Allergien psychosomatisch?

Hallo,

ich würde gerne wissen, ob es halbwegs gesichertes Wissen darüber gibt, ob (spezielle ?) Allergien psychische Ursachen haben und woran man das festmacht. Reicht der Nachweis aus, dass keine körperlichen Ursachen bestehen? Gibt es Grenzfälle? Weiß man vielleicht sogar, wie die Verläufe sind?

Ich habe zwar schon ein bisschen herumgesucht im Netz, aber nichts wirklich Informatives gefunden.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

hallo!!

wenn ich nach dem gehe was die meisten wissenschaftler sagen dann kann es und wird es nie über irgendwas gesichertes wissen geben! :wink:)

die meisten sind so bescheiden und sagen: wir sind uns ziemlich sicher oder „we always try to get it less wrong“.

allergien sind reaktionen des immunsystems-und das wird zu …% vom gehirn beeinflusst.
auf diesem weg wird die reaktivität des immunsystems rauf oder runtergesetzt. es gibt auch genügend versuche in denen man zu verschiedenen zeiten geimpft hat (unter stress und stressfrei)-wobei die unter stress wesentlich weniger effektiv waren.
psychosomatisch hat für mich immer noch einen sehr unangenehm klingenden beigeschmack weil viele meiner patienten in diese schublade gesteckt wurden/werden und nicht mehr rauskommen.

stress setzt z.b. adrenalin frei welches dann wieder an vielen organen im körper wirkt und dort weitere reaktionsketten auslöst (blutgefässveränderungen, …).

bei asthma z.b. werden die beschwerden grösser da adrenalin die bronchien weiter verengt.
deswegen werden in die behandlung auch entspannungstechniken
eingebaut.

gleiches prinzip gilt für hautausschläge bei „stress“.

literatur:

  1. esther sternberg „the balance within“ beschreibt wie das gehirn über hormonausschüttung das immunsystem beeinflusst.

  2. sapolsky „why zebras don`t get ulcers“ - alles über die internen vorgänge bei stress.

  3. http://pharmrev.aspetjournals.org/cgi/content/full/5… das sympathische nervensystem und die verbindung gehirn-immunsystem.

wenn`s mit englisch nicht klappt dann die stichwörter: neuroimmunologie, psychoneuroimmunologie, adrenalin und cortisol
probieren.

der wichtigste hormonkreislauf wird über die hypophyse und die nebennierenrinde gesteuert.

tschüss

matthias

p.s. kann noch jede menge mehr liefern wenn bedarf oder interesse geweckt.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

wenn ich du wäre, würde ich dazu unter morphogenetische felder und pheromon suchen, um allergie und membranstatus versus penetrationsschutz zu filtern. aber ich bin ja nicht du.

oder weniger romantisch:
reagiert XY „allergisch“,
vertiefst du die narkose.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Thomas!

ich würde gerne wissen, ob es halbwegs gesichertes
Wissen darüber gibt, ob (spezielle ?) Allergien psychische
Ursachen haben und woran man das festmacht. Reicht der
Nachweis aus, dass keine körperlichen Ursachen bestehen? Gibt
es Grenzfälle? Weiß man vielleicht sogar, wie die Verläufe
sind?

Möchtest Du halbwegs frisches Uni-Wissen?
Oder lieber angestaubtes Erfahrungswissen? :wink:
Ist manchmal dasselbe, gell?

Zu Deiner Frage: Psychosomatisch nennt man alle Krankheiten / Störungen, bei deren Entstehung und Aufrechterhaltung psychische Faktoren eine Rolle spielen. Wenn Du also eine Krankheit / Störung vorliegen hast, dann brauchst Du „nur“ zu gucken, ob psychische Faktoren in der von mir genannten Weise eine Rolle spielen. Wenn z.B. die Allergie unter „Streß“ stärker wird oder in der Häufigkeit zunimmt wird und bei Entspannunung schwächer wird oder in der Häufigkeit abnimmt, dann ist die Störung definitionsgemäß psychosomatisch (oder psychophysiologisch, wie man heute an der Uni sagt).

Freundliche Grüße,

Oliver

Hallo Matthias,

die meisten sind so bescheiden und sagen: wir sind uns
ziemlich sicher oder „we always try to get it less wrong“.

wenn du mich kennst, dann dürftest du wissen, dass mir solche Aussagen sehr sympathisch sind … :smile:

Deine Beschreibungen finde ich sehr interessant, die Literatur werde ich mir besorgen, die Links sehe ich mir auch an, und ich suche auch weiter mit deinen Begriffen.

p.s. kann noch jede menge mehr liefern wenn bedarf oder
interesse geweckt.

