Allgemeine Frage zur Literatursuche

Hallo,

ich habe auf meiner Pflichtlektüreliste Titel wie die folgenden stehen.
Frage: wie treib ich diese (alten, internationalen) Zeitschriftenartikel denn alle am leichtesten auf?

Bernhard Alexander, Spinoza und die Psychoanalyse, in Chronicon Spinozanum, vol. 5, 1928
Walter Bernhard, Freud und Spinoza, in Psychiatrie 9, Mai 1946, vo. 9, no.2
Walter Bernhard, Psychotherapeutic Principles in Spinoza’s Ethics, in Speculum Spinozanum 1977
Michele Bertrand, Spinoza et la Psychanalyse, Studia Spinozana 8, 1992, S. 171-190
Lothar Bickel, Über Beziehungen zwischen der Psychoanalyse und einer dynamischen Psychologie,
in Zentralblatt für Psychologie und ihre Grenzgebiete, April 1931, S. 221f.
Veronique Foti, Thought, affect, drive and pathogenesis in Spinoza and Freud, in History of
European Ideas, vol. 3, no. 2, 1982, S. 221-236
Mitchell Gabhart, Freedom, Understanding, and Therapy in Spinoza’s Moral Psychology, in
International Journal of Applied Philosophy 9, S. 1-9
Stuart Hampshire, Spinoza’ Theory of Human Freedom, in Monist 55, 1971, S. 554-556
Siegfried Hessing, Freuds relation with Spinoza, in Speculum Spinozanum, 1977
Derk Pereboom, Stoic Psychotherapy in Descartes and Spinoza, in Faith and Philosophie 11, 1994,
S. 592-625
Constanze Rathbun, On certain similarities between Spinoza and psychoanalysis, in The
Psychoanalytic Review XXI, 1934, S. 1-14
Lee C. Rice, Spinoza’s account of Sexuality, in Philosophy Research Archives 10, 1985, S. 19-34
Lee C. Rice, Freud, Sartre, Spinoza: The Problematic of the Unconscious, in Giornale di
Metafisica 17, 1995, S. 87-106
Monique Schneider, Le fini, l’autre et le savoir chez Spinoza et chez Freud, in Cahier Spinoza 1, 1977, S. 167-319
Isidor Silbermann, Some reflections on Spinoza and Freud, in The Psychoanalytic Quarterly, Vo. 42,
1973
Jon Wetlesen, A Reconstruction of Basic Concepts n Spinoza’s Social Psychology, in Inquiry 12,
1969, S. 105-132
Paul Wienpahl, Spinoza and Mental Health, in Inquiry 15, 1972, S. 64-94

Gruß
F.

Hi,

In einer Universitätsbibliothek.

Die Franzi

Hallo F.,

natürlich über eine anständig bestückte Unibibliothek.
Von wo aus recherchierst du denn?

Nur als Beispiel: Die meisten (hab nicht nach allen gesucht) deiner Fachzeitschriften (auch die älteren JG) sind in der ULB Bonn vorhanden, sogar in der Hauptbiliothek, teils im Magazin, teils als Online-Volltext abrufbar.

Die Artikel sollten daher als Kopien per Fernleihe erreichbar sein.

Gruß
Metapher

Das hört sich gut an.

Dank&Gruß
F.

Auf Bibliotheken generell wurde ja schon verwiesen, Standorte von Zeitschriften bekommt man über die Zeitschriftendatenbank ZDB https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitschriftendatenbank

Moin,

neben dem schon Gesagten, hast Du in den einzelnen Instituten nachgefragt. Eigentlich sollte natürlich über die UB-Anfrage auf die Institutionsbibliotheken verwiesen werden.

Manchmal, gerade bei älteren Exemplaren u.U. nur in Präsenz. Aber auch hier lässt sich fast immer eine andere Lösung finden.

Fernleihe ist auch von „normalen“ Stadtbibliotheken möglich, allerdings abhängig vom Engagement der Angestellten.

Aber Fernleihe kann dauern, 6 Wochen sind nicht selten.

Bei der Stadtbücherei können die finanziellen Bedingungen evtl. ungünstiger sein als an Deiner Uni.

Viel Erfolg!

Gruß Volker

Hi,
kommt man heutzutage durch ein (Psychologie)Studium (danach bzw. nach einem schon absolvierten liest sich die Liste) ohne die Benutzung einer UB kennengelernt zu haben?
O tempora, o mores!

