Allgemeine Frage zu Lebensversicherungen

Hallo zusammen,

ich habe mich mal bei Lebensversicherungen ein bisschen umgeschaut und folgende Entdeckung gemacht:

Wenn ich eine Lebensversicherung mit einem monatlichen Beitrag von ca. 50 EUR abschliesse und monatlich bezahlt bezahle ich pro jahr 600 EUR. Wenn ich nun jährlich bezahle bezahle ich „nur“ knapp 510 EUR.

Meine Frage nun, warum sind hier so drastische Beitragsunterschiede? Kann man da noch mehr sparen? Oder sind die Leistungen anders?

Viele Grüße,
Oliver

Hallo Oliver,

der Unterschied von 510 zu 600 komt mir schon etwas hoch vor.
Üblich sind Zuschläge von etwa 5%, was einem effektiven Zins von gut 9% entspricht.
Die Zuschläge kommen daher, daß die Versicherer jährlich kalkulieren. Da heißt Beiträge und Leistungen werden immer auf den Jahresbeginn bezogen.
Der Versicherungsschutz beginnt in voller Höhe zum Beginn des Jahres, deshalb muss auch der Beitrag in voller Höhe zum Beginn des Jahres fällig sein.
Wenn Du nun Ratenzahlung vereinbarst, gewährt dir die Versicherung unausgesprochen einen Kredit. Zudem verzichtet sie im Versicherungsfall - Deinem Tod - häufig auf die restlichen, eigentlich fälligen Beiträge.

Max

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Ein anderer Grund ist auch (und vor allem), dass bei monatlicher Zahlung ein weit aus höherer Verwaltungsaufwand besteht, als bei einer einmaligen Abbuchung! Und dieser Aufwand kostet Geld!

Gruß
Falke

Ein anderer Grund ist auch (und vor allem), dass bei
monatlicher Zahlung ein weit aus höherer Verwaltungsaufwand
besteht, als bei einer einmaligen Abbuchung! Und dieser
Aufwand kostet Geld!

Verwaltungsaufwand?? Da Bitte ich um nähere Erklärung!

Ich weiß ja nicht, wie du dir das vorstellst, aber da geht doch keine Angestellte der Versicherung monatl. zur Bank und zieht die Prämien (manuell) ein!?! :smile: Das ganze ist ein „Klick“ am Rechner - mehr doch nicht. Für die „Verwaltung“ macht es doch keinen Unterschied, ob sie monatl. abbuchen oder jährlich, etc.

Hallo Jens,

Verwaltungsmehraufwand in dem Sinne, dass eben auch dieser Klick bezahlt werden muss. So gut die Technik ist, deswegen muss sie dennoch kontrolliert werden und dieser jemand muss bezahlt werden. Zudem kommt, dass hier häufiger Schriftwechsel, durch Mahnungen, anfallen kann und das bindet wiederum Personal.

Der größte Batzen dürfte aber durch das von Max beschriebene Phänomen entstehen.

Gruß
Marco

Hi Marco!

Ich möchte hier ja keine Diskussion lostreten - dafür ist es zu sehr off-topic :smile: Aber so wie es beschrieben wird, macht es aber keinen Unterschied bzw. Mehraufwand, ob nun monatl. oder jährlich. Wenn die Prämien per Lastschrift eingezogen werden dann fällt „Zeit“ für das Eintippen der Bankverbindung, etc. an - aber doch nicht ernsthaft für den Unterscheid zwischen monatl. oder jährlich!

Mit den Mahnungen könntest du aber recht haben :smile: Auch wenn hier IMHO die Portokosten den meisten Batzen verschlingen. Bei uns gehen Mahnungen, etc. automatisch in den Postausgang. Programmiertechnisch macht das auch keinen Unterschied!

Jetzt komme ich mir schon fast so vor wie einer, der hauptsache dagegen ist! :smile:

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Unterschied zwischen jährlicher und mtl. Zahlung
Hi Jesch,

Ich möchte hier ja keine Diskussion lostreten - dafür ist es
zu sehr off-topic :smile:

Dann nennen wir es um. Hat ja schon mit Versicherungen zu tun.

Aber so wie es beschrieben wird, macht
es aber keinen Unterschied bzw. Mehraufwand, ob nun monatl.
oder jährlich. Wenn die Prämien per Lastschrift eingezogen
werden dann fällt „Zeit“ für das Eintippen der Bankverbindung,
etc. an - aber doch nicht ernsthaft für den Unterscheid
zwischen monatl. oder jährlich!

Nehmen wir mal an, der Kunde will mtl. zahlen und das auf Rechnung. Dann kostet dieser Versand min. 0,21 Euro (wenn Großkundentarif und besonderer Infobrief), aber wohl eher gegen 0,55 Euro. Diese Kosten müssen quersubventioniert werden, sprich per Äquivalenzprinzip und Umlageverfahren auf alle umgelegt werden, die nicht jährlich zahlen. Zahlt er jedoch per Einzug, so muss vom System geprüft werden (da muss letztendlich zur Sicherheit immer ein Debitor drüber schauen), ob auch alles seine Richtigkeit hat. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. :smile: Das meinte ich vielmehr.

Mit den Mahnungen könntest du aber recht haben :smile: Auch wenn
hier IMHO die Portokosten den meisten Batzen verschlingen. Bei
uns gehen Mahnungen, etc. automatisch in den Postausgang.
Programmiertechnisch macht das auch keinen Unterschied!

Klar. Automatisch ist richtig. Nur sind da gewisse Folgen bei Versicherungen, Verlust des Versicherungsschutz bei Ausbleiben der Folgeprämie etc. dran gebunden, und die bedürfen einer exakteren Prüfung. Man kann nämlich nicht so einfach fordern oder den Versicherungsschutz aussetzen. :smile: Da sind nämlich mehrere Mahnschreiben für nötig. Auch hier muss wieder jemand kontrollierend drüberschauen, oder würdest du dich freuen, wenn der Rechner eine Zahl falsch einbucht und der Versicherer dir deswegen gleich ne Kündigung schickt? :smile:

Gruß
Marco

Hallo Oliver,

der Unterschied von 510 zu 600 komt mir schon etwas hoch vor.
Üblich sind Zuschläge von etwa 5%, was einem effektiven Zins
von gut 9% entspricht.
Die Zuschläge kommen daher, daß die Versicherer jährlich
kalkulieren. Da heißt Beiträge und Leistungen werden immer auf
den Jahresbeginn bezogen.
Der Versicherungsschutz beginnt in voller Höhe zum Beginn des
Jahres, deshalb muss auch der Beitrag in voller Höhe zum
Beginn des Jahres fällig sein.
Wenn Du nun Ratenzahlung vereinbarst, gewährt dir die
Versicherung unausgesprochen einen Kredit. Zudem verzichtet
sie im Versicherungsfall - Deinem Tod - häufig auf die
restlichen, eigentlich fälligen Beiträge.

Max

Hinzu kommt: hat die Versicherung das Geld am Jahresanfang, kann sie auch damit arbeiten. Somit kann sie damit auch mehr erwirtschaften.
Gut, aber über den Unterschied der Beiträge bei monatlicher oder jährlicher Zahlung lässt sich streiten. Ist mir auch etwas hoch.

mfg Teddy