Klar bin ich weiter interessiert. In welcher Form lieferst du denn (Literatur?, Links?)?

Herzliche Grüße und vielen Dank erstmal

Thomas Miller

Hallo Biggi,

auch dir herzlichen Dank.

wenn ich du wäre, würde ich dazu unter morphogenetische felder
und pheromon suchen, um allergie und membranstatus versus
penetrationsschutz zu filtern.

Sheldrake gehört aus meiner Sicht in den Bereich der Esoterik, aber das sollten wir hier nicht diskutieren.

aber ich bin ja nicht du.

Eben.

oder weniger romantisch:
reagiert XY „allergisch“,
vertiefst du die narkose.

Das gefällt mir - Lyrik als Therapie! :smile:

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Oliver,

Möchtest Du halbwegs frisches Uni-Wissen?
Oder lieber angestaubtes Erfahrungswissen? :wink:
Ist manchmal dasselbe, gell?

eigentlich egal :smile: , aber hier könnten statistische Ergebnisse schon sinnvoll sein, denke ich (ich hatte bei meiner Frage sogar speziell an eine Antwort von dir gedacht …).

psychophysiologisch

Interessanter Begriffswandel - hat das mit dem inflationären Gebrauch des Begriffs „Psychosomatik“ in der Alltagswelt zu tun?

Wie ich dich verstanden habe, wird also bei psychophysiologischer Diagnose ein physischer Zusammenhang nicht ausgeschlossen, sondern der Psyche lediglich ein katalytischer Effekt zugeordnet. Ist das richtig?

Bedeutet das in der Folge, dass die eigentliche Ursache doch physischer Natur sein muss? Ist hierfür die behavioristische Methodik einschlägig? Wie stellt man sich die Verläufe denn genauer vor bzw. existieren Vorschläge, wie man bei der Erforschung vorzugehen hat?

Herzliche Grüße und vielen Dank erstmal

Thomas Miller

links
hallo!!

hier kannst du 700 artikel finden zum thema:

http://www.psychosomaticmedicine.org/cgi/search?volu…

ich habe auf meinem pc daheim noch besser sortierte artikel-kann ich aber erst heute abend liefern.

tschüss

matthias

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Linksammlung?
Hi,

das ist vielleicht sogar was für die Linksammlung des Brettes - oder was meinen die Herren professionellen Psychologen dazu?

ich habe auf meinem pc daheim noch besser sortierte
artikel-kann ich aber erst heute abend liefern.

Na, dann her damit! :smile:

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Oder: wie treibe ich den Hautarzt in den Wahnsinn
Hallöle Thomas,

ja, es gibt psychisch bedingte Allergien und ich bin der lebende Beweis dafür… :wink:

Ich bin gegen alle möglichen Pollen, gegen Hausstaub, Lebensmittel, Kosmetika und Hastenichgesehen allergisch. Trotzdem kam sowohl bei dem Pricktest - nachdem so ziemlich jeder Stoff auf diesem Planeten durchgetestet wurde und ich wie ein Nadelkissen aussah - als auch beim IgE-Check Null, Nix, Niente raus. Na fein, dann kratze ich mich halt bei Kontakt mit Schafwolle oder nach dem Genuß von Erdbeeren/Penicillin aus reiner Langeweile fast blutig bzw. sehe wie ein Streuselkuchen aus, weil es gerade hip ist. Und den anaphylaktischen Schock, der mir nach - so sie es denn schafft, mich zu erwischen, bevor ich die stets präsente Paral-Dose in der Hand habe - einem Wespenstich droht, bilde ich mir auch nur ein, um dem Notarzt mal wieder die Gelegenheit zu einem Luftröhrenschnitt zu geben… *fggg*

ich würde gerne wissen, ob es halbwegs gesichertes
Wissen darüber gibt, ob (spezielle ?) Allergien psychische
Ursachen haben und woran man das festmacht. Reicht der
Nachweis aus, dass keine körperlichen Ursachen bestehen?

