.

mit dir stimmt alles, mit deinem partner genauso - offen damit umgehen und von vornherein erklären wieso es ist wie es ist könnte helfen, dass der partner es nicht persönlich nimmt (ich hatte mal einen freund der meinte ich würde ihn nicht lieben weil ich ein eigenes kissen und ne eigene decke wollte*augenroll).
haste dir einen partner ausgesucht der/die keinerlei verständnis aufbringen will und findet ihr auch sonst keinen deal - haste dir schlicht einen menschen ausgesucht der haltungstechnisch ein wenig weit weg ist von dir.
aber man kann eben auch offen erklären warum man alleine schlafen muss und z.b dennoch vor dem schlafengehen kuscheln und schmusen oder z.b einen deal anbieten - zb. wenn an den WE ein mittagsschlaf für euch ein tolles ding ist - hier bewusst gemeinsam - und wenn einer nicht zum schlafen kommt - sich also auch nicht umgewöhnen kann für dieses eine mal in der woche für diese 1-2 std. - ists auch nicht schlimm, weil entspannen konntest ja dennoch.

keine ahnung, aber ich denke mal, man muss da offen und ehrlich sein und dennoch dem partner irgendwie eine art deal anbieten und im falle von einer gänzlich anderen haltung beim anderen sicher auch noch überzeugungsarbeit leisten - ohne bewertung - denn jeder von euch ist mit seinen wünschen richtig. das könnte konflikte vermeiden wenn man nicht den eindruck erweckt (oder mit „argumenten“ aufwartet) als wäre der andere „spiessig/kalt“ oder was leuten alles so einfallen kann um ihrer haltung nachdruck zu verleien und den anderen unbewusst ins unrechte licht zu rücken.

beide haben recht - beide fühlen richtig von dem punkt aus müsste es machbar sein einen weg zu finden der beiden gerecht wird.

LG
nina

Hallo,

mit viel Faszination, Dankbarkeit und gebührendem Respekt beobachte ich Eure Äußerungen. Die Morphologie des inhaltlichen Verlaufes führt - trotz zweifelsfrei interessanter ‚Dialoge‘ - teilweise sukzessive aus meinem Thema heraus. Ich möchte niemanden daran hindern. Trotzdem sollte ich meinem Szenario noch einige Angaben hinzufügen:

-Besagter Mensch konnte noch nie mit amderen schlafend einen Raum teilen, weder als Neugeborenes, noch mit Eltern oder Geschwistern.

-Die Normalität der Kindheit beschreibt ein Heranwachsen unter Bedingungen, die in keinerlei Hinsicht kritikwürdig wären. Aufgeschlossene und aufmerksame Eltern geben dem Kind was es braucht, fördern und fordern es und geben ihm alle Möglichkeiten, eine aufmerksame, dynamische und selbstsichere Persönlichkeit zu entwickeln.

Gruß,

PM

Hallo

Besagter Mensch konnte noch nie mit amderen schlafend einen
Raum teilen, weder als Neugeborenes, noch mit Eltern oder
Geschwistern.

Ich denke mal, das grundlegende Sozialverhalten wird im
Kind bis zu einem Alter von 4 oder 5 Jahren „verdrahtet“
und bis zur Pubertät noch etwas modifiziert.

Danach geht nur noch „Verstellen“ oder „Schockprägung“ :wink:

Die Normalität der Kindheit beschreibt ein Heranwachsen
unter Bedingungen, die in keinerlei Hinsicht kritikwürdig
wären. Aufgeschlossene und aufmerksame Eltern geben dem
Kind was es braucht,

Ein Kind braucht zunächst zu allererst Nähe und insbesondere
zuverlässige körperliche Nähe. Fehlt diese, wird diese
„Option“ nicht ins Gehirn eingebaut. Das war’s dann (imho).

Das schließt aber nicht aus, dass man sich so etwas
nich „aus Liebe und Pflichtgefühl“ antrainieren
können sollte :wink:

fördern und fordern es und geben ihm
alle Möglichkeiten, eine aufmerksame, dynamische und
selbstsichere Persönlichkeit zu entwickeln.

