für unsere Kinder würden wir uns gerne ein Haustier anschaffen, entweder ein Kaninchen oder ein Meerschweinchen (bzw. jeweils 2 davon, aber das tut nichts zur Sache). Die Versorgung der Tiere würde langfristig sicherlich weitgehend an mir hängen.
Nun bin ich aber gegen Hunde und Katzen allergisch, gegen Katzen ganz extrem, ich fange an zu heulen, wenn mich ein Katzenhalter auch nur besucht (keine Einbildung), habe bei einem Allergietest auch sehr heftig auf „Katze“ reagiert. Bei Hunden ist es nicht so stark, da kommt die Reaktion erst etwas zeitverzögert und nicht so ausgeprägt.
Vor ungefähr 15 Jahren wurde bei einem Allergietest auch eine Hasenallergie festgestellt, allerdings habe ich damals definitiv nicht auf die Hasen meiner Freundin reagiert.
Meine Frage: Reicht es, wenn ich das Kaninchen und das Meerschweinchen von Freunden jeweils mal eine Weile intensiv knuddle und dann abwarte, ob sich was tut, oder soll ich lieber einen richtigen Allergietest beim Arzt machen ?
Ich bin selber Allergiker und rate dir zum besuch eines Hautarztes bzw. Allergologen (spezialist für Allergien).
Nur bei einem besuch eines dieser beiden Fachmedizinerarten kann dir exakt gesagt werden (durch tests): auf was du allergisch bist, in welchen umfang und welches der ursprüngliche massive Allergo-Reaktions-Auslöser war.
Letztes waren bei mir zb. Haus-Staub-Milben-Kot, gegen den ich aktuell allerdings nicht mehr allergisch bin …
Vor ungefähr 15 Jahren wurde bei einem Allergietest auch eine
Hasenallergie festgestellt, allerdings habe ich damals
definitiv nicht auf die Hasen meiner Freundin reagiert.
Meine Frage: Reicht es, wenn ich das Kaninchen und das
Meerschweinchen von Freunden jeweils mal eine Weile intensiv
knuddle und dann abwarte, ob sich was tut, oder soll ich
lieber einen richtigen Allergietest beim Arzt machen ?
Einen vernünftigen Allergietest kann so ein Eigenversuch natürlich nicht ersetzen. Einen Anhaltspunkt liefern kann er natürlich schon. Allerdings mußt Du dann ein anderes „Studiendesign“ wählen:
Ein mal Knuddeln reicht nicht. Du solltest ein bis zwei Wochen lang jeden Tag intensiv Kontak mit dem Karnickel haben (das läuft dann unter der Bezeichnung „Induktionsphase“), dann 3 bis 4 Wochen pausieren und dann erneut Kontakt mit Meister Lampe aufnehmen (das ist dann die „Challengephase“). Wenn Du auch dann keine Reaktionen zeigst, ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, daß sich Deine Hasenallergie in Grenzen hält.
Hallo Sylvia,
Einen Provokationstest mit dem lebenden Tier würde ich einem Allergietest bei einem Allergologen immer vorziehen, denn die
üblichen Allergietests sind oft falsch positiv oder negativ.
Der Grund dafür ist, dass z.B. beim Prick-Test, die Haut mit dem Allergen in Kontakt kommt, was mit der Realität wenig zu tun hat, weil in deinem Fall deine Schleimhäute den Allergenkontakt haben. Schleimhäute reagieren nun mal anders.
Ein einmaliger Kontakt mit einem Hasen wird aber nicht reichen.
Hab möglichst oft und lange Kontakt zu dem Tier oder besser noch verschiedenen Hasen.
Wenn jedesmal eine Reaktion ausbleibt, dann könnte es sein, dass du verschont bleibst. Wenn allerdings bereits eine Katzen- und Hundeallergie besteht, dann würde ich das Risiko nicht eingehen.
Wenn nach einer gewissen Zeit eine Hasenallergie auftritt, dann wird es nicht einfach sein, den Kindern ihr Spielzeug wieder wegzunehmen.
Du könntest natürlich auch versuchen, deine Allergien behandeln zu lassen, aber da bist du gerade beim Allergologen an der falschen Adresse.
Gruß
KH