Nun ja… Wie gesagt: nachdem jeder, wirklich jeder Stoff auf diesem Planeten an Versuchskaninchen Tessa getestet wurde, nicht einmal der stärkste Cortison-Hammer, zu dessen Herstellung die Apotheke meines Vertrauens fähig war, wirkte und Dr. E. dem Wahnsinn respektive der Verzweiflung nahe war, blieb nur die Erklärung 'Mädel, Du hast ‚ne Meise‘ bzw. ‚die Allergien sind psychisch bedingt‘. Zwischendurch war auch Neurodermitis im Gespräch; das ist jedoch glücklicherweise nicht der Fall.

So eigenartig es klingt: die Allergien (vor allem aber der ätzende Ausschlag) klingen ab bzw. verschwinden völlig, sobald ich Ruhe habe. Im Urlaub bzw. am Wochenende ist das alles kein Thema und mein Rücken sieht wie ein Teppichratten-Popo aus. :wink: Also scheint es hier eine Verbindung zu geben. Bin ich womöglich gegen Arbeit allergisch? *grübel*

Gibt es Grenzfälle? Weiß man vielleicht sogar, wie die Verläufe
sind?

Was meinst Du mit ‚Verläufe‘?

Beste Grüße

Tessa

Wahnsinn
Hi Tessa,

Ich bin gegen alle möglichen Pollen, gegen Hausstaub,
Lebensmittel, Kosmetika und Hastenichgesehen allergisch.

du hast die Teppichratten vergessen … :smile:

Aber mal im Ernst: Dein Bericht klingt ja Besorgnis erregend! Soweit ich erinnere, schminkst du dich doch, oder? Wie geht das denn mit Kosmetik-Allergie?

blieb nur die Erklärung 'Mädel, Du hast ‚ne Meise‘ bzw. ‚die
Allergien sind psychisch bedingt‘.

Als Begründung für die Allergie(n) wurde also die Abwesenheit anderer Gründe benutzt, ja?

Zwischendurch war auch
Neurodermitis im Gespräch; das ist jedoch glücklicherweise
nicht der Fall.

Da hast du wirklich Glück.

So eigenartig es klingt: die Allergien (vor allem aber der
ätzende Ausschlag) klingen ab bzw. verschwinden völlig, sobald
ich Ruhe habe. Im Urlaub bzw. am Wochenende ist das alles kein
Thema und mein Rücken sieht wie ein Teppichratten-Popo aus.

Wie oben schon gesagt hast du die Teppichratten vergessen, denn sonst würdest du nicht auf die Idee kommen, deren Popos als Negativbeispiel zu verwenden. Die Popos meiner Exemplare haben jedenfalls keine Pickel … :smile:

:wink: Also scheint es hier eine Verbindung zu geben. Bin ich
womöglich gegen Arbeit allergisch? *grübel*

Naja, wo du doch in der Werbebranche tätig bist, scheint mir das doch auf Stress hinzuweisen, zumindest als Auslöser. Es wird ja gelegentlich behauptet, dass Stress Allergien erzeugen kann, aber ich kenne bisher nur die Behauptungen, aber nicht die Begründungen - daher meine Frage.

Was meinst Du mit ‚Verläufe‘?

Genauer gesagt meine ich die Ursache-Wirkung-Ketten, also ob man da schon Einzelanalysen vorliegen hat (die Forschung scheint ja relativ jung zu sein). Wichtig dafür wäre natürlich auch der subjektive Verlauf bei Einzelpatienten.

Bei mir zum Beispiel tritt gelegentlich (aber nicht regelmäßig) eine Pollen- oder Gräserallergie (jahreszeitbedingt) auf, ganzjährig allergisch bin ich nur gegen Holz.

Liebe Grüße und herzlichen Dank für deinen Bericht

Thomas

Hallo Thomas!

eigentlich egal :smile: , aber hier könnten statistische
Ergebnisse schon sinnvoll sein, denke ich (ich hatte bei
meiner Frage sogar speziell an eine Antwort von dir gedacht
…).

Statistische Ergebnisse? Hm. Welcher Art?

psychophysiologisch

Interessanter Begriffswandel - hat das mit dem inflationären
Gebrauch des Begriffs „Psychosomatik“ in der Alltagswelt zu
tun?

Die genauen Hintergründe des Begriffswandels sind mir nicht bekannt. Allerdings hat der Begriffswandel wahrscheinlich mit folgendem zu tun: Die klassische Psychosomatische Medizin ist stark psychoanalytisch durchdrungen („verseucht“). Daher impliziert unter Fachleuten der Ausdruck Psychosomatik die „Erklärung“ der klassischen psychosomatischen Störungen mit psychoanalytischen Ansätzen (was nicht unproblematisch ist, da die Klassische Psychosomatischen Medizin nur eingeschränkt akzeptiert wird: 1. wegen der Verwendung des psychoanalytischen Sprachrepertoire, das in der übrigen Medizin als wenig verständlich und realitätsfern :wink: gilt, 2. wegen der häufig nicht empirisch zu belegenden psychoanalytischen Annahmen).

