Aller Anfang ist schwer!?!

Guten Abend und ein schönes Jahr 2006,

ich habe bald meine Abiprüfungen und ich habe mir vorgenommen in den Winterferien anzufangen mit dem Lernen.

Was habe ich bis jetzt gemacht:
Zuerst die Unterlagen der 4 Abiturfächer auf auf 4 Stapel gelegt.

Dann habe ich 4 DINA3 Blatter genommen(für jedes Fach eins) es in 4 Spalten unterteilt und in jeder Spalter jeweils ein Halbahr geschrieben(Also 12.1,12.2…).
Und zu jedem Halbjahr die einzelnen Themen aufgeschrieben, die wir im Unterricht besprochen haben.Somit habe ich mir einen ungefähren Überblick über die 4 Halbjahre.
Nur fällt mir nun das anfangen schwer.Ich weiss nicht mit was ich anfangen soll.Ist das gut wie ich das bis jetzt gemacht habe?
Was könnt ihr mir empfehlen?

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
Guten Abend und ein schönes Jahr 2006, auch dir!

Nur fällt mir nun das anfangen schwer.Ich weiss nicht mit was
ich anfangen soll.Ist das gut wie ich das bis jetzt gemacht
habe?
Was könnt ihr mir empfehlen?

Fang mit dem an, was dir am wenigsten gefällt, bzw. am schwersten fällt.

Und was dir am liebsten ist, nimmst als Letztes, denn das dann am leichtesten.

Gruß Fritz

moin,
deine ueberschrift gibt dir selbst die antwort!
du wirst eigentlich NIE das machen, was du gelernt hast!

sehr beeindruckend fand ich mal meinen job in einer druckerei: die leute hatten tatsaechlich richtig " drucker" gelernt und konnten dann nach der gesellenpruefung per hand eine bibel mit goldrand herstellen - deren job bestand darin, einer rotationsmaschine 20.000 zeitungen/stunde rauszulocken…

einer unserer sternekoenige im forum - und das muss ja wohl wirklich ein qualifizierter mensch sein - jammert ueber notgedrungene entwicklungen in seinem berufsleben…

ich selbst habe knapp 6 jahre irgendnen scheiss in gesellschaftswissenschaften studiert und ich arbeite nun heute ( gern! ) in einer spedition…

es kommt garantiert anders, als du denkst!

fang was an, vertiefe es, wenn es dir gefaellt, steige rechtzeitig um, wenn nicht!

wenn du dann dein diplom hast, erwarte nicht, dass du derjenige bist, auf den alle warten, sondern beweise „flexibilitaet“ , in dem du dich woanders einbringst.

karl marx ist zwar generell gescheitert, aber mit seinen aussagen, dass arbeitskraft eine ware ist, war er nie so an der realitaet, wie jetzt!
gruss + alles gute
khs

Auch Dir ein erfolgreiches Jahr 2006, Kaldera!

Fritz hat recht. Fang an, die dicksten Brettchen zu bohren, was den meisten Grips und die meiste Zeit in Ansruch nimmt. Wenn Du dort nicht weiterkommst, frage und bis die Antwort eintrifft, pack eine etwas einfachere Sache an.

Glaube um Himmels Willen nicht, dass du irgend überhaupt nicht brauchst. Irgendwann im Leben wird dir etwas, was dir heute als abwegiger Mist vorkommt, hilfreich sein. Und schließlich:
An dem was man im Kopf hat, trägt man sich keinen Buckel!

Sorge dafür, dass du ausreichend schläfst, denn in den Ruhephasen „verstaut“ dein Gehirn das Gelernte am Besten. Schau auch zu, dass Du genügend Bewegung hast und viel frische Luft.

Ich wünsche Dir allen Erfolg.
Eckard
(der heute sich so manches Monogramm in den Hintern beißen könnte für vieles, das er als Jüngling zu faul war zu lernen.)

Bleib locker…
Hi Du!

Kompliment von mir!
Finde ich gut, die Vorgehensweise :smile:

Ich habe da viel mehr „gepokert“ bei meinem Abi- es hat mit der Anfangsmotivation weniger geklappt…

Das war so:

Abiprüfungen im Mai so herum.
Mitschüler begannen um Weihnachten herum zu lernen. Ich zu ihnen: „spinnt ihr, es ist doch Zeit…“

Dachte mir dabei… ich KÖNNTE mal anfangen im Januar.
Im Januar dachte ich mir dann: Ich SOLLTE mal anfangen…
Februar, März… schlechtes Gewissen wurde größer.

April und Osterferien.
Ich habe angefangen… 3 (!) Wochen vor der ersten Prüfung.

Mai und Abi- alle Klausuren bestanden, und mit allen zufrieden- Mathe sogar verbessert von Mangelhaft auf Befriedigend :wink:

Mit dem nötigen Megadruck geht es auch, bleib locker!!

Viele Grüße und gutes Neues Jahr,
Spotvolta

karl marx ist zwar generell gescheitert, aber mit seinen
aussagen, dass arbeitskraft eine ware ist, war er nie so an
der realitaet, wie jetzt!

Vorallem betrachtete er ja auch die Arbeit als elende Last, die es abzuschaffen gilt. :wink:

Wenn das 'mal kein hochphilosophischer Hintergrund für die Schüleranarchie von heute ist :smile:

Hi Kaldera,

was könnte ich Dir noch schreiben, was noch nicht gesagt ist?

  • Wenn Du nicht dazu neigst, das Schwierige aufzuschieben, und zum Lernen die Lust nicht brauchst, dann fang mit dem Schwierigen an.