Grüße

Uli

Erstens liest sich die Liste nicht nach einem Psychologie-Studium, zweitens bin ich meine beiden Studiengänge tatsächlich ganz gut ohne intensive Literatursuche durchgekommen (rein die UB, Buch ausgeliehen, gut wars). 80 Jahre alte Artikel unbekannter Autoren aus irgendwelchen ausländischen Zeitschriften habe ich themenbedingt noch nie suchen müssen, so dass mir dieses Such-Wissen tatsächlich völlig fehlt.

Ich hätts auch ohne we-we-wa geschafft, aber für Anregungen sind wir hier da, oder? :wink:

Gruß
F.

Wenn es um Baruch de Spinoza geht, würde ich weniger bei der Psycholgie als bei der Philosophie suchen…

Hallo,

Literatur natürlich am einfachsten über eine Uni/Hochschulbibliothek ausleihen. Diese haben auch die Möglichkeit, nicht vorhandene Literatur zu besorgen, Stichwort Fernleihe. Oder online Suchfunktionen wie googlescholar, ieee, etc. verwenden, welche oftmals auch freie Literatur zur Verfügung stellen. Hier lassen sich einige nennen, die jedoch auf von Themengebiet zu Themengebiet differenziert werden sollten. Denke durch google lässt sich hier einiges erreichen.

Mfg

Die Psychologie stand nicht umsonst in Klammern. In jedem Fall klingt das nach einem schon fortgeschrittenerem Studium und da wundert mich das halt. Irgendwelchen Hausarbeiten oder andere intensivere Recherchearbeiten muss man doch eigentlich immer mal machen oder hat sich das in Zeiten das Bachelors geändert?

Das spielt sich ja wohl im übergreifenden Themenfeld Psychologie, Psychoanalyse und Philosophie ab. Ich hätte die Psychologie in Klammern auch ganz weglassen können.

Es geht ja nicht darum, dass ich nie hätte recherchieren müssen im Studium, sondern darum, dass ich dabei halt (zufällig? sicher themenbedingt; besonders bei der Abschlussarbeit über eine Gegenwartsphilosophin zu der es eine riesige Menge gut zugänglicher Texte gibt) tatsächlich nie über den Präsenzbestand der UB bzw. der Stabi hinausrecherchieren musste.

Gruß
F.

Ich habe das schon verstanden, dass du das nicht musstest. Genau das hat mich aber überrascht. Das meine ich übrigens nicht gehässig oder abwertend in Richtung deiner Person!

Nenne mich OldSchool. Aber ich finde, dass eine solche Recherche für einen studierenden bzw. studierten Menschen schon dazu gehört, auch in Zeiten des Internets. Wobei mit diesem #Neuland Recherche ja nicht abgeschafft ist, sondern um eine weitere, ganz andere Art der Recherche ergänzt wurde.

Für beide Bereiche gilt ja wohl, das sich zumindest m.E. eine gewisse Schlaraffenlandmentalität ausgebreitet hat, die dazu führt, dass erwartet wird, dass man alle nötigen Infos mundgerecht serviert bekommt. Nicht umsonst benutzen die meisten google und kommen da meist nicht mal auf die zweite Seite der Suchtreffer.

Nicht, dass es nicht „früher“ auch eine solche Mentalität gegeben hat. Aber Recherche war immer in gewisser Hinsicht mühsam. Stichwort Karteikasten und Mikrofiche. Ich hab da noch mit arbeiten müssen und bin jetzt nicht Steinzeit, auch wenn sich das für mich selbst schon so anhört in dem Zusammenhang. Aber ich bin nicht einmal 50. Wer von der Jugend von heutzutage :wink: weiß denn noch, was Mikrofiche ist.

Für mich ist jedenfalls diese Form intensiver Recherche ein wesentlicher Baustein dessen, was ich unter wirklichem studieren verstehen. Das ist die Selbstauseinandersetzung einerseits und dann der Disput mit anderen.

Juhu Freudolin,

Pflichtlektüre

Oh du bedauernswertes Geschöpf!

Gut, dass ich dem Alter von Pflichtlektüren entwachsen bin.

Ich könnte dir meinen Speicher anbieten, zwar könnte ich
nicht sagen, ob du dabei fündig würdest, aber bei der
Gelegenheit könntest (Doppelkonjunktive liebe ich!)
du gleich mal ein wenig aufräumen! :wink:

Herzliche Grüße
E.

Cool!

Ja, ja, gibs mir nur, du … Schuft!

Dachböden sind interessant, da finden sich manch Dinge, die man wirklich auf keinem Dachboden dieser Welt vermuten würde:
http://www.gallimard.fr/Catalogue/GALLIMARD/Connaissance-de-l-Inconscient/Sigmund-Freud-Benedictus-de-Spinoza

Gruß
Frigidismund

Dachböden…

Mainte fleur épanche à regret
Son parfum doux comme un secret
Dans les solitudes profondes.