Im letzten Jahrzehnt ist man immer weiter davon abgegangen, bei der Störungsdefinition die vermutete Ätiologie zu berücksichtigen, sondern rein deskriptiv vorzugehen. Diese Entwicklung wird durch den neuen Namen unterstrichen. Außerdem erinnert der Begriff Psychosomatik an den Leib-Seele-Dualismus und an die Auffassung, daß Psyche und Soma zwei verschiedene Einheiten bilden, auch wenn sie sich gegenseitig beeinflussen (sollen). Der neue Begriff weist jedoch „nur“ darauf hin, daß der Beobachtungsgegenstand je nach Fragestellung durch Begriffe der Physiologie oder Psychologie beschrieben werden kann.

Wie ich dich verstanden habe, wird also bei
psychophysiologischer Diagnose ein physischer Zusammenhang
nicht ausgeschlossen, sondern der Psyche lediglich ein
katalytischer Effekt zugeordnet. Ist das richtig?

Es wird nicht nur ein physischer Zusammenhang nicht ausgeschlossen, sondern explizit angenommen. Ich zitiere Leplow und Ferstl (1998, S. 542): „Nach diesen definitorischen Abgrenzungen handelt es sich bei den Psychophysiologischen Störungen also um körperliche Erkrankungen, deren Entwicklung und Verlauf in deutlichem Ausmaß mit von psychischen Faktoren abhängt. Damit ist jedoch nicht gemeint, daß diese somatischen Störungen ´psychogen` verursacht seien. Mit dem Begriff der Psychophysiologischen Störung soll lediglich dem Umstand Rechnung getragen werden, demzufolge insbesondere die Schwankungen im Verlauf körperlicher Symptome oft erheblich mit psychischen Faktoren kovariieren. Vor dem Hintergrund dieser Modellvorstellung kommt psychischen Faktoren also vor allem eine modulierende, keinesfalls als monokausal verursachende Bedeutung zu. Dieser modulierende Einfluß kann allerdings für das klinische Erscheinungsbild einer Erkrankung von entscheidender Bedeutung sein.“

Bedeutet das in der Folge, dass die eigentliche Ursache doch
physischer Natur sein muss?

Ja, psychischen Faktoren werden bei psychophysiologischen Störungen v.a. modulierende Funktionen zugesprochen. Möglicherweise ist darin ein weiterer Unterschied zur Psychosomatik zu erkennen.

Ist hierfür die behavioristische Methodik einschlägig?

Was meinst Du damit genau?

Die psychoanalytische „Methode“ hatte jahrzehntelang dominierenden Einfluß auf dem Gebiet psychophysiologischer Störungen. Seit den 70er Jahren hat sie jedoch ernsthafte Konkurrenz durch die Verhaltensmedizin bekommen, auf die der Begriffs- und der damit verbundene theoretische Wandel wahrscheinlich zurückzuführen ist. Die Verhaltensmedizin unterscheidet sich von der Klassischen Psychosomatik darin, daß sie explizit naturwissenschaftliche Methoden anwendet, multidisziplinär (Biomedizin, Psychologie, Soziologie, Anthropologie, Pädagogik) ausgerichtet ist und wichtige Grundlagen ihrer Interventionen den Lerntheorien und der Psychophysiologie entnimmt.

Wie stellt man sich die Verläufe denn
genauer vor bzw. existieren Vorschläge, wie man bei der
Erforschung vorzugehen hat?

Basics der Verhaltensmedizin sind biopsychosoziales Krankheitsmodell und Einsatz von Methoden, die sich aus der Verhaltensanalyse ableiten. Die Stärke der Verhaltensmedizin soll in der interdisziplinären Entwicklung von Krankheitsmodellen liegen. Es werden physiologische Veränderungen mit Gefügen psychischer Faktoren in Zusammenhang gebracht und u.a. unter Berücksichtigung von Neurowissenschaften und der biologischen Psychiatrie untersucht. Eine der entscheidenden theoretischen Grundlagen ist das Streßkonzept, für das es mehrere Modelle gibt (u.a. Henry-Stephens-Modell, Transaktionales Streßmodell von Lazarus).

