Am Wochenende hat meine Haut am ganzen Körper sehr stark zu jucken begonnen, später haben sich nässende Blässchen gebildet. Nachdem ich erst vor zwei Wochen auf externe Anwendung von Jod sehr stark reagiert habe, und am vergangenen Donnerstag und Freitag ausnahmsweise (war ein Nebeneffekt) recht hohe Dosen (ca. 160 - 200 Mikrogramm) Jod zu mir genommen haben, meint mein Arzt, dass es sich um eine Jodallergie handeln könne.
Aber es sind auch andere Ursachen denkbar. Z. B. hatte ich teilweise ähnliche Symptome, als ich vor etlichen Jahren mal Gichtanfälle attestiert bekommen habe. Ich hätte den Arzt fragen sollen, habe aber in dem Moment nicht daran gedacht: Macht es Sinn, die Annahme einer Jodallergie zu testen, indem ich, nach vielleicht zwei symptomfreien Wochen, nochmals hohe Dosen Jod zu mir nehme?
Oder macht mich eine solche Vorgehensweise eher zu einem Kandidaten für den Darwin Award?
Ich weiß nicht, ob es eine Iodallergie ist - zudem ist eine „Iodallergie“ generell umstritten.
Vielleicht haben Sie die Allergie gegenüber etwas anderes und wissen es noch nicht oder es ist das was Sie schrieben, Gichtanfälle.
Es sollte halt untersucht werden.
Hat der Arzt Sie nicht zu einer allergologischen Untersuchung oder sonstiges geschickt, sondern einfach heiter heraus „Iodallergie“ gesagt?
Wenn ja, dann ist das nicht gerade vertrauenswürdig wenn Sie mich fragen.
Na, die äußere Anwendung jodhaltigen Mittel bei Wunddesinfektion hat zeitigt bei mir traditionell recht deutliche Folgen.
sondern einfach heiter heraus „Iodallergie“ gesagt?
Nein, hat er nicht, er hat vielmehr gemeint, dass es sich um eine Jodallergie handeln könne, dass aber auch andere Ursachen denkbar seien.
Und darum dreht sich meine Frage: Lässt sich durch einen Selbstversuch mit hochdosierter Jodgabe eine Jodallergie ausschließen oder der Verdacht erhärten, oder gibt es dabei Risiken, die einen evtl. Nutzen überwiegen?
Naja, ein iodhaltiges Desinfektionsmittel kann weitere Bestandteile aufweisen, gegen die Sie vielleicht allergisch reagieren können.
Da Sie es schon einmal gemacht haben und nicht viel außer diese Hautreaktion passiert ist könnten Sie solch einen Selbstversuch machen, also die kutane Zuführung des Iods (nicht peroral oder sonstiges - da sieht es anders aus und das kann Probleme bereiten).
Ich weiß nicht, ob es eine Iodallergie ist - zudem ist eine
„Iodallergie“ generell umstritten.
Gerne höre ich den wissenschaftlichen Ansatz, warum eine Iodallergei generell umstritten ist. Welche Experten zweifeln warum an der Existenz. Ich meine echte Experten.
ich wollte mich hier nicht einmischen aber eine Frage brennt
mir auf den Nägeln: was macht denn Deine Schilddrüse?
Hat sich bislang noch nicht beschwert. Oder, falls doch, dann habe ich sie nicht verstanden. Ich glaub fast, solang das Jod innerlich bleibt, stört es gar nicht groß. Nur meine Haut verträgt es nicht, und wenn ich über Stunden extrem schwitze und dabei das Jod ausscheide, dann kriege ich die Probleme. Jedenfalls wirkt eine Behandlung beim Arzt mit Jodtinktur auf mich etwa so, wie eine Behandlung mit Benzin und Feuerzeug auf andere Leute.