Wie ist es denn um sonstige Nähe- und Zärtlichkeits-
bedürfnisse „besagter Person“ (ausserhalb des Schlafens)
bestellt?

Grüße

CMБ

Hallo,

ich habe mir nicht alles durchgelesen, aber ich will mal meine Meinung auch kundtun. Ich hoffe sie hilft vielleicht?!?

Ich kann sehr gut mit „anderen“ im Zimmer, Bett schlafen. Allerdings ist das auch Tagesformabhängig und es geht auch nicht mit jedem. Wenn ich irgendwo „fremd“ bin (Hotel, bei Freunden, Urlaub) - ist die erste Nacht einen Katastrophe. Mir fehlen dann die normalen Geräusche und ich muss mich erst an die neuen Geräusche gewöhnen. Kenne ich die Menschen um mich herum nicht, bin ich einfach unruhig und kann schlecht schlafen, bis ich auch deren „Geräuschkulisse“ gelernt habe.

Aber dann geht es. Und es wird auch bei diesem Menschen gehen!

Das ein Mensch noch nieeee in seinem Leben mit anderen Menschen zusammen in einem Raum/bett schlief kann ich mir nicht vorstellen. War dieser Mensch niemals auf einer Skifreizeit, auf Jugendherbergsferien, bei den Pfadfindern, hat bei Freunden übernachtet, oder ähnliches? Ist dieser Mensch immer mitten in der Nacht mit 2 Promille per Rad 30km nachhause gelaufen? Oder ist dieser Mensch übernatürlich brav und überlegt in allem was er tat bisher?

Auch wenn dieser Mensch es nicht gewohnt ist, irgendwann wird er einschlafen. Geht ja teschnisch schon nicht anders, da kann er sich herumwälzen wie er will. Es mag bei ihm evtl. extrem lange dauern bis er sich an diese neue Situation gewöhnt hat, aber es geht. Dieser Mensch kann sich mit „geht nicht, kann ich nicht“ nicht herausreden. Es kann nur sagen „will ich nicht“, oder „hab Angst vor dem neuen Erlebniss“. Aber man kann ihn beruhigen - es tut nicht weh! Es gibt nix schöneres wenn man sich am nächsten Morgen an den gliebten Menschen zschubbern kann um dann zusammengekuschelt noch ne Runde zu schlafen.

Es sei denn dieser Mensch findet es einfach klasse alleine im Bett zu liegen, aber dann verstehe ich die Frage nicht. Eine gemeinsame Wohnung mit zwei Schlafzimmern ist ja auch kein Weltuntergang.

Grüsse
Helena

noch’n Senf dazu…
Hi Nina,

irgendwie klingt dein statement so, als würde mit jenen die
deine haltung nicht teilen können etwas nicht stimmen - also
würdest du das so wahrnehmen…

Und irgendwie klingt das, was Du am Schluß schreibst, nämlich das hier:

mein eigentliches anliegen ist dir mitzuteilen, dass menschen
mit getrennten schlafzimmern nichts vermissen, denn sie
erleben das gleich wie du mit einem schlafzimmer - sie sind
nur einfach nicht gezwungen es ständig zu tun und müssen sich
dem entsprechend nicht alles als toll verkaufen, was es eben
nicht ständig und immer ist
.

so, als würde mit jenen, die Deine Haltung nicht teilen, etwas nicht stimmen.

Roxelane hat offensichtlich, genau wie ich, überhaupt kein Problem. Auch das nicht, irgendwas als toll zu verkaufen, was nicht toll ist. Auch ihre Auslassung darüber, wie man sich das Schnarchen des anderen „schön reden“ kann, bedeutet ja nur, dass sie das kann und das sie eben kein Problem damit hat. Da muß nix als toll verkauft werden. Im Gegenteil: Wäre ich Schnarchempfindlicher würd ich sagen, „toll, dass Du das kannst“.