Jedenfalls kann nicht gesagt werden, daß die Verhaltensmedizin radikal behavioristisch orientiert ist, sondern wie heute in der Verhaltenstherapie üblich physiologische, kognitive und behaviorale Ebenen betrachtet werden, um zu einem Modell der auslösenden und aufrechterhaltenen Bedingungen für eine Störung zu kommen.

Freundliche Grüße,

Oliver

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Hallöchen noch einmal,

du hast die Teppichratten vergessen … :smile:

Oooopsala! Die habe ich glatt unterschlagen. *lach*

Aber mal im Ernst: Dein Bericht klingt ja Besorgnis erregend!

Ach geh! Soooo schlimm ist es nicht. Und zum Herumjammern habe ich einfach keine Zeit; das würde mich auch nicht wirklich weiter bringen. Also nehme ich die Sache - auch wenn es mir tierisch auf den Keks geht - mit Humor.

Soweit ich erinnere, schminkst du dich doch, oder? Wie geht
das denn mit Kosmetik-Allergie?

Dein Erinnerungsvermögen läßt Dich nicht im Stich, lieber Thomas: ungeschminkt kriegt mich nicht einmal die Mülltonne zu Gesicht. :wink: Wie das geht? Ganz einfach: im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, welche Kosmetika mir bekommen und welche nicht. Das funktioniert wunderbar.

blieb nur die Erklärung 'Mädel, Du hast ‚ne Meise‘ bzw. ‚die
Allergien sind psychisch bedingt‘.

Als Begründung für die Allergie(n) wurde also die Abwesenheit
anderer Gründe benutzt, ja?

Das ist ja das Problem: es gab in der Tat keine anderen - also organischen - Gründe! Die Allergietests wurden ja x-mal (zu unterschiedlichen Jahreszeiten, auch wenn diese Penicillin und Nickel vermutlich völlig Schnurz sind) wiederholt, weil mein Doc es auch nicht glauben konnte.

Neurodermitis im Gespräch; das ist jedoch glücklicherweise
nicht der Fall.

Da hast du wirklich Glück.

Yepp; das habe ich.

Wie oben schon gesagt hast du die Teppichratten vergessen,
denn sonst würdest du nicht auf die Idee kommen, deren Popos
als Negativbeispiel zu verwenden.

Wie meinen?! Ich habe es als Positiv -Beispiel verwendet. Im Klartext: wenn ich Ruhe habe, ist mein Rücken glatt & frisch wie ein Teppichratten-Hintern…

Die Popos meiner Exemplare
haben jedenfalls keine Pickel … :smile:

Schön. BTW: Wie macht sich denn die neueste Miller-Limbach-Production? *fggg*

Naja, wo du doch in der Werbebranche tätig bist,

*grummel* & *mecker* & *pickelkrieg* Herzallerliebster Thomas, PR hat mit der Werbung ungefähr so viel zu tun, wie Kühe mit Astronomie…

scheint mir
das doch auf Stress hinzuweisen, zumindest als Auslöser. Es
wird ja gelegentlich behauptet, dass Stress Allergien erzeugen
kann, aber ich kenne bisher nur die Behauptungen, aber nicht
die Begründungen - daher meine Frage.

Eine gescheite Begründung ist auch mir nicht bekannt, aber ein anderer Auslöser kommt bei mir offenbar nicht in Frage…

Genauer gesagt meine ich die Ursache-Wirkung-Ketten, also ob
man da schon Einzelanalysen vorliegen hat (die Forschung
scheint ja relativ jung zu sein). Wichtig dafür wäre natürlich
auch der subjektive Verlauf bei Einzelpatienten.

Na, den subjektiven Verlauf einer Einzelpatientin hast Du doch bekommen… Also ich weiß nicht; vielleicht nehme ich die ganze Sache einfach nicht ernst genug. Keine Ahnung! Es ist halt so und ich werde ganz gewiss nicht aufhören zu arbeiten, damit ich die Allergie-Plage los bin.

Bei mir zum Beispiel tritt gelegentlich (aber nicht
regelmäßig) eine Pollen- oder Gräserallergie
(jahreszeitbedingt) auf, ganzjährig allergisch bin ich nur
gegen Holz.