  • wenn Du dabei nicht vergisst, dass es nur um eine Abi-Prüfung geht, dann lern fürs Leben.

  • wenn Du glauben willst, Marx habe erkannt, dass Arbeitskraft Ware sei, dann vermeide es Hobbes zu lesen, der 200 Jahre vorher sagte: „a man’s labour also, is a commodity exchangeable for benefit, as well as any other thing“ (Hobbes, Leviathan, Part II, Chapter XXIV, 4)

  • wenn Du glauben willst, Marx hätte zum Ziel gehabt, Arbeit abzuschaffen, dann lies nichts von Marx.

Da Du bei den letzten beiden Punkten ja eben gerade etwas nicht machen solltest, sind sie gute Ratschläge, weil sie Dich deshalb nicht von der Abi-Vorbereitung abhalten können :wink:

Was habe ich bis jetzt gemacht:
Zuerst die Unterlagen der 4 Abiturfächer auf auf 4 Stapel
gelegt.

Dann habe ich 4 DINA3 Blatter genommen(für jedes Fach eins) es
in 4 Spalten unterteilt und in jeder Spalter jeweils ein
Halbahr geschrieben(Also 12.1,12.2…).
Und zu jedem Halbjahr die einzelnen Themen aufgeschrieben, die
wir im Unterricht besprochen haben.Somit habe ich mir einen
ungefähren Überblick über die 4 Halbjahre.

Der Anfang ist schon erfolgreich abgeschlossen;
der nächste Schritt müsste darin bestehen, diese jeweiligen „einzelnen Themen“ abermals in Sub-Themen zu untergliedern, diese dann in „grobe Thesen“, diese in „feinere Thesen“, diese …

Du siehst, was ich Dir raten will?
Geh den Stoff immer wieder durch; erst ganz überblickshaft, dann nimm Dir einzelne Einheiten daraus vor, dann nimm sie Dir genauer vor; aber verlier Dich nicht zu schnell in einzelne Details, die kommen schon noch irgendwann ganz unpoblematisch zu ihrem Recht.

Auf solches Gliedern solltest Du aber nicht zuviel Zeit verwenden.

Leider gibst Du Deine 4 Prüfungsfächer nicht an;
Ich würde jedenfalls Mathematik mit einer ganz anderen Methode vorbereiten als Englisch oder als Biologie oder …

In Mathe z.B. gibt es keine bessere Vorbereitung als das Rechnen von Aufgaben, empfehlenswerterweise vielleicht alte Abi-Aufgaben (besonders empfehlenswert ist dies bei Zentralabi-Ländern), während ein solches Vorgehen etwa für Geschichte recht wenig bringt …

Also wenn Du Lust hast, dann hol Dir hier doch Tipps ab für die Vorbereitung ganz konkret in Deinen Fächern;
ich wette, Du könntest davon eher profitieren als vom hier vorgeschlagenen Vertrauen in den MEGADRUCK.

Womit ich nichts gegen die MEGADRUCK-Strategie gesagt haben will, manch einer steht darauf; (ich selbst mags überhaupt nicht)

Viele Grüße
franz

auf gutem wege…
Hallo!

Auch ich finde dein bisheriges Vorgehen bei der Prüfungs-vorbereitung ganz gut, denn die Organisation ist das halbe Leben… auch wenn mans erstmal nicht glaubt.
Ich sehe schon, dass du das hinbekommst und wünsche dir natürlich viel Glück beim Abi!
Noch ein paar Tipps:

  • Wirklich mit den schwierigsten Sachen anfangen, weil du dann noch mit Freunden/Lehrern Fragen frühzeitig klären kannst + du fühlst dich sicherer
  • ich würde auch nicht alle fächer kreuz und quer lernen. sondern z.B. Deutsch in der Reihenfolge der Epochen. Vieles baut ja aufeinander auf und da ist es sinnvoll diesem „Aufbau“ auch beim Lernen zu verfolgen.
  • Außerdem besser keine ähnlichen sprachen nacheinander lernen, zb. spanisch und Französisch. Dann lieber mal Mathe dazwischen schieben oder so.
  • vielleicht Lerngruppen bilden, wenn du gut in Gruppen lernen kannst (ich persönlich habe eine Mischung vorgezogen, mal in Gruppen, mal alleinge gelernt)

lg jessica

Hallo,
hab jetzt nicht alles ganz durchgelesen, aber will dir kurz schildern, wie ich für mein Abi gelernt habe…

ich habe zuerst einmal von jeden Fach jegliches Material zusammen gesucht und dann alles zusammengeschrieben. Ist ne Menge arbeit, 2 Jahre zusammenzufassen, aber zum einen lernt man beim Zusammenschreiben schon was und zum anderen erhält man einen Überblick. Zudem ist es viel ermutigender, sich statt durch 4 Mappen pro Fach (viele Zettel, auf manchen stehen nur ein paar zeilen, dann kopien … bla…) durch vielleicht Seiten zu arbeiten… ausserdem schrumpft der Inhalt erheblich, da man oft alles irgendwie an mehreren Stellen stehen hat und es doch eigentlich das selbe ist…

Liebe Grüße und viel Erfolg…

Und: es ist nur ne AbiPrüfung… ist nicht anders als ne andere Klausur auch… Sprachen… hatte Englisch… die Sprache kannst du bis zur Prüfung nicht mehr lernen, dass musst du in den letzten Jahren geschafft haben, und die Themen… die sind ja meist eher klein.