Aber, wie Du auch schon schrubst, der eine mag es so, der andere so.

die gesunde alternative wird genutzt und sie nutzt der partnerschaft…

Das ist der Punkt. Ich habe Beziehungserfahrung in verschiedenen Varianten:

  1. Einmal war ich der unter dem Schnarchen Leidende, und wir hatten nur ein Schlafzimmer.
  2. Das andere Mal war ich der Schnarcher und wir hatten zwei Schlafzimmer. Ich bin aber grundsätzlich der „Einschlafzimmertyp“. Ich brauche die Nähe einfach.
  3. Momentan schnarchen wir beide praktisch garnicht und haben bewußt ein Schlafzimmer. DAS finde ich toll. Und wenn der eine oder der andere, z.B. krankheitsbedingt nicht so gut schläft oder ungewohnte Geräusche von sich gibt, kommt manchmal der Wunsch nach einem zweiten Schlafzimmer auf. 2x im Jahr also. Für meine Partnerin und mich nicht wirklich ein Problem.

Ich könnte jetzt die noch Beziehungen aus 1. und 2. analysieren, das Ganze in Kontext zum Schlafverhalten bringen und dann als Studie veröffentlichen. Mir fehlen aber noch weitere Meßergebnisse :wink:

Gruß
Horst

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Was könnte solch ein Mensch tun?

Hallo,

trotzdem versuchen, sich dran zu gewöhnen, wenn es ihm denn wichtig ist. Ich kann *eigentlich* nur schlafen, wenn es stockfinster und mucksmäuschenstill ist. Da ich aber viel und gerne unterwegs bin, und dabei meistens nicht diese Bedingungen vorfinde stehe ich vor der Wahl, zu Hause zu bleiben oder zu versuchen, damit klar zu kommen.

Meistens ist es so, dass ich in der dritten Nacht gegen Morgen so müde bin, dass mir alles egal ist und ich vermutlich auch stehend im Schrank schlafen würde.
Was passiert denn bei deinem Menschen, wenn er konsequent mit anderen Leuten im Raum übernachtet und dann tagsüber natürlich auch nicht schläft? Wenn das eine Woche lang funktioniert und er immer noch nicht schlafen kann, dann würde ich mir ernsthafte Sorgen machen.
Wenn es nur so eine „Empfindlichkeit“ ist wie bei mir, dann funktioniert es nach ein paar Tagen; ich schlafe dann, einerseits aus Übermüdung und andererseits aus zumindest ein bißchen Gewöhnung, jede Nacht so viel, dass ich tagsüber über die Runden komme, auch im Hochsommer in Turnhallen mit offener Fensterfront und 100 Leuten drin. Würde ich das jahrelang praktizieren, würde ich mich vermutlich ganz dran gewöhnen, da es sich aber maximal um ein paar Wochen handelt, überstehe ich die mit verhältnismäßig wenig Schlaf, aber immerhin.

Eigentlich glaube ich, dass ein Mensch, der unter keiner tiefgehenden psychischen Störung leidet, früher oder später ein Mindestmaß an Schlaf bekommt, wenn es die Umstände einigermaßen erlauben.

Grüße
Sonja

noch was…
…was ich nämlich auch nicht kann, ist mit anderen Leuten im Bett schlafen. Vor allem nicht, wenn sie mich anfassen.

Da ist es mir die Sache aber nicht wert, mich da großartig dran zu gewöhnen; wenn es bei deinem Fall also nur um Zusammen-mit-Partner-geht, dann würde ich zu allererst an dessen Rücksichtnahme appellieren.
Bei mir sind Minimun zwei getrennte Matratzen und Decken in einem äußerst breiten Bett, und keinerlei Anfassen im Halbschlaf.
Das ist bei mir allerdings auf ein „mehr-oder-weniger-traumatisches“ Erlebnis zurückzuführen, aber es stört mich einfach nicht genug, um mir diese Eigenheit groß abzugewöhnen.

Ein gewisser Leidensdruck muss wohl schon da sein.

Grüße
Sonja

Neues Bett kaufen?
Hallöchen,

also ich habe mir jetzt dazu noch keine anderen Antworten durchgelesen, von daher bitte ich um Entschuldigung, falls ich mich widerhole.