*kicher* Dann nimm Dich vor tieffliegenden Nudelhölzern in Acht…

Inzwischen völlig alberne Grüße

Tessa

hallo!!

eindeutige beweise gibt es nicht (?)-aber die verbindung gehirn immunsystem spielt bei der sache eine sehr grosse rolle.
zudem darf man nicht vergessen dass eine allergie nie beim ersten kontakt mit einem allergen auftritt. das passiert erst beim 2ten mal-nachdem das immunsystem also „gelernt“ hat wie der erreger aussieht.

passiert das zufällig in einer zeit in der das immunsystem z.b. durch langanhaltenden stress geschwächt ist dann muss es eine stärkere immunreaktion aufbauen um den gleichen effekt zu erzielen (abwehr der erreger). somit „lernt“ unser gehirn/immuns. dass es bei kontakt mit einem bestimmten stoff „alles“ geben muss-resultat: allergie.

das ist nur eine vermutung zusammengebastelt aus dem was man über die einzelnen bausteine gefunden hat. leider wurde/wird der zusammenhang gehirn-körper noch viel zu „unwissenschaftlich“,… gesehen, d.h. nicht ernst genommen.
ist leider auch oft schwer experimentell zu untersuchen. deshalb auch die vielen misserfolge der schulmedizin wenn`s um allergien geht.

ein sehr gutes buch zu dem thema: deane juhan „job`s body“
über die kommunikationswege gehirn-körper: candace pert „molecules of emotion“

hier noch ein paar sachen dazu:
http://www.datacomm.ch/kmatter/psychone.htm#_Toc4422…
psychoneuroimmunology

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Re…
über den „nocebo“ effekt (den „bösen“ bruder des placebo). man kann krank sein „erlernen“ wie man v.a. bei chronischen patienten sehen kann.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Re…
höheres risiko bei „panik“ patienten.

tschüss

matthias

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Hallo!

das ist vielleicht sogar was für die Linksammlung des Brettes

  • oder was meinen die Herren professionellen Psychologen dazu?

Der Link scheint mir prinzipiell in Ordnung zu sein. Jedenfalls kann man Abstracts von Artikeln (manchmal auch Volltexte) aus verschiedenen Fachzeitschriften abrufen, darunter sind auch psychologische (z.B. aus dem Annual Review of Psychology). Das Problem dürfte darin bestehen, daß die meisten Artikel wohl nur als Abstracts kostenlos verfügbar sind, vorwiegend natürlich in englischer Sprache verfaßt wurden und es sich dabei um wissenschaftliche Arbeiten handelt, die in den meisten Fällen nur von den Spezialisten verstanden werden.

Freundliche Grüße,

Oliver

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Danke schön! owT.

Hallo Oliver,

ok, dann hat sich das wohl doch erledigt!

Danke.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Oliver,

Statistische Ergebnisse? Hm. Welcher Art?

ich dachte an Auftrittswahrscheinlichkeiten von Allergien.

Die genauen Hintergründe des Begriffswandels …

Danke, die Einschätzung war instruktiv.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Tessa,

mit Humor.

anders geht es ja wohl auch nicht.

habe ich festgestellt, welche Kosmetika mir bekommen und
welche nicht. Das funktioniert wunderbar.

Achso, ich dachte an eine GENERELLE Kosmetikallergie.

Wie meinen?! Ich habe es als Positiv -Beispiel
verwendet. Im Klartext: wenn ich Ruhe habe, ist mein Rücken
glatt & frisch wie ein Teppichratten-Hintern…

Oh, da hab ich mich wohl verlesen, so gemeint bin ich natürlich einverstanden … :smile:

Schön. BTW: Wie macht sich denn die neueste
Miller-Limbach-Production? *fggg*

Blüht und gedeiht - und hält die Eltern nachts munter …

*grummel* & *mecker* & *pickelkrieg* Herzallerliebster Thomas,
PR hat mit der Werbung ungefähr so viel zu tun, wie Kühe mit
Astronomie…

Irgendwo hab ich schon mal fliegende Kühe gesehen, aber wo?

*kicher* Dann nimm Dich vor tieffliegenden Nudelhölzern in
Acht…

Ich dachte eher an Besenstile - - -

Herzliche Grüße

Thomas

Hallo Thomas!

Statistische Ergebnisse? Hm. Welcher Art?

ich dachte an Auftrittswahrscheinlichkeiten von Allergien.

Da muß ich Dich an die Mediziner verweisen.

Die genauen Hintergründe des Begriffswandels …

Danke, die Einschätzung war instruktiv.

Gern geschehen.

Freundliche Grüße,

Oliver

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