Hallo!
Hoffentlich kann mir hier jemand helfen. Ich bin total verzweifelt, weil ich nicht weiß, was ich noch machen soll.
Mir geht es schon lange schlecht. Das heißt, dass ich jeden Tag unter einer Dauerangst leide (teilweise steigert es sich bis zur Panikattacke) mit ständiger Unruhe, Übelkeit, Schwindel und dem Gefühl jeden Moment zusammenzubrechen/ohnmächtig zu werden. Dazu fühle ich mich total benommen und schlapp, reagiere langsam, habe starke Konzentrationsprobleme. Meinen Kopf fühlt sich müde an, aber mein Körper läuft auf Hochtouren. Zudem habe ich Probleme mit den Augen bzw. Sehen. Ich kann nur sehr schlecht lesen, da die Buchstaben ineinander verschwimmen und viele weiße Punkte (wie feiner Schnee) vor meinen Augen tanzen. War letztes Jahr deswegen beim Augenarzt, der aber nichts fand.
Seit 2007 weiß ich, dass ich Hashimoto und eine Schilddrüsenunterfunktion habe. Davor ging es mir sehr schlecht, war auch in einer Tagesklinik wegen Angststörung und Somatisierungsstörung. Geholfen hat es nichts. Erst, als ich bei einem Nuklearmediziner war und er mich auf 75 µg L-Thyrox eingestellt hat, ging es mir besser. Zugleich machte ich eine Verhaltenstherapie und 2008 ging es mir von Woche zu Woche besser. Damals hatte ich auch einen tollen Job gefunden, der mir Spaß machte.
2010 wurde ich schwanger. Seit dem geht es nur noch abwärts mit meinem Befinden. Ich stand auch unter großem psychischen Druck, da mein Hund starb und mein Ex mir das Leben sehr schwer machte. Kurz nach der Geburt (Sept. 2010) befand ich mich dann noch dank meines Ex in einem Sorgerechtsstreit, der bis April d. J. andauerte, und entschloss mich zu einem Umzug.
Seit der Geburt geht es mir richtig schlecht, wie oben bereits beschrieben. Ich weiß nun nicht, was ich denken soll. Ist es alles psychisch? Ist es eine Angststörung oder doch die Schilddrüse/Hashimoto? Ich habe viel über Hashimoto gelesen und muss zugeben, dass es mir sehr viel Angst gemacht hat (mgl. Folgeerkrankungen, unheilbar, Symptome …). Laut meiner Hausärztin ist es die Psyche, denn ich bin gut eingestellt, die Laborwerte liegen im Normbereich
- TSH 1,25
- keine Antikörper nachweisbar,
- SD-Größe 3 ml, Echomuster homogen, feinkörnig, glatt begrenzt, atrophisch.
Ich weiß nicht, was ich glauben soll. Zum einen hab ich eine stressige Zeit hinter mit (müsste es doch jetzt besser werden mit dem Befinden?!), zum anderen weiß ich, dass auch Hashimoto Schuld sein kann. Oder ist Hashimoto jetzt gar nicht mehr „aktiv“ in meinem Körper, wenn die SD-Antikörper negativ sind???
Vielleicht könnt ihr mir etwas aus meinem Gedankenkarussell helfen??? Wäre sehr sehr dankbar!!!
LG Polly