Ein Mensch kann nur schlafen, wenn er in dem Raum, in dem er
nächtigen wird, alleine ist. Dies ist auf nichts erkennbares
zurückzuführen. Seine Kindheit war in jeder Hinsicht normal.

Ich weiss ja nun nicht, aus welchem konkreten Grund Du jetzt diese Frage gestellt hast, also ob Du jetzt Dir einfach nur mal so Gedanken darüber machst oder ob das Problem jetzt schon „akut“ ist, weil Du jetzt vielleicht gerade eine neue Beziehung gefunden hast, aber ich kenne das Problem sehr gut und kann Dir mal meine Erfahrung mitteilen:

Ich selbst bin ein Einzelkind und hatte auch eine unproblematische Kindheit. Während meiner Jugend dann war ich öfter längere Zeit von zuhause weg aufgrund Klassenfahrten, Chorreisen, mal bei ner’Freundin schlafen, Ferienlager etc. Damals machte mir das noch nix aus, mit anderen zusammen in einem Zimmer zu schlafen, allerdings nur mit Leuten, die ich gut kannte (beste Freundin) und höchstens im Zweibettzimmer.

Mit 17 zog ich zu meinem ersten Freund und auch da kam ich noch damit klar, mit ihm zusammen in einem Zimmer/Bett zu schlafen, auch in meiner nächsten Beziehung war das noch kein grosses Problem.

Mit 20 dann entschied ich mich bewusst für ein Solodasein und lebte die nächsten 6 Jahre alleine in meiner Wohnung und schlief meistens auch alleine.

Seit Anfang letzten Jahres lebe ich nun in einer festen Partnerschaft und wir sind sehr glücklich, unsere Beziehung war von Anfang an sehr intensiv und innig. Dennoch hatte ich gleich am Anfang plötzlich riesige Probleme, nachts gut zu schlafen, zumal mein Lebensgefährte leider auch sehr laut schnarcht, wofür er ja aber nix kann.
Die erste Zeit war daher sehr schwierig, ich konnte keine Nacht mehr durchschlafen oder gar nicht erst einschlafen bzw. war immer sehr zeitig und nach wenigen Stunden wieder munter.

Einerseits lag das sicher am Schnarchen meines Partners, aber normalerweise habe ich einen ausgesprochen festen, komaähnlichen Schlaf, was bedeutet, dass ich, wenn ich einmal schlafe, normalerweise nichts mehr mitkriege, auch kein noch so lautes Geräusch (ich werde nichtmal durch den Wecker wach). Erklären konnte ich mir das jedenfalls nicht, zumal wir eben wie gesagt eine so innige Beziehung führen mit so viel Nähe, dass ich es mir eigentlich gewünscht hätte, mit ihm einzuschlafen und auch wieder zusammen aufzuwachen, aber da ging kein Weg rein.

Also schliefen wir die nächsten 6 Monate fast jede Nacht in getrennten Zimmern, was ich auch sehr lieb und rücksichtsvoll von meinem Schatz fand, wenngleich das für ihn nicht sonderlich schön war, jede Nacht auf der Couch zu verbringen.

Irgendwann vor etwa 7 Monaten beschlossen wir dann, uns ein größeres und vor allem gemeinsames Bett zu kaufen, was wir auch taten, und siehe da, seitdem ist das Problem weitestgehend gelöst.

Keine Ahnung, was den Effekt gebracht hat und das war auch nicht bewusst damals, aber das neue Bett hat aus irgendeinem Grund geholfen.
Sicher gibt es immermal noch eine Nacht, wo ich wegen dem Schnarchen meines Partners nicht einschlafen kann und dann auf die Couch umziehe, aber das ist nur noch ganz ganz selten der Fall.

Wirklich erstaunliches Phämomen, aber uns hat das sehr geholfen und wir geniessen unsere Beziehung dadurch natürlich noch mehr.

