Unsere Hündin hat immer wieder richtige „Pinkel“ am Kopf bzw. an den Hinterläufen mit starkem Juckreiz - auch in der Zeit, wo es keine Stechmücken oä gibt. Das Ganze verkrustet dann und bleibt gute 2 Wochen unverändert, kann sich auch extrem entzünden bzw dann verbreiten (auseinanderlaufen). Der TA findet nichts und ist da eher ratlos.
Habt ihr Erfahrung mit ähnlichem?
Peter
Hallo Peter,
ja, wir haben leidvolle Erfahrung mit ähnlichem (permanenter Juckreiz mit Schuppen und Krusten) und einen 3-jährigen Such- und Leidensweg hinter uns.
Möglichkeiten:
- Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel. Austesten durch sehr konsequenten Ausschlusstest (vorher belesen). Langwierig und schwierig, evtl. einfach mal mit Allergiefutter vom Tierarzt versuchen.
- Allergie gegen Flöhe und Milben. Kann auch im Winter sein, angeblich schaffen es die Hunde das ganze Jahr, mit den Viechern in Kontakt zu kommen.
- Allergie gegen Hausstaub etc.
- Keine Allergie, sondern Milben (Demodex, Sarkoptes)
Möglichkeiten, die Ursache zu finden:
- Nahrungsmittelausschlusstests
- Epikutantests
- Hautgeschabsel
- Biopsie
- Bioresonanztest
- Bluttest
- Mit Milbenmittel behandeln und schauen ob es hilft (Vorsicht bei Collie-artigen Hunden bei bestimmten Medikamenten)
Behandlungsmöglichkeiten je nach Ursache:
- bei Milben: Milbenmittel
- bei Futtermittelallergie: Futterwechsel
- bei geklärter sonstiger Allergie: Desensibilisierung, Bioresonanztherapie
- bei ungeklärter sonstiger Allergie: Eigenbluttherapie, Cortison (Vorsicht bei Dauergabe), Atopica.
Im Augenblick liegt mein Hund ruhig und nicht kratzend zu meinen Füßen: steht endlich unter Cortison. Wird aber wegen der Langzeitschäden demnächst abgesetzt und dann bekommt er Atopica.
Keine der obigen Möglichkeiten ist ein Garant für Erfolg.
Viel Glück!
Julia