Alles eine Frage der Leistung

Hallo

kann mir jemand erklären, wie es kommt, dass ein Dolby Digital Verstärker eine eingangsleistung (Leistungsaufnahme auf dem Typenschild), von 200 W hat (Verbrauch) aber eine Ausgangsleistung von 5 x 100 W SINUS.

Wo kommt die zusätzliche Leistung her?

Danke

sebastian

Hallo
Sie kommt wahrscheinlich nicht , sondern mal abgesehen davon , das es einen Fehler bei den Angaben geben kann , die gesamte abgegebene Leistung 100 Watt beträgt , diese sich jedoch auf 4 (5 ?) Kanäle verteilt .
MfG

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Hallo Sebastian.
Also, 100pro bin ich mir jetzt auch nicht sicher, aber ich glaube, daß die Leistungsaufnahme des Verstärkers ein Durchschnittswert ist, an dem man erkennt, wieviel „Saft“ er im Schnitt aus dem Netz zieht, während das, was bei den Boxen in „W Sinus“ angegeben wird, die Maximalleistung der Boxen selbst ist. Das muß nichts miteinander zu tun haben.

MfG mr.elan

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Hi Sebastian,
eins steht fest, es kann nicht mehr rauskommen wie reingesteckt wird!
Die Eingangsleistung ist die max. Leistungsaufnahme des Verstärkers bei einem bestimmten Sinuspegel. Die Ausgangsleistung wird meist in „Musikleistung“ angegeben, da man dann einen höheren Wert hinschreiben kann. Es ist also alles eine Sacher der Definition bei welchem Signal und Pegel welche Leistung wie gemessen wird.

Die „Wahre“ Leistung eines Verstärkers lässt sich immer noch am besten nach Leistungsaufnahme und Gewicht beurteilen, wobei es je nach Endstufenschaltung Typen gibt, die doppelt soviel Leistung aufnehmen wie rauskommt. Mit denen bekommst Du dann im Winter das Zimmer auf angenehme Temperaturen.

Hallo

ich könnte es mir so erklären:

jede einzelne Endstufe ist in der Lage, 100 Watt Sinus abzugeben.

Die Summe kann aber 200 Watt nicht überschreiten.
In der Praxis dürfte das reichen, da reine Sinussignale eher selten als Hörgenuss empfunden werden :smile:)

Gruss, Niels

Hi,

Viel Ahnung habe ich auch nicht auf dem Gebiet, aber folgendes:

Wenn du dir die Ausgangsleistungen anguckst solltest du auf die Impedanzwerte (Widerstand, Ohmzahl) der angeschlossenen Lautsprecher achten. Wenn die Leistungsangabe z.B. für 2 Ohm ist kommt bei 4 bzw 8 Ohm natürlich weniger raus.

Ganz allgemein zu dem Angabengerümpel auf den Geräten guck dir mal
http://www.musik-service.de/PA/Leistungsangaben.htm an.

Tilman

Hallo sebaatian,

was die anderen ja schon mehr als angedeutet haben: Leistung ist nicht gleich Leistung.

Natürlich kann mehr Leistung aus dem Verstärker rauskommen, als reingeht (haaalt, keine angst, die Erklärung kommt schon:wink:)

Leistung=Energie pro Zeit

Der Eingangswert ist so etwas wie eine durchschnittliche Leistungsaufnahme beim Betrieb.

Im Verstärker sind jetzt x Kondensatoren und Spulen oder sonst. elektron. Bauteile. Selbstverständlich können diese Energie(!) speichern und bei Bedarf (also zeitversetzt) abgeben. Dies aber natürlich nur über sehr kurze Zeit. (Bestes Beispiel hierfür: Schwingkreise)

Wenn Du jetzt also hier die Spitzenwerte(!) nimmst (=schnelle Energieabgabe aus dem Speicher), werden diese höher sein als die durchschnittlichen Eingangswerte. Und so werden aus wenigen 100 Watt bald Kilowatts:wink:
Außerdem ist Sinus vermutlich die Amplituden-Höhe, während der Durchschnittwert nur ca. 2/3 der Höhe ist…

Grüße
Jürgen

Alles eine Frage der Definition von Leistung
Hallo,

was die anderen ja schon mehr als angedeutet haben: Leistung
ist nicht gleich Leistung.

Stimmt. Kommt auf die Messbedingungen an.

Natürlich kann mehr Leistung aus dem Verstärker rauskommen,
als reingeht

Stimmt. Es gibt keinen Verstärker, der mehr rausgibt als reingeht.

(haaalt, keine angst, die Erklärung kommt
schon:wink:)

Wir werden sehen.

Leistung=Energie pro Zeit

Stimmt.

Der Eingangswert ist so etwas wie eine durchschnittliche
Leistungsaufnahme beim Betrieb.

Nein. Die auf dem Typenschild angegebene Leistungsaufnahme eines Gerätes stellt eine maximale Dauerleistungsaufnahme da. Sie dient dazu, den Leistungsbedarf eines Gerätes einzuschätzen, damit das Versorgungsnetz nicht überlastet wird. Der ‚Normalbetrieb‘ ist damit nicht gemeint, auch kein Durchschnittswert.

Im Verstärker sind jetzt x Kondensatoren und Spulen oder
sonst. elektron. Bauteile. Selbstverständlich können diese
Energie(!) speichern und bei Bedarf (also zeitversetzt)
abgeben. Dies aber natürlich nur über sehr kurze Zeit. (Bestes
Beispiel hierfür: Schwingkreise)

Kurze Zeit ist relativ. Speichern können sie schon ziemlich lange (zieh mal bei kleiner Lautstärke und Kopfhöhrerbetrieb den Netzstecker - dauert ganz schön lange, bis nichts mehr kommt). Nur die Menge der gespeicherten Energie ist relativ gering und damit bei hoher Leistungsabgabe die Zeitdauer der Energieabgabe.

Wenn Du jetzt also hier die Spitzenwerte(!) nimmst (=schnelle
Energieabgabe aus dem Speicher), werden diese höher sein als
die durchschnittlichen Eingangswerte. Und so werden aus
wenigen 100 Watt bald Kilowatts:wink:

Aber nicht bei Angabe einer Sinusleistung. Damit hat Deine Berechnung hier nämlich nichts zu tun.

Außerdem ist Sinus vermutlich die Amplituden-Höhe, während der
Durchschnittwert nur ca. 2/3 der Höhe ist…

Unfug. Unter Sinusleistung versteht man die Ausgangsleistung eines Verstärkers bei Einspeisung eines Sinussignals, wobei dazu noch die Angabe eines ‚Klirrfaktors‘ gehört. Darunter versteht man die Verzerrung des Ausgangssignals aufgrund von Begrenzung des Ausgangssignals (genaugenommen gehören alle anderen auftretenden Verzerrungen natürlich auch dazu, spielen hier aber keine große Rolle).
Vielleicht solltest Du doch nochmal nachlesen, was Sinusleistung, Musikleistung, Musikspitzenleistung, Leistung einzelner Kanäle und Gesamtleistung eigentlich ist. Sinusleistung hat nichts mit irgendwelchen Durchschnittswerten zu tun und ist auch keine Angabe von Amplituden-höhe oder 2/3 davon.

Axel