Davon abgesehen denke ich, dass es ausserdem aber auch eine Frage der Zeit war, bis man sich an die neue Situation gewöhnt hat, denn der Mensch ist nunmal ein Gewohnheitstier, nicht wahr?

Viele liebe Grüsse

Icequeen

Hallo,

dann muß die gemeinsame Wohnung eben so groß sein, daß die betreffende Person ihr eigenes Zimmer mit eigenem Bett bekommt. Ein Rückzugsort ist ohnehn immer gut. Mir wird es niemals wieder passieren, daß ich mit jemandem in einer Wohnung lebe, ohne mein eigenes Zimmer und mein eigenes Bett zu haben.

Von daher kann ich ein wirkliches Problem nicht sehen, es sei denn der Partner kann nur dann schlafen, wenn jemand mit ihm in einem Zimmer/Bett schläft. Dann wird es wirklich schwierig :wink:)

LG

Avera

Hi Nina,

grüss dich,

irgendwie klingt dein statement so, als würde mit jenen die
deine haltung nicht teilen können etwas nicht stimmen - also
würdest du das so wahrnehmen…

Und irgendwie klingt das, was Du am Schluß schreibst, nämlich
das hier:

mein eigentliches anliegen ist dir mitzuteilen, dass menschen
mit getrennten schlafzimmern nichts vermissen, denn sie
erleben das gleich wie du mit einem schlafzimmer - sie sind
nur einfach nicht gezwungen es ständig zu tun und müssen sich
dem entsprechend nicht alles als toll verkaufen, was es eben
nicht ständig und immer ist
.

so, als würde mit jenen, die Deine Haltung nicht teilen, etwas
nicht stimmen.

Roxelane hat offensichtlich, genau wie ich, überhaupt kein
Problem. Auch das nicht, irgendwas als toll zu verkaufen, was
nicht toll ist. Auch ihre Auslassung darüber, wie man sich das
Schnarchen des anderen „schön reden“ kann, bedeutet ja nur,
dass sie das kann und das sie eben kein Problem damit hat. Da
muß nix als toll verkauft werden. Im Gegenteil: Wäre ich
Schnarchempfindlicher würd ich sagen, „toll, dass Du das
kannst“.

schön, das du das für roxelane so gut weisst und für dich auch*g

ne aber mal im ernst - ich habe damit nicht in abrede stellen wollen, dass für viele das stets gemeinsam schlafen das freiwillig gewählte BESTE ist. aber ich glaube nicht, nur weil es üblich ist, dass es für jeden menschen das beste ist.
und ich glaube auch nicht, weil getrenntes schlafen allgemein viele kritiker hat und vor allem vorurteilen und falschen vorstellungen unterliegt, dass man dieser „lebensweise“ gerecht wird.

beides hat vor- und nachteile. ich pers. finde aber wichtig überhaupt über beide möglichkeiten nachzudenken und das war sicher nicht schon immer üblicherweise bei paaren der fall.
insofern wird es schon auch paare geben die es genauso halten wie ich beschrieben habe. - gleichwohl habe ich nicht gemeint, dass es allen so geht.

um sich aber für das eine oder andere zu entscheiden, müsste man überhaupt über beide weisen sinnieren - und nun mal ernsthaft - wie viele personen kennst du die das überhaupt tun und nicht selbstver- ständlich davon ausgehen, dass es nur eine schlafensweise gibt. sie kennen diese von ihren eltern oder weils eben üblich ist…
und ich gebe zu, diese mögliche herangehensweise gefällt mir nicht - wohlgemerkt wäre es wurst um was es sich dabei handelt.

im kern ists aber wohl so - hier konkret - das jeder ein stück weit meint seine bevorzugte lebens/-schlafweise verteidigen zu müssen und evtl. habe auch ich mich ein wenig unglücklich ausgedrückt.
nach wie vor wäre es aber meine bevorzugte weise - eigenes zimmer und eigenes bett. - das was man gewinnt erscheint mir wesentlich höher als das was man verliert (sehe keinen verlust). andere sehen keinen im *gemeinsamineinembettschlafenimmerwährend*.

LG

nina